Mittelstand

In der Euro-Zone haben Einzelhändler einen schweren Stand. Der Umsatz geht stetig zurück. (Foto: dpa)

Euro-Zone: Rückgang bei Umsatz im Einzelhandel

Das Europäische Statistikamt meldet, dass der Umsatz des europäischen Einzelhandels im September zurückgegangen ist. Die Einnahmen fielen 1,3 Prozent niedriger aus als im Vormonat.

Ulrich Maly fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Kommunen. (Foto: dpa)

Städtetag: Deutschen Kommunen fehlen 118 Milliarden Euro

Der Investitionsstau in den deutschen Kommunen summiert sich auf 118 Milliarden Euro, beklagte der Deutsche Städtetag. Allein für Investitionen in die städtischen Verkehrswege fehlten jährlich mindestens 2,7 Milliarden Euro. Etwa 60 Prozent aller in Deutschland vom Staat getätigten Investitionen entfallen auf Städte und Gemeinden.

Wenig Bewegung bei deutschen Exporteuren. (Foto: Christian Charisius/dpa)

Sanktionen zeigen Wirkung: Deutscher Export bricht ein

Die deutschen Ausfuhren sinken um 5,8 Prozent zum Vormonat. Das ist der stärkste Einbruch seit Anfang 2009. Experten machen hauptsächlich den Handelskrieg mit Russland dafür verantwortlich.

Die deutsche Industrie schrumpft wegen sinkender Nachfrage im In- und Ausland. (Foto: dpa)

Geringe Nachfrage: Deutsche Industrie schrumpft

Die deutsche Industrie ist im September geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel erstmals seit über einem Jahr unter die Schwelle von 50 Zählern. Verantwortlich sei die schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Der Herbstaufschwung konnte den Arbeitsmarkt im September kaum stärken. (Foto: dpa)

Deutscher Arbeitsmarkt: Mehr Arbeitslose als erwartet

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im September schlechter entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Monatsvergleich zwar um 94.000 auf 2,808 Millionen zurück. Saisonbereinigt legte die Arbeitslosenzahl aber unerwartet stark um 12.000 Personen zu.

Baubranche und Konsum laufen zwar gut, aber ohne Export-Zuwachs gibt es in Deutschland dennoch kein Wirtschafts-Wachstum. (Foto: dpa)

Ifo: Kein Wachstum wegen Rückgang der deutschen Exporte

Das Ifo-Institut erwartet wegen der unsicheren Lage für die Exporteure kaum Wirtschaftswachstum. Dagegen helfe weder das gute Inlandsgeschäft noch die ausgezeichnet laufende Baubranche. Für das dritte Quartal werde die Wachstumsquote erneut um die Null liegen.

Patentanmeldungen, zum Beispiel bei Möbeln aus Sachalin-Knöterich, könnten bald steuerlich belohnt werden. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Schweiz will Firmen mit Steuersenkungen für Patente anlocken

Die Schweiz will Steuervergünstigungen für erfindungsreiche Firmen schaffen. Durch den Steuer-Rabatt für Patente soll der Standort auch nach der Schließung von Steuerschlupflöchern für Unternehmen attraktiv bleiben. Auch in Deutschland sollen Patente bald mit steuerlichen Anreizen gefördert werden.

Die deutsche Logistik-Branche blickt skeptisch in die Zukunft. (Foto: dpa)

Logistikbranche: Stimmungsbarometer sinkt

Die deutsche Logistikbranche sieht wegen der schwachen Konjunkturentwicklung skeptisch in die Zukunft. Das Stimmungsbarometer fällt um 13 Punkte auf den Stand von vor einem Jahr. Die Unsicherheit steigt wegen der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten.

Startups brauchen laut Bundesregierung mehr Finanzierungsmöglichkeiten. (Foto: dpa)

Gabriel: Versicherungen sollen Geld bei jungen Unternehmen anlegen

Die Bundesregierung will Fonds und Versicherungen dazu bringen, ihr Geld bei jungen Unternehmen anzulegen. Dazu will Wirtschaftsminister Gabriel neue Gesetze schaffen. So sollen auch Börsengänge für den Mittelstand erleichtert werden.

Fortschritt wird verweigert: Mittelstand ignoriert Digitalisierung

Der Mittelstand verweigert sich der Digitalisierung. Die Unternehmer erkennen zwar die Bedeutung, aber investieren nicht in digitales Know-How. Ausgerechnet die Landwirte sind bei der technischen Aufrüstung führend.

Anteil von Migranten an Existenzgründern. (Grafik: KfW)

Migranten gründen überdurchschnittlich oft ein Unternehmen

Zwanzig Prozent aller Gründer in Deutschland sind Migranten. Sie stammen aus der Türkei, Polen und Russland. Ein Drittel der Gründer aus dem Ausland schafft von Anfang an Arbeitsplätze. Migranten aus der EU neigen dagegen eher dazu, in lohnabhängigen Berufen zu arbeiten.

Besonders in der Stahlindustrie sind die Aufträge im vergangenen Jahr ständig eingebrochen. (Foto: Julian Stratenschulte dpa/lni)

Anzahl der Industrie-Mitarbeiter steigt auf Zehn-Jahres-Hoch

Trotz der schwachen Auftragslage der Industrie im vergangenen Jahr steigt die Zahl der Mitarbeiter in den Betrieben. Das Bundesamt für Statistik zählt den höchsten Stand des Industrie-Personals seit Beginn der Aufzeichnungen vor über zehn Jahren.

