Alle Artikel zu:

Bundesbank

Commerzbank-Vorstand Martin Blessing (li.) führt die Erhebung von Strafzinsen in seinem Institut auf die Zins-Politik der EZB zurück. Jürgen Fitschen (Mi.), Co-Vorstand der Deutschen Bank, meint, jedes Geldhaus müsse selbst entscheiden, ob es die negativen Einlagezinsen an seine Kunden weiterreiche oder nicht. (Foto: dpa)

Commerzbank führt Straf-Zinsen auf Guthaben ein

Die Commerzbank will künftig von Kunden eine Gebühr für hohe Einlagen verlangen. Zunächst gelte diese Regelung für Großkonzerne und Profi-Anleger, so die zweitgrößte deutsche Bank. Als Begründung werden die negativen Einlagezinsen der EZB genannt.

Über Frankfurt können bereits Transaktionen in der chinesischen Währung getätigt werden. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: Bundesbank will Renminbi als Reserve-Währung

Die Deutsche Bundesbank überlegt, sich künftig Devisenreserven in Renminbi zuzulegen. Dieser ist bisher nicht frei handelbar. Über Frankfurt können allerdings seit kurzem Geschäfte in der chinesischen Währung abwickelt werden. Die ersten deutschen Banken haben bereits Transaktionen über diese Drehscheibe getätigt.

Mario Draghi, hier auf dem Weg zur EZB-Pressekonferenz am Donnerstag, führt die Euro-Zone in eine völlig unbekannte Zukunft: Eine Billion Euro (1.000 Milliarden) sollen aus dem Nichts geschaffen werden. (Foto: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann stimmt zu: EZB will 1.000 Milliarden Euro drucken

Die Bundesbank hat ihren Widerstand gegen die neue EZB-Geldschwemme aufgeben: Der EZB-Rat hat am Donnerstag eine Formel beschlossen, nach der 1.000 Milliarden Euro neues Geld gedruckt werden können. Auch der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB scheint im Jahr 2015 auf dem Plan zu stehen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker besuchte kurz vor seiner Bestellung Helmut Kohl in Oggersheim. (Foto: dpa)

Erfindung des Euro: Kohl ignorierte die deutlichen Warnungen der Bundesbank

Helmut Kohl beschreibt sich in seinem neuen Buch als weiser Staatsmann, dessen unfähige Erben Fehler in der Euro-Politik gemacht hätten. Doch die Fakten zeigen: Kohl ignorierte fahrlässig die unmissverständlichen Warnungen der Bundesbank. Bis zum heutigen Tag haben CDU und SPD die fatalen Fehler nicht korrigiert. So wird die Geschichtsklitterung zur Grundlage für eine Politik, die auf die Analyse verzichtet und auf den blanken Machterhalt setzt.

Die EZB beginnt mit ihren Wertpapierkäufen, die die Bilanzen der Banken entlasten sollen. Mario Draghi hatte zuvor erklärt, die Zentralbank könne theoretisch für bis zu eine Billion Euro Verbriefungen und Pfandbriefe kaufen. (Foto: dpa)

Risiko geht an die Steuerzahler: EZB startet Ankauf von Wertpapieren

Die EZB hat am Montag mit dem umstrittenen Ankauf von Wertpapieren begonnen. Offenbar standen französische Pfandbriefe ganz oben auf der Einkaufsliste. Interessant: Die EZB entlastet die Banken damit bereits vor dem Ende des Stresstests. Das deutet darauf hin, dass einige Institute die Hilfe dringend nötig haben.

Die Architekten der Währungsreform namens Euro, Angela Merkel und Helmut Kohl: Durch das politische Projekt werden die deutschen Sparer um Milliarden geprellt. (Foto: dpa)

Enteignung der Sparer: Der Euro ist längst eine heimliche Währungsreform

Mit der Einführung des Euro sind die Deutschen hinters Licht geführt worden: Sie mussten auf eine Steigerung ihrer Ersparnisse von 36 Prozent verzichten. Nun müssen sie die fortgesetzten Staatsschulden im Euro-Raum aus ihren Ersparnissen und eisernen Reserven finanzieren, ohne sich wehren zu können. Das ist nichts anderes als eine heimliche Währungsreform, deren verheerende Auswirkungen niemand so gut kennt wie die Deutschen.

