Finanzen

Der Euro hat bei etlichen Staaten erhöhten Kredit-Bedarf ausgelöst. (Foto: dpa)

EU-Staaten brauchen Kredite wie früher die Sowjet-Satelliten

Zentralistische Wirtschafts-Systeme funktionieren nicht: Die Europäische Entwicklungs-Bank (ERBD), einst gegründet für die ehemaligen Sowjet-Staaten, muss nun den kriselnden EU-Staaten helfen: Zypern, Polen und Griechenland stellen sich um Kredite an. Russland dagegen wird seit Juli 2014 von der EBRD nicht mehr unterstützt.

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Deutsche Bank Ind.Deutsche Bank Indikation (Handelszeit: 8-22 Uhr)
David Cameron will Russland aus dem SWIFT-System schmeißen. Wladimir Putin erhält nun allerdings Unterstützung aus Österreich. (Foto: dpa)

EZB: Rauswurf Russlands aus dem SWIFT-System gefährdet Finanz-System

Das österreichische EZB-Mitglied Ewald Nowotny warnt davor, Russland aus dem internationalen Zahlungssystem rauszuschmeißen. SWIFT sei ein neutrale Dienstleistung und kein politisches Instrument. Großbritannien und die USA haben diesen Schritt in der Vergangenheit mehrfach gefordert.

Der litauische Investmentbanker und Wirtschaftsminister der Ukraine, Aivaras Abromavicius, ist für die Beziehungen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung zuständig. (Foto: dpa)

Europäische Bank für Wiederaufbau: Herbe Verluste in der Ukraine

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hat im vergangenen Jahr in der Ukraine Verluste in Höhe von 568 Millionen Euro verbucht. Die Bank vergibt Kredite und hält Beteiligungen an Unternehmen. Sie verfügt über Reserven in Höhe von 7,9 Milliarden Euro.

Börse: Dax mit Schlussrekord über 11.400 Punkten

Der Börsentag am Freitag: Der Dax steigt heute wieder auf ein neues Allzeithoch - und zeigt gegenüber den US-Indizes eindeutig Stärke. Dabei spielt das Monatsende und die Vorfreude auf das Quantitative Easing die entscheidende Rolle. Die US-Konjunkturdaten waren mäßig, der Chicago Einkaufsmanagerindex fällt so stark wie seit der Lehman-Krise nicht mehr.

Die EZB ist offenbar entschlossen, die Euro-Schuldenstaaten zu stützen. Wenn das kunstvolle Gebäude jedoch einstürzt, fällt es den europäischen Sparern und Steuerzahlern auf den Kopf. (Foto: dpa)

Pleite-Gefahr: Griechenland kann IWF-Kredit nicht bedienen

Griechenland muss im März milliardenschweren finanziellen Verpflichtungen an die Geldgeber nachkommen. Finanzminister Varoufakis findet in seinem Haushalt allerdings große Löcher. Es gebe zwar keine Liquiditätsprobleme im öffentlichen Sektor, aber auf jeden Fall Probleme bei der Schuldenrückzahlung an den IWF und an die EZB. Sollte der IWF-Kredit tatsächlich nicht bedient werden, besteht die akute Gefahr einer Staatspleite.

Schattenbanken agieren mit riesigen Mengen Geld. Der Markt wächst, doch die Politik schafft es am Ende nicht, den Schattenspielen ein Ende zu bereiten. (Foto: dpa)

EU macht Rückzieher und verzichtet auf strenge Regeln für Schattenbanken

Seit mehreren Jahren will die EU eine härtere Regulierung der Schattenbanken beschließen. Doch schon in dem ersten Entwurf hat der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments die geplanten Regeln abgeschwächt. Selbst in den USA geht man teilweise härter vor.

Die Niedrigzinsen werden „deutliche Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung der Sparkassen hinterlassen“, so Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret.

Sparkassen drohen wegen Niedrigzins „schwierige Jahre“

Die Bundesbank drängt die Sparkassen, sich frühzeitig für eine lange Durststrecke zu rüsten. Grund dafür sind vor allem die Niedrigzinsen. Eine auf das Sparkonto ausgerichtete Sparkultur stoße in einer Phase niedriger Zinsen früher oder später an ihre Grenzen.

Börse: Dax schließt über 11300 Punkten

Der Börsentag am Donnerstag: Die Wahrscheinlichkeit für eine doch schon im Juni erfolgende Anhebung der Zinsen in den USA ist heute gestiegen: Die Verbraucherpreise stiegen in der Kernrate stärker als erwartet, auch die Real-Einkommen legen deutlich zu. Die Aktienmärkte mit neuen Allzeithochs, die eigentliche Hausse aber findet bei den europäischen Staatsanleihen statt: Hier purzelt vor Beginn des EZB-Ankauf-Programms ein Rekord nach dem anderen.

Oliver Bäte (re.) wird ab Mai Vorstands-Chef der Allianz. Der aktuelle Allianz-Chef Michael Diekmann erwartet ein Geschäftsjahr mit enormen politischen Risiken. (Foto: dpa)

Allianz warnt trotz Gewinnen vor Risiken auf Finanz-Märkten

Europas größter Versicherer Allianz konnte 2014 ein operatives Ergebnis von 10,4 Milliarden erzielen. Doch im aktuellen Jahr drohen politischen Risiken und Herausforderungen auf den Finanzmärkten. Insbesondere die Billiggeld-Politik der EZB stelle hier ein Risiko für die Währungsunion dar.

