Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

19.12.14
Francois Hollande (hier mit Spaniens Rajoy und Portugals Passos Coelho) will von Juncker schneller Geld aus den EU-Töpfen. (Foto: dpa)

Frankreich braucht Geld: Hollande setzt Juncker unter Druck

Der französische Präsident Francois Hollande will schneller an die EU-Milliarden kommen, die die Kommission mit dem Juncker-Paket in Aussicht gestellt hat. Doch Hollande steht vor einem Wahlkampf und fordert daher eine Vorfinanzierung.

Bevor der IWF 17 Milliarden Dollar an die Ukraine zahlt, braucht das Land zusätzliche 15 Milliarden Dollar. Denn für die IWF-Überweisung braucht das Land einen Finanzierungsplan über zwölf Monate. Das ist in der jetzigen Situation unmöglich. Daher solle die EU die Finanzierungslücke stopfen, so die Bitte aus Kiew. (Foto: dpa)

EU: Widerstand gegen weitere Kredite an die Ukraine wächst

In den EU-Mitgliedsstaaten regt sich Widerstand gegen neue Kredite an die Ukraine. Die Ukraine ist faktisch pleite, und die EU-Regierungen wissen nicht, woher sie die neuen Kredite nehmen sollen. Das Problem: Ohne Finanzierungsplan für die nächsten zwölf Monate dürfte der 17-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF platzen.

Russlands Präsident Wladimir Putin stellte sich bei der jährlichen Pressekonferenz auch kritischen Fragen aus dem Publikum. (Foto: dpa)

Putin: Russland wird sich erst nach zwei Jahren wieder erholen

Am Donnerstag sagte der russische Präsident Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz, dass Russland einer westlichen Aggression gegenüberstehe. Die Wirtschafts-Krise sei auf „externe Faktoren“ zurückzuführen. Russland werde sich erst nach einer zweijährigen Rezesssions-Phase wieder erholen.

Angela Merkel sieht der Realität ins Auge und scheint zu erkennen, dass die Sanktionen gegen Russland den EU-Staaten schaden. (Foto: dpa)

Merkel spricht erstmals von Lockerung der Sanktionen gegen Russland

Beim EU-Gipfel in Brüssel scheinen sich vorerst jene Kräfte durchgesetzt zu haben, die erkennen, dass die Russland-Sanktionen für die EU große Nachteile mit sich bringen. Angela Merkel verlangt von Russland lediglich, die Lage zu deeskalieren. Erstmals stellte die Kanzlerin die Lockerung der Sanktionen in Aussicht.

Wer gewinnt den globalen Währungskrieg? Vermutlich derjenige mit dem besten Timing und der schnellsten Reaktionszeit. (Foto: dpa)

Megatrends 2015: China, der Dollar und der gläserne Bürger

Das Jahr 2015 könnte gravierende Veränderungen im System der Weltwirtschaft bringen: Wer an den Weihnachtsfeiertagen die richtigen Bücher liest, könnte in turbulenten Zeiten im Vorteil sein. Die zehn Geheim-Tipps der Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

18.12.14
DWN-Herausgeber Michael Maier: Das unkontrollierte Geld-Drucken führt zur rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen der Erde. (Foto: DWN)

Info-Radio: Michael Maier sieht in Krise „das Gegenteil einer Verschwörung“

Der Herausgeber der Deutschen Wirtschafts Nachrichten, Michael Maier, hat im Interview mit dem Info-Radio des Rundfunks Berlin Brandenburg (rbb) die aktuelle Finanzkrise als ein Problem der Entkoppelung von politischem und wirtschaftlichem Handeln und einer damit verbundenen Haftung beschrieben. Das komplette Interview zum Nachhören.

Dax schließt bei hohem Umsatz im Plus

Die Aktienmärkte haussieren nach der gestrigen Fed-Entscheidung und der Einführung von Negativzinsen durch die Schweizer Notenbank. Aber der tiefe Ölpreis könnte zum größten Investitionsstopp seit Jahrzehnten führen.

Der EU trifft sich zum Gipfel, um über die Verteilung der von Jean-Claude Juncker akquirierten Steuergelder zu befinden. Im Bild Robert Fico, Angela Merkel, Alexander Stubb und David Cameron. (Foto: dpa)

Frankreich und Italien wollen neue Schulden nicht als Defizit betrachten

Noch bevor auch nur ansatzweise klar ist, woher die Mittel für Junckers "Investitionspaket" kommen sollen, ist unter den EU-Chefs ein heftiger Streit über die Verteilung der Steuergelder entbrannt. Teil der Auseinandersetzung ist die Frage, ob das Geld gute oder schlechte Schulden seien - also auf das Defizit angerechnet werden sollen.

Interbanken-Markt in Russland mit Anzeichen von großer Nervosität

Russische Banken wollen sich gegenseitig kein Geld mehr leihen. Die Finanzinstitute trauen sich gegenseitig nicht mehr. Der Zinssatz für dreimonatige Interbank-Kredite liegt auf dem höchsten Stand seit 2005.

Nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen: Fluggesellschaft SAS verliert an der Börse

Die Quartalszahlen der skandinavischen Fluggesellschaft SAS enttäuschen die Anleger. Die Aktien fielen daraufhin um fast zehn Prozent. Hohe Sanierungskosten machen der Fluggesellschaft zu schaffen.

