Investoren springen ab: Italiens Banken-Rettung wackelt

Italiens Banken-Rettung für vier kleine Institute wackelt, weil die Investoren abgesprungen sind. Die Regierung bemüht sich nun, Ersatz zu finden. Das Problem: Investoren können bei den Banken wegen der faulen Kredite kaum etwas gewinnen.

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Italien versucht Insidern zufolge erneut, Investoren für vier gerettete Banken zu finden. Drei im Juli abgegebene Angebote seien nicht angenommen worden, weil es dafür keine Bankbürgschaften gegeben habe, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Einem der Insider zufolge können nun bis Ende August erneut Offerten bei der Notenbank eingereicht werden. Infrage kommen demnach die drei bisherigen Bieter sowie Interessenten, die eine Kaufabsicht bekundet, aber kein Angebot abgegeben hatten.

Die italienische Bankenbranche hat über einen Einlagensicherungsfonds bereits 3,5 Milliarden Euro in die vier strauchelnden Institute gesteckt. Banca Marche, Banca Etruria, CariChieti und CariFerrara leiden vor allem unter faulen Krediten und waren im November vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Ihr Wert wird auf insgesamt 1,4 Milliarden Euro taxiert. Die gesamte Finanzbranche Italiens ächzt unter notleidenden Darlehen im Volumen von 360 Milliarden Euro, was etwa einem Fünftel des gesamten Kreditvolumens entspricht.

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