Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

24.07.14
Der Nato-Oberbefehlshaber, General Breedlove, fürchtet einen russischen Angriff auf die Ukraine und will so schnell als möglich ein zusätzliches Nato-Hauptquartier an die deutsch-polnische Grenze nach Stettin verlegen. (Foto: dpa)

Nato fürchtet russischen Überfall auf die Ukraine

Nach dem Abschuss von MH17 steigt die Nervosität zwischen Russen und Amerikanern. Die Nato will ein Hauptquartier in Polen aufbauen, um möglichst rasch auf einen russischen Überfall auf die Ukraine reagieren zu können. Auch die Waffen- und Versorgungslager sollen schnellstens ausgebaut werden, um kurzfristig gegen die Russen eingreifen zu können. Der Kollaps der Regierung in Kiew verschärft die Lage in Kiew.

Kontakt abgebrochen: Passagier-Flugzeug über Afrika abgestürzt

Ein Flugzeug der Air Algerie ist über Mali abgestürzt. 50 Minuten nach dem Start in Burkina Faso ist der Kontakt zu Flug AH5017 abgebrochen. Die Maschine transportierte 116 Personen.

US-Präsident Barack Obama kondoliert dem stellvertretenden niederländischen Botschafter in der Botschaft in Washington. Der Präsident wirkte ungewöhnlich bleich und verstört. (Foto: dpa)

Soldateska-Führer: Ukraine hat Abschuss von MH17 durch Rebellen provoziert

Ein Rebellenführer aus der Ost-Ukraine behauptet, eine Rebellen-Gruppe sei im Besitz eines Buk-Raketensystems gewesen. Die Regierung in Kiew habe dies gewusst und gezielt einen Luftangriff gestartet, um den Abschuss einer Zivilmaschine zu provozieren. Die Darstellung könnte für die Regierung in Kiew und für die Amerikaner äußerst gefährlich werden.

23.07.14
José Manuel Barroso konnte Bulgariens Premier Plamen Orescharski auch mit europäischen Steuer-Milliarden nicht im Amt halten. (Foto: dpa)

Banken-Krise: Bulgariens Regierungschef tritt zurück

Die bulgarische Banken-Krise weitet sich zu einer Regierungskrise aus: Am Mittwoch trat Premier Plamen Orescharski überraschend zurück. Die EU musste das bulgarische Banken-System mit Milliarden aus europäischen Steuergeldern stützen.

Der Absturz erfolgte über einer kleinen Insel vor Taiwan. (Grafik: Zero Hedge)

51 Tote bei Notlandung einer Passagiermaschine auf Taiwan

In Taiwan ist es zu einem schweren Flugzeugunglück gekommen. Bei der Notlandung einer Maschine wurde ersten Meldungen zu Folge 51 Menschen getötet und sieben weitere schwer verletzt. Die Ursachen für die Notlandung sind noch unklar.

Der Euro ist in den letzten fünf Tagen im Vergleich zum Dollar stark gefallen. (Quelle: Ariva)

Euro-Kurs sinkt auf 1,345 US-Dollar

Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar auf den tiefsten Stand seit acht Monaten. Die Anleger spekulieren auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik. In den USA und Großbritannien rechnen die Investoren hingegen mit steigenden Leitzinsen. Die Aussicht auf eine wachsende Zinsdifferenz zwischen den Währungen setzt den Euro weiter unter Druck.

Zwei Kampfjets vom Typ SU-25 der ukrainischen Luftwaffe. (Foto: dpa)

Kiew meldet Abschuss von zwei ukrainischen Kampf-Jets durch Rebellen

Die Regierung in Kiew meldet, dass ostukrainische Rebellen zwei Kampfjets der Ukraine abgeschossen haben sollen. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt nicht vor. Die Regierung Jazeniuk versucht seit Wochen, die professionellen Leistungen der Rebellen zu betonen, um die Nato zu einem stärkeren Engagement zu bewegen.

