Trotz Boom auf Heimatmarkt: Luxusmarke Burberry enttäuscht Börse

Bei der britischen Luxus-Modemarke Burberry können auch vorteilhafte Währungseffekte durch das schwache Pfund die Nachfrageflaute nicht überdecken. Trotz florierender Geschäfte auf dem Heimatmarkt wies der Konzern am Dienstag einen Umsatzrückgang aus.

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Die Erlöse summierten sich im abgelaufenen Geschäftshalbjahr (per Ende September) auf umgerechnet 1,29 Milliarden Euro (1,16 Milliarden Pfund). Auf vergleichbarer Basis waren dies vier Prozent weniger als vor Jahresfrist. Dies lag an schwachen Auslandsabsätzen, Analysten zufolge vor allem in den USA.

Ganz anders lief es zu Hause: In London stürmten Touristen in Scharen in die Burberry-Filialen. „Die Chinesen machen einen sehr großen Teil davon aus“, erläuterte Finanzchefin Carol Fairweather. Angelockt wurden die Besucher auch von dem für sie günstigen Pfund-Kurs, der im Zuge der Brexit-Abstimmung Ende Juni massiv gefallen war. Burberrys Umsatz auf dem Heimatmarkt schoss daher im vergangenen Quartal um 30 Prozent nach oben.

Die Aussicht auf einen derartigen Wachstumsschub hatte in den vergangenen Monaten die Aktie des Unternehmens beflügelt. Der nun veröffentlichte Quartalsbericht enttäuschte die Anleger jedoch und löste massive Gewinnmitnahmen aus. Burberry verloren zwischenzeitlich fast neun Prozent an Börsenwert, so Reuters.

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