Preiserhöhungen bringen Unilever mehr Geld aber auch Ärger ein

Der Umsatz stieg im dritten Quartal überraschend kräftig um 3,2 Prozent, wie der niederländisch-britische Hersteller etwa von Lipton-Tee, Knorr-Fertiggerichten und Rexona-Deos am Donnerstag mitteilte. Angesicht schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen hätten vor allem höhere Preise dazu beigetragen.

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Angesicht schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen hätten vor allem höhere Preise dazu beigetragen. Diese sorgten allerdings auch für Ärger mit den vier großen britischen Supermarkt-Ketten. Marktführer Tesco nahm deswegen am Mittwochabend Dutzende Unilever-Produkte aus seinem Online-Shop. Auch die anderen Branchengrößen Sainsbury’s, Asda und Morrisons beschwerten sich Insidern zufolge über die gestiegen Preise.

Hintergrund des Streits ist das britische Referendum für einen EU-Austritt und das Ringen um die zunehmend zurückhaltende Kundschaft. Unilever, das rund 400 Marken im Angebot hat, begründete laut Insidern die Preiserhöhungen auch mit gestiegen Kosten für Rohstoff-Importe, weil das britische Pfund nach dem Brexit-Votum massiv an Wert verloren hat. Die Einzelhändler, denen ein harter Preiskampf mit den deutschen Discountern Aldi und Lidl zusetzt, beklagten dagegen, dass auch in Großbritannien hergestellte Produkte teurer geworden seien.

Unliver-Finanzchef Graeme Pitkethly bezeichnete von Wechselkursen getrieben Preiserhöhungen als ganz normal. Auf den Streit mit Tesco wollte er nicht eingehen. Insgesamt bekam Unilever aber eine Abschwächung des Umsatzwachstums zu spüren. Das Management führte dies auch auf die Konjunkturabkühlung in Schwellenländern wie Brasilien und Argentinien zurück. Zudem sei das Ergebnis mit dem ungewöhnlich starken Vorjahresquartal nur schwer zu vergleichen gewesen. Der Konzern sieht sich bei seinen Jahreszielen aber auf Kurs.

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