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Bonds

Das QE-Programm der EZB bringt Deutschland keine Vorteile. (Foto: dpa)

Crash-Gefahr: Banken in Deutschland droht bei Zins-Anstieg die Pleite

Sobald die Zinsen wieder steigen, droht vielen deutschen Banken die technische Insolvenz. Vor allem Immobilienkredite werden oft zu langfristig und mit zu geringen Margen vergeben. Die EZB sorgt mit ihren Anleihekäufen zudem für Unruhe auf dem Bond-Markt, was die Zinssicherungskosten für Banken verteuert. Besonders irritierend: Statt die Investoren über die neue Strategie zu benachrichtigen, gab die EZB Hedgefonds-Managern einen Informationsvorsprung von 14 Stunden.

Der Euro Bund Future, ein auf der zehnjährigen Bundesanleihe basierender Terminkontrakt, stieg am Dienstag sprunghaft an. (Grafik: ariva.de)

Nervöse Märkte: EZB will Anleihe-Käufe erhöhen

Am Dienstag kündigte die EZB an, die Anleihekäufe im Mai und Juni zu erhöhen. Das sorgte für einen sprunghaften Anstieg des Euro Bund Future. Die zehnjährigen Bunds verlieren ihren Status als sichere Anlage. Zeitgleich fiel der Euro gegenüber dem Dollar.

Die Risiken steigen, dennoch geht die Geldschwemme der EZB weiter. (Foto: dpa)

Nervöse Märkte: Zinssätze für Staatsanleihen steigen

Die Zinssätze für die Euro-Staatsanleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Die starken Kursausschläge sorgen für Unruhe. Der Ausverkauf auf dem Anleihen-Markt setzt sich offenbar fort.

Eine zerstörte Eisenbahnbrücke zwischen Charkiw und Donezk. Der Konflikt im Osten der Ukraine hat zur Zerstörung der Infrastruktur geführt. (Foto: dpa)

EU-Steuergelder weg: Staatliche Eisenbahn der Ukraine meldet Insolvenz an

Die staatliche ukrainische Eisenbahngesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Ein Teil der Schulden soll restrukturiert werden. Der Zahlungsausfall betrifft Anleihen in Höhe von 500 Millionen Dollar. Der europäische Steuerzahler hat allein im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro in die Ukraine überwiesen, damit die Eisenbahnstrecken saniert werden.

Die aktuelle Politik der Zentralbanken habe Folgen für die Sparer, dennoch seien die Schritte erforderlich, so Mario Draghi. (Foto: dpa)

Hohes Risiko: EZB pumpt weiter Geld in Schulden-Staaten

Kurzfristiger Erfolg für Draghi: Nach seiner Ankündigung, das QE-Programm im vollen Umfang durchzuziehen, halten sich die Spekulanten offenbar zurück. Sie warten ab, ob die EZB im Kaufprogramm bleibt. Die Renditen für Staatsanleihen sanken am Freitag länderübergreifend und für alle Laufzeiten.

Anleger haben seit Ende April massenweise deutsche und andere europäische Staatsanleihen abgestoßen. (Foto: dpa)

Euro-Staatsanleihen werden zum Ziel von Spekulanten

Innerhalb weniger Tage haben deutsche und europäische Staatsanleihen massiv an Wert verloren. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ist damit von fast null auf mittlerweile wieder 0,64 Prozent gestiegen. Investoren stellt dies vor eine Herausforderung, denn die weitere Entwicklung der Bonds kann niemand voraussagen. Doch es gibt Alternativen.

Der schwedische Premier Stefan Löfven unterstützt den Kurs der Notenbank in Stockholm, die den Negativzins bis 2016 beibehalten will. (Foto: dpa)

Straf-Zinsen auf Sparguthaben werden zum Dauerzustand

Die schwedische Notenbank wird den negativen Leitzins bis 2016 beibehalten. Dadurch soll das Inflationsziel von zwei Prozent erreicht werden. Schweden will die Sparguthaben der Bürger abbauen, um einen Anstieg des Konsums herbeiführen. Straf-Zinsen auf Sparguthaben werden damit zum Dauerzustand - wohl nicht nur in Schweden.

Das Schuldenmachen wird für die Eurozone immer teurer. (Foto: dpa)

Bonds-Crash: Die Zeiten des leichten Schulden-Machens in Europa sind vorbei

Die Crash-Gefahr am Anleihen-Markt hat Polen dazu bewogen, einen geplanten Bond-Verkauf kurzfristig abzusagen. Die Zeiten, in denen die Staaten fürs Schuldenmachen bezahlt wurden, sind vorerst vorbei. Die Renditen steigen in dem sonst so stabilen Markt überdurchschnittlich stark.

Der Dax verlor in den vergangenen Tagen wegen den Unruhen auf dem Anleihen-Markt. (Grafik: ariva.de) (Grafik: ariva.de)

Absturz bei Staatsanleihen zieht auch Börsen nach unten

Der Dax verlor am Donnerstag deutlich. Ein Grund dafür ist der Kurzsturz auf dem Bonds-Markt. Zudem sind Firmenbilanzen von Dax-Unternehmen weit unter den Erwartungen geblieben.

Das von der EZB betriebene Anleihen-Aufkaufprogramm sorgt für kein großes Interesse bei den Anlegern. Diese stoßen seit Tagen massiv Anleihen von Zentralbanken ab, die QE betreiben. (Foto: dpa)

Nervosität steigt: Anleger fliehen aus europäischen Staatsanleihen

Die Märkte verlieren das Vertrauen in Mario Draghis Künste und flüchten aus dem Bond-Markt. Die zehnjährigen Bunds steigen den achten Tag in Folge. Polen sagt wegen der allgemeinen Nervosität einen für heute angekündigten Anleihe-Verkauf ab.

