München: Gasthäuser geschlossen, Polizei auf der Suche nach Tätern

In der Münchner Innenstadt haben zumindest einige Restaurants am Abend aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das Hofbräuhaus wurde von allen Gästen verlassen. Die Polizei fordert die Autofahrer auf, sie sollen Autobahnen Richtung München freimachen. Der Betrieb am Flughafen München läuft vorerst normal.

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Direkt am unter dem Marienplatz liegt das bekannte bayerische Restaurant «Ratskeller». Dort schloss man gegen 20 Uhr die Türen. «Es sind noch Gäste hier, die dürfen nicht raus», sagte ein Mitarbeiter der dpa. «Und das Telefon steht nicht still.»

Im Hofbräuhaus sind gegen 21 Uhr keine Gäste mehr da. Das Personal räumt auf, wie Serviceleiter Werner Posselt sagte. «Hier ist zwar nichts passiert, aber es hat sich Panik ausgebreitet.» Plötzlich seien in den Straßen vor dem Hofbräuhaus Menschen davon gerannt, das habe sich auf die Gäste übertragen. Nach und nach seien sie aus dem Hofbräuhaus gegangen.

Die Filiale der Cafékette Starbucks am Odeonsplatz hat ebenfalls geschlossen. Gäste und Personal halten sich noch in dem Laden auf, sagte ein Mitarbeiter.

Wegen des Großeinsatzes im Münchner Stadtgebiet hat die Polizei alle Autofahrer aufgerufen, von den Autobahnen in Richtung der Landeshauptstadt abzufahren. «Die Polizei ersucht alle Verkehrsteilnehmer, die Autobahnen auf dem Weg nach München zu meiden beziehungsweise zu verlassen, um anfahrenden Einsatzfahrzeugen auf dem Weg nach München die freie Durchfahrt zu ermöglichen», berichtete der Verkehrsservice des Bayerischen Rundfunks am Freitagabend.

Der Betrieb am Münchner Flughafen ist nach der Attacke in München mit Verletzten und vermutlich mehreren Todesopfern zunächst ungestört weitergelaufen. «Wir haben normalen Flugbetrieb», sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. «Man kommt mit den S-Bahnen auch zum Flughafen und auch weg, wenn auch mit Verspätungen, weil der Hauptbahnhof nicht angefahren wird.» Die Lage könne sich aber jede Minute ändern.

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