Konkurrenz für deutsche Unternehmen: China will bei Roboter-Dichte aufholen

Bis 2020 will China in Sachen Automatisierung zu den zehn stärksten Ländern weltweit gehören. Das Land will die Roboterdichte in den Unternehmen erheblich anheben. Mit Know-How wie von dem deutschen Unternehmen Kuka hat China bereits einen weiteren Schritt getan.

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Das Interesse des chinesischen Unternehmens Midea am deutschen Roboterhersteller Kuka war sowohl für die deutschen Politik als auch für die chinesische keine Kleinigkeit. Nachdem sich in Europa kein weiterer Interessent gefunden hat, ist Kuka nun zu fast 86 Prozent in chinesischer Hand. Für China ist der Kauf für die Weiterentwicklung der nationalen Wirtschaft enorm wichtig.

Warum, zeigte sich nun beim  „China International Summit of Robot Industry“ in Shanghai. Dort sagte der Präsident des chinesischen Maschinenbau-verbandes CMIF, dass China bis 2020 jedes Jahr 100.000 Industrie-Roboter aus heimischer Produktion verkaufen wolle. Bis 2020 soll China zu den weltweiten Top-10 der am stärksten automatisierten Nationen gehörden. Die Zahl der Industrie-Roboter im Land soll auf 150 Roboter-Einheiten pro 10.000 Arbeitnehmer steigen. derzeit sind es der International Federation of Robotics zufolge 36. Damit liegt China auf Rang 28.

Der Großteil (69 %) der Industrie-Roboter stammt derzeit nach aus dem Ausland. Aber die Zahl Roboter aus dem Inland stieg von 25 Prozent 2013 auf zuletzt 31 Prozent. „Ende 2020 wird der Anteil der nationalen Unternehmen auf bis zu 50 Prozent steigen können“ , sagte Daokui Qu vom chinesischen Roboter-Hersteller Siasun.

Insgesamt verzeichnete Asien im vergangenen Jahr mit 156.000 Einheiten den weltweit größten Absatz von Robotern für die Industrie. 67.000 davon gingen nach China. Weltweit wurden zwischen 2010 und 2015 etwa 1,1 Millionen neue Industrieroboter installiert. 2015 wurden 240.000 Roboter verkauft (8 %), wie aus dem aktuellen Bericht der International Federation of Robotics hervorgeht.

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