Deutschland hat im EZB-Rat trotz einem Kapitalanteil von 27 Prozent dasselbe Stimmgewicht wie kleine Mitgliedsländer. Jens Weidmann (re.) wurde daher bei bedeutenden Themen schon häufig überstimmt, hier mit seinem slowenischen Kollegen Bostjan Jazbec. (Foto: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann kündigt Widerstand gegen EZB-Maßnahmen an

Die von der EZB angekündigten Wertpapier-Ankäufe würden zu teuer bezahlt werden, warnt Bundesbank-Chef Weidmann. Er fordert daher die strikte Trennung der Geldpolitik vom Finanzbedarf der Regierungen. Jedoch dürften seine Interventionen kein Gehör finden. Bei bedeutenden Entscheidungen der EZB wird Weidmann regelmäßig überstimmt.

Die EZB hat einen neuen „Instrumentenkoffer“ angekündigt. Dazu gehören Aufkäufe von Pfandbriefen und gebündelten Kreditverbriefungen. (Foto: dpa)

EZB will Schrottpapiere aus Griechenland und Zypern kaufen

Im Kampf gegen die Kreditklemme will Mario Draghi auch Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen lassen. Betroffen sind demnach gebündelte Kredite, deren Gläubiger bei Kreditausfall als letzte haften. De facto werden mit dem Kauf die Bilanzen der Banken gerettet. Das Risiko wird auf die europäischen Steuerzahler verlagert.

Nach Ansicht von Ifo- Präsident Hans-Werner Sinn überschreitet die EZB mit den LTRO-Programmen ihr Mandat. Das Programm bekämpfe nicht die Deflation, sondern rette nur die Banken. (Foto: dpa)

EZB-Geldschwemme: Nur die Banken in Südeuropa holen sich Liquidität

Die EZB hat erstaunlich wenig billiges Geld unter die Banken gebracht: Der jüngste Tender wurde vor allem von den Banken in Südeuropa genutzt - allen voran Mario Draghis Heimatland Italien. Der Grund: Die Banken warten darauf, dass ihnen die EZB - und damit der europäische Steuerzahler - die faulen Kredite in Form von ABS abnimmt. Das ist wesentlich billiger für die Banken und sie sind unangenehme Risiken mit einem Schlag los.

Im kommenden Jahr werden Jens Weidmann und Wolfgang Schäuble bei wichtigen geldpolitischen Entscheidungen auf die Zuschauertribüne verbannt. (Foto: dpa)

EZB schließt Bundesbank für zwei Abstimmungen über Währungspolitik aus

Die Bundesbank darf im kommenden Jahr an zwei Abstimmungen des EZB-Rats nicht teilnehmen. Es handelt sich dabei nicht um ein Sperre wegen eines Vergehens wie im Fußball, sondern um die Umsetzung eines höchst fragwürdigen Rotations-Prinzips bei der EZB. Ein schwacher Trost: Bei der vergangenen Sitzung der EZB war die Bundesbank bei der Entscheidung über den Ankauf von Schrottpapieren zwar anwesend, wurde aber überstimmt und kann die Übertragung von neuen Risiken auf die deutschen Steuerzahler nicht mehr verhindern.

Gegen Draghis Pläne gibt es Kritik aus den eigenen Reihen: Man wolle die Risiken unbedingt im Blick behalten und keinen „alten Müll“ kaufen, so EZB-Insider. (Foto: dpa)

Steuerzahler im Risiko: EZB will minderwertige Wertpapiere kaufen

Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen will die EZB nun auch minderwertige Papiere kaufen, um die Banken zu entlasten. Die Bundesbank sieht die Pläne kritisch und fürchtet, dass die Euro-Notenbank zu einer Art „Bad Bank“ verkommt. Die Maßnahme führt dazu, dass das Risiko aus den Bank-Bilanzen auf die Steuerzahler verlagert wird.

