Deutschland liefert tausende Tonnen Kriegsgerät in den Irak

An der Offensive gegen den IS in Mossul ist Deutschland direkt beteiligt. Die Bundeswehr hatte nicht nur tausende Peschmerga-Kämpfer ausgebildet, sondern auch in großem Stil Waffen in den Nordirak geliefert.

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit ausgebildeten Peschmerga-Kämpfern. (Foto: dpa)

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit ausgebildeten Peschmerga-Kämpfern. (Foto: dpa)

Bei der Offensive zur Rückeroberung der irakischen Großstadt Mossul kommen auch von der Bundeswehr ausgebildete Peschmerga-Kämpfer sowie von Deutschland gelieferte Waffen zum Einsatz, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatten Bundeswehrsoldaten im September 2014 in der nordirakischen Stadt Erbil begonnen, bisher insgesamt 11.000 Menschen im Umgang mit deutschem Kriegsgerät auszubilden. Am Sturm auf Mossul beteiligen sich bis zu 4000 Peschmerga.

Nach derzeitigem Mandat dürfen bis zu 150 Bundeswehrsoldaten im Nordirak Streitkräfte der kurdischen Regionalkräfte sowie der irakischen Armee ausbilden. Neben den Schulungen in Erbil wurden einige Peschmerga zusätzlich in Deutschland trainiert, wo auch im Kampf verletzte Kurden behandelt wurden.

Neben Milan-Panzerabwehrraketen und Panzerfäusten lieferte Deutschland mehrere tausend Sturmgewehre vom Typ G36 und P1-Pistolen sowie mehrere Millionen Schuss Munition. Des Weiteren erhielten die Peschmerga gepanzerte Dingo-Truppentransporter, Funkgeräte, Nachtsichtgeräte und Zelte. Bis Anfang Oktober gelangte so deutsches Kriegsgerät im Umfang von mehr als 2200 Tonnen in den Irak.

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