Mittelstand

Wenn die Gläubiger von Prokon der Übernahme durch EnBW nicht zustimmen, könnten die Windräder von Prokon bald stillstehen. Das Unternehmen ist insolvent. (Foto: dpa)

EnBW will Windpark-Betreiber Prokon übernehmen

Der Energie-Konzern EnBW will den insolventen Windpark-Betreiber Prokon übernehmen. Doch die Gläubiger von Prokon wollen erst im Juli entscheiden, ob sie der Übernahme ihre Zustimmung geben oder nicht.

Deutschlands Maschinenbauer exportieren deutlich weniger in die Ukraine als vor der Krise. (Foto: dpa)

Deutsche Exporte in die Ukraine brechen um 33 Prozent ein

Die Sanktionen haben nicht nur den deutschen Exporten nach Russland geschadet, auch jene in die Ukraine sind deutlich eingebrochen. Der Konflikt im Osten des Landes hat die Ausfuhren auf den niedrigsten Stand seit 2009 gedrückt. Das trifft vor allem die deutschen Maschinen- und Autobauer.

Russland verfügt über große Anbauflächen und benötigt landwirtschaftliche Maschinen. Die will der deutsche Landmaschinen-Hersteller Claas vor Ort herstellen. (Foto: dpa) (Foto: dpa)

Landmaschinen-Hersteller Claas will Werk in Russland eröffnen

Trotz der Russland-Sanktionen will der deutsche Landmaschinenhersteller Claas eine Produktionsstätte in der russischen Region Krasnodar gründen. Claas-Sprecher Lothar Kriszun sagt, dass Russland über fruchtbare Böden und riesige Anbauflächen verfüge. Der Bedarf an Maschinen sei dementsprechend groß.

Russlands Präsident Wladimir Putin mit Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann bei der Unterzeichnung des Ölpipeline-Projekts South Stream in 2010. Das Projekt ist inzwischen gescheitert. Die Sanktionen infolge des Ukraine-Konflikts schädigen die Wirtschaftsbeziehungen nachhaltig. (Foto: dpa)

Russland-Sanktionen: Österreich rechnet mit Export-Minus von 25 Prozent

Die Exporte nach Russland werden infolge der Sanktionen um 25 Prozent einbrechen. Bis zu 45.000 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Ein Studie aus Österreich räumt mit der Illusion auf, die Sanktionen träfen Russlands Präsident Wladimir Putin oder die mächtigen Staatskonzerne. Betroffen ist der Mittelstand in Russland und der EU: Russische Klein- und Mittelbetriebe bekommen keine Kredite mehr. Europäische Industrieunternehmen können nicht mehr nach Russland liefern.

Die Wirtschaftswissenschaftler Roland Döhrn, Oliver Holtemöller, Ferdinand Fichtner und Nikolay Hristov (v. li.) stellen das Frühjahrsgutachten am Donnerstag vor. Die vier führenden Wirtschaftsinstitute rechnen mit einem deutlich höheren Wachstum als noch vor einem halben Jahr. (Foto: dpa)

Wirtschafts-Forscher heben Prognose für Deutschland überraschend stark an

Die Niedrigzins-Politik der EZB treibt den Konsum an und senkt gleichzeitig die Sparquote. Die Wirtschaftsforscher heben daher die Konjunktur-Prognose überraschend von 1,2 auf 2,1 Prozent an. Gleichzeitig warnen sie allerdings vor einer Blasenbildung.

Maschinenbauer Andritz kritisiert die Standortbedingungen in Österreich. (Foto: Andritz)

Erfolgreiche Mittelständler kritisieren den Standort Österreich

Die Arbeitskosten, die Vorschriften zur Regelung der Arbeitszeit und den wachsenden Wettbewerb kritisierten Mittelständler an Österreich. Zudem werden Investitionen nur im Ausland getätigt. Den Erfolg sichern allerdings erfahrende Arbeitskräfte und kluge Innovationen den Landwirten und Maschinenbauern.

