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Ressourcen

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2010 in der Leitwarte des E.ON-Atomkraftwerks Lingen. Nach dem abrupten Ausstieg aus der Atomenergie fordert der Konzern nun, dass die Steuerzahler Garantien für Gas-Lieferungen übernehmen. Mit dem Russland-Boykott hat sich Deutschland energiepolitisch in eine schwierige Lage manövriert. (Foto: dpa)

Steuerzahler im Risiko: E.ON will Staatsgarantien für Gas-Importe

Den Steuerzahler könnten die Russland-Sanktionen der EU nun auch im Energiebereich teuer zu stehen können. Um die Abhängigkeit von Russland zu verringern, fordert der Storm-Konzern E.ON staatliche Garantien in Milliardenhöhe. Nur dann will E.ON Gas aus anderen Ländern wie Kanada, Mosambik, Israel, Peru und Kolumbien beziehen.

Norwegens Ölkonzern Statoil, hier eine seiner Bohrinseln in der Nordsee, will künftig mit dem russischen Rosneft-Konzern gemeinsam nach Öl bohren. (Foto: dpa)

Sanktionen wirkungslos: Norwegische Statoil und Rosneft bohren in der Arktis

Norwegen treibt ungeachtet der Sanktionen die Zusammenarbeit mit Russland voran: Der russische Ölkonzern Rosneft bohrt gemeinsam mit Exxon Mobil und Statoil nach Öl in der Barentsee. Auch die Italiener arbeiten weiter eng mit Rosneft zusammen.

Etwa 15,3 Prozent der weltweiten Schiefergas-Vorkommen befinden sich in China. (Graphik: US-Ministerium für Energie)

Gefahr für den Petro-Dollar: China will ins Fracking einsteigen

China hat die wohl größten Schiefergas-Vorkommen der Welt. Die Ressourcen sollen nun mir Fracking gefördert werden. Das Gas sollen die Abnehmer in ihren eigenen Landeswährungen bezahlen. Der Petro-Dollar soll vom Energiemarkt vertrieben werden. Doch den Chinesen fehlen für die Schiefergas-Förderung sowohl das Know-how als auch die technischen Möglichkeiten.

Im britischen Atomkraftwerk Heysham entdeckten Inspektoren eine defekte Kesselanlage. (Foto: dpa)

„Unerwartetes Ergebnis“ : EdF muss Atomkraftwerke in Großbritannien abschalten

In einem Reaktor in Großbritannien wurde bei Routine-Inspektionen ein defekter Kessel entdeckt. Der Betreiber, die staatliche französische EDF Energy, schaltet vorsorglich vier baugleiche Atomkraftwerke ab. Sie erzeugen rund zehn Prozent des gesamten britischen Stroms.

Der russische Premierminister Dmitri Medwedew betrachtet einen Diamanten des Konzerns ALROSA. Russland ist weltweit der größte Produzent von Rohdiamanten. (Foto: dpa)

Keine Sanktionen: Indien will Diamanten-Handel mit Russland ausbauen

Die indische Regierung möchte die anstehenden Russland-Sanktionen zu ihrem Vorteil nutzen. Sie kann den Diamanten-Handel mit Russland signifikant ausbauen. In Mumbai soll ein gesonderter Handelsplatz gegründet werden. Denn aktuell importiert Indien russische Rohdiamanten über Belgien und Dubai.

Wenn Merkels Verbündete Wladimir Klischko und Arseni „Jaz“ Jazenjuk im Winter wieder zu Besuch kommen, könnte es sein, dass sie das Kanzleramt in unbeheiztem Zustand vorfinden. (Foto: dpa)

Ukraine will russische Gas-Versorgung nach Europa kappen

Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk hat Russland gedroht, ein vollständiges Transit-Verbot für russische Güter durch die Ukraine zu verhängen. Dies betreffe ausdrücklich auch die russischen Gaslieferungen in die EU. Ob dieser Vorstoß, der Deutschland im Winter ins Chaos stürzen könnte, mit Brüssel und Berlin abgesprochen ist, ist nicht bekannt.

Obamas Rechnung ging am Freitag auf: Nach einer Schrecksekunde haben auch die Algos verstanden, dass Bomben auf den Irak den Ölpreis eher drücken werden. Grafik: ariva.de

US-Luftschläge gegen Irak: Obama will Ölpreis niedrig halten

Der Ölpreis ist am Freitag wieder gesunken: Damit dürfte sich die Vermutung von Analysten bestätigen, Obama könnte mit seiner Ankündigung von Luftschlägen zu einer Stabilisierung im Irak beitragen, um die Ölförderung nicht zu gefährden. Obama will keinen Zwei-Fronten-Krieg und braucht niedrige Ölpreise für eine mögliche Auseinandersetzung mit Russland.

Angela Merkel wirft Nebelkerzen, Fracking-Fan Günther Oettinger freut es: Vor wenigen Wochen hieß es, Deutschland könne das Freihandelsabkommen CETA wegen des Investmentschutzes komplett ablehnen. Doch mittlerweile ist bekannt, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen EU-Kommission und Bundesregierung bereits vor Monaten einvernehmlich beseitigt wurden. (Foto: dpa)

Geheim verhandelt: Fracking nimmt Kurs auf Europa

Die Vorbereitungen zur Einführung von Fracking in Europa sind bereits weit gediehen. Die EU will einen Super-Kommissar nach dem Vorbild Sigmar Gabriels: Er soll für Umweltschutz, Energie und Klima zuständig sein und kann versuchen, per Richtlinie auf EU-Ebene den Nationalstaaten Fracking zu erlauben. Mit dem Freihandelsabkommen CETA wurde gerade der rechtliche Rahmen geschaffen, um den US-Konzernen den Weg nach Europa zu ebnen.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger verhandelt seit Beginn des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine – allerdings mit mäßigem Erfolg, hier bei einem Kiew-Besuch im Juni. (Foto: dpa)

Oettinger bietet Ukraine EU-Steuergelder für Gazprom-Rechnungen an

EU-Energiekommissar Günther Oettinger will die Ukraine mit Gas aus dem Westen beliefern. Zudem soll Gazprom weiter Erdgas liefern, deren Preise erst später durch ein Schiedsgericht bestimmt werden. Die EU stehe in Kontakt mit Kiew, Weltbank und IWF und prüfe weitere Hilfen an die Ukraine.

Die Amerikaner haben eine umfangreichen Produkt-Palette von harten Getränken. Wenn die Russen nun damit beginnen, Verunreinigungen zu entdecken, könnte das der russischen Branche Auftrieb geben. In den USA haben die Amerikaner wegen der Kuba-Sanktionen die besten Zigarren aus ihrem Markt verbannt. (Foto: myamericandream)

Russland stoppt Import von US-Whiskey wegen Verunreinigung

Die russischen Behörden setzen ihren Konter gegen westliche Importe fort: Nach McDonald's will die Konsumentenschutz-Behörde nun die Einfuhr eines Edel-Whiskeys aus den USA stoppen. Gleichzeitig beginnen ausgedehnte Militär-Manöver. Die Nato will auf die Manöver, das bereits 2013 angekündigt worden war, mit einer neuen Verteidigungsstrategie antworten.