Umfrage: AfD kommt in Berlin auf 15 Prozent, SPD stärkste Partei

Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus dürfte die SPD vorne bleiben. Die AfD ist auch hier klar zweistellig. Der CDU droht eine empfindliche Niederlage - und der Verlust der Regierungsbeteiligung.

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Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (links) kann damit rechnen, an der Macht zu bleiben. (Foto: dpa)

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (links) kann damit rechnen, an der Macht zu bleiben. (Foto: dpa)

Die SPD kann einer Umfrage zufolge eineinhalb Wochen vor der Berlin-Wahl ihre Position als stärkste Partei in der Hauptstadt knapp behaupten. Würde schon am Sonntag gewählt, kämen die Sozialdemokraten des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller nach einer am Donnerstag veröffentlichten ARD-Umfrage auf 21 Prozent nach 28,3 Prozent vor fünf Jahren. Die CDU liegt demnach bei 19 (2011: 23,3) Prozent. Drittstärkste Kraft sind derzeit die Grünen, die leicht auf 16 (17,6) Prozent verlieren, gefolgt von Linkspartei und der AfD mit jeweils 15 Prozent. Die FDP, die vor fünf Jahren mit 1,8 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus geflogen war, kann mit derzeit fünf Prozent auf eine Rückkehr in das Landesparlament hoffen. Bei einem solchen Wahlergebnis am 18. September wären eine Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition oder ein anderes Zweierbündnis nicht möglich.

41 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die SPD die nächste Landesregierung führen soll. Bei einer Direktwahl würden sich demnach 44 Prozent für den Amtsinhaber Müller entscheiden, nur 19 Prozent für seinen CDU-Herausforderer Frank Henkel. Allerdings sind nur 39 Prozent mit der Arbeit des Senats zufrieden, 58 Prozent sind es nicht. Damit schneiden Müller und der Senat im Urteil der Wähler deutlich schlechter ab als ihre Pendants in Mecklenburg-Vorpommern, wo SPD-Ministerpräsident Erwin Sellering am Sonntag die Landtagswahl klar gewann. Für Sellering hatten sich 65 Prozent der vor der Wahl Befragten ausgesprochen, und mit der Arbeit seiner Regierung waren 61 Prozent zufrieden.

Für die Umfrage interviewte Infratest dimap telefonisch 1002 Wahlberechtigte am 6. und 7. September.

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