Im Februar sank die Produktion überraschend, die Zahlen von Januar mussten nach unten korrigiert werden. (Foto: dpa)

Deutsche Industrie-Produktion fällt überraschend im Februar

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent zurückgegangen. Das entspricht dem größten Einbruch seit August 2014. Vor allem im Baugewerbe kam es zu massiven Rückgängen. Außerdem mussten die Ergebnisse vom Januar nach unten korrigiert werden.

Der Euro hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Dollar massiv an Wert verloren. (Grafik: Ariva)

Deutsche Industrie gegen Draghi: Schwacher Euro ist eine Illusion

Die Geldflut der EZB kann nur kurzfristig einen positiven Effekt auf die Wirtschaft im Euro-Raum haben, warnt die Deutsche Industrie- und Handelskammer. Der Euro schwächt die Betriebe, die auf den Import von Vorleistungen angewiesen sind. Viele Unternehmen sehen in dem Wechselkurs mittlerweile sogar ein Risiko.

Arseni Jazenjuk inspiziert eine Baustelle an der ukrainisch-russischen Grenze. Kiew will eine Mauer zu Russland bauen. (Foto: dpa)

Mit EU-Steuergeldern: Ukraine beginnt mit Mauer-Bau an Grenze zu Russland

Die Ukraine wird Anfang April mit dem Mauer-Bau an der Grenze zu Russland beginnen. Die Bauarbeiten sollen sich insbesondere auf Charkiw und Lugansk erstrecken. Lugansk befindet sich im Rebellen-Gebiet. Die Bau-Arbeiten könnten zu einer neuen Eskalation in der Ost-Ukraine führen. Die Gelder für den Mauerbau kommen von den europäischen Steuerzahlern.

In Belgien protestierten die Gewerkschaften auch am Montag gegen die Sparpläne der Regierung, die diese im Auftrag der EU-Kommission durchsetzen muss. (Foto: dpa)

Belgien: Regierung beugt sich EU-Vorgaben, Tausende demonstrieren

Die belgische Regierung folgt den Spar-Vorgaben der EU-Kommission. Premier Michel meldete den Vollzug mit den Worten: "Der Auftrag wurde ausgeführt". Auf den Straßen protestierten erneut tausende Menschen gegen die neuen Sparpläne.

Aufstockung um jeden Preis: Die Geldpolitik von EZB-Chef Mario Draghi geht der Bankenaufsicht zu weit. (Foto: dpa)

Aufstand gegen Draghi: Wilder Streit in der EZB wegen Griechenland-Krediten

Wegen der Kredite an griechische Banken ist ein heftiger Streit zwischen der EZB-Bankenaufsicht und der Geldpolitischen Abteilung ausgebrochen. Mario Draghi will die griechischen Banken mit Not-Krediten über Wasser halten. Die EZB-Bankenaufsicht sieht die Gefahr einer unerlaubten Staats-Finanzierung. Es geht also um einen Grundsatz-Konflikt, der sich aus der unkontrollierten Machtfülle der EZB ergibt.

Regisseur Helmut Dietl ist tot

Der Regisseur Helmut Dietl ist im Alter von siebzig Jahren gestorben. Er lieferte mit dem Film "Schtonk!" eine brillante Parodie über die Leichtgläubigkeit der Medien, die schon vor Jahrzehnten ein Problem gewesen zu sein scheint.

Luxus-Waren werden vor allem von bekannten Persönlichkeiten auf diversen Events getragen. Naomi Campbell gehört zu den Koperations-Partnern von Yoox. (Foto: dpa)

Online-Mode: Yoox und Net-a-Porter verhandeln über Merger

Die Mode-Onlinehändler Yoox und Net-a-Porter planen eine Fusion. Während der Wert von Net-a-Porter auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt wird, wird Yoox mit 1,32 Milliarden Euro bewertet.

