Ukraine: Radikale greifen russische Botschaft mit Feuerwerkskörpern an

Radikale haben die russische Botschaft in Kiew mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Die Regierung der Ukraine spielt den Vorfall herunter.

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Der ukrainische Premier Wladimir Groisman mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am 14.9. in Kiew. (Foto: dpa)

Der ukrainische Premier Wladimir Groisman mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am 14.9. in Kiew. (Foto: dpa)

Radikale ukrainische Demonstranten haben laut AFP einen Tag vor der Parlamentswahl in Russland die russische Botschaft in Kiew mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Ukrainische Medien veröffentlichten am Samstag Aufnahmen, die eine Gruppe von rund 20 jungen Männern sowie die attackierte Botschaft zeigen. Zu sehen ist darin auch ein Banner mit der Aufschrift „Heute Feuerwerkskörper, morgen Grad-Raketenwerfer“.

Am Sonntag wird in Russland ein neues Parlament gewählt, in Kiew und in anderen Städten öffnen die Botschaft sowie weitere diplomatische Vertretungen als Wahllokale für im Land lebende Russen. Der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman bezeichnete den Feuerwerks-Angriff als „Rowdytum“, jedoch sei das ein „kleiner Vorfall, der nicht kommentiert werden muss“.

Der Kreml hatte am Freitag erklärt, die Ukraine sei für die Sicherheit des Wahlprozesses im Land verantwortlich. Die Regierung in Kiew entgegnete allerdings, die Sicherheitsvorkehrungen würden nicht erhöht, sondern alles werde im normalen Modus laufen. Kiew erklärte zudem bereits mehrfach, die russischen Wahlen auf der Halbinsel Krim nicht anzuerkennen. Dort werden erstmals acht Abgeordnete für die russische Staatsduma gewählt.

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