Italien und Spanien, hier die Premiers Renzi und Rajoy, müssen fürs Schuldenmachen wieder mehr bezahlen. (Foto: dpa)

Ansteckung: Bond-Crash erfasst Italien und Spanien

Erstmals muss Spanien für alle Anleihen-Laufzeiten wieder Zinsen zahlen. Die Zeiten, in denen die Staaten fürs Schuldenmachen bezahlt wurden, sind vorerst vorbei.

Das Aufkaufprogramm der EZB hat die Unruhen auf dem Anleihenmarkt verstärkt. (Foto: dpa)

Pleite Griechenlands ist ohne Ansteckung Europas nicht möglich

Nach Meinung von UBS-Analyst Thomas Wacker wird die Griechenland-Debatte von den Anlegern viel zu entspannt geführt. Ein Grexit würde zu markanten Verwerfungen am Markt führen.

China will den Yuan zu einer globalen Weltreservewährung. Zudem sollen die USA wirtschaftlich und politisch aus Asien verdrängt werden. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: China öffnet Markt für Staatsanleihen für Ausländer

China liberalisiert seinen Anleihen-Markt und begibt Anleihen in Yuan. Die Notenbank wird somit künftig eigenständig Staatsschulden aufkaufen können. Ziel dieses Prozesses der Monetarisierung ist, im Notfall einen Staatsbankrott abzuwenden. Angenehmer Nebeneffekt aus Sicht der Chinesen: Der Dollar würde weiter an Bedeutung als Weltwährung verlieren.

Der prozentuale Anstieg der Renditen für Staatsanleihen der Eurozone. (Grafik: DWN)

Euro-Krise: Rätselhafter Anstieg der Zinsen bei Staatsanleihen

Die Zinssätze für die Euro-Staatsanleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Niemand kann wirklich sagen, was dahintersteckt, weil die EZB durch ihr Ankauf-Programm die Märkte manipuliert.

Die Interpretation des österreichischen Finanzministers Hans Jörg Schelling (li.), wonach auch die Hypo-Gläubiger das Debakel verursacht haben, wird bei seinen europäischen Kollegen für Verwunderung sorgen. (Foto: dpa)

Österreichs Finanzminister: Wer einer Staatsbank Geld leiht, ist selber schuld

Österreich fühlt sich nicht für die Hypo-Gläubiger zuständig und verweist sie an das Bundesland Kärnten, welches die Milliarden-Garantien ausgestellt hat. Zudem seien sie selbst schuld an der Misere, denn sie seien zu unvorsichtig gewesen, so der österreichische Finanzminister Schelling.

Die griechische Schuldenkrise hat Auswirkungen auf die Südländer. Diese beschäftigen sowohl den italienischen Finanzminister Pier Carlo Padoan (li.) und seinen Amtskollegen Yanis Varoufakis. (Foto: dpa)

Staatsanleihen: Italien und Spanien spüren Ansteckung wegen Griechenland

Während sich die Euro-Finanzminister in Riga eine hitzige Debatte liefern, steigen die Zinssätze für Staatsanleihen in den Südländern. Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Bonds-Zinssätze im Süden und Norden Europas auseinander. Das zeigt, dass ein Crash in Griechenland Folgen im gesamten Euroraum hätte.

Die Ratingagentur Moody’s hat die Bonität Kärntens Anfang März um vier Stufen herabgesetzt. Das Land steht mangels Finanzierungsmöglichkeiten vor der Pleite. (Foto: dpa)

Kärnten droht wegen Pleite-Gefahr unter Kuratel gestellt zu werden

Dem Bundesland Kärnten droht die Pleite, weil sich das Land nach dem Hypo-Desaster nicht mehr über den freien Kapitalmarkt finanzieren kann. Das Land braucht für das laufende Jahr dringend 340 Millionen Euro, sonst droht in wenigen Wochen die Pleite. Wien plant, dem Land einen Finanzkommissär zur Aufsicht zu schicken.

Die Geldschwemme der EZB könnte dafür sorgen, dass gegen Jahresende kaum noch Staatsanleihen am Markt verfügbar sein werden, so die Ratingagentur Moodys. (Foto: dpa)

EZB-Ankäufe treiben Banken in Liquiditäts-Falle

Europäische Banken fürchten, dass durch die EZB-Geldschwemme der Handel mit Anleihen stark zurückgeht. Das Ankauf-Programm wurde zu einem Zeitpunkt gestartet, als die Renditen für Bonds bereits sehr niedrig waren. Dadurch ist es für Händler schwierig Profite zu machen und Anleihen-Halter verzichten auf Verkäufe.

Schlechte Nachrichten für Griechenland: Das Schuldenmachen wird noch einmal teurer. (Foto: dpa)

Kurzfristige griechische Staatsanleihen schießen in die Höhe

Die Renditen für kurzfristige griechische Anleihen stiegen am Montag um 26 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Zuvor senkte der IWF die Wachstumsprognose für das Land deutlich nach unten. Währenddessen warnen Experten vor einem Crash am Bonds-Markt.

Gruß von der Titanic: Die Teilnehmer des G7-Außenministertreffens in Lübeck (von links): Italiens Außenminister Paolo Gentiloni, EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry. (Foto: dpa)

EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“

Die Versuche der Euro-Retter, die Folgen einer Griechenland-Pleite kleinzureden, verfangen nicht mehr: Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Süd- und Nordeuropa wieder auseinander. Das bedeutet: Ein Crash in Griechenland hätte Folgen in ganz Europa. Bei den Euro-Rettern macht sich ein mulmiges Gefühl breit.