Intel-Chef Brian Krzanich (hier bei der CES-Konferenz 2015 in Las Vegas) wollte zunächst keine Stellungsnahme zu den Berichten über die womöglich größte Übernahme des IT-Konzerns abgeben. (Foto. dpa)

Milliarden-Übernahme: Intel will Rivalen Altera kaufen

Der US-Chipkonzern Intel führe Gespräche über den Kauf des kleineren Konkurrenten Altera. Das Geschäft könnte laut Insidern mehr als zehn Milliarden Dollar kosten und wäre Intels bislang größte Übernahme. Die Berichte ließen Altera-Aktien um über 28 Prozent steigen.

Ein Wrackteil der MH17 auf der niederländischen Luftwaffenbasis Gilze-Rijen. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen für das Unglück, um in der Untersuchungen voranzukommen. (Foto: dpa)

Niederlande: Staatsanwaltschaft sucht Zeugen für MH17 Abschuss

Die internationalen Ermittler haben einen Aufruf gestartet, um Zeugen für den bis heute nicht aufgeklärten Absturz der malaysischen MH17 über der Ukraine zu gewinnen. Offenbar sind die Ermittler bei ihren Untersuchungen nicht besonders vorangekommen.

Der Öl-Preis ist nach der vorläufigen Einigung zwischen dem Iran und den USA weiter zurückgegangen. (Grafik: ariva.de)

Öl-Preis sinkt nach Annäherung mit Iran

Die Annäherung beim Atom-Deal zwischen den USA und dem Iran hat die Öl-Preise weiter fallen lassen. Die richtungsweisende Öl-Sorte Brent verbiligte sich am Montag auf 55,30 Dollar pro Barrel. Die US-Sorte WTI ging auf 47,65 Dollar pro Barrel zurück. Damit erhöht sich der Druck auf Russland.

Graphene-Entdecker Sir Novoselov führt dem Uni-Vize Osbourne die neue LED-Birne vor. (Screenshot)

Brite entwickelt Alternative zu den hässlichen EU-Energiespar-Lampen

Ein Brite hat eine Alternative zu den hässlichen Energiesparlampen entwickelt, die dem Handel von der EU verordnet wurden. Er arbeitet mit LED-Modulen, erzeugt ein warmes Licht und kommt, anders als die EU-Birnen, ohne Quecksilber aus. Die Birnen sollen bereits in einigen Monaten auf dem Markt erhältlich sein.

Als „Große Parade" wurde die Demonstration bezeichnet. Anfang März gab es bereits eine ähnliche Aktion. (Screenshot)

Belgien: Zehntausende demonstrieren gegen Regierung

Am Sonntag gingen etwa 20.000 Belgier auf die Straße. Sie forderten die Regierung zu einem Ende des Sparkurses auf. Zu viel werde vor allem im sozialen Bereich gekürzt, so die Demonstranten. Für Montag sind weitere Aktionen geplant.

Präsident Barack Obama tröstet Merkel unmittelbar nach ihrem Tränen-Ausbruch in Cannes. Dieses offizielle Foto hing danach wochenlang öffentlich im Weißen Haus, als Trophäe. (Foto: White House)

Soros: Merkel ist die beste Verbündete der USA gegen Russland

US-Investor George Soros lobt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihr Engagement im Ukraine-Konflikt. „Ohne Merkel gäbe es keine Russland-Sanktionen“, stellt er fest. Lobenswert sei auch, dass sie globale Erwägungen hinter deutsche Interessen zurückstelle.

Bei den G20-Treffen werden in der Regel die großen politischen Linien abgestimmt. Der Vorstoß Australiens mit der Einführung einer Steuer auf Sparbücher dürfte daher in den anderen Staaten mit Interesse verfolgt werden. Im Bild Angela Merkel und Australiens Premier Tony Abbott. (Foto: dpa)

Australien führt als erstes Land Zwangsabgabe auf Sparguthaben ein

Australien hat eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben eingeführt. Die neue Zwangssteuer ist bereits im Haushalt für 2015 vorgesehen. Damit muss jeder Sparer Steuern auf seine Ersparnisse entrichten. Die Maßnahme dürfte als globaler Testballon dienen. Wenn es nicht zu massivem Widerstand der Sparer kommt, könnten andere Staaten – auch in Europa – bald folgen.