Mario Draghi, der finnische Premier Jyrki Katainen, Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bei der Präsentation der neuesten Euro-Rettungspläne in Mailand. ESM-Chef Klaus Regling (ganz rechts) scheint sich nicht ohne Grund etwas unbehaglich zu fühlen. (Foto: dpa)

EZB-Plan: Steuerzahler müssen neues Risiko von 500 Milliarden Euro schultern

EZB-Chef Mario Draghi will das geplante ABS-Programm im großen Stil durchziehen - gegen den Willen der Deutschen Bundesbank. Die europäischen Steuerzahler müssen das Risiko von 500 Milliarden Euro von den Banken übernehmen. Möglicherweise spielt der ESM eine Schlüsselrolle, um das Risiko der EZB zu begrenzen. Draghi will auf diese Weise den großen Knall in der Euro-Zone verhindern.

Bargeld gefragt: Bundesbank leiht Litauen 114 Tonnen Euroscheine

Litauen tritt am 1. Januar 2015 der Eurozone bei und gibt damit seine eigene Währung, den Litas, auf. Damit das kleine Baltenland zum Stichtag 01.01.2015 genügend Euro-Scheine für die Bürger bereithalten kann verleiht die Bundesbank Litauen 132 Millionen Euro-Geldscheine. Die Bundesbank schickt Litauen das Bargeld im Umfang von 114 Tonnen.

Das Tagesgeld hat ausgedient: Draghi schneidet deutschen Sparern Fluchtweg ab

Die finanzielle Repression führt zu einer weiteren Enteignung der deutschen Sparer: Das Tagesgeld wird so unattraktiv, dass den Sparer auch dieser Fluchtweg abgeschnitten ist. Mario Draghi plant, auch über 2016 EZB-Chef zu bleiben: Er will einen Crash in Italien verhindern und lässt die deutschen Sparer dafür zahlen.

Angriff auf den Dollar: Russland trifft die Achilles-Ferse der Amerikaner

Im globalen Währungskrieg hat Russland einige Vorteile auf seiner Seite. Das Land verfügt über enorme Goldreserven. Zudem hat es kaum Schulden und kann seine Ausgaben vollständig aus seinen Einnahmen finanzieren. Russlands Schwachstellen sind die militärische Macht der USA und ihre Kontrolle über die globale Finanzindustrie. Die offenkundige Abkehr Russlands vom Dollar macht den Kurs Putins für Obama jedoch brandgefährlich.

Die rücksichtlose Globalisierung wird zum Verhängnis für Europa

Die Globalisierung ist zu einem Wettbewerb um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten sozialen Standards verkommen. Es geht nicht mehr um fairen Wettbewerb, sondern die Ausbeutung der Arbeiter. Die traditionellen Werte Europas wurden von einem internationalen Einheitsbrei abgelöst. Nun droht die Globalisierung, Europa selbst in den Abgrund zu reißen.

Krankenkassen: Höherer Eigenanteil für gesetzlich Versicherte

Die gesetzlichen Krankenkassen werden dieses Jahr ein erhebliches Minus machen, so Berechnungen der Bundesbank. Die Versicherten müssten daher einen höheren Beitrag zahlen. Zudem sollen jene finanziell belohnt werden, die nicht mehr zum Arzt gehen.

LOHN IV

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.

Bundesbank kritisiert US-Strafen gegen Europas Banken

Die Bundesbank sieht in den US-Strafen eine erhebliche Belastung für europäische Banken. Die US-Regierung hatte kürzlich eine Milliardenstrafe gegen die französische BNP Paribas verhängt. Auch der Commerzbank und der Deutschen Bank drohen Millionenstrafen.

Triumph für Draghi: Deutsche Banken-Aufsicht vor Entmachtung

Die Bundesbank will im Dienst der Europäischen Zentralbank die deutsche Bankenaufsicht Bafin entmachten: Die EZB solle die alleinige Aufsicht über die deutschen Großbanken haben. Die Bafin sei nicht auf Augenhöhe mit den anderen Aufsehern. Wegen der untergeordneten Rolle, die die Bundesbank in der EZB spielt, würde der Fall der Bafin den südeuropäischen Banken in die Hände spielen.