Bank of England sieht Brexit entspannt, verzichtet auf Zins-Senkung

Die Bank of England sieht keine Veranlassung, die Zinssätze zu senken. Der Brexit scheint fürs erste verdaut zu sein. Das geldpolitische Ziel einer Schwächung des Sterling bleibt unterdessen.

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Die Bank of England sieht den Brexit weiterhin ausgesprochen entspannt. Die Währungshüter beließen den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld am Donnerstag bei 0,25 Prozent. Um die Aktienmärkte nicht gleich wieder in Panik zu versetzen, signalisierte die BoE, dass sie eine weitere Senkung noch in diesem JAhr nicht ausschließen könne. Die meisten Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sind laut den Protokollen der Sitzung bereit, noch 2016 dafür die Hand zu heben. Dies gelte unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen Perspektiven wie erwartet eintrübten. Die Bank of England (BoE) geht derzeit allerdings davon aus, dass im Sommerquartal ein kleines Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent herausspringen wird.

In der City London laufen Bestrebungen, den formalen Austrittsantrag hinauszuzögern, um den Banken mehr Zeit zur Sondierung der Lage zu geben. Um die Wirtschaft anzukurbeln, hatte die BoE die Geldschleusen im August weiter geöffnet und ihre Staatsanleihenkäufe um 60 Milliarden auf 435 Milliarden Pfund (514 Milliarden Euro) aufgestockt. Das Programm tastete sie nun nicht an.

Die Devisenmärkte reagierten entsprechend unaufgeregt: Das Pfund Sterling zog nur minimal auf 1,3246 Dollar an. Die britische Regierung setzt im gloablen Währungskrieg auf ein schwaches Pfund, um die britischen Exporte zu fördern.

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