Kehrtwende: Schweden ergreift Partei für Erdogan

Schweden setzt sich von der deutschen Anti-Erdogan-Stimmung ab und lobt ausdrücklich die aktive Mitwirkung des türkischen Volkes bei der Niederschlagung des Staatsstreichs. Zuvor hatte Schweden im Einklang mit der EU vor allem Erdogan wegen dessen harter Reaktion kritisiert.

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Der schwedische Premier Stefan Löfven. (Foto :dpa)

Der schwedische Premier Stefan Löfven. (Foto :dpa)

Der schwedische Premier Stefan Löfven hat offenbar eine Kehrtwende bezüglich der Türkei vorgenommen. Er sagte der Nachrichtenagentur Anadolu: „Der Putschversuch wurde durch das heldenhafte türkische Volk, das auf die Straße gegangen ist und Geschichte geschrieben hat, vereitelt. Die Tatsache, dass das Volk kollektiv gehandelt hat, war ausschlaggebend für diesen Erfolg.“

Zum Anschlag in der türkischen Stadt Gaziantep sagte Löfven: „Wir sind bereit, mit der Türkei in jeglicher Form gegen den Terror gemeinsam vorzugehen.“ Löfven hatte am 7. August noch scharfe Kritik an den Festnahmen von Putsch-Verdächtigen in der Türkei geübt und die übliche anti-türkische Rhetorik angewandt.

Der schwedische Premier sagte weiter, dass sowohl die EU als auch die Türkei kooperieren und den Flüchtlings-Deal umsetzen müssen. Beide Seiten müssten ihre Worte halten. Schweden hingegen unterstützte in diesem Zusammenhang einen EU-Beitritt der Türkei, so Löfven.

Die Aussagen Löfvens kommen kurz vor einem Besuch des US-Vizepräsidenten Joe Biden in Schweden. Biden wird am Mittwoch in die Türkei und am Donnerstag nach Schweden reisen.

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