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Mittelstand

Er wollte Europa zu einem Super-Staat machen, doch erst die EZB scheint mit diesem Vorhaben erfolgreich zu sein: Napoleon Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard. Gemälde von Jacques-Louis David, 1800. (Foto: Public Domain)

Napoleons Traum wird wahr: Die EZB erzwingt den Einheits-Staat in Europa

Im Schatten der geopolitischen Wirrnisse wandelt Mario Draghi die EZB zu einer über allen stehenden Großbank und zugleich zu einer Planungskommission um. Innerhalb der EU wird die EZB unwiderruflich zum Staat um Staate. Die Regierungen schauen tatenlos zu, weil sie hoffen, dass die EZB sie damit von den europäischen Staatsschulden befreit. Der Preis ist ein nicht demokratisch legitimierter oder kontrollierter Einheitsstaat. Napoleon Bonaparte würde vor Neid erblassen.

Euler Hermes erwartet mehr Insolvenzen wegen Russland-Sanktionen

Der Kreditversicherer Euler Hermes geht davon aus, dass sich der Handelskrieg gegen Russland negativ auf die deutschen Unternehmen auswirken wird. Der deutsche Mittelstand dürfte dieser Prognose an Wettbewerbskraft verlieren - was den US-Konkurrenten in Automobil-Industrie und Maschinenbau vermutlich ganz recht sein dürfte.

Zahlreiche Piloten der Fluggesellschaft Malaysia Airlines könnten ihren Job verlieren. (Foto: dpa)

Malaysia Airlines will Tausende Stellen streichen

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines will Tausende Jobs streichen. Zudem soll das Unternehmen von der Börse genommen werden. Malaysia Airlines erlitt in den vergangenen Monaten aufgrund zweier Flugkatastrophen erhebliche finanzielle Schäden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am  Mittwoch in Lindau zur Eröffnung der 5. Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften. Doch auf die Ratschläge der anwesenden Wirtschafts-Nobelpreisträger wollte sie nicht hören. (Foto: dpa)

Nobelpreisträger: Mit dem Euro kann es keinen Aufschwung geben

Angela Merkels Sparpolitik für Europa bekommt von den zur Zeit in Lindau versammelten Wirtschafts-Nobelpreisträgern desaströse Noten. Doch nicht nur Deutschland ist für die Wissenschaftler ein Problem: Sie zweifeln an der Sinnhaftigkeit des Euro und fachen damit eine neue Diskussion über die Währungsunion an.

Die Rentner-Gesellschaften im Westen können nur versorgt werden, wenn die Zentralbanken weiter Geld drucken. (Foto: dpa)

Überalterung: Ohne Geld-Drucken sind die Renten nicht sicher

Die Alterung einer Gesellschaft schafft vielfältige Probleme. Das zeigt besonders Japan. Nach Einschätzung von Ökonomen des IWFs verursacht die Alterung auch Wirtschaftskrisen durch Deflation. Die IWF-Experten empfehlen den Zentralbanken, massiv neues Geld zu drucken, um die Deflationsgefahr zu bannen. Dasselbe Problem könnte sich schon bald in Deutschland stellen.

Die EU will Moldawien mit einem Millionen-Kredit von Russland loseisen. (Foto: dpa)

Steuergelder: EU bewilligt Moldawien 100 Millionen-Kredit

Die EU hat am Dienstag 101 Millionen Euro an Krediten für Moldawien bewilligt. Die Gelder sollen in die Reform der öffentlichen Finanzen und die Landwirtschaft fließen. Doch die Autonome Region Gagausien des Landes ist gegen den EU-Kurs. Sie droht mit der Abspaltung.

Die Wirtschaftsleistung in Italien und Deutschland schrumpft und bringt das Wachstum in der Euro-Zone zum Stillstand. (Foto: dpa)

Kein Wirtschaftswachstum mehr in der Euro-Zone

Das Wirtschaftswachstum der Eurozone ist in diesem Quartal zum Stillstand gekommen. In Deutschland und Italien ist das BIP geschrumpft, in Frankreich stagniert es. Die Wirtschaft in den Krisenländer Spanien und Portugal hingegen wächst wieder.

Rechenspiele: Das Wirtschaftswachstum der USA ist – nach europäischen Standards berechnet – nur ein Viertel so hoch, wie von den Vereinigten Staaten angegeben. (Foto: dpa)

Amerikas Wirtschaft wächst um 4 Prozent – dank eines Statistik-Tricks

Die Amerikaner präsentieren sich der Welt als Wachstums-Land. Doch mit den neuen, guten Zahlen, sollen vor allem die Kreditgeber beeindruckt werden. Denn die Berechnung der USA beruht auf Prognosen. In der Regel werden die realen Zahlen erst viel später eingepflegt - wenn niemand mehr davon redet, dass der US-Aufschwung mehr Schein als Sein gewesen ist.

Es ist nicht das erste Mal, dass Viktor Orban die Banken zahlen lässt. Im Jahr 2011 mussten die ungarischen Institute Fremdwährungskredite umtauschen und die Kosten dafür übernehmen. (Foto: dpa)

Ungarn: Banken müssen Kunden wegen Krediten entschädigen

Ungarische Banken haben vor der Finanzkrise massenhaft Fremdwährungs-Kredite an ihre Kunden verkauft. Da der Forint seitdem massiv an Wert verloren hat, können zahlreiche Ungarn ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Regierung zwingt die Banken nun, die Zinsen und Gebühren für Kredite rückwirkend zu senken und den Kunden das Geld zurückzuerstatten.

Die Steuerzahler müssen die Rettung der Depfa stemmen. (Bild: Timo Würz)

Weiter wie bisher: Der Steuerzahler bleibt der unaufgeklärte Banken-Retter

Der hohe Schaden für den Steuerzahler aus der indirekten Verstaatlichung der irischen Depfa entstand vor allem durch den politischen Widerstand gegen Abwicklung und Gläubigerbeteiligung in Deutschland. Durch das starre Festhalten an der einmal beschlossenen Bankenrettungsstrategie wurden bei einer Privatbank die Rettungskosten für den Steuerzahler maximiert.