IWF warnt vor globalem Banken-Crash

Dem IWF zufolge sind viele Banken in den Industrieländern geschwächt und würden einen größeren Schock nicht überstehen. Fast 12 Billionen Dollar an Wertanlagen seien bedroht, verlustig zu gehen.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit IWF-Chefin Christine Lagarde. (Foto: dpa)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit IWF-Chefin Christine Lagarde. (Foto: dpa)

In seinem aktuellen Bericht zur Stabilität des Finanzsystems warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor erheblichen Risiken bezüglich der Stabilität der Banken. Dies betreffe sowohl Institute in den Industrieländern als auch in den Entwicklungsländern. Besonders anfällig für Schocks und einen Vertrauensverlust der Investoren seien demzufolge Banken in Europa, Japan und China. „Schwache Profitraten könnten dazu führen, dass sich die Reserven der Banken im Zeitablauf auflösen und ihre Fähigkeit schwächen, das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Über 25 Prozent der Banken in den entwickelten Volkswirtschaften (welche fast 12 Billionen Dollar kontrollieren) bleiben geschwächt und stehen vor erheblichen strukturellen Herausforderungen.

Der IWF, welcher in der jüngeren Vergangenheit an anderer Stelle für eine Verschärfung der expansiven Geldpolitik eingetreten war, verwies insbesondere auf die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken als Hauptursache für die mangelnde Profitabilität vieler Geldinstitute. Die Schwierigkeiten der Branche spiegeln dem Bericht zufolge auch die anhaltende Wirtschaftsflaute in den entwickelten Ländern wieder.

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