US-Industrie in der Rezession: Auftrags-Einbruch setzt sich im Juni fort

Im Juni sind die Aufträge der US-Industrie gegenüber dem Vormonat erneut gesunken. Auch auf Sicht eines Jahres kam es zu einem deutlichen Rückgang – dem zwanzigsten in Folge. Die Daten illustrieren faktisch eine Rezession des produzierenden Gewerbes in den USA.

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Die Industrie der USA sendet negative Signale. Der Auftrags-Einbruch setzt sich im Juni fort. (Foto: dpa)

Die Industrie der USA sendet negative Signale. (Foto: dpa)

Die US-Industrie hat im Juni erneut weniger Aufträge eingesammelt. Die Bestellungen verringerten sich um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Minus von 1,8 Prozent gerechnet. Im Mai waren die Aufträge bereits um nach unten revidierte 1,2 Prozent zurückgegangen.

Auf Sicht eines Jahres gingen die Auftragseingänge um 5,6 Prozent zurück und damit so strak wie seit September 2015 nicht mehr. Damit war der Juni der zwanzigste Monat in Folge, in denen die Auftragszahlen auf Sicht eines Jahres zurückgingen.

Die Auftragseingänge der US-Industrie seit den 1960er Jahren. (Quelle: Bloomberg)

Die Auftragseingänge der US-Industrie seit den 1960er Jahren. (Quelle: Bloomberg)

Die Auftragseingänge der US-Industrie und der Kurs des S&P 500-Index. (Quelle: Bloomberg)

Die Auftragseingänge der US-Industrie und der Kurs des S&P 500-Index. (Quelle: Bloomberg)

Die US-Notenbank hatte sich zuletzt optimistischer zur Konjunktur geäußert, da sich insbesondere der Arbeitsmarkt im Sommer gut entwickelt hat. Dennoch wird an den Märkten die Wahrscheinlichkeit derzeit eher gering eingeschätzt, dass die Währungshüter den Leitzins von derzeit 0,25 bis 0,5 Prozent bald anheben. Experten rechnen frühestens für Dezember mit einem solchen Schritt, wenn sich der Wahlkampfrauch im Rennen um das Weiße Haus verzogen hat und sich die Folgen des Brexit-Referendums in Großbritannien besser abschätzen lassen.

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