Gute Nachrichten verbreiten sich schnell.Wenn nicht, dann schlägt, jemand Kapital daraus. ( Foto: Boris Roessler/dpa)

Konzern-Bosse machen mit Jubel-Meldungen Kasse an der Börse

Die gezielte Platzierung von Unternehmens-Meldungen ist für die meisten Konzern-Bosse eine lukrative Einnahmequelle. Durch den Verkauf von Unternehmens-Aktien profitieren die Manager von kurzfristigen Kurssprüngen und streichen dabei Gewinne ein. Dabei muss der Zeitpunkt der Mitteilung nicht einmal mit dem Ereignis übereinstimmen. Wenn die versprochenen Zahlen ausbleiben, ficht das den Manager meist nicht mehr an.

Lokführer streiken am Samstag

Die Lokführergewerkschaft GDL rief für Samstagmorgen ab 06.00 Uhr zu einem dreistündigen Warnstreik auf. Die Arbeitsniederlegung gilt bundesweit. Die Gewerkschaft will Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzungen nicht nur für die Lokführer, sondern auch für Begleitpersonal durchsetzen.

Der damalige Machthaber Muammar al-Gaddafi beauftragte seinen Sohn Saif al-Islam im Jahr 2006 damit, Dutzende Milliarden Dollar der Zentralbank über den libyschen Staatsfonds „Libyan Investment Authority“ (LIA) anzulegen. Daraus entwickelte sich eine Kooperation zwischen Goldman Sachs und Gaddafi. (Foto: dpa)

Dollar-Wetten: Libyen verklagt Goldman Sachs

Libyen zieht gegen Goldman Sachs vor Gericht. Das Land wirft der US-Investmentbank vor, mit hochspekulativen Wetten Milliardenschäden beim Staatsfonds LIA verursacht zu haben. Trotz der hohen Verluste genehmigten sich die Goldman-Banker noch einen Bonus von 350 Millionen Dollar.

Es gibt keinen politischen Willen in der Ukraine, die Korruption zu bekämpfen, sagt die zurückgetretene Korruptionsbeauftragte. Finanziell unterstützt wird das Land von Steuergeldern aus Brüssel. Angela Merkel versprach eine Kreditgarantie von 500 Millionen Euro für den „Wiederaufbau Ost“. (Foto: dpa)

Korruption in der Ukraine: Jazenjuk deckt die mächtigen Oligarchen

Da ihre Arbeit in der Regierung „nutzlos“ gewesen sei, schmeißt die Korruptionsbeauftragte Tetjana Schronowil ihren Job hin. Premier Jazenjuk will aus Sorge vor schlechter Presse nicht gegen die Oligarchen im Land vorgehen, so ihr Vorwurf. Dadurch gehen der Ukraine jährlich 30 Milliarden US-Dollar durch Unterschlagung und Steuerhinterziehung verloren. Gleichzeitig werden EU-Steuergelder für den Schuldendienst verwendet.

Er wollte Europa zu einem Super-Staat machen, doch erst die EZB scheint mit diesem Vorhaben erfolgreich zu sein: Napoleon Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard. Gemälde von Jacques-Louis David, 1800. (Foto: Public Domain)

Napoleons Traum wird wahr: Die EZB erzwingt den Einheits-Staat in Europa

Im Schatten der geopolitischen Wirrnisse wandelt Mario Draghi die EZB zu einer über allen stehenden Großbank und zugleich zu einer Planungskommission um. Innerhalb der EU wird die EZB unwiderruflich zum Staat um Staate. Die Regierungen schauen tatenlos zu, weil sie hoffen, dass die EZB sie damit von den europäischen Staatsschulden befreit. Der Preis ist ein nicht demokratisch legitimierter oder kontrollierter Einheitsstaat. Napoleon Bonaparte würde vor Neid erblassen.

Euler Hermes erwartet mehr Insolvenzen wegen Russland-Sanktionen

Der Kreditversicherer Euler Hermes geht davon aus, dass sich der Handelskrieg gegen Russland negativ auf die deutschen Unternehmen auswirken wird. Der deutsche Mittelstand dürfte dieser Prognose an Wettbewerbskraft verlieren - was den US-Konkurrenten in Automobil-Industrie und Maschinenbau vermutlich ganz recht sein dürfte.

Malaysia Airlines will Tausende Stellen streichen

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines will Tausende Jobs streichen. Zudem soll das Unternehmen von der Börse genommen werden. Malaysia Airlines erlitt in den vergangenen Monaten aufgrund zweier Flugkatastrophen erhebliche finanzielle Schäden.

Nobelpreisträger: Mit dem Euro kann es keinen Aufschwung geben

Angela Merkels Sparpolitik für Europa bekommt von den zur Zeit in Lindau versammelten Wirtschafts-Nobelpreisträgern desaströse Noten. Doch nicht nur Deutschland ist für die Wissenschaftler ein Problem: Sie zweifeln an der Sinnhaftigkeit des Euro und fachen damit eine neue Diskussion über die Währungsunion an.