Die wichtigsten Schlagzeilen des Tages

Der Tag

28.07.15
Keine guten Nachrichten für Francois Hollande: Die wichtigsten Wirtschaftsberater von Angela Merkel fordern Disziplin bei den Defiziten und die strenge Einhaltung des Fiskalpakts. (Foto: dpa)

Merkel-Berater verlangen harten Kurs gegen Schulden-Staaten

Die Wirtschaftsweisen von Wolfgang Schäuble wollen nicht über eine Schulden-Union diskutieren. Die Neuordnung der Euro-Zone müsse auf Disziplin achten und statt der gemeinsamen Haftung Regeln aufstellen, wie unkooperative Staaten aus dem Euro geworfen werden können. Dies ist ein fundamental anderes Konzept für den Euro, als es Frankreich und Italien wollen.

Der Vorstandsvorsitzende von Daimler, Dieter Zetsche, und Der Chef von Renault-Nissan, Carlos Ghosn, wollen ihre Zusammenarbeit fortführen. (Foto: dpa)

Daimler und Renault schrauben Produktions-Plan für Mexiko zurück

Die gemeinsame Pkw-Produktion von Daimler und Renault-Nissan in Mexiko wird geringer ausfallen als zuvor geplant. Das Werk in Aguascalientes werde anfänglich über eine Produktionskapazität von 230.000 Stück verfügen und 2020 rund 3.600 Mitarbeiter beschäftigen.

Großbritanniens teuerste Immobilie steht im Londoner Stadtteil St James‘s und kostet 250 Millionen Pfund. (Foto: dpa)

Großbritannien will Strohfirmen Kauf von Immobilien verbieten

Die Regierung in London will künftig verhindern, dass Kriminelle über Strohfirmen im Ausland Immobilien in Großbritannien erwerben. „Es gibt keinen Platz für Schwarzgeld in Großbritannien“, so der britische Premier David Cameron.

Die Rheinmetall-Aktie hat am 28. Juli an Wert gewonnen. (Grafik: ariva.de)

Kanada vergibt Rüstungsauftrag an Rheinmetall

Der deutsche Rüstungskonzern hat vom kanadischen Militär Aufträge im Wert von rund 100 Millionen Euro erhalten. Doch der Auftragswert könne im Verlauf des Jahres auf 350 Millionen ansteigen.

Der dänische Premier Lars Løkke Rasmussen hat den Kampfeinsatz gegen den IS von seiner Vorgängerin Helle Thorning-Schmidt übernommen. Nun wollen die Soldaten nicht mehr kämpfen. (Foto: dpa)

Meuterei in Dänemark: Soldaten wollen nicht mehr gegen den IS kämpfen

Die dänische Armee fällt möglicherweise als Unterstützer der US-Kämpfe gegen den IS aus: Die Soldaten sehen offenbar keinen Sinn in dem Kampfeinsatz und fordern von Premier Lars Løkke Rasmussen eine "Kampfpause".

Die Heta-Stellungnahme zum Schuldenschnitt

Die Heta-Stellungnahme zum Schuldenschnitt im Wortlaut.

Österreich droht der Verlust des Investoren-Vertrauens

Österreich muss sich nach dem Heta-Urteil ernsthafte Sorgen um seine Glaubwürdigkeit an den Kreditmärkten machen. Die deutschen Banken werden nicht zurückweichen. Dem Land droht eine ähnliche Wahrnehmung wie Ungarn unter Viktor Orban.

Bundeskanzler Werner Faymann mit seinem griechischen Kollegen Alexis Tsipras: Österreich und Griechenland haben finanzpolitisch eine gewisse Seelenverwandschaft. (Foto: dpa)

Österreich: Verfassungsgericht kippt Heta-Schuldenschnitt

Schwere Niederlage für die österreichische Regierung: Der Verfassungsgerichtshof hat den Heta-Schuldenschnitt als grundrechtswidrige Enteignung klassifiziert und verboten. Damit kommen auf die österreichischen Steuerzahler zunächst 900 Millionen Euro an Mehrkosten zu. Am Ende könnte es aber ein wirtschaftlicher Totalschaden werden.

Die Gerresheimer Aktie schießt diese Woche auf ein Rekordhoch. (Screenshot: Activa Resources)

Gerresheimer-Aktien nach Zukauf auf Rekordhoch

Der Akquisition des US-Pharmazulieferer Centor hatte einen positiven Effekt auf die Gerresheimer Aktien. Der Kaufpreis sei zwar hoch, jedoch eine lohnenswerte Investition in den Geschäftsausbau in den USA.

Die Türkei führt seit mehreren Tagen Luftschläge gegen den IS in Syrien und die PKK im Irak durch. (Grafik: Debkafile)

Nato unterstützt USA und Türkei bei Puffer-Zone in Syrien

Die Nato wird die USA und die Türkei bei der Errichtung einer Pufferzone auf syrischem Staatsgebiet unterstützen. Die Amerikaner kämpfen gegen den IS. Die Türkei kämpft gegen den IS und die PKK. Das Prinzip der territorialen Integrität ist im Falle Syriens außer Kraft gesetzt.

