Rekordausgaben für Schienennetz kommen nicht an

Trotz der Rekordausgaben für das Schienennetz in Deutschland kann die Bahnindustrie in Deutschland keinen Auftragsschub vermelden. Die Deutsche Bahn als Netzbetreiber gebe zwar an, die Mittel würden abgerufen. Sie kämen aber nicht an, sagte der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), Volker Schenk, am Dienstag in Berlin.

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„Wir haben da ein gewisses schwarzes Loch“, so Volker Schenk. Seit über einem Jahr steht vor allem aufgrund erhöhter Bundesmittel deutlich mehr Geld für das Netz zur Verfügung, die Bahn hat auch mehr Baustellen gemeldet. Der Umsatz der Industrie stagnierte aber bei Netzausrüstungen, die Aufträge in diesem Bereich gingen um zwölf Prozent zurück. Die Bestellungen sanken um rund ein Viertel. Im Vorjahr hatte es allerdings einen Auftragsrekord gegeben

Dieser spiegelte sich im ersten Halbjahr auch im Umsatz wider: So verkaufte die Branche mehr als je zuvor. Mit 5,5 Milliarden Euro lagen die Erlöse um knapp sechs Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. „Und wir gehen davon aus, dass diese positive Entwicklung 2016 weitergeht.“ Lieferungen ins Ausland legten dabei stärker zu als der Inlandsumsatz. Das internationale Geschäft hat mittlerweile einen Anteil von mehr als die Hälfte. Wichtigster Einzelmarkt ist für die Industrie China.

Wegen der Zurückhaltung bei den Investitionen in die Infrastruktur sowie den gesunkenen Ölpreisen rechnet die Branche aber in den kommenden Jahren mit keinen weiteren Umsatzsprüngen. Die Öl-Exportländer verzeichnen niedrigere Einnahmen und können so weniger investieren. Die weltweite Bahnindustrie hat einen Schwerpunkt in Deutschland und beschäftigt dort etwa 51.000 Menschen.

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