Commerzbank verkauft Zentrale in Frankfurt

Die Commerzbank hat ihre Hauptniederlassung an Investoren aus Südkorea verkauft. Der Schritt zeigt, dass die Bank alle Möglichkeiten nutzen muss, um sich gegen die Krise zu wappnen.

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Der Commerzbank-Turm wurde verkauft. (Foto: dpa)

Der Commerzbank-Turm wurde verkauft. (Foto: dpa)

Das höchste Gebäude Deutschlands bekommt einen südkoreanischen Eigentümer. Der „Commerzbank -Tower“ in der Frankfurter Innenstadt wird an ein Konsortium um die Samsung Life Insurance verkauft, wie die Commerzbank am Freitag mitteilte. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Insidern zufolge zahlt die Finanztochter des Mischkonzerns Samsung rund 620 Millionen Euro. Die zweitgrößte deutsche Bank mache mit dem Verkauf einen kleinen Gewinn. Sie bleibt für mindestens weitere 15 Jahre Mieter ihrer 1997 fertigstellten Zentrale. Der neue Mietvertrag führe zu „signifikanten Einsparungen“, erklärte die zweitgrößte deutsche Bank.

Der nachts in den Bank-Farben gelb angestrahlte Commerzbank Tower ist 259 Meter hoch, einschließlich der markanten Antenne erreicht er sogar 300 Meter. Die Commerzbank hatte ihn nach dem Erstbezug an zwei geschlossene Leasing-Fonds der eigenen Tochter Commerz Real verkauft. Sie laufen im nächsten Jahr aus. Die Bank übte ihr Rückkaufrecht für den Turm aus – zum Festpreis von rund 600 Millionen Euro. Die Fonds haben ihre Renditen bereits mit der Miete verdient. Den Weiterverkauf an Samsung hat der Augsburger Immobilien-Investor Patrizia organisiert. Er übernimmt unter dem neuen Eigentümer die Bewirtschaftung der Immobilie.

Immobilienexperten erwarten, dass die Preise in Frankfurt in den nächsten Jahren dank des Brexit-Votums weiter steigen. Der langfristige Mietvertrag macht den „Commerzbank-Tower“ für große Investoren attraktiv.

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