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Bundesbank

Seit Merkels Kanzlerschaft ist die Staatsverschuldung um fast 600 Milliarden Euro angestiegen (Grafik: Statista).

Deutsche Schulden können nicht mehr durch Wachstum abgebaut werden

Deutschland wird die aufgelaufenen Staatsschulden nie wieder abtragen können, wie eine aktuelle Studie zeigt. Selbst großes Wirtschafts-Wachstum kann hierbei nicht helfen. Die verlorene Unabhängigkeit der Zentralbank trägt ebenfalls dazu bei.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann umreißt erstmals den Rahmen für das Euro-Aus. (Foto: Flickr/ChathamHouse)

Bundesbank-Weidmann zweifelt erstmals an der Zukunft des Euro

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte, die Bundesbank wolle den Euro nur als stabile Währung erhalten. Die aktuelle Politik der EZB schwäche jedoch den Euro. Wird diese Politik fortgesetzt, ist es nach Einschätzung der Bundesbank auch mit dem Euro vorbei.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank das BIP um 1,4 Prozent (Grafik: Destasis, DWN)

Wirtschafts-Prognose schon nach drei Monaten falsch

Noch im Februar verkündete Wirtschaftsminister Rösler gute Chancen, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wieder wächst. Doch schon drei Monate später zeigt sich: Die deutsche Wirtschaft stagniert.

Deutsche Banken bedienen ihre Schulden mit EZB-Geld

Im März verringerten die deutschen Banken ihre Schulden um mehr als 19 Milliarden Euro. Die günstigen Kredite der EZB und die erwartete Senkung des Leitzins machten es den Geldinstituten leicht. Die EZB-Kredite sind deutlich billiger als andere, so lässt sich mit einer Umschichtung sogar Geld sparen.

Die EZB nimmt immer mehr Schrott in ihre Bilanz auf. Und am Ende haften die Zentralbanken für die Verluste (Foto: Flickr/pagastesi).

EZB: Deutschland soll für faule Kredite in Südeuropa haften

Mario Draghi will für europäische Unternehmen den Zugang zu Krediten wieder erleichtern. Kauft die EZB faule Kredite von den Banken ab, könnten diese wieder neue Finanzmittel zur Verfügung stellen. Dies bedeutet allerdings weitere Risiken für die EZB und letztlich für die nationalen Zentralbanken, die dafür haften.

Ratlosigkeit in Zeiten der Schulden-Krise: Jean-Claude Juncker und Wolfgang Schäuble suchen nach Auswegen - und enden immer wieder bei den deutschen Sparern. (Foto: consilium)

Ende des Sparkurses: EU stellt Weichen für die Inflation

Die jüngsten Entscheidungen von EU und EZB erlauben den Euro-Staaten weitere, neue Schulden. Eine aktuelle Studie der Bundesbank zeigt: Wenn eine Notenbank ihre Unabhängigkeit aufgibt, führen Staatsschulden zu höherer Inflation. Wolfgang Schäuble hat diesem Weg seine Zustimmung erteilt.

Letzte Instanz: Karlsruhe will sich nicht von EU gängeln lassen

Karlsruhe will sich die nationale Rechtsprechung nicht von der EU aus der Hand nehmen lassen. Bei der Entscheidung über die Verfassungsmäßigkeit der Anti-Terror-Datei wandten sich die Richter des Bundesverfassungs-Gerichts unmissverständlich an den Europäischen Gerichtshof. Ein Verfassungs-Konflikt in Europa zeichnet sich ab.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeichnet ein verheerendes Bild der Banken-Reformen: Es ist seit der Finanzkrise faktisch nichts geschehen.

EZB-Weidmann: Banken zocken ungehindert weiter

Jens Weidmann stellt der Reform der Banken-Wirtschaft in Europa ein verheerendes Zeugnis aus: Keine der großen politischen Ankündigungen wurde eingelöst. Es wird weiter unkontrolliert gezockt. Die Politik müsse den Bürgern erklären, dass sie für die Altlasten werden aufkommen müssen. Die Lasten werden allerdings immer größer.

Weidmanns Worte spiegeln sich im Euro-Kurs wider. (Grafik: ariva.de)

Weidmann spricht von Zins-Senkung: Euro bricht ein

Der Chef der Deutschen Bundesbank sagte, die EZB könnte den Leitzins senken. Dies werde allerdings die wirtschaftliche Lage der Eurozone auch nicht verbessern, sondern lediglich die Symptome der Krise bekämpfen, so Weidmann. Daraufhin brach der Euro ein.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will wie die schwäbische Hausfrau rechnen, und macht wegen des Euro dennoch immer mehr Schulden. (Foto: consilium)

Euro-Rettung treibt deutsche Schulden auf Rekord-Hoch

Insgesamt erhöhte sich 2012 der deutsche Schuldenstand um 81 Milliarden Euro. Ursache sind vor allem die Kosten für ESM und EFSF in Höhe von 45 Milliarden Euro. Deutschland hat mehr Schulden als je zuvor.