Finanzen

Die EZB will die griechische Regierung offenbar zum Einlenken bei den Reform-Verhandlungen bewegen. (Foto: dpa)

EZB prüft Stopp der Notfall-Kredite für Griechenland

Die EZB denkt darüber nach, die „Notfall-Kredite“ für griechische Banken einzuschränken. Die Maßnahmen sehen vor, größere Abschläge auf Sicherheiten von den Banken fordern. Die EZB will damit den Druck auf Athen erhöhen, um die griechische Regierung im Schulden-Poker zum Einlenken zu bewegen.

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Deutsche Bank Ind.Deutsche Bank Indikation (Handelszeit: 8-22 Uhr)

Börse: Dax schließt im Plus

Der Dax startet stark, zeigt dann aber Verunsicherung - die steile, unkorrigierte Erholungs-Rally von gestern ist erst einmal beendet. Dafür sorgt auch wieder Verunsicherung um Griechenland, nachdem die EZB offenkundig überlegt, die Notkredite an Griechenlands Banken zu begrenzen. Daraufhin steigen die Risikoprämien für Staatsanleihen des Landes stark, ebenso die Prämien für Kredit-Ausfallversicherungen (CDS).

Die EU weiß zwar nicht, woher sie ihre Energie beziehen soll, wenn nicht von Russland - doch Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will nun den Hauptlieferanten Gazprom mit einer Milliarden-Klage belegen. (Foto: dpa)

EU hat kein Energie-Konzept und will Russland wegen Gazprom verklagen

Die EU schickt sich zu einer diplomatischen Meisterleistung an: Obwohl die Energie-Union nur auf dem Papier besteht und die EU-Staaten damit vom russischen Erdgas abhängig sind, will die EU-Kommission den russischen Gazprom-Konzern aus Kartellrechstgründen verklagen. Die Aktion könnte auch die Revanche für die russischen Gas-Avancen an Griechenland sein.

Die Geldschwemme der EZB könnte dafür sorgen, dass gegen Jahresende kaum noch Staatsanleihen am Markt verfügbar sein werden, so die Ratingagentur Moodys. (Foto: dpa)

EZB-Ankäufe treiben Banken in Liquiditäts-Falle

Europäische Banken fürchten, dass durch die EZB-Geldschwemme der Handel mit Anleihen stark zurückgeht. Das Ankauf-Programm wurde zu einem Zeitpunkt gestartet, als die Renditen für Bonds bereits sehr niedrig waren. Dadurch ist es für Händler schwierig Profite zu machen und Anleihen-Halter verzichten auf Verkäufe.

Der Euro hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Dollar massiv an Wert verloren. (Grafik: Ariva)

Starker Dollar schadet den Exporten von US-Technologie

Die US-Konzerne mussten aufgrund des starken Dollars im ersten Quartal Einnahme-Verluste hinnehmen. Insbesondere die Technologie-Branche ist betroffen, denn diese ist hochgradig von den Auslandsmärkten abhängig. Der starke Dollar bremst auch den US-Arbeitsmarkt.

Börse: Dax schließt 1,7 Prozent im Plus

Der Dax kann stark zulegen, beflügelt durch die größte Senkung des Mindestreservesatzes in China seit der Finanzkrise. Aber diese Maßnahme zeigt, wie es um Chinas Wirtschaft wirklich bestellt ist: Heute meldet der Immobilienentwickler Kaisa, dass er Anleihen nicht mehr bedienen kann.

Am Wochenende besuchte Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman den griechischen Premier Alexis Tsipras. Am Montag zog die Regierung in Athen die Zügel im Kapitalverkehr deutlich an. (Foto: dpa)

Regierung in Athen verfügt Vorstufe zu Kapitalverkehrs-Kontrollen

Die griechische Regierung hat verfügt, dass die lokalen Behörden alle Cash-Bestände umgehend an die Zentralbank zu überweisen haben. Damit soll der nächste fällige Kredit an den IWF bezahlt werden. Beobachter sehen darin die Vorstufe zu Kapitalverkehrskontrollen.

Fischstäbchen-Produktion bei Iglo in Bremerhaven. Der britisch-niederländische Lebensmittelkonzern Unilever verkaufte Iglo 2006 an den Finanzinvestor Permira. Dieser wiederum will Iglo an den US-Investor Nomad Foods weiterverkaufen. (Foto: dpa)

Weicher Euro macht’s möglich: US-Konzern Nomad Foods übernimmt Iglo

Der US-Investor Nomad Foods will Europas größten Tiefkühlkost-Hersteller Iglo für 2,6 Milliarden Euro übernehmen. Die Übernahme gestaltet sich aufgrund des starken Dollars und des schwachen Euros besonders profitabel.

Schlechte Nachrichten für Griechenland: Das Schuldenmachen wird noch einmal teurer. (Foto: dpa)

Kurzfristige griechische Staatsanleihen schießen in die Höhe

Die Renditen für kurzfristige griechische Anleihen stiegen am Montag um 26 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Zuvor senkte der IWF die Wachstumsprognose für das Land deutlich nach unten. Währenddessen warnen Experten vor einem Crash am Bonds-Markt.

Ratlose Alchemisten: Wolfgang Schäuble, Christine Lagarde und George Osborne bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington. (Foto: dpa)

Schulden außer Kontrolle: Die Vorahnung eines perfekten Sturms

Der neue Bericht des IWF über die globale Finanz-Stabilität ist ein Eingeständnis des Scheiterns der Alchimisten des Geldes: Schon die kleinste Krise in der Welt kann zu einem Crash führen, fürchten die Finanz-Eliten. Lösungen haben sie keine. Ab sofort gilt das Prinzip „Rette sich, wer kann“. Die Sparer, Steuerzahler und Bank-Kunden sollten höchste Wachsamkeit walten lassen.

