Britische Regierung rudert zurück: Keine Listen von ausländischen Arbeitnehmern

Die britische Regierung ist von der Idee abgerückt, Arbeitgeber sollten Listen ihrer ausländischen Mitarbeiter vorlegen. Die Labour-Partei wirft den Konservativen vor, eine „Glut der Fremdenfeindlichkeit“ zu entfachen.

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„Wir werden die Unternehmen nicht auffordern, ihre ausländischen Mitarbeiter aufzulisten, zu benennen, publik zu machen oder zu identifizieren“, sagte Verteidigungsminister Michael Fallon am Sonntag dem Rundfunksender BBC. Der Vorschlag sei „fehlinterpretiert“ worden.

Der Plan war am Mittwoch beim Parteitag der regierenden Konservativen von Innenministerin Amber Rudd präsentiert worden. Die Maßnahme sollte dazu dienen, die britischen Arbeitgeber zur Einstellung von Briten zu ermuntern. Labour-Chef Jeremy Corbyn sagte daraufhin, die Konservativen seien „auf einen neuen Tiefpunkt gesunken“, sie fachten „die Glut der Fremdenfeindlichkeit“ an.

Kritik kam auch von den Arbeitgebern. Handelskammer-Chef Adam Marshall sagte, zahlreiche Unternehmen wären „betrübt“, wenn die Einstellung ausländischer Arbeitnehmer als ein „Zeichen der Schande“ betrachtet würde.

In der Kampagne für den Austritt Großbritanniens aus der EU spielten Vorbehalte gegen die Einwanderung eine zentrale Rolle. Die Europäische Union hat aber klargestellt, dass sie bei den Verhandlungen über den Brexit auf die Freizügigkeit von Arbeitnehmern nicht verzichten will.

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