Investoren flüchten aus Investments, die dem Klima schaden

Internationale Investoren machen ernst und trennen sich von Assets, die klimaschädlich produzieren. Mit dem staatlichen norwegischen Pensionsfods und BlackRock setzn zwei große Player deutliche Zeichen, dass die Zeit der fossilen Energieträger nicht mehr als nachhaltige Investments angesehen werden.

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Das Tata-Stahwerk in Scunthorpe, Großbritannien. Die Investitionen in Assets, die dem Klima schaden, sinken. (Foto: dpa)

Das Tata-Stahwerk in Scunthorpe, Großbritannien. (Foto: dpa)

Der norwegische Staatsfonds, der größte staatliche Pensionsfonds der Welt, hat den US-Energiekonzern Duke Energy sowie drei Tochterfirmen wegen Umweltverschmutzung auf seine schwarze Liste gesetzt. Wie die Zentralbank in Oslo am Mittwoch mitteilte, trennte sich der Staatsfonds von seinen Anteilen an den Unternehmen.

Bereits vor einiger Zeit hatte der frühere Goldman-Banker und heutige Chef der Bank of England, Investoren davor gewarnt, aus dem Bereich der fossilen Energie auszusteigen, weil der Klimawandel auch kurzfristig als Risiko für die Finanzmärkte eingeschätzt werden könnte und diese Investment dann als „stranded assets“ (gestrandete Assets) erhebliche Verluste bringen könnten.

Der Ethikrat des Staatsfonds hatte den Verkauf im April empfohlen, weil Duke Energy und seine Tochterfirmen bei Kohlekraftwerken im US-Bundesstaat North Carolina Ascherückstände auf nicht umweltverträgliche Weise lagern würden.

Der rund 800 Milliarden Euro schwere Staatsfonds Norwegens orientiert sich bei seinen Anlagen an ethischen Richtlinien. Die Vorgaben verbieten unter anderem Investitionen in Unternehmen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, Kinderarbeit ausnutzen, „besonders inhumane“ Waffen fertigen oder Tabakprodukte herstellen. Auch der Klima- und Umweltschutz spielt bei den Investitionsentscheidungen eine Rolle.

Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock warnte Investoren am Dienstag, ihre Beteiligungen im Bereich der Energieversorgung zu überprüfen. Blackrock geht davon aus, dass sich aufgrund des Klimawandels extreme Wetterphänomene in Zukunft häufen werden und Regierungen deshalb zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen sein werden, berichtet die Financial Times.

Die Veränderung des globalen Klimas sei zwar ein großes Thema in den Medien, Investoren und Regierungen hätten aber bisher kaum konkrete Vorbereitungen getroffen. „Investoren können den Klimawandel nicht länger ignorieren. Mit dem Klima zusammenhängende Faktoren wurden bisher nicht ausreichend beachtet und eingepreist, weil sie häufig weit entfernte Probleme zu sein scheinen“, sagte eine Direktorin von Blackrock. Klimafreundliches Investieren sei möglich, ohne dabei den traditionellen Fokus der Gewinnmaximierung außer Acht zu lassen.

BlackRock empfiehlt, den Verbrauch von fossilen Energien und Wasser sowie die Kohlenstoffdioxid-Emissionen jener Unternehmen genauer zu betrachten, welche als Investitionsziel in Frage kommen. Außerdem würde eine Anhebung der Kohlenstoffpreise – gerechnet in Dollar je hervorgerufener Tonne Kohlenstoffdioxid – Unternehmen zu einem nachhaltigeren Wirtschaftsmodell drängen.

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