Spotify will angeblich Soundcloud aus Berlin kaufen

Auf dem Markt für Online-Musikdienste zeichnet sich eine Übernahme ab. Berichten zufolge will Spotify den Berliner Musikanbieter Soundcloud kaufen. Beide Unternehmen schreiben seit Jahren Verluste.

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Der Musikstreamingdienst Spotify aus Schweden will der Financial Times zufolge den Online-Musikdienst Soundcloud aus Berlin kaufen. Die Verhandlungen seien „in fortgeschrittenem Stadium“, berichtete das  Wirtschaftsblatt am Donnerstag unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Soundcloud, 2008 von zwei Schweden gegründet, ermöglicht den Austausch von Audiodateien – seit März bietet das Unternehmen auch einen Streamingdienst an. Spotify ist mit über 100 Millionen Nutzern, 40 Millionen davon zahlenden Abonnenten, die Nummer eins der Musikstreamingdienste, macht aber keinen Gewinn. Soundcloud mit einer Nutzerzahl von 175 Millionen veröffentlichte zuletzt Finanzzahlen für 2014. Damals machte der Musikdienst 17 Millionen Euro Umsatz und einen Verlust von 39 Millionen Euro.

Laut der schwedischen Zeitung Dagens Industri“ ist der US-Kurznachrichtendienst Twitter mit elf Prozent an Soundcloud beteiligt. Twitter habe für den Anteil 70 Millionen Dollar (62,4 Millionen Euro) gezahlt, berichtete das Blatt unter Berufung auf entsprechende Protokolle. Soundcloud wäre damit rund 630 Millionen Dollar wert.

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