Bundesregierung erschüttert über Ansbach und Reutlingen

Die Bundesregierung ist „erschüttert“ über den Selbstmordanschlag in Ansbach und den Mord in Reutlingen. Kanzlerin Merkel sei in der Uckermark und werde laufend unterrichtet.

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Die Bundesregierung hat sich „erschüttert“ über die Gewalttaten am Wochenende gezeigt. Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Montag in Berlin, die Regierung trauere mit den Angehörigen der getöteten Frau in Reutlingen. Die Gedanken seien auch bei den Verletzten der Attacken in Reutlingen und Ansbach.

„In Reutlingen liegt kein Staatsschutzdelikt vor, zu Ansbach dauern die Ermittlungen an“, sagte Demmer. Ein 27-jähriger Flüchtling hatte sich am Sonntagabend in Ansbach vor dem Gelände eines Musikfestivals selbst in die Luft gesprengt und zwölf Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob es sich um einen islamistisch motivierten Selbstmordanschlag handelte. Zuvor hatte ein 21-jähriger Syrer im baden-württembergischen Reutlingen mit einer Machete eine Frau getötet und fünf weitere Menschen verletzt.

Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund. Die Ermittler gehen derzeit von einer Beziehungstat aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde über beide Sachverhalte fortlaufend unterrichtet, sagte Demmer. Die Kanzlerin halte sich derzeit in der Uckermark auf. Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) steht demnach im Kontakt mit den Sicherheitsbehörden.

Der syrische Attentäter sollte nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach Bulgarien abgeschoben werden, berichtet Reuters. Es habe eine Abschiebeandrohung in das Balkanland gegeben, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. Grund sei, dass der Mann zuvor in den EU-Staaten Bulgarien und Österreich registriert worden sei. Nach Syrien direkt könne derzeit wegen des Bürgerkriegs niemand abgeschoben werden. Warum der Mann sich noch in Deutschland aufgehalten habe, könne er derzeit nicht sagen, sagte der Sprecher. Er verwies darauf, dass Abschiebungen zunächst Ländersache seien.

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