Finanzen

Die amerikanische Notenbank entscheidet am 16. September ob die Zinsen unverändert bleiben oder tatsächlich erhöht werden. (Foto: dpa)

Zu viel Risiken, zu viele Fehler: Die Zentralbanken sitzen in der Falle

Die US-Notenbank steht vor einer weitreichenden Entscheidung. Doch die Verwerfungen an den Märkten verunsichern die Zentralbanker. Die Fed steht vor den Folgen einer völlig verfehlten Geldpolitik. Die EZB schickt sich an, dieselben Fehler zu machen. Die Zentralbanken sitzen in der Falle. Sie finden keinen Ausweg.

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Deutsche Bank Ind.Deutsche Bank Indikation (Handelszeit: 8-22 Uhr)
Bundeskanzlerin Angela Merkel war kürzlich zu Gast bei Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff. Ein Gesprächsthema dürfte die Wirtschaftskrise des südamerikanischen Landes gewesen sein. (Foto: dpa)

US-Ökonom sieht Crash-Gefahr an den Devisenmärkten

Der ehemalige IWF-Ökonom und Hedgefonds-Manager Stephen Jen sieht einen drohenden Crash am Devisenmarkt. Die Yuan-Abwertung Chinas werde die Währungen Brasiliens, Südafrikas und Indonesiens um bis zu 50 Prozent fallen lassen. Grund dafür sei die starke Abhängigkeit dieser Länder von China.

Der Brent Crude Rohöl Preis im Fünf-Tage-Überblick. (Grafik: ariva.de)

Spekulationen auf Ölschwemme drücken Ölpreis weiter

Bei den Ölpreisen hat es weitere Verbilligungen gegeben, nachdem bereits am Dienstag ein starker Einbruch verzeichnet wurde. Grund dafür könnten veröffentlichte Daten des US-Brachenverbandes API sein. Demnach sind die Rohölbestände der USA weiter gestiegen und damit auch das Überangebot.

Der Intraday-Kurs des Dax am 2. September 2015. (Grafik: ariva.de)

Dax fällt nach gutem Start zurück ins Minus

Anfängliche Kursgewinne des Dax zu Handelsbeginn wurden von einem Fall ins Minus abgelöst. Zu den größten Verlierern zählte RWE. Die Aktien des Versorgers fielen auf ein 25-Jahr-Tief.

Nach dem Squeeze-out erhofft sich die Deutsche Bank einen möglichst reibungslosen und am besten klagefreien Ablauf der Abspaltung der Postbank bis Ende nächsten Jahres. (Foto: dpa)

Postbank: Letzter Akt eines Missverständnisses

Nach der Komplettübernahme der Postbank durch die Deutsche Bank klagen Aktionäre nun gegen die niedrige Barabfindung für die übernommenen Aktien. Was nach der geplanten Abspaltung von der Deutschen Bank mit der Postbank geschehen soll, steht noch nicht fest.

Die Geldpolitik der EU soll vorerst nicht umgebaut werden. Dafür seien die wirtschaftlichen Indikatoren zu gut. (Foto: dpa)

Mehr billiges Geld: EZB vor Richtungs-Entscheidung

Spekulationen über eine weitere Zinswende oder eine Änderung im Wertpapierkauf bleiben wohl erst einmal erhalten. Die wirtschaftlichen Aussichten der EU seien jedoch trotz der Situation in China zu gut, um eine vorschnelle Lockerung der Geldpolitik der Euro-Zone zu rechtfertigen.

Ob Hamburg und Schleswig-Holstein 13 Milliarden Euro an faulen Kredite der HSH Nordbank tragen müssen, soll bis Oktober mit der EU-Kommission geklärt werden. (Foto: dpa)

HSH Nordbank wird teuer für Hamburg und Schleswig-Holstein

Die HSH Nordbank wird die Altlasten aus der Schifffahrt nicht alleine tragen können. Dafür sollen Hamburg und Schleswig-Holstein nun für den Großteil der Gelder gerade stehen. Dies könnte teuer für die Steuerzahler werden.

EZB-Chef Mario Draghi will mehr Transparenz bei den Banken, der Volkswirt der Bundesbank hält dies für keine gute Idee. (Foto: dpa)

Bundesbank-Volkswirt warnt vor Bank-Runs in Europa

Eine Studie des Volkswirts der Deutschen Bundesbank hält Bank-Runs in Europa für möglich. Um diese zu verhindern, sollten die Ergebnisse von Banken-Stresstests nicht umfassend veröffentlicht werden. Sollte die EZB dem Rat folgen, können sich Bank-Kunden keinen umfassenden Überblick über den Zustand ihrer Bank verschaffen.

Die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen. (Foto: dpa)

Unsicherheit wegen Zins-Wende: US-Börsen weiter im Abwärtstrend

Die US-Börsen sind weiter wegen der Frage der Zins-Wende verunsichert. Es ist nicht klar, ob die US-Notenbank bei ihrem Vorhaben bleibt und die Leitzinsen erhöht. Auch der Ölpreis wirkt sich negativ aus. Mit weiteren Schwankungen ist zu rechnen.

Der Dollar könnte zum Spielgeld für die Zentralbanken werden. (Foto: dpa)

Studie: Abverkauf des Dollars steht bevor

Die internationalen Zentralbanken werden in den kommenden Monaten massiv Dollar-Reserven abstoßen. Vor allem China könnte mit einem Abverkauf von US-Staatsanleihen Mittel für die Konjunktur-Belebung freimachen.

