Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

28.03.15
Zwei Helikopter fliegen oberhalb der Ortschaft La Vernet, Frankreich, nahe der Unglücksstelle des abgestürzten Germanwings-Fluges A320, am Bergmassiv entlang. (Foto: dpa)

Germanwings Absturz: Ermittler schließen technischen Defekt nicht aus

Die deutsch-französische Ermittlungs-Kommission wendet sich im Fall des Germanwings-Absturzes neuen Hypothesen zu: Auch die eines technischen Defekts können nun nicht mehr ausgeschlossen werden. Man habe im Leben des Co-Piloten bisher kein Motiv dafür gefunden, warum der Mann das Flugzeug hätte zerstören sollen.

Ermittler markieren die Wrackteile der Germanwings-Maschine an der Absturzstelle. (Foto: dpa)

Germanwings Absturz: Die bisher sicheren Fakten

Die gesicherten Fakten über den Hergang des Germanwings Absturzes sind begrenzt. Bisher kursieren vor allem Hypothesen und Spekulationen. Eine Spurensuche.

Scharfe Kritik an den Ermittlungen des französischen Staatsanwalts Brice Robin kommt von den internationalen Pilotenvereinigungen. Die vorzeitige Bekanntgabe von Details aus dem Voice Recorder erschwere die Bemühungen, die Luftfahrt sicherer zu machen. (Foto: dpa)

Germanwings Absturz: Piloten-Verbände üben scharfe Kritik an Ermittlungen

Der europäische Pilotenverband ECA fürchtet um die Unabhängigkeit der Ermittlungen im Fall des Germanwings Absturzes. Der Internationale Pilotenverband kritisiert, dass die vorzeitige Veröffentlichung von Teilergebnissen aus der Auswertung des Stimmenrekorders die Ermittllungen behindere und auf „Sensationalismus und Voyeurismus der übelsten Sorte“ abziele.

Griechenland braucht für frisches Geld die Zustimmung der Gläubiger zur Reformliste. (Foto: dpa)

Euro-Krise: Griechenland legt Gläubigern Reformliste vor

Athen hat seinen Gläubigern seine Reformliste geschickt, die IWF und Euro-Partner überzeugen soll. Das ist die Voraussetzung für neue Kredite. Sollte es zu keiner Einigung kommen, plant Brüssel offenbar Kapitalverkehrskontrollen, um einem Bank-Run entgegenzuwirken.

Die EZB will von Europas Banken die Offenlegung der Forderungen an Österreich. (Foto: dpa)

Banken-Krach: EZB fordert Banken auf, ihre Risiken in Österreich offenzulegen

Die EZB verlangt von Europas Banken, dass sie ihr Österreich-Engagement offenlegen. Dieser Schritt kommt nach dem Zahlungsstopp für Hypo-Anleihen. Die deutschen Banken haben nach Berechnungen der Bundesbank etwa 5,5 Milliarden Euro im Risiko.

Viele Hessen wollen keine weiteren Windräder in ihrem Bundesland, wie hier in Vasbeck. (Foto: dpa)

Hessen: SPD geht auf Distanz zur Energie-Wende und fordert Bürger-Beteiligung

In Hessen wächst der Protest gegen Windparks: Zahlreiche Bürgerinitiativen fordern den Bau-Stopp von weiteren Industrie-Anlagen. Die SPD geht nun auf Distanz zur Energie-Wende und verlangt die Einbindung der Bürgerinitiativen. Die schwarz-grüne Regierung ist irritiert und nennt diese Idee einen Schnellschuss.

27.03.15

Börse: Dax schließt im Plus

Die Aktienmärkte sind bislang ohne klare Richtung heute - möglicherweise wird Janet Yellen bei ihrer Rede heute Abend noch einmal für frischen Wind sorgen. Die US-Konjunkturdaten heute gemischt, in den Fokus gerät jetzt wieder Griechenland - gegen 22Uhr dürfte Moody´s ein Rating-Update geben mit der Gefahr eines weiteren Downgrade.

Die US-Armee zeigt in Osteuropa Präsenz, hier im Rahmen der Operation "Dragoon Ride" in Lettland. (Foto: dpa)

Dragoon Ride: US-Militärkonvoi rollt durch Osteuropa

Die US-Armee sorgt mit einer unkonventionellen Truppenparade für Aufsehen in Osteuropa: Mehr als 100 Schützenpanzer werden in die Oberpfalz verlegt. In der tschechischen Republik wollen Gegner den Zug blockieren.

Die Regierung steht hinter dem Wunschprojekt der CSU. Der Bundestag hat es nun besiegelt. (Foto: dpa)

Bundestag beschließt Einführung der Pkw-Maut in Deutschland

Die Pkw-Maut ist jetzt politisch beschlossene Sache. Die Opposition warnt aber vor Risiken und negativen Signalen an die Nachbarländer. Für den konkreten Maut-Start sind noch Fragen offen.

Staatsanwaltschaft: Co-Pilot war am Flugtag krankgeschrieben

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat in der Wohnung des Co-Piloten eine zerrissene Krankschreibung für den Absturztag gefunden. Einen Abschiedsbrief oder ein Bekennerschreiben gab es in der Wohnung offenbar nicht. Die Düsseldorfer Universitätsklinik teilt mit, dass der Mann bei ihr nicht wegen Depressionen in Behandlung war. Ob die Krankengeschichte des Mannes in irgendeinem kausalen Zusammenhang mit dem Absturz steht, ist unbekannt.

