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Bankenunion

EU-Kommissar Barnier: Erst zahlen die Sparer, dann der Staat oder der ESM (Foto: EU-Commission).

EU: Zugriff auf deutsche Sparer ist nach geltendem Recht möglich

EU-Kommissar Barnier will zügig eine erste Bankenunion schaffen. Dann kann schnell auf das Geld der Sparer zurückgegriffen werden, um Banken zu retten. Eine Änderung der EU-Verträge brauche es dazu erst einmal nicht. Über den ESM sollen auch die europäischen Steuerzahler an Banken-Rettungen beteiligt werden.

Das Zocken auf den Finanzmärkten geht weiter. (Foto: Flickr/thebarrowboy)

Wegen Banken-Krise: Schattenbanken boomen und gehen immer mehr Risiko

Die globale Banken-Regulierung entpuppt sich als Rohrkrepierer. Die großen Profiteure sind die unregulierten Schattenbanken. Diese Hedge Fonds gehen immer mehr Risiko und profitieren von den politischen Panik- Entscheidungen.

Bank Austria knickt ein: Bankgeheimnis wird abgeschafft

Als erster Banker rückt der Chef der Bank Austria vom Bankgeheimnis ab. Klare Spielregeln sollen Datenschutz sicherstellen. Cernko ist für die Bankenunion: Nicht nur Aktionäre, sondern auch Sparer sollen in Zukunft für das Scheitern der Banken aufkommen.

EU-Binnenmarkt-Kommissar Barnier verdeutlicht die neue EU-Strategie. Erst neue Instrumente schaffen und sie hinterher legalisieren. So umgeht man die Verfügungsgewalt der Nationalstaaten (Foto: Consilium).

EU will Banken-Union ohne rechtliche Grundlage schaffen

Die EU erhöht den Druck auf Deutschland. Die für die Rettung der Banken in Südeuropa notwenige Banken-Union soll sofort umgesetzt werden. In Ländern, in denen dazu eine Volksabstimmung nötig ist, sollen die Bürger erst gefragt werden, wenn die Entscheidung schon gefallen ist.

Schäuble und die deutsche Souveränität: Eine durchaus spannungsreiche Beziehung (Foto: consilium)

Schäuble: Deutschland fällt die Abgabe von Souveränität nicht schwer

Wolfgang Schäuble ist der Meinung, dass es Deutschland nicht sonderlich schwerfallen sollte, weitere Teile seiner Souveränität aufzugeben. Das seien die Deutschen nach der Besatzungszeit gewöhnt. Diese Aussage könnte man als freiwillige Selbstaufgabe interpretieren.

Grünen-Chef Jürgen Trittin: Das Programm von Bündnis 90/Die Grünen lässt keinen Zweifel zu. Die deutschen Sparer und Steuerzahler müssen die Euro-Rettung bezahlen. (Foto: Flickr/Bündnis 90/Die Grünen)

Grüne: Deutsche Sparer sollen für Banken-Rettung in Europa zahlen

In ihrem Wahlprogramm sagen die Grünen: Die deutschen Steuerzahler sollen über eine europäische Einlagensicherung für alle Banken haften. Die Grünen halten es für richtig, dass die Sparer „um ihren Einsatz fürchten“ müssen. Das Problem: Die Grünen sind im alten Geld-System gefangen, ohne es zu verstehen. Sie denken vor allem daran, wie ihnen das System nutzen kann.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeichnet ein verheerendes Bild der Banken-Reformen: Es ist seit der Finanzkrise faktisch nichts geschehen.

EZB-Weidmann: Banken zocken ungehindert weiter

Jens Weidmann stellt der Reform der Banken-Wirtschaft in Europa ein verheerendes Zeugnis aus: Keine der großen politischen Ankündigungen wurde eingelöst. Es wird weiter unkontrolliert gezockt. Die Politik müsse den Bürgern erklären, dass sie für die Altlasten werden aufkommen müssen. Die Lasten werden allerdings immer größer.

EU-Währungskommissar Olli Rehn teilt mit: Banken werden in Europa in Zukunft unter tätiger Mitwirkung der Inhaber von Bank-Guthaben und Bank-Aktien durchgeführt. (Foto: consilium)

EU-Kommissar bestätigt: Die Bank-Guthaben in Europa sind nicht sicher

Die EU plant zur europäischen Banken-Rettung eine Direktive. Diese sieht vor, dass Bank-Kunden und Inhaber von Bank-Aktien im Rettungsfall rasiert werden. Dies bestätigte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Was dem Belsazar die Schrift an der Wand, ist für Europa die Zypern-Krise. Es gibt keine Hinweise, dass die Euro-Retter die Botschaft verstehen. Das 1635 von Rembrandt gemalte Bild hängt in der National Gallery in London.

Zypern: An der Staatspleite führt kein Weg vorbei

Auch wenn die Euro-Retter über das Wochenende noch eine hastige Lösung für Zypern zimmern. Sie wird nicht länger als ein paar Tage halten. Nichts ist durchdacht, jeder Ansatz muss scheitern. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Angela Merkel ist mit ihrer Alles-oder-Nichts-Politik gescheitert.

Die europäische Südfraktion von Mario Draghi - hier mit Mario Monti und Jean-Claude Juncker - hat in aller Stille ein Programm entwickelt, mit dem Frankreich die Möglichkeit zum unbegrenzten Gelddrucken erhält. (Foto: consilium).

Draghi will Geld der Deutschen und fordert europäischen „Bankenrettungs-Fonds“

EZB-Chef Draghi unterstützt die Pläne der EU-Kommission, einen Fonds zur Bankenabwicklung zu errichten. Dieser soll nicht nur durch Bankenabgaben finanziert, sondern auch mit Steuergeld abgesichert werden. Er dient letztlich der Umverteilung an die Banken.