Tausende neue Emails: FBI erhöht den Druck auf Hillary Clinton

Das FBI verlangt die zügige Sortierung von tausenden neuen Emails, die Hillary Clinton auf ihrem privaten Server gespeichert hatte oder die gar nicht mehr auffindbar gewesen sind. Das FBI will offenbar noch vor der Wahl genaue wissen, ob Clinton unrechtmäßig fremde Interessen bedient hat.

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Hillary Clinton im Wahlkampf. (Foto: dpa)

Hillary Clinton im Wahlkampf. (Foto: dpa)

In der Affäre um die Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos von Ex-Außenministerin Hillary Clinton sind 15 000 weitere Nachrichten aufgetaucht. Die US-Bundespolizei habe die Nachrichten an das Außenministerium weitergegeben. Sie sollen im Zuge einer früheren Vereinbarung mit der konservativen Organisation Judicial Watch veröffentlicht werden, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, am Montag in Washington. Zunächst sollen private Mails aussortiert und vertrauliche Stellen geschwärzt werden. Die Auswertung solle bis Ende September abgeschlossen sein. Das FBI kritisiert, dass die Clinton-Kampagne sich mit der Zusammenarbeit zu viel Zeit lässt und verlangt die zügige Aussortierung der Emails.

Clinton steht seit langer Zeit in der Kritik, weil sie als US-Außenministerin dienstliche E-Mails über einen privaten Server verschickt hatte. Das FBI untersuchte den Fall, empfahl aber nach Abschluss der Untersuchungen, Clinton nicht anzuklagen. Judicial Watch pochte vor Gericht auf die Veröffentlichung der E-Mails. FBI-Direktor James Comey hatte bereits vor Wochen von «mehreren Tausend weiteren E-Mails» gesprochen, die gelöscht worden seien, aber wiederhergestellt werden konnten.

Am Montag wurden ferner E-Mails aus dem Clinton-Fundus bekannt, die von Judicial Watch selbst öffentlich gemacht wurden. Sie stammen von der engen Clinton-Vertrauten Huma Abedin und sollen den Verdacht nahelegen, dass Spender für die Clinton-Stiftung von Hillarys Ehemann Bill leichter Zugang zur Außenministerin bekommen hatten. So wandte sich der Kronprinz von Bahrain im Mai 2009 mit der Bitte um ein Treffen mit Clinton an die Stiftung, nachdem er auf dem üblichen Weg eine Absage bekommen hatte – mit Erfolg.

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