Zurich hatte eigentlich angeben, keine Zukäufe in Erwägung zu ziehen und sich von unprofitablen Geschäftsbereichen zu trennen. (Foto: dpa)

Versicherer Zurich will britische RSA kaufen

Trotz vermeintlicher Ablehnung von Zukäufen und dem Verfolgen einer Abbaustrategie prüft der Versicherer Zurich nun ein Übernahmeangebot für die RSA Insurance Group. Deren Aktien sind in den letzten Tagen deutlich gestiegen. RSA wollte die Entwicklungen jedoch nicht kommentieren.

Die Jahreszahlen für den LKW-Hersteller sehen problematisch aus. (Foto: dpa)

Umbau der Lkw-Produktion drückt MAN in die Verlustzone

Die Restrukturierung der Lkw-Produktion trifft MAN härter als erwartet. Auch anhaltende Schwierigkeiten in Brasilien führten zu weiteren Verlusten, die sich nun deutlich auf die Prognose für das operative Ergebnis und die Wettbewerbsfähigkeit der VW-Tochter auswirken.

Boehringer-Ingelheim ist Pharmahersteller, unter anderem auch für Generika. (Foto: dpa)

Boehringer verkauft US-Generikasparte

Im Zuge des Umbaus im US-Geschäft verkauft Boehringer Ingelheim das US-Generikageschäft an den britischen Pharmakonzern Hikma Pharmaceuticals .

Gerresheimer spezialisiert sich auf die Produktion von Verpackungen - auch für Medikamente. (Foto: dpa)

Gerresheimer begeistert Anleger mit Zukauf in den USA

Der Verpackungshersteller Gerresheimer akquiriert die US-Firma Centor, den Weltmarktführer für spezielle Medikamentverpackungen. Durch den Kauf, der vollständig durch Fremdkapital finanziert wird, eine Erweiterung des Produktportfolios und eine Stärkung der Gewinne in den USA.

Das Vertrauen der Kleinanleger in den chinesischen Markt ist sehr schwach. (Foto: dpa)

Stützungszusagen halten Ausverkauf an Chinas Börsen auf

In China haben am Dienstag Stützungszusagen der Regierung nach dem Kurssturz am Vortag den Ausverkauf an den Börsen gebremst. Der Shanghai Composite schwankte im Handelsverlauf zwischen einem Minus von fünf Prozent bis zu Zuwächsen von mehr als einem Prozent.

Wegen des sogenannten Anti-Terror-Kampfes der Regierung Erdogan ist es in der Türkei in den vergangenen Tagen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Es ist wahrscheinlich, dass auch der Anschlag auf eine Gas-Pipeline damit zu tun hat. (Foto: dpa)

Anschlag auf Gas-Leitung in Türkei, Verbindung unterbrochen

In der Türkei haben Extremisten in der Nacht einen Anschlag auf eine Gas-Pipeline aus dem Iran verübt. Die Gaszufuhr ist unterbrochen. Die Türkei ist mittlerweile aktiv im Krieg gegen Syrien tätig und will mit den USA eine Pufferzone errichten. Sie bombardiert zu diesem Zweck auch kurdische Stellungen. Die Kurden protestieren. Es wird befürchtet, dass der Konflikt auch auf Deutschland übergreifen könnte.

Bayer siegt vor US-Gericht gegen Glenmark

Der deutsche Chemie-Riese Bayer hat gegen den Pharmahersteller Glenmark einen juristischen Sieg errungen. Ein Gericht urteilte am Montag, dass Glenmarks Nachahmerversion des Bayer-Hautgels Finacea Schutzrechte verletzt habe.

An der Wall Street herrscht Nervosität wegen China. (Foto: dpa)

Börsen-Crash in China belastet auch die Wall Street

Der größte Tagesverlust seit mehr als acht Jahren an den Börsen der Volksrepublik belastete am Montag auch die Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Verlust von 0,7 Prozent bei 17.440 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 17.399 und 17.561 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf 2067 Zähler.

Die Deutsche Börse übernimmt beim Index-Geschäft die Firmen Stoxx und Indexium für 614 Millionen Euro. (Foto: dpa)

Deutsche Börse hebt nach Zukäufen Prognose an

Deutsche Börse AG am Montag ihre mittelfristige Prognose nach der Ankündigung von zwei größeren Zukäufen angehoben. Für das Jahr 2018 gelte nun eine Zielbandbreite von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro.

Frankreichs Präsident knüpft seine erneute Kandidatur an ein Sinken der Arbeitslosigkeit. (Foto: dpa)

Euro-Krise: Frankreich meldet erneut Rekord-Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist in Frankreich erneut angestiegen. Präsident Francois Hollande will dieser Entwicklung entgegenwirken. Es ist zu erwarten, dass er das Defizit erneut deutlich überschreiten will, um die EU davon zu überzeugen, dass nur auf diesem Weg der Vormarsch des Front National gestoppt werden könne.