Ökonom: Sinkende Restaurant-Umsätze kündigen Rezession in den USA an

Der Brokerfirma Stifel zufolge handelt es sich bei den sinkenden Umsätzen amerikanischer Fast Food-Ketten um Vorboten einer schweren Rezession der US-Wirtschaft. Die Krisen in den Jahren 2000 und 2008 seien nach demselben Muster eingeleitet worden – dieses Mal deute sich jedoch ein noch steilerer Abschwung an.

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Die Umsätze großer Fastfood-Ketten gingen in den USA im zweiten Quartal zurück. (Foto: dpa)

Die Umsätze großer Fastfood-Ketten gingen in den USA im zweiten Quartal zurück. (Foto: dpa)

Das Maklerunternehmen Stifel warnt, dass amerikanische Fast Food-Ketten und Restaurants von einem „perfekten Sturm“ aus zurückgehender Nachfrage, steigenden Mindestlöhnen und einer eingeschränkten Preisgestaltung bedroht werden. Aus diesem Grund wurden die Prognosen für die Aktien elf amerikanischer Restaurant-Ketten herabgestuft. Dazu gehören beispielsweise Chipotle Mexican Grill Inc., Darden Restaurants Inc., The Cheesecake Factory Inc. und Zoe’s Kitchen Inc.

15 der 16 US-Restaurant-Ketten, die bislang ihre Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht haben, berichten von Umsatzrückgängen. Zum ersten Mal seit 2009 gingen die durchschnittlichen Verkaufszahlen in der Branche zurück, meldet Bloomberg.

„Wir gehen von einem negativen Ausblick für Restaurants aus, weil wir glauben, dass die simultane Verringerung zwischen 150 und 200 Basispunkten in der Restaurant-Industrie in allen Kategorien im zweiten Quartal den Start einer Rezession in den USA wiederspiegelt“, schreibt der Analyst Paul Westra in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Die Warnung vor einer Rezession stützt sich auf den Befund, dass die beiden vergangenen Abschwünge in den Jahren 2000 und 2008 ebenfalls von einer rückläufigen Dynamik bei Restaurant-Umsätzen eingeleitet wurden. Interessant ist, dass der aktuelle Rückgang der Umsätze noch deutlicher ausfällt als die vorangegangenen.

Der Umsatz der weltgrößten Schnellrestaurantkette McDonald’s fiel im zweiten Quartal um 3,5 Prozent auf 6,27 Milliarden Dollar, der Nettogewinn sogar um gut neun Prozent auf 1,09 Milliarden, wie das US-Unternehmen am Dienstag mitteilte. McDonald’s sprach von einem „herausfordernden Umfeld in zahlreichen Märkten“. Besonders hart umkämpft ist der US-Markt. Hier stiegen auf vergleichbarer Basis die Erlöse in Restaurants, die mindestens 13 Monate etabliert sind, zwar um 1,8 Prozent. Experten hatten aber mit 3,2 Prozent gerechnet.

Vergleich der Restaurantumsätze vor den Krisen von 2001 und 2007. (Grafik: Stifel, Knapp Track, BBI)

Vergleich der Restaurantumsätze vor den Krisen von 2001 und 2007. (Grafik: Stifel, Knapp Track, BBI)

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