Kunden der Postbank müssen sich auf geschlossene Filialen einstellen. (Foto: dpa)

Postbank kündigt unbefristete Streiks an

Die Postbank wird ab Montag in unbefristete Streiks treten. Der Ausstand beginnt in einigen Bundesländern. Die Gewerkschaften raten den Bankkunden, sich auf geschlossene Filialen einzustellen.

Die EU-Kommission (Juncker) will den Banken entgegenkommen, das EU-Parlament (Schulz) scheint in seinem Widerstand zu erschlaffen. (Foto: dpa)

Eigenhandel: EU macht Rückzieher bei Zocker-Banken

Die EU will in aller Stille den Eigenhandel für Zockerbanken wieder möglich machen. Die strengeren Regeln, die nach der Finanzkrise eingeführt worden waren, sollen wieder aufgeweicht werden. Profitieren werden die französischen Großbanken - auf Kosten der deutschen Institute.

Der Abwärtstrend der chinesischen Aktien-Futures begann gleich nach der Ankündigung der Regulierungsbehörde, wonach Investmentfonds Aktien an Spekulanten leihen dürfen. (Grafik: Zerohedge)

Mini-Crash in China: Futures stürzen um sieben Prozent ab

Die chinesischen Aktien-Futures sind am Freitag um sieben Prozent gefallen. Zuvor hatte die inländische Regulierungsbehörde Fondsmanagern die Option eröffnet, dass Aktien verliehen werden dürfen, um Wetten zu finanzieren.

Der Börsenhandel war am Freitag zeitweise kaum noch möglich, weil Bloomberg weltweit einen Systemabsturz verzeichnete. (Foto: via Twitter/The Green Balbo)

Chaos an den Börsen: Bloomberg-Terminals stürzen weltweit ab

An den Börsen ist am Freitag Hektik ausgebrochen: Sämtliche Bloomberg Terminals waren weltweit abgestürzt. Das Unternehmen konnte keine Erklärung liefern. Deals wurden verschoben, Geschäfte abgesagt. Händler sehen „massive Auswirkungen auf den Primär- und Sekundärmarkt“. Man habe einen derart massiven Ausfall noch nicht erlebt. Bloomberg untersucht nun, wie es zu dem Totalausfall kommen konnte.

Gruß von der Titanic: Die Teilnehmer des G7-Außenministertreffens in Lübeck (von links): Italiens Außenminister Paolo Gentiloni, EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry. (Foto: dpa)

EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“

Die Versuche der Euro-Retter, die Folgen einer Griechenland-Pleite kleinzureden, verfangen nicht mehr: Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Süd- und Nordeuropa wieder auseinander. Das bedeutet: Ein Crash in Griechenland hätte Folgen in ganz Europa. Bei den Euro-Rettern macht sich ein mulmiges Gefühl breit.

Der ehemalige IWF-Direktor und Bankia-Chef, Rodrigo Rato, auf seinem Weg zum Gericht in Madrid. (Foto: dpa)

Ehemaliger IWF-Chef in Spanien wegen Geldwäsche verhaftet

Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, ist in Spanien wegen des Verdachts der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung vorübergehend festgenommen worden. Rato war noch bis vor kurzem einer der engen Vertrauten von Spaniens Premier Mariano Rajoy.

Die Regierungschefs der Arabischen Liga hatten sich Ende März in Scharm El Scheich getroffen. Der saudi-arabische König Salman bin Abdulaziz al-Saud (li.) gemeinsam mit zwei weiteren arabischen Vertretern. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: Öl-Staaten lösen Währungs-Reserven im Rekord-Tempo auf

Zahlreiche Öl-Staaten bauen im Rekord-Tempo ihre Dollar-Bestände ab. Es ist ein neues Phänomen, dass die OPEC-Staaten Liquidität aus dem Markt absaugen und Investitionen zurückfahren. Bleibt der Öl-Preis noch lange niedrig, könnte dies die Position des Dollar als Weltwährung schwächen.

Weil Griechenland die Zeit davonläuft, wird der britische Buchmacher William Hill keine Grexit-Wetten mehr annehmen. (Foto: dpa)

Britische Wettbüros nehmen keine Wetten mehr für Grexit an

Der britische Buchmacher William Hill ist überzeugt, dass der Grexit kurz bevorsteht. Daher habe man alle Wetten auf einen Ausstieg Griechenlands aus dem Programm genommen.

Börse: Dax schließt 1,9 Prozent im Minus

Der Dax ist auffallend schwach und hat wichtige Unterstützungsmarken gebrochen. Anders als bei vorherigen Korrekturen kann der Index bisherige Hochs nicht verteidigen. Jetzt droht eine ausgeprägte Korrektur, die bis in den Bereich von 11.600 Punkten reichen kann.

Die EZB-Geldschwemme sorgt dafür, dass Kunden Zinsen auf Kredite erhalten, anstatt welche zu zahlen. (Foto: dpa)

Banken zahlen Kunden Prämien fürs Schulden-Machen

Wegen der Niedrigzins-Politik der EZB kommt es zu einer grotesken Situation: Die Banken zahlen ihren Kunden Geld für die Aufnahme von Krediten. Vor allem in Südeuropa haben viele Schuldner variable Zinssätze vereinbart. Sie verlangen nun, dass die Banken ihnen entsprechende Angebote unterbreiten. In Deutschland dominieren dagegen feste Zinssätze - weil die Deutschen Risiken vermeiden wollten. Das rächt sich nun.