China plant Konkurrenz zu Champions League

Spaniens Profi-Liga unterstützt die Pläne der chinesischen Dalian Wanda Group, eine Konkurrenz zur Champions League der UEFA aufzubauen. Die spanischen Clubs erhoffen sich davon höhere Werbeeinnahmen, um ihren teuren Profibetrieb aufrechterhalten zu können. Viele spanische Clubs sind überschuldet.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Der Chef der beiden spanischen Fußball-Profiligen, Javier Tebas, unterstützt ein chinesisches Konkurrenz-Format zur bestehenden Champions League der UEFA. Das von der chinesischen Dalian Wanda Group geplante Turnier garantiere „größere Möglichkeiten, um mehr Einnahmen zu generieren“, wird Tebas von der Financial Times zitiert.

Der Hintergrund der Ankündigung dürfte sein, dass spanische Fußballvereine seit einiger Zeit beklagen, finanziell gegen Teams aus anderen Ländern – insbesondere aus Großbritannien – ins Hintertreffen geraten zu sein. Die britische Premier League hat mit dem Fernsehsender Sky und British Telecom einen Werbevertrag ausgehandelt, der jedem der 20 Erstligaklubs mindestens 100 Millionen Pfund garantiert. Verträge mit internationalen Fernsehsendern steuern zusätzlich rund 3 Milliarden Pfund bei, die ebenfalls an die Vereine ausgezahlt werden.

Das Modell der Dalian Wanda Group verspricht eine gleichmäßigere Verteilung der Werbeerlöse. „Wenn der europäische Klubwettbewerb nach den Vorstellungen von Wanda reorganisiert würde, besteht die Chance größerer Einnahmen durch die Übertragungen“, sagte Tebas. Zudem kritisierte er die Reformbestrebungen der Champions League als einseitig. „Wir sind am Vorschlag von Wanda noch stärker interessiert, seit die UEFA angekündigt hat, die Champions League zu reformieren, ohne den nationalen Ligen Details der Reorganisation mitzuteilen.“

In den vergangenen Jahren hatten chinesische Unternehmen ihre Investitionen in europäische Fußballklubs und Sportvermarkter deutlich erhöht. Vergangenes Jahr investierte Dalian Wanda Group über eine Milliarde Euro in einen führenden Schweizer Vermarkter von Übertragungsrechten.

Wandas Plan sieht die Schaffung eines einzigen Groß-Turniers vor, dass die derzeit bestehenden Turniere Champions League und Europa League ablösen soll. An diesem würden wahrscheinlich zwischen 32 und 64 Vereine teilnehmen. „Die Idee, die zwei Turniere zu vereinigen, ist nicht schlecht. Aber klar ist, dass wir einen Mechanismus erarbeiten müssen, der alle nationalen Ligen berücksichtigt. Die UEFA wird das nicht machen“, sagte Tebas.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick