Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

02.07.15
Christine Lagarde und Mario Draghi: Die Suche nach dem Schuldigen wird bald auch innerhalb der Troika losgehen. Das nun ans Licht gekommene Milliarden-Fiasko wirft die Frage auf, warum alle Kontrollmechanismen bei der Euro-Rettung versagt haben. (Foto: dpa)

Euro-Krise: IWF-Analyse zeigt Desaster von historischem Ausmaß

Nun ist klar, warum der IWF in den Panik-Modus verfallen ist: Selbst ohne Referendum hätte Griechenland weitere 50 Milliarden Euro gebraucht - nur um auf einen tragfähigen Schuldenstand zu kommen. Tatsächlich geht der Bedarf eher in Richtung 100 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind ein Fiasko für die Reputation der Troika. Sämtliche griechischen Regierungsmitglieder der vergangenen Jahre müssten sich nun eigentlich vor Gericht verantworten.

Börse: Dax schließt 0,7 Prozent im Minus

Die Anleger haben vor der Volksabstimmung in Griechenland europäische Aktien gemieden. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 11.099,35 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor ein Prozent auf 3.462,03 Zähler.

Hans Jörg Schelling war bei den Beratungen der Euro-Finanzminister durch besonders forsche Töne aufgefallen. Er hatte sich mehrfach über widersprüchliche Aussagen seiner griechischen Kollegen echauffiert. (Foto: dpa)

EFSF widerspricht Österreich: ESM haftet nicht für Griechen-Kredite

Bei den Euro-Rettern liegen die Nerven wegen der möglichen Milliarden-Verluste blank. Der österreichische Finanzminister wird in einer offiziellen Regierungsmitteilung mit der Aussage zitiert, der ESM hafte für die EFSF-Kredite. Beim EFSF setzt es für diese Beschwichtigung ein glattes Dementi.

Ein Grexit brächte die ganze Eurozone in Gefahr, so die Ratingagentur S&P. (Foto: dpa)

S&P warnt vor Verfall der Eurozone bei Grexit

Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung würde die gesamte Eurozone in Gefahr bringen, warnt die Ratingagentur Standard & Poor’s. Die Märkte würden das Krisenmanagement der EU in Frage stellen, so die Befürchtung.

Die Parteien in Griechenland sind unterschiedlicher Meinung über das Referendum. Hier empfiehlt ein Plakat mit Nein (Oxi) zu stimmen. (Foto: dpa)

Diskussion zu Griechenland: Chronologie des Tages

Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos hat seine für Dienstag geplante Reise nach Berlin abgesagt. Die politischen Parteien streiten in Athen über das sonntägliche Referendum. Die Ereignisse des Tages:

Vor der WM 2010 in Südafrika sind Bestechungsgelder an Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees gezahlt worden. (Foto: dpa)

USA will Auslieferung von Fifa-Funktionären

Die USA haben die Auslieferung der sieben in Zürich festgenommenen Fifa-Funktionäre beantragt. Die Schweiz hatte die Funktionäre wegen des Verdachts auf Annahme von Bestechungsgeldern in Haft genommen.

Kanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Horst Seehofer haben sich auch auf neue Trassenführungen geeinigt. (Foto: dpa)

Energiewende: Neue Milliarden-Belastung für Stromkunden und Steuerzahler

Die Bundesregierung hat ein neues „Klimapaket“ verabschiedet: Es entlastet die Strom-Konzerne und bürdet Konsumenten und Steuerzahlern Milliarden-Kosten auf. Absurd: Die Klima-Ziele werden mit dieser Umverteilung gar nicht erreicht.

Die griechischen Banken öffneten am Mittwoch und Donnerstag nur kurz, um den Rentnern ihre Pensionen auszuzahlen. Ein normaler Betrieb ist momentan aber ausgeschlossen. (Foto: dpa)

Griechische Banken können nicht am Montag öffnen

Schlechte Nachrichten für die griechische Bevölkerung: Die Banken werden nicht am Montag öffnen, sondern erst nach einem neuen Abkommen mit den Gläubigern. Die Regierung behauptet, sie werde niemals die Sparguthaben antasten.

Der Euro stieg am Donnerstag um bis zu 1,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 9,37 Kronen. (Grafik: ariva.de)

Schweden senkt wegen Griechenland-Krise überraschend Leitzins

Die schwedische Notenbank hat angesichts der Griechenland-Krise den Leitzins auf minus 0,35 gesenkt. Die überraschende Lockerung hat der Krone zugesetzt. Der Euro stieg am Donnerstag um bis zu 1,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch.

