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Finanzen

(Grafik: ariva.de)

Negativ-Zinsen: Draghi-Politik bestraft gut geführte Unternehmen

Mario Draghis Zinspolitik bestraft künftig auch gut wirtschaftende Unternehmen: Weil der „Eonia-Zinssatz“ in den Negativ-Bereich gefallen ist, müssen Unternehmen Banken, denen sie Cash als Sicherheit zur Verfügung stellen, sogar noch dafür Geld bezahlen

Amerikanische Ökonomen haben einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Krise entwickelt: Die Zentralbanken sollten Geld direkt an die Bürger verschenken. Damit würde die Wirtschaft am effizientesten angekurbelt. (Foto: dpa)

US-Vorschlag: Zentralbanken sollen Geld an die Bürger direkt verschenken

Die angesehene Zeitschrift Foreign Affairs bringt einen radikalen Vorschlag zur Beendigung der globalen Ungleichheit zwischen Arm und Reich; Die Zentralbanken sollten ermächtigt werden, Geld direkt an die Bürger zu verschenken. Mit diesem Ansatz würde das Problem beseitigt, dass heute ein Großteil des billigen Geldes im Banken-System hängenbleibt. Allerdings würde das monetäre Paradies auf Erden eine Hyperinflation auslösen. Die Idee zeigt: Die Finanz-Eliten sind mit ihrem Latein am Ende.

IWF-Direktorin Christine Lagarde nennt die Vorwürfe der fahrlässigen Amtsführung "haltlos". (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)

Frankreich: Staatsanwalt ermittelt offiziell gegen IWF-Chefin Lagarde

Die Staatsanwaltschaft in Frankreich hat nun auch offiziell ein Ermittlungsverfahren gegen IWF-Chefin Christine Lagarde eingeleitet. Sie war während ihrer Amtszeit als französische Ministerin in eine Finanz-Affäre um eine angebliche Begünstigung des Sport-Konzerns Adidas verwickelt.

Bedrohung für das Währungsmonopol: China macht ernst und positioniert den Yuan als mögliche Weltwährung gegen den Dollar. (Foto: dpa)

Start in Frankfurt: Bank of China bläst zum Angriff auf den Dollar

Der chinesische Yuan (Renminbi) soll dem Dollar als Weltwährung Konkurrenz machen. Die Bank of China eröffnete am Dienstag die erste Drehscheibe für die Landeswährung. Weitere in London und Luxemburg werden folgen. Die Amerikaner sehen mit Missfallen, dass ausgerechnet Deutschland den Chinesen Starthilfe leistet.

Ex-BayernLB-Vorstand Michael Kemmer, heute oberster Banken-Lobbyist Deutschlands, lacht am 25.08.2014Ex-BayernLB-Vorstand Michael Kemmer, heute oberster Banken-Lobbyist Deutschlands, lacht am 25.08.2014 in München vor Beginn des Strafprozesses gegen frühere Vorstände der BayernLB im Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft warf den früheren Managern der BayernLB Untreue beim milliardenteuren Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vor. Doch das Gericht stellte das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbusse ein. (Foto: dpa) in München (Bayern) vor Beginn des Strafprozesses gegen frühere Vorstände der BayernLB im Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft warf den früheren Managern der BayernLB Untreue beim milliardenteuren Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) vor. Doch das Gericht stellte das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbusse ein. (Foto: dpa)

Prozess gegen BayernLB-Manager gegen Geldauflage eingestellt

Der Prozess gegen vier Manager der BayernLB wird gegen Zahlung von Geldauflagen zwischen 5.000 Euro und 20.000 Euro eingestellt. Durch den Kauf der maroden Hypo Alpe Adria ist dem bayrischen Steuerzahler ein Milliarden-Schaden entstanden. Das Wirken der für die falsche Entscheidung und die Aufsicht der Banken verantwortlichen bayrischen Landespolitiker wurde nie von einem Gericht untersucht.

Im vergangenen Jahr fand ein Cyber-Angriff auf die Banken Südkoreas statt. Sicherheitsspezialisten fanden heraus, dass Nordkorea hinter dem Angriff steckte. (Foto: dpa)

„Schwarzer Schwan“: Internationale Finanzaufsicht warnt von Cyber-Crash

Die internationalen Finanzmärkte könnten Schauplatz eines massiven Cyber-Angriffs werden. Die globalen Finanz-Ströme sind in Gefahr. Drahtzieher der Angriffe könnten sogar Staaten sein. Der Chef der „Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden“ warnt vor einem Finanz-Crash und fordert die nationalen Aufseher auf, Vorkehrungen zu treffen.

Bankkredite sind für spanische und italienische Unternehmen heute genauso teuer wie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. (Grafik: IWF)

Trotz Draghis Geldschwemme: Unternehmen in Süd-Europa zahlen Rekord-Zinsen

Die Zinssätze für kleine und mittlere Unternehmen in Südeuropa sind massiv angestiegen. Ihre Kredite sind heute teilweise teurer als vor der Einführung des Euro. Von der Niedrigzins-Politik der EZB profitieren in den Krisenländern nur noch die Banken und Regierungen, die sich so billig verschulden können wie niemals zuvor.

Litauen bereitet sich auf die Einführung des Euro vor. Die Münz-Pressen in der Hauptstadt Vilnius laufen auf Hochtouren. (Foto: dpa)

Bargeld gefragt: Bundesbank leiht Litauen 114 Tonnen Euroscheine

Litauen tritt am 1. Januar 2015 der Eurozone bei und gibt damit seine eigene Währung, den Litas, auf. Damit das kleine Baltenland zum Stichtag 01.01.2015 genügend Euro-Scheine für die Bürger bereithalten kann verleiht die Bundesbank Litauen 132 Millionen Euro-Geldscheine. Die Bundesbank schickt Litauen das Bargeld im Umfang von 114 Tonnen.

Franzosen und Italiener - hier die Regierungschefs Manuel Valls und Matteo Renzi - haben sich bei EZB-Chef Mario Draghi durchgesetzt: Neue Schulden in der Euro-Zone sind kein Tabu mehr. (Foto: dpa)

Draghi vollzieht radikalen Kurswechsel: Euro-Zone soll Sparkurs aufgeben

Mario Draghi beugt sich dem Druck Frankreichs und Italiens: In Jackson Hole fordert der EZB-Chef überraschend die Abkehr vom sparsamen Staat. Die Geldschwemme der EZB habe zusammen mit dem bisherigen Sparkurs nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Draghi befürwortet nun staatliche Wachstumsprogramme und neue Schulden.

EU und EZB - hier Mario Draghi und Jeroen Dijsselbloem - wollen neue Brandbeschleuniger in den Markt schicken, um in der Euro-Zone die Inflation hochzutreiben. (Foto: dpa)

Draghi: Ukraine ist Ursache für anhaltende Deflation in Europa

Für Mario Draghi ist die Ukraine-Krise einer der Gründe, warum die Inflation in Europa nicht anspringt. Eine Deflation wäre vor allem für alle Schuldner gefährlich - weshalb der EZB-Chef alle verfügbaren Mittel einsetzen will, um weitere Milliarden in den Markt zu pumpen. Draghi gab keine weiteren Erklärungen, warum nun plötzlich die Ukraine über Nacht für die niedrige Inflation in der Euro-Zone verantwortlich sein soll - das Problem besteht seit fast einem Jahr.