US-Präsident Barack Obama steht nach dem kleinlauten Eingeständnis seiner Geheimdienste, nichts über den Abschuss von MH17 zu wissen, mit leeren Händen da - wie schon oft in den vergangenen Jahren. (Foto: dpa)

USA blasen zum Rückzug: Putin ist nicht schuld am Abschuss von MH17

Die amerikanischen Geheimdienste blasen zum Rückzug: Sie erklärten am Dienstag vor Medienvertretern in Washington, dass es keine direkte Verbindung der russischen Regierung zum Abschuss von MH17 gebe. Die CIA kann nicht ausschließen, dass die Schützen aus der Ukraine gekommen sind.

Portugals Präsident Anibal Cavaco Silva weiß, was sein Landsmann an der Spitze der EU, Barroso, nicht wahrhaben will: In Portugal droht ein veritabler Finanz-Crash - mit Folgen auch für die Euro-Zone. (Foto: dpa)

Nächste Pleite in Portugal: Goldman Sachs muss Espírito Santo retten

Die Banken-Krise in Portugal sendet schneller als erwartet Schockwellen durch das Land. Nach der Holding der Banco Espírito Santo (BES) hat am Dienstag mit RioForte das nächste Unternehmen aus der Gruppe Insolvenz anmelden. Die Investment-Bank Goldman Sachs versucht, durch einen Einstieg die Bank zu retten. Der portugiesischen Telekom droht ein Milliarden-Verlust.

22.07.14
Diesen Beleg legen die Amerikaner für den Abschuss von Flug MH17 durch ukrainische Rebellen vor. (Foto: CNN via Twitter)

Abschuss MH17: US-Regierung legt erstes Satelliten-Foto vor

Die amerikanische Regierung hat am Dienstag via CNN ein erstes Satelliten-Foto des Abschusses von Flug MH17 vorgelegt. Es zeigt die Ost-Ukraine aus dem Weltall und beschreibt mit einer Zeichnung die Flugrouten der Passagiermaschine und jene der Rakete. Die Ukraine teilt mit, ein „in Russland ausgebildeter Offizier hat bewusst den Abschuss-Knopf gedrückt“. Die Black Box wird nun in Großbritannien untersucht.

Hamas-Aktivisten haben offenbar mehrere M-75-Raketen auf Ziele nahe des Internationalen Flughafens Ben Gurion abgefeuert. Die Lufthansa hat darauf hin, wie die großen US-Airlines, ihre Flüge nach Tel Aviv gestrichen. (Foto: dpa)

Internationale Fluglinien stellen Flüge nach Tel Aviv ein

Die drei größten amerikanischen Fluglinien und die Lufthansa haben ihre Flüge nach Israel vorübergehend eingestellt. Die Hamas hatte am Dienstag Ziele in der Nähe des internationalen Flughafens Ben Gurion mit Raketen beschossen.

Die Börsen haben bereits am Dienstag ihren Vortagesverlust wettgemacht. (Grafik: ariva.de)

Börsen in Europa legen zu

Die wichtigsten Börsen Europas haben die Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Der Dax legte bis zum frühen Nachmittag ein Prozent auf 9705 Punkte zu. Die Gewinnerliste führten Siemens, Continental und BMW mit einem Plus von je zwei Prozent an.

Die CIA ist sich unsicher: Möglicherweise zeigen ihre eigenen Satellitenbilder, dass die Buk-Raketen von betrunkenen ukrainischen Soldaten abgefeuert wurden. (Foto: dpa)

Abschuss MH17: USA zögern mit Veröffentlichung von Satelliten-Bildern

Die für das Wochenende angekündigte Veröffentlichung der Satellitenbilder vom Abschuss von MH17 ist einem US-Medienbericht zufolge bisher unterblieben, weil die Amerikaner festgestellt haben sollen: An der Buk-Raketenbasis hantierten möglicherweise betrunkene Soldaten in ukrainischen Uniformen, und nicht Rebellen.

