Weltgrößter Bergbaukonzern meldet Milliarden-Verlust

Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen hohen Verlust von über 6 Milliarden Euro bekanntgegeben. Hintergrund sind die immer noch tiefen Preise für wichtige Industrierohstoffe.

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Die gesunkenen Rohstoffpreise haben dem weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton einen Rekordverlust eingebrockt. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr sei unter dem Strich ein Minus von rund 5,7 Milliarden Euro angefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Grund sind demnach vor allem Abschreibungen auf das Schiefergasgeschäft in den USA. Sparmaßnahmen sollen im laufenden Jahr wieder Geld in die Kassen spülen. Firmenchef Andrew Mackenzie sieht zudem außerhalb der USA für 2017 nach eigenen Worten Wachstumsmöglichkeiten bis zu vier Prozent.

Die Notierungen für wichtige Industrierohstoffe befinden sich seit Monaten auf tiefem Niveau. Die durchschnittlichen Preise, die BHP im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen konnte, fielen demzufolge zwischen 17 Prozent für Kohle und 43 Prozent für Erdöl.

Auch ohne die Abschreibungen von 6,9 Milliarden Euro brach der bereinigte Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr wegen der niedrigeren Rohstoffpreise um mehr als 80 Prozent auf eine Milliarde Euro ein. Das ist das schwächste Ergebnis seit dem Zusammenschluss von BHP und Billiton im Jahr 2001, aber etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Auf lange Sicht zeigte sich Mackenzie vor allem für das Öl- und Kupfergeschäft zuversichtlich. In nächster Zeit sei aber weiter mit niedrigen und schwankenden Rohstoffpreisen zu rechnen.

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