Türkei will Zehntausende aus Gefängnissen entlassen

Die Türkei will 38.000 Inhaftierte entlassen. Die Gefängnisse sind offenbar aufgrund der Putschisten-Festnahmen überfüllt. Doch Vergewaltiger, Drogenhändler und Terroristen sollen nicht von dieser Maßnahme profitieren.

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Die Türkei will 38.000 Personen kurzfristig aus dem Gefängnis entlassen. Das gab der türkische Justizminister Bekir Bozdag am Mittwoch bekannt, berichtet der EU Observer.

Denn die Gefängnisse sollen aufgrund der Verhaftungen mittlerweile überfüllt sein. Der Strafvollzug soll komplett überlastet sein. „Es handelt sich hierbei nicht um eine Amnestie. Es gibt bestimmte Bedingungen, an die sich die vorläufig Entlassenen während der Verfahren halten müssen“, zitiert Haberturk Bozdag.

Der Justizminister fügte hinzu, dass diese Maßnahme Mörder, Vergewaltiger, Drogenhändler, Terroristen und Personen, die im Zusammenhang mit Verbrechen gegen den Staat und seine Institutionen begangenen haben nicht umfasse. Diese müssen weiterhin in den Gefängnissen bleiben.

Mehr als 20.000 Menschen wurden seit dem gescheiterten Staatsstreich in der Türkei offiziel verhaftet. Von diesen befinden sich noch immer über 5.000 Personen in Haft, sagte Premierminister Yildirim dem Magazin EUobserver zufolge. Insgesamt wurden über 40.000 Personen zumindest kurzzeitig festgehalten.

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