Türkei schlägt ISIS-Offensive in Aleppo zurück

Pro-türkische Söldner haben mit Unterstützung der türkischen Luftwaffe eine ISIS-Offensive im Norden der Provinz Aleppo zurückgeschlagen. Zuvor hatte die US-Luftwaffe der Türkei ihre Unterstützung gegen den ISIS verweigert. Die Kurden-Milizen bereiten sich auf Gefechte mit pro-türkischen Söldnern vor.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Die militärische Lage in der nördlichen Provinz Aleppo richtet sich gegen die ISIS-Offensive. (Screenshot)

Die militärische Lage in der nördlichen Provinz Aleppo. (Screenshot)

Pro-türkische Söldner und Milizen haben am Freitag die ISIS-Offensive der Terror-Miliz im Westen von Dscharabulus (Nord-Aleppo) zurückgeschlagen, berichtet das militärische Analyseportal South Front. Anschließend gingen die pro-türkischen Söldner dazu über, weiter westwärts vorzurücken. Am Morgen des 1. Septembers hatte die türkische Luftwaffe ISIS-Stellungen in der Nähe der Dörfer Zavgar, Kullyah und Sabuniyah bombardiert, um die Verteidigungslinie der Terror-Miliz zu zerschlagen.

Die ISIS-Stellungen wurden zudem von türkischen Panzerhaubitzen des Typs T-155 „Firtina“ vom türkischen Boden aus beschossen.  Die pro-türkischen Söldner befreiten anschließend die Dörfer Zavgar, Qunli, Kullyah, Sabunji und Sabuniyah ein von der Terror-Miliz. Maßgeblich für die Zurückschlagung von ISIS soll die Rolle des türkischen Militärs und der Luftwaffe gewesen sein. Zuvor hatte die US-Luftwaffe der Türkei Unterstützung bei der Bekämpfung von ISIS in Nord-Aleppo verweigert. Die Türken hatten aufgrund einer verbindlichen Vereinbarung mit den Amerikanern Luftunterstützung angefordert. Doch die US-Luftwaffe reagierte nicht. Newsweek berichtet, dass die Türkei einen wichtigen Landstrich im Norden Syriens von ISIS „gesäubert“ habe.

Die Türkei hatte auch von der Kurden-Miliz YPG gefordert, sich aus Manbidsch zurückzuziehen. Doch die YPG reagierte nicht und fährt damit fort, schwere Kriegsgeräte in die Stadt Manbidsch zu transportieren, um sich auf Kämpfe mit pro-türkischen Söldnern vorzubereiten. Die Türkei will im Norden Syriens einen kurdischen Korridor verhindern. Dieser würde nicht nur zum Zerfall Syriens, sondern auch zur Destabilisierung der südlochen Grenzen der Türkei führen. „Wir werden niemals einen Terror-Korridor im Norden Syriens akzeptieren. Es gibt keine Unterschiede zwischen ISIS und der YPG. Es handelt sich bei beiden um Terror-Organisationen. Diejenigen, die nach dem Credo ,der Feind von ISIS ist unser Freund‘ handeln, werden nicht darüber hinwegkommen, sich zu Komplizen von Terror-Organisationen zu machen“, zitiert die Hürriyet Erdogan.

Der Guardian berichtet, dass die Türkei, die Kurden-Milizen und die USA alle verschiedene Ziele in Syrien verfolgen. Das sei nach der Intervention der Türkei in Syrien offenkundig geworden.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

media-fastclick media-fastclick