Noch ist der schnellste Supercomputer der Welt "Tianeh2" im National Super Computer Center in Guangzhou, China. (Foto: Top 500 Supercomputers Site/dpa)

Unhackbar: Das Quanten-Internet kommt

Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, einzelne Photonen kontrolliert zu verschicken. Damit ist ein wichtiger Sprung für die Kommunikation zwischen Quanten-Computern gemacht. Ein Netzwerk solcher Computer überträgt Daten mit Lichtgeschwindigkeit. Eine unbemerkte Überwachung dieser Übertragung ist physikalisch unmöglich.

Die Dürre in Kalifornien wird wohl ein Dauerzustand: Mit dem Meerwasser soll jetzt eine teure aber langfristige Trinkwasserquelle erschlossen werden. (Foto: dpa)

Milliarden-Projekt: Kalifornien baut Meerwasser-Entsalzungsanlage gegen Dürre

San Diego hat beschlossen, die größte Meerwasser-Entsalzungsanlage der westlichen Hemisphäre zu bauen. Grund ist die anhaltende Dürre in Kalifornien, die Experten zufolge noch Jahre andauern könnte. Die Anlage soll eine Milliarde Dollar kosten und jeden Tag Millionen Liter Meerwasser in Trinkwassers verwandeln.

Der Marsrover Curiosity soll nun herausfinden, woher die Methan-Gase auf dem Mars kommen. (Foto: NASA/dpa)

Mars-Rover findet neue Hinweise auf mögliches Leben

Curiosity hat ungewöhnlich starke Schwankungen der Methan-Konzentration auf dem Mars entdeckt. Irgendwo in der Nähe des Roboters muss es eine Methanquelle geben. Diese könnte geologischen oder biologischen Ursprungs sein.

Schweizer Nationalbank führt Negativ-Zinsen ein

Die Schweizerische Nationalbank will Bank-Kunden aus dem Franken treiben und hat Negativ-Zinsen auf Girokonten verordnet. Betroffen sind zunächst Konten ab zehn Millionen Franken.

Nachdem in Russland das Chaos ausgebrochen ist, stellen sich viele im Westen die Frage, ob Putin nicht vielleicht doch ein besserer Gesprächspartner ist als jene, die ihn ersetzen könnten. (Foto: dpa)

Chaos in Russland: Wenn Putin stürzt, wird es für den Westen teuer

In Berlin und Brüssel werden überraschend Stimmen laut, die auf Distanz zum bisherigen Sanktions-Feuerwerk gehen. Noch werden die Bedenken in den Hinweis verpackt, dass die Sanktionen nicht schuld am Chaos in Russland seien. Doch auch das Feindbild Putin wird relativiert. Es zeigt sich nämlich, dass an Putins Stelle radikale Nationalisten treten würden. Dann müsste die EU einen möglichen Krieg der Ukraine finanzieren und würde durch den Niedergang des russischen Export-Marktes entscheidend geschwächt.

2004 trat Polen der EU bei. Die Einführung des Euros wurde damals auch beschlossen. Aber diese Abmachung würde die polnische Bevölkerung gern ignorieren. (Foto: dpa)

Deutliche Mehrheit für den Zloty: Polen wollen den Euro nicht

Noch nie war die Ablehnung der Polen gegenüber dem Euro so stark. Die Menschen fürchten, dass vor allem die sozial nicht so gut Abgesicherten unter der Einführung leiden würden. Die Regierung Polens bräuchte zwar kein Referendum abhalten, um den Euro einzuführen. Aber angesichts der zunehmenden Skepsis wird sie damit auch im Parlament kaum durchkommen.

Der Rubel befindet sich im Sturzflug und die Inflation im Land erhöht sich. Russische Verbraucher flüchten in ausländische Währungen. (Foto: dpa)

Russland: Die große Inflation hat begonnen

In Russland tätige ausländische Unternehmen erhöhen aufgrund des Rubel-Verfalls ihre Produkt-Preise. So hat der US-Restaurantbetreiber McDonalds den Preis für ein Big Mac um 2,2 Prozent auf 94 Rubel erhöht. Um gegen den weiteren Anstieg der Inflation vorzusorgen, kaufen und verstauen die Russen Lebensmittel.

Die Russland-Krise trifft Unternehmen aller Branchen, vom Joghurt-Hersteller bis zum Mineralöl-Konzern. (Foto: dpa)

Russland-Chaos trifft Unternehmen in Europa hart

Der Rubel-Absturz wird zum Problem für europäische Unternehmen aller Branchen. Dem Mineralöl-Konzern BP macht die angespannte Lage in Russland besonders zu schaffen. Auch BP-Rivale Royal Dutch Shell ist an zwei russischen Projekten beteiligt.

Die fallenden Ölpreise und die zunehmenden Auswirkungen der Sanktionen schaden der russischen Wirtschaft massiv. (Foto: dpa)

Sorge für Allianz: Pimco von Rubel-Absturz schwer getroffen

Der Pimco-Fonds für Schwellenländer hält russische Staats- und Unternehmensanleihen in Höhe von 800 Millionen US-Dollar. Der Fonds hat im vergangenen Montag neun Prozent an Wert verloren.

Die Große Koalition will TTIP umsetzten, allerdings geht das einigen EU-Mitgliedsstaaten nicht schnell genug. (Foto: dpa)

Wegen Widerstand in Deutschland: Stillstand bei TTIP-Verhandlungen

Die Europäische Kommission hat weitere Verhandlungen über das TTIP bis Februar ausgesetzt. Die Ablehnung gegen das Freihandelsabkommen steigt, insbesondere in Deutschland. Die Befürworter des TTIP fürchten eine Verzögerung des umstrittenen Abkommens.