Iran attackiert Saudi-Arabien wegen Jemen-Bombardement

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat nach dem militärischen Eingreifen Saudi-Arabiens im Jemen vor verheerenden Folgen für die gesamte Region gewarnt. «Strategische Fehleinschätzungen und übermotivierte Ambitionen einiger Länder könnten für die Region verheerende Auswirkungen zur Folge haben», sagte Sarif...

Großflächiger Strom-Ausfall legt Norden der Niederlande lahm

In Amsterdam ist es am Freitag zu einem schweren Stromausfall gekommen. Das Blackout trifft den Großraum Amsterdam und den Flughafen Schiphol. Tausende Menschen saßen in Zügen, Straßenbahnen, Metros und Fahrstühlen fest. Auch das Mobilfunknetz war teilweise gestört

Facebook-Chef Zuckerberg hat eine ganze Reihe von neuen Funktionen für sein soziales Netzwerk vorgestellt. (Foto: dpa)

Facebook erweitert Messenger-App für Videos und Nachrichten

Facebook hat neue Funktionen für seinen Kurznachrichtendienst vorgestellt. Künftig können Apps, Bilder, Videos und andere Inhalte integriert werden. Auch Zeitungsartikel sollen direkt in dem Netzwerk gelesen werden. Online-Händler sollen künftig ihre Geschäfte im Chat abwickeln.

Durch die smarten Beinschienen kann der Arbeiter auch im Stehen am Fließband kurze Sitzpausen machen. (Screenshot)

Stuhl zum Anziehen: Audi testet Exo-Skelett für Fabrik-Arbeiter

Der Autobauer Audi versucht, mit Roboter-Technologie die Haltung seiner stehenden Arbeiter zu verbessern: Mit dem „chairless chair“ – dem stuhlfreien Stuhl. Das Gerät wurde von dem Schweizer Startup Noonee entwickelt und ist ein hydraulisch angetriebener Stuhl, der Unterstützung für Menschen bietet, die den ganzen Tag lang stehen müssen.

„Ich hasse Geoblocking aus tiefstem Herzen“, so Andrus Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt. (Foto: dpa)

EU will Länder-Sperrung bei Youtube verbieten

Brüssel will länderspezifische Sperren von Internetinhalten verbieten, unter die auch die GEMA-Sperre von Youtube-Videos fällt. „Ich hasse Geoblocking aus tiefstem Herzen“, sagte der EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt. Solche Grenzen und Beschränkungen sollen demnach auch im Online-Handel abgeschafft werden.

Jedes Wrackteil muss genau untersucht werden, um die Ursache des Absturzes der Germanwings zu ermitteln. Vorschnelle Schlüsse werden die Sicherheit in der Luftfahrt nicht erhöhen. (Foto: dpa)

Germanwings Absturz: Der Fall ist längst nicht aufgeklärt

Der Luftfahrtexperte Tim van Beveren kritisiert die französische Staatsanwaltschaft wegen ihrer Darstellung der Absturz-Ursache der Germanwings-Maschine. Er nennt ein anderes mögliches Szenario, etwa Kohlenmonoxid und eine Ohnmacht des Co-Piloten. Die Luftfahrt-Industrie muss den Vorgang lückenlos aufklären, um weitere Katastrophen verhindern zu können.

Die suadische Verteidigungsminister Mohammad bin Salman bin Abdulaziz al-Saud wird von seinen Militärs über die Lage informiert. (Foto: dpa)

Krieg in Nahost: Saudi-Arabien bombardiert den Jemen

Der Bürgerkrieg im Jemen droht sich in einen militärischen Konflikt in der Region auszuweiten. Saudi-Arabien griff gemeinsam mit arabischen Verbündeten erstmals mit Waffengewalt in den Bürgerkrieg im Nachbarland ein, um dort den weiteren Vormarsch schiitischer Huthis zu stoppen.

Der Öl-Produzent Saudi-Arabien wird als eine Bedrohung für die US-Fracking-Industrie angesehen. (Foto: dpa)

Öl-Milliardär: USA müssen Fracking-Förderung stoppen

Die OPEC-Staaten und allen voran Saudi-Arabien seien der USA gegenüber feindselig, sagt der Öl-Milliardär T. Boone Pickens. Diese wollen die US-Fracking-Industrie zerstören und halten den Öl-Preis niedrig. Doch die USA könnten diesen Prozess durch Förderkürzungen in der Fracking-Industrie aufhalten.

Der Krieg im Osten der Ukraine belastet auch Unternehmen im Westen. (Foto: dpa)

Ukraine: Deutsche Unternehmen aus dem Mittelstand unter Druck

Die Geschäfte deutscher Mittelständler in der Ukraine geraten durch den militärischen Konflikt ins Stocken. Zahlreiche Firmen im Westen des Landes können Frachtlieferungen aus dem Ausland nicht mehr bezahlen. Das Geld wird knapp. Mutterfirmen kürzen die Budgets für ihre Tochtergesellschaften im Krisengebiet. Diese müssen ihre Geschäfte zurückführen oder ganz einstellen.

Da die Ukraine selbst keine Kredite mehr aufnehmen kann, übernimmt diese Aufgabe nun Brüssel. (Foto: dpa)

EU beschließt 1,8 Milliarden Euro Kredit für die Ukraine

Die Ukraine erhält von den europäischen Steuerzahlern einen neuen Kredit über 1,8 Milliarden Euro. Die EU leiht sich das Geld extern und gibt es ohne Zinsaufschlag an Kiew weiter. Der Kredit müsse innerhalb von 15 Jahren zurückgezahlt werden.