Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

27.01.15
Viel hatten die Euro-Finanzminister und die EU-Kommissare den Griechen am Montag noch nicht anzubieten. Im Bild Jeroen Dijsselbloem und Pierre Moscovici. (Foto: dpa)

Gläubiger-Kommentare zu Syriza: 10 Köpfe – eine Standard-Meinung

Die internationalen Reaktionen auf den Syriza-Sieg in Griechenland ähneln sich sehr. Brüssel und Berlin erinnern Griechenland daran, seine Verpflichtungen einzuhalten.

Nach dem Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman kam es in Argentinien zu Protesten gegen die Regierung. (Foto: dpa)

Argentinien: Enthüllungs-Journalist fürchtet um sein Leben und flieht

Der argentinische Journalist Damian Pachter ist nach dem mysteriösen Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman nach Israel geflohen. Er hatte als Erster von dem Vorfall berichtet und fühlte sich in seiner Heimat nicht mehr sicher.

In der Zasyadko-Mine im Donbass hatte sich bereits 2007 ein schweres Grubenunglück ereignet. (Foto: dpa)

Ukraine: 500 Minen-Arbeiter nach Beschuss vorübergehend eingeschlossen

Am Montag wurden in der Ostukraine 500 Minen-Arbeiter kurzzeitig eingeschlossen. Zuvor wurde ein Elektrizitäts-Werk, welches die Mine mit Strom versorgt, beschossen. Unklar ist, wer den Beschuss des Werks durchgeführt hat.

Tausende Läden sind geschlossen. Die griechische Wirtschaft leidet nicht unter der Zinslast des Landes, sondern an fehlender Wettbewerbsfähigkeit und der Korruption im Land. (Foto: dpa)

Schulden-Erlass hilft der griechischen Wirtschaft nicht aus der Krise

Alexis Tsipras hat vor seinem Wahlsieg angekündigt, einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland zu fordern. Dieser allein wird das Land jedoch nicht aus der Krise bringen. Schon jetzt haben die Griechen günstigere Kredit-Bedingungen als andere Euro-Krisenstaaten.

26.01.15
Alexis Tsipras bei seiner Angelobung mit Staatspräsident Karolos Papoulias. Der Syriza-Chef kommt mit einem neuen Team, das entschlossen ist, mit den Euro-Traditionen zu brechen. (Foto: dpa)

Syriza-Ökonom: „Gerechtigkeit oder Ende des Euro mit einem großen Knall“

Der Ökonom Yanis Varoufakis soll neuer griechischer Finanzminister werden. Er dürfte, wenn er Kurs hält, den Finanzministern der Euro-Zone einiges Kopfzerbrechen bereiten. Denn Varoufakis hat die Probleme der griechischen Volkswirtschaft unverblümt beim Namen genannt. Eine Fortsetzung des bisherigen Kurses im Euro-Raum scheint mit ihm nicht denkbar.

Die britische Journalistin und führende Mitarbeiterin von WikiLeaks, Sarah Harrison, ist empört über Google: Der US-Konzern hat ihre Email-Daten an die US-Strafbehörden weitergegeben, ohne ihr davon Mitteilung zu machen. (Foto: dpa)

„Verschwörung“: Google gibt Emails von Wikileaks-Aktivisten an US-Behörden weiter

Google hat auf richterliche Anordnung sämtliche Emails, Kontakte und gelöschten Emails von Wikileaks-Aktivisten an die US-Behörden weitergegeben. Bei Wikileaks ist man empört, dass es der Internet-Konzern nicht für nötig befunden habe, die Betroffenen über den Eingriff zu unterrichten. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts einer Verschwörung.

Mini-Drohne stürzt auf dem Gelände des Weißen Hauses ab

Eine Mini-Drohne ist am Montag auf dem Gelände des Weißen Hauses abgestürzt. Die Polizei sucht nach den Tätern. Der Zwischenfall wurde bisher noch nicht als Terror-Angriff qualifiziert.

NATO Secretary General Jens Stoltenberg presser

Putin: In der Ukraine kämpft eine Nato-Legion

Russland wirft dem Westen vor, mit einer ausländischen Nato-Einheit in der Ukraine zu operieren. Die EU diskutiert über neue Sanktionen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte vom Westen mehr Differenzierung in der Unterstützung der Ukraine.

Standard & Poor’s senkt Rating für Russland auf Ramsch

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat Russland herabgestuft. Darauf verlor der Rubel mehr als fünf Prozent gegenüber dem Dollar.

Börse: Dax mit siebtem Schlussrekord in Folge

Nach kurzer Verunsicherung entscheiden die Märkte, dass mit Griechenland schon alles gut gehen wird: Der Dax erreicht ein neues Allzeithoch über der 10800er-Marke, auch der Euro steigt stark. Aber die Verhandlungsposition der Gläubiger Griechenlands ist nicht gerade gut.

http://www.ariva.de/dax-index/chart?t=intraday&boerse_id=12

Syriza-Sieg: Börsen und Märkte ohne Veränderung

Nach der Griechenland-Wahl stieg der Dax auf ein neues Rekordhoch. Der Euro rutschte im frühen Handel zwar auf ein Elf-Jahres-Tief. Allerdings erholte sich der Euro am Nachmittag deutlich.

