US-Marine meldet erneuten Raketen-Beschuss im Roten Meer

Im Roten Meer ist erneut ein US-Kriegsschiff mit Raketen beschossen worden. Es ist unklar, ob die USA nun ihr Militär-Engagement im Jemen verstärken werden. Die Saudis führen dort einen völkerrechtswidrigen Krieg.

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Die USS Mason. (Foto: dpa)

Die USS Mason. (Foto: dpa)

Am Mittwoch wurde nach Informationen der US-Marine ein US-Kriegsschiff nördlich in den Gewässern der Bab al-Mandab Straße vom Jemen aus mit Raketen beschossen. Die Raketen sollen aus dem Gebiet der jemenitischen Houthi-Rebellen abgeschossen worden sein, zitiert Reuters in seinem englischsprachigen Dienst einen US-Beamten.

Die Rebellen haben sich nicht zu dem Abschuss bekannt. Es ist unbekannt, wer die Raketen tatsächlich abgefeuert hat.

Bereits am Montag soll es einen ersten Beschuss gegeben haben.

Der erneute Angriff auf einen US-Marinezerstörer wird Druck auf das US-Militär ausüben, um eine erste direkte US-Militäraktion gegen die Houthi-Rebellen im Jemen-Konflikt herbeizuführen, so Reuters. In der US-Regierung warnen Juristen und Beamte seit Jahren, dass das Engagement an der Seite Saudi-Arabiens zu einer Mitschuld der USA an Kriegsverbrechen führen könnte.
Nach Angaben von Michael Ritter, Analyst am Washington Institute for Near East Policy, sollen die Houthi-Rebellen den US-Zerstörer als Vergeltung für das jüngste Bombardement im Jemen durch die saudische Luftwaffe ausgeführt haben. Die USA beliefern Saudi-Arabien mit Waffen, die im Jemen eingesetzt werden, und sind für die Betankung der saudischen Kampfjets im Jemen-Konflikt zuständig.

Die von Saudi-Arabien geführte Kriegskoalition im Jemen besteht aus den den Golf-Staaten, den Sudan, Ägypten, Marokko und Jordanien. Die USA und Großbritannien sind hingegen für die Waffenlieferungen, die nachrichtendienstlichen Informationen und die logistische Hilfe zuständig, berichtet Bloomberg. Amnesty International berichtet, dass britische Waffen maßgeblich bei der Zerstörung des Jemen eingesetzt werden. Frankreich und Kanada unterstützen ebenfalls die Militärintervention gegen die Houthi-Rebellen, berichtet France 24.

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