Flucht vor dem Crash: Schattenbanken in China boomen

Chinas Schattenbanken bauen ihren Einfluss auf den Finanzmärkten des Landes aus. Im vergangenen Jahr allein sollen die von ihnen verwalteten Gelder um fast ein Drittel gestiegen sein. Schätzungen gehen davon aus, dass sich Kapital von beinahe 80 Prozent der Wirtschaftsleistung Chinas in dem intransparenten Markt bewegt.

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Schattenbanken scheinen eine zunehmend bedeutendere Rolle auf dem chinesischen Finanzmarkt einzunehmen. Nach Angaben der amerikanischen Ratingagentur Moody’s ist das von ihnen verwaltete Vermögen im Jahr 2015 um etwa 30 Prozent gestiegen. Wie Moody’s zu diesen Zahlen kommt ist unklar, da sich das Schattenbankwesen größtenteils außerhalb des etablierten Bankwesens abspielt und kaum einer Regulierung von Seiten des Staates unterliegt.

Moody’s zufolge verwalteten Schattenbanken 2015 insgesamt rund 7,3 Billionen Euro – was in etwa 78 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Chinas und rund 27 Prozent aller Bankeinlagen entspricht. Im Jahr 2011 betrug dieser Anteil noch etwa 17 Prozent.

Die Regierung in Peking sieht in dem Sektor eine Bedrohung für die Finanzstabilität und versucht seit einiger Zeit, den unübersichtlichen Markt zu regulieren und riskante Geschäfte zu verbieten. „Doch trotz dieser Anstrengungen hat sich der Anteil von Schattenbanken bei der Kreditvergabe und bei den Kapitaleinlagen rapide ausgeweitet, weil Firmen mit schwacher Kreditwürdigkeit sich alternativen Finanzierungsquellen zuwenden und Investoren nach einer höheren Rendite streben“, schreibt Reuters.

„Der Anstieg der Verschuldung und die Ausweitung der Schattenbank-Aktivitäten erhöhen die finanziellen Risiken. Aufgrund der Vernetzung mit gewöhnlichen Geschäftsbanken besteht ein hohes Ansteckungsrisiko“, schreibt Moody’s.

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