Bayer: Kein Sparkurs im Pharmageschäft nach Monsanto-Kauf

Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning versucht Sorgen zu zerstreuen, das Pharmageschäft der Leverkusener könnte wegen der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto zu kurz kommen.

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Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning versucht Sorgen zu zerstreuen, das Pharmageschäft der Leverkusener könnte wegen der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto zu kurz kommen. „Die Befürchtungen sind falsch“, sagte Wenning in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der „WirtschaftsWoche“. Einen Sparkurs in der Pharmasparte werde es wegen der Monsanto-Übernahme nicht geben. Bayer könne in dem Bereich auch über ergänzende Zukäufe reden, „aber natürlich nicht im zweistelligen Milliardenbereich“. Große Übernahmen seien erst mittelfristig wieder möglich, da sich der Pharma- und Chemiekonzern in den nächsten Jahren auf die Rückzahlung seiner Schulden konzentrieren wolle. „Danach ist das Unternehmen finanziell ganz anders aufgestellt und kann auch im Gesundheitsgeschäft wieder aktiv akquirieren“, sagte Wenning.

Bayer will Monsanto für 66 Milliarden Dollar kaufen und hatte sich Mitte September nach monatelangem Ringen mit dem US-Unternehmen geeinigt. Wenning gestand erstmals offiziell ein, dass Monsanto ursprünglich das Agrarchemiegeschäft von Bayer kaufen wollte. „Sicherlich hätte Monsanto-Chef Hugh Grant es lieber umgekehrt gesehen und unser Agrargeschäft übernommen. Aber so ist es nun mal nicht gekommen“, sagte Wenning. Mit dem Kaufpreis von 128 Dollar je Aktie sei er sehr zufrieden, Bayer sei mitnichten über den Tisch gezogen worden. Gemeinsam mit Monsanto würde Bayer zum weltweit größtem Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut aufsteigen. Der Abschluss der Übernahme wird bis Ende 2017 erwartet.

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