Dax schwächer, Commerzbank mit hohen Verlusten

Der deutsche Leitindex Dax verzeichnete am Dienstagmorgen Verluste. Die Titel der Commerzbank führten die Liste der Verlierer mit Abgaben von über 8 Prozent an.

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Nach der Senkung der Jahresprognose haben Aktionäre bei der Commerzbank den Rückzug angetreten. Die Papiere sackten um mehr als acht Prozent auf ein Rekordtief von 5,29 Euro ab, berichtet Reuters. Der neue Chef Martin Zielke nahm am Dienstag endgültig Abschied von einem Milliardengewinn. Wegen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds werde der Konzerngewinn unter dem Vorjahr liegen, hieß es im Geschäftsbericht des Instituts. 2015 hatte die zweitgrößte deutsche Bank einen Gewinn von 1,06 Milliarden Euro erzielt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres brach der Gewinn um 58 Prozent auf 372 Millionen Euro ein.

Die Kürzung der Prognose kommt nicht ganz unerwartet für Anleger. Schon Zielkes Vorgänger Martin Blessing hatte ein Fragezeichen hinter seine eigene Prognose gesetzt. Philipp Häßler von der Equinet Bank hielt an seinem „Buy“-Rating für die Commerzbank-Aktien fest. Sein Kursziel beließ er bei 10,00 Euro. Die Commerzbank habe ihr Geschäft in den vergangenen Jahren erfolgreich umgebaut und sei auf dem Weg zurück in die Normalität, schrieb er in einem Kurzkommentar.

Gemischt ausgefallene Quartalszahlen zahlreicher Dax -Konzerne und der erneute Ölpreis-Verfall haben die Stimmung der Anleger am Dienstag insgesamt gedämpft. Der deutsche Leitindex fiel am Morgen um über ein Prozent auf etwa 10.220 Punkte. Einer der schwächsten Werte im Dax war Infineon mit einem Minus von 4,4 Prozent auf 14,05 Euro. Das Wachstumstempo des Chipherstellers lässt allmählich nach – im dritten Quartal legte der Umsatz zwar noch zwei Prozent zu, die Prognose für das laufende vierte Quartal 2015/16 fiel aber zurückhaltend aus. Nach oben ging es dagegen für den Wohnungskonzern Vonovia, der die Latte für sein operatives Ergebnis anhob und für 2016 nun 740 bis 760 Millionen Euro anpeilt. Die Aktien stiegen um rund ein Prozent. Auf die Stimmung an den Börsen drückte der Ölpreis, der wegen des weltweiten Überangebots zur Zeit wieder stark fällt. Am Montagabend sackte der Preis für ein Barrel der US-Leichtölsorte WTI erstmals seit April unter die Marke von 40 Dollar.

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