Kartellwächter wollen Milliarden-Deal von GE und Electrolux blocken. (Foto: dpa)

Electrolux will GE-Hausgeräte-Kauf notfalls vor Gericht durchsetzen

Der schwedische Konzern Electrolux will den Kauf Haushaltsgerätesparte von General Electric notfalls gerichtlich durchsetzen. Zuvor hatten die US-Kartellbehörden Bedenken bezüglich der geplanten Übernahme geäußert.

Eine Filiale der Österreichischen Volksbank (ÖVAG) in Wien. (Foto: dpa)

ÖVAG will Auslandstöchter bis Ende 2015 verkaufen

VR Leasing und die österreichischen Volksbanken wollen ihre Töchter in in Slowenien, Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina bis zum Ende des Jahres verkaufen.

Paypal gehört zum Online-Händler eBay. (Foto: dpa)

Paypal will Geldtransfer-Dienstleister Xoom übernehmen

Der Bezahldienst Paypal will Xoom für etwa 890 Millionen Dollar kaufen. Paypal gehört zum Online-Händler eBay.

Ein Grexit brächte die ganze Eurozone in Gefahr, so die Ratingagentur S&P. (Foto: dpa)

Moody’s stuft Griechenland herunter

Die US-Ratingagentur Moody's hat Griechenlands herabgestuft. Die Bewertung bedeutet, dass sich Athen mit der Rückzahlung seiner Schulden in Zahlungsverzug befinde. Griechenland ist damit der erste Industriestaat, der beim IWF Rückstände hat.

Hoher Andrang vor den Banken am Donnerstag. (Foto: dpa)

Erneute Tumulte vor griechischen Banken

In Griechenland ist es vor den Banken erneut zu tumultartigen Szenen gekommen. Rund 1000 Filialen haben geöffnet, damit die Rentner ihre Pensionen abholen können. Sie bekommen bis zu 120 Euro ausgezahlt.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli ist es in Den Haag zu Ausschreitungen gekommen. Insbesondere das Viertel Schilderswijk war betroffen. (Foto: dpa)

Den Haag: Schwere Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist es in Den Haag zu massiven Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Anlass der Proteste ist der Tod eines Mannes, der sich in Polizeigewahrsam befand.

Die tragbare Erweiterung macht Präsentationen oder Video-Bearbeitung auf dem Laptop einfacher. (Screenshot)

Faltbar: Dreifach-Bildschirm für Laptops

Ein französisches Startup hat einen Bildschirm entwickelt, der Laptops auf bis zu drei Bildschirme aufrüstet. Die Erweiterung wird einfach an das eigene Notebook angehängt und ist beliebig drehbar. So werden etwa auch Präsentationen in großer Runde mit dem eigenen Laptop möglich.

Der Roboter-Maurer schafft 1000 Ziegel in einer Stunde. (Screenshot)

Roboter mauert komplettes Haus in zwei Tagen

Ein australischer Roboter mauert ein komplettes Familienhaus in zwei Tagen. Dabei setzt die Kran-ähnliche Maschine 1000 Ziegel pro Stunde ohne menschliche Hilfe präzise nach Bauplan aufeinander. Der Hausbau soll durch die Personaleinsparungen deutlich günstiger werden.

Statuen aus Schlamm sollen an die Opfer des Vulkanausbruchs erinnern. (Screenshot)

Milliardenschäden: Ölbohrung löst Schlammvulkan aus

Geologen haben belegt, dass der verheerende Ausbruch eines Schlammvulkans in Indonesien durch Ölbohrung verursacht wurde. Der Vulkan spukt seither giftigen Schlamm und hat bereits 50.000 Menschen in die Flucht getrieben. Die Ölfirma streitet die Verantwortung ab.

Insgesamt hat die Allianz damit nach eigenen Angaben mehr als 2,5 Milliarden Euro in sieben Solar- und 54 Windparks in Deutschland, Frankreich, Schweden, Italien und Österreich investiert. (Foto: dpa)

Versicherer Allianz kauft vier Windparks in Österreich

Der Versicherer Allianz kauft vier Windparks rund um die Hauptstadt Wien. Zwei davon wurden vor kurzem fertiggestellt, die anderen beiden sollen 2016 ans Netz gehen.

Das neue Xiaomi-Smartphone Redmi 2. (Foto: dpa)

China: Handyhersteller Xiaomi wächst nicht mehr so rasant

Der führende chinesische Handy-Hersteller Xiaomi verkaufte im ersten Halbjahr 34,7 Millionen Smartphones und damit 33 Prozent mehr als vor einem Jahr. Trotzdem wird das Unternehmen sein Gewinnziel für 2015 nicht erreichen. Das Wachstumspotenzial des Smartphone-Markts in China ist offenbar ausgereizt.