Ukraine beschließt weitere Teil-Mobilmachung

Die Ukraine wird weitere Reservisten einziehen, um die Grenze zu Russland zu schützen. Die Rebellen haben die Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine den malaysischen Behörden übergeben. In Brüssel beraten die EU-Außenminister über weitere Strafmaßnahmen gegen Russland.

21.07.14
Der russische Generalstab präsentiert seine Version vom Abschuss von MH17: Demnach war eine Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe zum Zeitpunkt des Abschusses in der Nähe des malaysischen Passagierflugzeuges. (Foto: dpa)

Ukrainischer Kampf-Jet bei Flug MH17: Russland präsentiert seine Version vom Abschuss

Der russische Generalstab hat am Montag Radar-Bilder und Schaubilder vorgelegt. Diesen Bildern zufolge soll ein ukrainischer Kampf-Jet vom Typ SU (Suchoi)-25 in unmittelbarer Nähe von Flug MH17 gewesen sein, bevor die Maschine abgeschossen wurde. Außerdem soll es Belege geben, die zeigen, dass die ukrainische Armee Buk-Raketen in der Ost-Ukraine stationiert hat (Video der Erklärung der Russen).

Flug MH17: Rebellen wollen Flugdatenschreiber übergeben

Erstmals haben internationale Experten am Montag Zugang zu den Leichen der Absturzopfer in der Ostukraine erhalten. Aus der EU werden unterdessen Forderungen laut, die beschlossenen Sanktionen gegen Russland sofort in Kraft zu setzen und auszuweiten. Die wichtigsten Entwicklungen vom Montag.

Petro Poroschenko betrauert öffentlich wirksam den Absturz von Flug MH17: Das russische Verteidigungsministerium meldet, dass ein ukrainischer Kampfjet vor dem Absturz in der Nähe Flugzeuges war und verlangt Aufklärung vom ukrainischen Präsidenten. (Foto: dpa)

Russland: Kampfjet aus Ukraine war in der Nähe von MH17

Ein ukrainischer Kampfjet habe sich Flug MH17 vor dessen Absturz auf 3,5 Kilometer angenähert, so das russische Verteidigungsministerium. Moskau fordert daher von der ukrainischen Regierung Aufklärung. Der Westen will hingegen sofortige Sanktionen gegen Putin. Der Tag im Überblick:

Die deutschen Exporteure stehen in der Sanktions-Schlacht zwischen den USA , der EU und Russland zwischen allen Fronten. (Foto: dpa)

Deutsche Wirtschaft zittert vor Russland-Sanktionen

Jedes vierte deutsche Exportunternehmen leidet unter den Sanktionen gegen Russland. Heimische Firmen, die Geschäfte mit Russland und den USA pflegen, sind doppelt betroffen, so die DIHK. Sie müssten unterschiedliche Beschränkungen der EU und der USA befolgen.

Die Allianz ist der Hauptversicherer der Malaysia-Airlines-Maschine MH-17. (Foto: dpa)

Abschuss MH17: Allianz, Münchener- und Hannover Rück betroffen

Die Allianz ist der Haupt-Versicherer der Passagiermaschine von Malaysia Airlines, die in der Ukraine abgeschossen wurde. Der Finanzdienstleister muss nun für den Versicherungs-Schutz und Personen-Schäden aufkommen. Doch auch die deutschen Rückversicherer Münchener Rück und Hannover Rück sind betroffen.

Der malaysische Verkehrs-Minister Liow Tiong Lai sagt, dass die abgeschossene MH-17 ihre Flug-Route nicht gewechselt habe. Das Kampf-Gebiet in der Ukraine sei nicht überflogen worden. (Foto: dpa)

Malaysischer Minister: MH-17 ist auf vorgeschriebener Route geflogen

Offenbar hat die Passagiermaschine MH-17 ihre Flug-Route über der Ukraine nicht gewechselt. Nach Angaben des malaysischen Verkehrsministers sei das Flugzeug nicht durch das Kampf-Gebiet geflogen. Malaysia Airlines bestätigt die Aussage. Die Flug-Route wurde von der europäischen Luftverkehrs-Kontrolle genehmigt.