Im Jahr 2012 war die Stimmung zwischen Wladimir Putin und Jean-Claude Juncker noch freundlicher. Jetzt steht die EU-Kommission kurz vor der Eröffnung eines Verfahrens gegen den russischen Staatskonzern Gazprom. (Foto: dpa)

EU-Kommission bereitet Verfahren gegen Gazprom vor

Die EU-Kommission will ein Kartell-Verfahren gegen den Energie-Konzern Gazprom einleiten. Dieser treibe insbesondere in Osteuropa und auf dem Baltikum aus politischen Gründen die Preise hoch. Gazprom ist der Hauptversorger dieser Regionen und missbrauche seine Position.

Falls die Ukraine nicht zahlt, droht ein Gas-Lieferstopp, hier eine Pipeline in der Nähe von Kiew. (Foto: dpa)

Neuer Streit mit Gazprom: Ukraine kann Gas-Rechnungen nicht bezahlen

Kiew muss Vorauszahlungen an Gazprom tätigen, sonst drohe ein Lieferstopp, so Putin. Die Ukraine steht allerdings nach eigenen Angaben kurz vor der Staatspleite und kann die offenen Gas-Rechnungen nicht zahlen.

Die ukrainische „Privatbank“ verwaltet 26 Prozent der Einlagen der physischen Personen im Land. (Foto: dpa)

Ukrainische Notenbank muss größte Bank mit Kredit stützen

Die ukrainische Notenbank stützt die heimische „Privatbank“ mit einem Liquiditäts-Kredit von umgerechnet 62 Millionen Euro. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre. Als Sicherheiten wurden eine Bürgschaft eines Anteilseigners und Immobilien, die sich im Besitz der „Privatbank“ befinden, festgelegt.

Frankreichs Präsident Hollande und Italiens Premier Renzi haben trotz vieler Bedenken den Weiterbau der Schnellstrecke beschlossen. (Foto: dpa)

Korruption mit Steuergeldern: Italien und Frankreich im Visier von OLAF

EU-Gelder in Höhe von 450 Millionen Euro flossen bereits in die umstrittene Schnellzugstrecke zwischen Lyon und Turin. Weitere Milliarden sollen folgen. Die Untersuchungen zu möglichen Mafia-Verbindungen und aufgrund zu hoher Kosten sind noch nicht abgeschlossen. Hollande und sein italienischer Amtskollege wollen aber dennoch weitermachen.

Börse: Dax schließt unverändert

Der Börsentag am Mittwoch: Wieder neue Rekorde bei Staatsanleihen: Irlands 10-jährige Staatsanleihe rentiert erstmals unter 1 Prozent - bemerkenswert für ein Land, das in Relation zum BIP die zweitgrößte Verschuldung in der Welt aufweist. Ähnliches Bild bei Portugal - der Nummer vier in Sachen Verschuldung.

Diezani Alison-Madueke ist nigerianische Öl-Ministerin und OPEC-Chefin. (Foto: dpa)

Ölpreis-Absturz: OPEC plant Krisen-Sitzung

Die nigerianische OPEC-Chefin Diezani Alison-Madueke plant die Einberufung einer Dringlichkeits-Sitzung. Der fallende Öl-Preis füge den OPEC-Länder große Schäden zu und müsse daher erhöht werden. Zudem sagt die OPEC-Chefin auch, dass Saudi-Arabien einen Kurswechsel der Organisation blockiert.

Börse: Dax mit viertem Schlussrekord in Folge

Die Eurogruppe hat den Vorschlägen Griechenlands zu den Reformen zugestimmt - aber die Vorschläge kamen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von Griechenland, sondern von der EU-Kommission. Die Kommission hat das Papier schon gelobt, bevor überhaupt klar war, dass es bei den Institutionen eingegangen ist. Janet Yellen hält sich alle Optionen offen und beruhigt damit die Märkte, der Dax springt auf ein neues Allzeithoch über 11200 Punkten.

Die Chefin der Israelischen Notenbank, Karnit Flug, mit ihrem Vorgänger Stanley Fischer. (Foto: dpa)

Israelische Zentralbank senkt überraschend den Leitzins

Die israelische Notenbank hat am Montag den Leitzins auf 0,1 Prozent gesenkt. Damit folgten die Währungshüter aus Israel einem weltweiten Trend. Seit Beginn des Jahres haben insgesamt 17 Notenbanken ihre Leitzinsen gesenkt.

Börse: Dax schließt auf Rekordhoch

Faktisch ist das Abkommen vom Freitag ein Diktat der Eurogruppe für Griechenland. Das dürfte den Griechen immer klarer werden, auch wenn die Regierung das Gegenteil behauptet. Nun beginnt das Hick-Hack um die Reformen. Morgen kommt auch die wegweisende Anhörung Janet Yellens vor dem US-Senat. In der Zwischenzeit geht es rauf und runter bei den Aktien und beim Gold, während Öl wieder fällt.

Österreich: Opposition fordert Insolvenz für Hypo-Bad-Bank

Die Opposition in Österreich fordert ein Konkursverfahren gegen die Hypo-Abbaugesellschaft Heta. Andernfalls kämen auf die Steuerzahler mehr als zehn Milliarden Euro an Abbaukosten zu. Doch die Regierung in Wien hatte sich bisher aufgrund der milliardenschweren Haftungen des Bundeslandes Kärnten gegen einen Konkurs entschieden.

Russische und ukrainische Staatsanleihen stürzen ab

Anleger verkauften am Montag verstärkt ukrainische und russische Staatsanleihen. Das traf auch die Währungen der beiden Staaten. Die ukrainische Hyrwnia stürzte im Vergleich zum Dollar auf ein Rekordtief.