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Bundesbank

Nach Ansicht von Ifo- Präsident Hans-Werner Sinn überschreitet die EZB mit den LTRO-Programmen ihr Mandat. Das Programm bekämpfe nicht die Deflation, sondern rette nur die Banken. (Foto: dpa)

EZB-Geldschwemme: Nur die Banken in Südeuropa holen sich Liquidität

Die EZB hat erstaunlich wenig billiges Geld unter die Banken gebracht: Der jüngste Tender wurde vor allem von den Banken in Südeuropa genutzt - allen voran Mario Draghis Heimatland Italien. Der Grund: Die Banken warten darauf, dass ihnen die EZB - und damit der europäische Steuerzahler - die faulen Kredite in Form von ABS abnimmt. Das ist wesentlich billiger für die Banken und sie sind unangenehme Risiken mit einem Schlag los.

Im kommenden Jahr werden Jens Weidmann und Wolfgang Schäuble bei wichtigen geldpolitischen Entscheidungen auf die Zuschauertribüne verbannt. (Foto: dpa)

EZB schließt Bundesbank für zwei Abstimmungen über Währungspolitik aus

Die Bundesbank darf im kommenden Jahr an zwei Abstimmungen des EZB-Rats nicht teilnehmen. Es handelt sich dabei nicht um ein Sperre wegen eines Vergehens wie im Fußball, sondern um die Umsetzung eines höchst fragwürdigen Rotations-Prinzips bei der EZB. Ein schwacher Trost: Bei der vergangenen Sitzung der EZB war die Bundesbank bei der Entscheidung über den Ankauf von Schrottpapieren zwar anwesend, wurde aber überstimmt und kann die Übertragung von neuen Risiken auf die deutschen Steuerzahler nicht mehr verhindern.

Gegen Draghis Pläne gibt es Kritik aus den eigenen Reihen: Man wolle die Risiken unbedingt im Blick behalten und keinen „alten Müll“ kaufen, so EZB-Insider. (Foto: dpa)

Steuerzahler im Risiko: EZB will minderwertige Wertpapiere kaufen

Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen will die EZB nun auch minderwertige Papiere kaufen, um die Banken zu entlasten. Die Bundesbank sieht die Pläne kritisch und fürchtet, dass die Euro-Notenbank zu einer Art „Bad Bank“ verkommt. Die Maßnahme führt dazu, dass das Risiko aus den Bank-Bilanzen auf die Steuerzahler verlagert wird.

Mario Draghi, der finnische Premier Jyrki Katainen, Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bei der Präsentation der neuesten Euro-Rettungspläne in Mailand. ESM-Chef Klaus Regling (ganz rechts) scheint sich nicht ohne Grund etwas unbehaglich zu fühlen. (Foto: dpa)

EZB-Plan: Steuerzahler müssen neues Risiko von 500 Milliarden Euro schultern

EZB-Chef Mario Draghi will das geplante ABS-Programm im großen Stil durchziehen - gegen den Willen der Deutschen Bundesbank. Die europäischen Steuerzahler müssen das Risiko von 500 Milliarden Euro von den Banken übernehmen. Möglicherweise spielt der ESM eine Schlüsselrolle, um das Risiko der EZB zu begrenzen. Draghi will auf diese Weise den großen Knall in der Euro-Zone verhindern.

Litauen bereitet sich auf die Einführung des Euro vor. Die Münz-Pressen in der Hauptstadt Vilnius laufen auf Hochtouren. (Foto: dpa)

Bargeld gefragt: Bundesbank leiht Litauen 114 Tonnen Euroscheine

Litauen tritt am 1. Januar 2015 der Eurozone bei und gibt damit seine eigene Währung, den Litas, auf. Damit das kleine Baltenland zum Stichtag 01.01.2015 genügend Euro-Scheine für die Bürger bereithalten kann verleiht die Bundesbank Litauen 132 Millionen Euro-Geldscheine. Die Bundesbank schickt Litauen das Bargeld im Umfang von 114 Tonnen.

Die EZB sei nicht zuständig, Blasen zu verhindern: Selbst wenn sie eine Blase erkennen sollte, würde die EZB weiter Geld in den Markt pumpen, meint Mario Draghi. (Foto: dpa)

Das Tagesgeld hat ausgedient: Draghi schneidet deutschen Sparern Fluchtweg ab

Die finanzielle Repression führt zu einer weiteren Enteignung der deutschen Sparer: Das Tagesgeld wird so unattraktiv, dass den Sparer auch dieser Fluchtweg abgeschnitten ist. Mario Draghi plant, auch über 2016 EZB-Chef zu bleiben: Er will einen Crash in Italien verhindern und lässt die deutschen Sparer dafür zahlen.

Putins Macht gründet sich nicht nur auf dem Militär. Mit der Abkehr vom Dollar könnte er die Amerikaner an ihrer empfindlichsten Stelle treffen. Ein amerikanisches War-Game hatte genau diese Entwicklung bereits vor einigen Jahren durchgespielt. (Foto: dpa)

Angriff auf den Dollar: Russland trifft die Achilles-Ferse der Amerikaner

Im globalen Währungskrieg hat Russland einige Vorteile auf seiner Seite. Das Land verfügt über enorme Goldreserven. Zudem hat es kaum Schulden und kann seine Ausgaben vollständig aus seinen Einnahmen finanzieren. Russlands Schwachstellen sind die militärische Macht der USA und ihre Kontrolle über die globale Finanzindustrie. Die offenkundige Abkehr Russlands vom Dollar macht den Kurs Putins für Obama jedoch brandgefährlich.

Internationale Organisationen bestimmen das Tempo der Globalisierung. Die klassischen europäischen Werte - Vielfalt, Fairness und Solidarität - sind nur noch historische Reminiszenzen. (Foto: dpa)

Die rücksichtlose Globalisierung wird zum Verhängnis für Europa

Die Globalisierung ist zu einem Wettbewerb um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten sozialen Standards verkommen. Es geht nicht mehr um fairen Wettbewerb, sondern die Ausbeutung der Arbeiter. Die traditionellen Werte Europas wurden von einem internationalen Einheitsbrei abgelöst. Nun droht die Globalisierung, Europa selbst in den Abgrund zu reißen.

Krankenkassen: Höherer Eigenanteil für gesetzlich Versicherte

Die gesetzlichen Krankenkassen werden dieses Jahr ein erhebliches Minus machen, so Berechnungen der Bundesbank. Die Versicherten müssten daher einen höheren Beitrag zahlen. Zudem sollen jene finanziell belohnt werden, die nicht mehr zum Arzt gehen.

LOHN IV

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.