Saudi-Arabien baut Macht des Staatsfonds aus

Saudi-Arabien möchte seinen Staatsfonds PIF langfristig zu einer Art Kommandozentrale der heimischen Wirtschaft ausbauen. PIF-Chef al-Rumajjan wurde zum Mitglied des Verwaltungsrates der staatlichen Ölgesellschaft Aramco ernannt, um die Zusammenarbeit mit dem weltgrößten Ölkonzern zu koordinieren.

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Der saudische König Salman bin Abdulaziz Al Saud mit Kronprinz Mohammed bin Zayed Al Nahyan von Abu Dhabi (links). (Foto: dpa)

Der saudische König Salman bin Abdulaziz Al Saud mit Kronprinz Mohammed bin Zayed Al Nahyan von Abu Dhabi (links). (Foto: dpa)

Der saudische Ölgigant Saudi Aramco kooperiert enger mit dem mächtigen Staatsfonds PIF, berichtet Reuters. PIF-Chef Jassir al-Rumajjan werde Mitglied des Verwaltungsrates, kündigte der vor einem Börsengang stehende Ölkonzern am Mittwoch an. Insidern zufolge wird er den saudischen Telekommunikationsminister Mohammed al-Suwaijal ersetzen. Beobachter sehen in dem Wechsel einen weiteren Hinweis darauf, dass Saudi Aramco und der Staatsfonds PIF eng bei der Restrukturierung der saudischen Volkswirtschaft in Zeiten niedriger Ölpreise zusammenarbeiten werden.

Ziel der Regierung ist es, den PIF in einen zwei Billionen Dollar schweren Koloss auszubauen, der im Ausland investiert und im Inland die Diversifizierung der Wirtschaft außerhalb des Ölsektors fördert. Dafür soll dem Fonds auch die Eignerschaft von Aramco übertragen werden, das womöglich auf den größten Börsengang aller Zeiten zusteuert. Konkrete Pläne wurden bisher allerdings veröffentlicht.

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