Dieser Audi fährt ohne Fahrer durch Kalifornien: Solche Szenen soll es demnächst auch in Bayern geben. (Foto: Jim Fets/Audi AG/dpa)

Dobrindt plant Autobahn-Teststrecke für selbstfahrende Pkw

Verkehrsminister Dobrindt will eine Teststrecke für selbstfahrende Autos auf der A9 in Bayern einrichten. Noch in diesem Jahr soll mit den Vorbereitungen begonnen werden. Baden-Württemberg hat daraufhin eine eigene Teststrecke auf der A81 angeboten.

Urteil: Sparkasse muss hohe Zins-Versprechen in Sparverträgen einhalten

Die Sparkasse Ulm muss ihr hohes Zinsversprechen den Kunden gegenüber einhalten und darf Sparverträge nicht einseitig kündigen. Die entsprechenden Verträge haben eine Laufzeit von 25 Jahren und versprechen Zinsen von bis zu 3,5 Prozent.

Alexis Tsipras bei der Vereidigung zum Premier durch den griechischen Präsidenten Karolos Papoulias am Montagnachmittag. (Foto: dpa)

Alexis Tsipras als neuer griechischer Premier vereidigt

Der Vorsitzende der griechischen Links-Partei Syriza, Alexis Tsipras, wurde am Montag zum Premier vereidigt. Griechenland wird nach dem Syriza-Wahlsieg künftig von einer Links-Rechts-Koalition regiert. Tsipras hatte sich mit den Euroskeptikern der Anel-Partei auf ein Regierungsbündnis geeinigt,

Würden die Stadtbewohner dichter zusammenleben, bräuchten sie auch keine Autos mehr, so die Stadtplaner. (Screenshot)

Dichte Besiedlung in Städten macht Autos künftig überflüssig

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Kommission für Wirtschaft und Klima einen Plan vorgestellt, weltweit alle Städte so umzugestalten, dass die Bewohner keine Autos mehr brauchen. Dafür sollen Städte in den kommenden Jahren 90 Billionen Dollar investieren. Vor allem eine dichtere Besiedlung könnte demnach den Klimawandel bremsen.

Eine Rechts-Links-Koalition zwischen Anel (Parteichef Panos Kammenos) und Alexis Tsipras' Syriza wäre ein Novum in Europa. (Foto: dpa)

Athen: Tsipras bildet Koalition mit Euro-Skeptikern

Nur einen Tag nach der Abstimmung ist die Suche nach einem Koalitionspartner für den Wahlsieger Syriza bereits beendet: Tsipras wird die neue Regierung gemeinsam mit der Anel-Partei bilden. Die eher dem rechten Lager zugehörende Partei erreichte bei der Wahl 13 Mandate. Die Vereidigung von Tsipras wird für den Montagabend erwartet.

Die Drohne kann selbstständig im Wasser landen und Proben entnehmen. (Screenshot)

Auf der Suche nach Öl-Lecks: Drohnen nehmen selbstständig Wasser-Proben

Ingenieure entwickeln derzeit Flugroboter, die nicht nur beobachten, sondern auch praktische Aufgaben ausführen können. Eine neue Flugdrohne ist dazu mit einer Vakuum-Pumpe ausgestattet und kann selbständig Wasserproben sammeln. Der Roboter soll bei der Suche nach Öllecks in der Wildnis helfen.

Mit Antonis Samaras hat die EU einen treuen Verbündeten verloren. (Foto: dpa)

Griechenland-Wahl: Betretenes Schweigen in Brüssel

Kein EU-Spitzenpolitiker hat bisher dem Wahlsieger Alexis Tsipras gratuliert. Nur Francois Hollande meldete sich bei den Griechen. Für Deutschland schickte Jens Weidmann eine Warnung nach Athen. Den EU-Spitzen hat es die Sprache verschlagen.

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist der Franken zum Euro von 1,20 auf knapp unter 1 gefallen. (Grafik: ariva.de)

Schweiz: Banken parken Geld bei Notenbank

Die Schweizer Banken haben bei der Notenbank deutlich mehr Geld geparkt. Die sogenannten Giroguthaben stiegen in der vergangenen Woche um fast 26 Milliarden auf 365,5 Milliarden Franken. Dies ist der stärkste Anstieg seit vielen Monaten.

Kroatien zwingt Banken zu fixem Franken-Wechselkurs

Das kroatische Parlament fixiert den Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und der Landeswährung Kuna für ein Jahr. So sollen Verluste für Kroaten, die Franken-Kredite halten, abgemildert werden. Den Kursunterschied müssen die Banken übernehmen.