Britische Regierung finanziert nach Austritt EU-Projekte selbst

Infrastruktur- und Forschungsprojekten in Großbritannien sollen durch den Brexit keine Nachteile entstehen. London kündigte an, von der EU mitfinanzierte Projekte trotz des EU-Austritts nicht stoppen. Die Milliarden-Lücke soll künftig aus eigenen Mitteln gedeckt werden.

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Von der EU mitfinanzierte Projekte in Großbritannien werden nach Angaben der Regierung trotz des Brexits nicht gestoppt. Die Finanzierungslücke von jährlich bis zu 4,5 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro) werde aus eigenen Mitteln gedeckt, sagte Finanzminister Philip Hammond am Samstag. Betroffen sind demnach etwa Infrastruktur- und Forschungsprojekte. Die Agrarhilfen will die Regierung in London bis 2020 auf dem jetzigen Niveau halten.

Wissenschaftler, Bauern und andere Empfänger von EU-Mitteln waren bisher verunsichert, ob sie auch nach dem Austritt ihres Landes weiter Geld im bisherigen Umfang erhalten, so Reuters. In der EU gibt es viele Programme, mit denen Regionen, Verkehrsprojekte oder die Forschung gefördert werden.

Die Briten hatten im Juni überraschend dafür gestimmt, die EU zu verlassen. Die neue Premierministerin Theresa May hat angekündigt, das Referendum in jedem Falle umzusetzen. Sie will den Austrittsantrag aber nicht mehr in diesem Jahr stellen. Von dem Zeitpunkt an bleiben zwei Jahre für die Scheidungsverhandlungen. Ein Knackpunkt dürfte der britische Wunsch werden, Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes zu bleiben und gleichzeitig die Einwanderung aus EU-Staaten zu begrenzen.

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