RSS

Butanol statt Benzin: Forscherin entwickelt alternativen Kraftstoff

Eine Forscherin an der TU Kaiserslautern stellt in einem neuen Verfahren Butanol her. Das könnte Benzin ersetzen und damit das Rohöl-Problem lösen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin

Fossile Brennstoffe sind nicht unendlich verfügbar, viele Alternativen waren in der Produktion aber bisher zu kompliziert oder zu teuer. In Deutschland arbeitet derzeit eine Forscherin an der TU Kaiserslautern als eine der ersten an der Entwicklung von Butanol mit einem neuen Herstellungsverfahren.

Butanol entsteht bei der Gärung von beispielsweise Zucker, Stärke oder Holz. Dies ist soweit bekannt. „Unsere Forschung hat Hinweise dazu gegeben, dass wir mittels Bioelektrochemie das alte Butanolgewinnungsverfahren der Aceton-Butanol-Ethanol Gärung gewinnbringender gestalten können“, sagt die Doktorandin Mareike Engel den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Dabei wird ein neues elektrochemisches Verfahren eingesetzt. „Wir haben festgestellt, dass die Bakterien das Butanol schneller und in größeren Mengen herstellen, wenn wir ein elektrisches Potential anlegen“, so Engel zu der Herstellungsmethode.

Freiwerdende Elektronen führen bei dieser Methode in Verbindung mit den Mikroorganismen offenbar zur Entstehung von Butanol. Das ist Benzin sehr ähnlich und könne „direkt anstatt Benzin“ genutzt werden. Ob dies je industriell umgesetzt werde, könne sie allerdings noch nicht sagen.

Wie der Prozess im Detail abläuft, wissen die Forscher selbst noch nicht. Eine Vermutung haben sie jedoch. Es könne sein, „dass die Bakterien Nanodrähte bilden und die Elektronen so aufnehmen“, erklärt die 26-Jährige auf der Webseite der TU Kaiserslautern.

Die Bundesregierung hat ein großes Interesse an der Entwicklung neuer Kraftstoffquellen. Das Energieeinsparziel für Deutschland besagt, dass der Endenergieverbrauch bis 2020 „um 10 Prozent und bis 2050 um 40 Prozent gegenüber 2005 gesenkt werden“ soll. Um das Ziel zu erreichen, könnten auch auf fossile Kraftstoffe neue Steuern erhoben werden.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick