Grüne verteidigen Merkel: Vor einem Jahr waren alle von ihr begeistert

Der grüne Hoffnungsträger für die Parteispitze, Robert Habeck, kritisiert die Merkel-Kritiker und erinnert daran, dass vor einem Jahr faktisch alle Politiker Teil der Willkommens-Kultur sein wollten. Von seiner eigenen Partei fordert er mehr Bürgernähe.

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Robert Habeck, Kandidat für die Parteiführung bei den Grünen. (Foto: dpa)

Robert Habeck, Kandidat für die Parteiführung bei den Grünen. (Foto: dpa)

Der Bewerber für die Grünen-Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl, Robert Habeck, hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik verteidigt. „Ich finde es fadenscheinig bis – soll ich verlogen sagen – wie weit Parteien inzwischen in das Merkel-Bashing einsteigen, die sich im September letzten Jahres und um Weihnachten rum, gar nicht genug rühmen konnten, Teil dieser Emotionen und Teil dieser Begeisterung zu sein, die ja vom Münchner Hauptbahnhof ausging“, sagte der schleswig-holsteinische Umweltminister am Dienstag im Bayerischen Rundfunk.

Habeck hielt den Merkel-Kritikern bei Union und SPD vor, nicht glaubwürdig zu sein. „Nur aus taktischen Gründen, seine eigene Verantwortung, seine eigene Geschichte zu verkennen – das ist dann zu viel Perfidie, und (…) Zynismus in der Politik.“

Von seiner eigenen Partei fordert der Hoffnungsträger mehr Bürgernähe: „Da sind die Grünen auch nicht nur gut darin, verkopft zu reden, an den Menschen vorbei zu reden. Wir müssen eine Greifbarkeit von Politik herstellen, in der Art wie wir argumentieren. (…), weil viele Menschen darunter leiden , dass alles schneller, entfremdeter, globalisierter wird. Wir müssen diesen Menschen Halt geben.“

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