Der Dax fiel am Dienstag deutlich. (Grafik: ariva.de)

IWF senkt globale Prognose: Dax sackt ab

Der IWF senkt die globale Wachstumsprognose. Europas Börsen sacken erneut ab. China ist nicht das einzige Problem an den Börsen.

Börse Peking: Profis können hier immer Profite machen, ob es aufwärts oder abwärts geht. (Foto: dpa)

Ohne Glacé-Handschuhe: China gegen Wall-Street-Spekulanten

China kämpft mit immer härteren Bandagen gegen Spekulationsangriffe von westlichen Hedgefonds. Wetten gegen die Yuan erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit an der Wall Street. Nun schlägt das Imperium zurück - und sorgt für Nervosität unter den Managern der Fonds.

Für das Privileg der Anonymität bei Bargeld-Zahlungen soll künftig eine Gebühr gezahlt werden, schlägt die FT vor. Zudem könnten die Banknoten datiert werden und nach einer gewissen Frist verfallen. (Foto: dpa)

Schleichende Abschaffung: Wer Bargeld will, soll dafür eine Gebühr zahlen

Die renommierte Financial Times macht sich zum Anwalt der Bargeld-Abschaffung. Die Existenz von Bargeld vermindere die Fähigkeit der Zentralbanken, die angeschlagene Wirtschaft zu stimulieren. Die Zeitung fordert: Wer Bargeld weiter verwenden will, soll dafür eine Gebühr zahlen.

Der Euro-Bund Future. (Grafik: ariva.de)

Bunds: Deutsche Staatsanleihen überraschend unter Druck

Die deutschen Staatsanleihen sind am Montag unter Druck geraten. Noch ist nicht klar, ob sich im Bond-Markt der nächste Crash abzeichnet. Es könnte auch sein, dass China die Papiere abstößt, um an Cash zu kommen.

Die Börsen bleiben nervös. Die Pläne der chinesischen Regierung verheißen nichts Gutes. (Foto: dpa)

Das große Zittern: Börsen in Asien wieder auf Talfahrt

Die Regierung in China will keine Stützungskäufe mehr an den Aktienmärkten vornehmen. Stattdessen will Peking Spekulanten verfolgen und bestrafen. Erste Verhaftungen betreffen einen Journalisten und ein Mitglied der Regulierungsbehörde. Dieser wenig originelle Ansatz sorgte für Verluste an den Börsen in Asien.

Der Aufstieg Chinas zur Werkstatt der Welt hat umgekehrt die Industrie in den USA, in Japan und in Europa massiv zurückgeworfen. (Foto: dpa)

Wenn China sich auf einen Währungs-Krieg einlässt, verliert Europa

Ein globaler Währungs-Krieg würde in Europa vor allem Frankreich und Italien treffen. China könnte mit billigen Exporten von die abgemagerte Industrie in diesen Ländern schwer treffen - und damit die Stabilität der Euro-Zone gefährden. Die USA dagegen könnten profitieren.

Fed-Banker Stanley Fischer hofft auf die Inflation, ist sich seiner Sache jedoch nicht ganz sicher. (Foto: dpa)

Zins-Wende ungewiss: Zentralbanker hoffen auf Rückkehr der Inflation

Die US-Notenbank will offenbar weiter testen, ob die Börsen eine Erhöhung der Leitzinsen ohne größere Verwerfungen wegstecken. Mehrere Zentralbanker sehen die Chnace, dass die Inflation zurückkehrt. Ganz sicher sind sie jedoch nicht, was in den kommenden Tagen passiert.

Eine Eni-Ölplattform vor der Küste Libyens, fotografiert im Februar 2014. (Foto: dpa)

Italienischer Energie-Konzern ENI entdeckt riesiges Erdgas-Feld vor Ägypten

Der Italienische Energie-Konzern ENI meldet die Entdeckung eines riesigen Erdgas-Feldes vor der ägyptischen Küste. Es könnte sich als eines der größten bekannten Vorkommen weltweit erweisen. Ägypten könnte damit zum Energie-Exporteur werden.

Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen beraten die gleichen Firmen, dessen Bilanzen sie kontrollieren sollen - Interessenkonflikte sind programmiert. (Foto: dpa)

Aus der Geschichte nichts gelernt: Wirtschaftsprüfer sind unregulierbar

Nur vier Wirtschaftsprüfer weltweit haben die Kapazitäten auch die großen, internationalen Unternehmen zu prüfen. Experten sprechen von einem „faustischen Pakt“: Sollte einer der vier Anbieter vom Markt verschwinden, würde die Qualität drastisch sinken. Wie schon bei den Banken ist die Macht der Wirtschaftsprüfer mittlerweile zu groß, um reguliert zu werden.

US-Präsident Barack Obama verfolgt die chinesische Währungspolitik mit Sorge. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: China stößt im großen Stil US-Staatsanleihen ab

China hat allein in den letzten zwei Wochen US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Milliarden Dollar abgestoßen. Die Regierung in Peking begründet den Schritt damit, dass die Dollar-Devisen gebraucht werden, um den Yuan zu stützen. Doch der Abverkauf sendet auch eine klare Warnung an die USA.