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Bundesbank

Schon Anfang kommenden Jahres könnte Draghi Italiens Staatspräsident Napolitano ablösen. Die beiden kennen sich nicht zuletzt von regelmäßigen Treffen zwischen Napolitano und der EZB (Bild: dpa)

Spekulation: Wird Draghi neuer Staatspräsident Italiens?

Gegen Ende des Jahres wird Italiens Staatspräsident höchstwahrscheinlich seinen Rücktritt ankündigen. Napolitano würde frühzeitig sein Amt niederlegen. Nach Romano Prodi und Guiliano Amato als mögliche Nachfolger kommt nun auch EZB-Chef Draghi ins Gespräch. Seine Unterstützung in der EZB nimmt ab und er soll langsam genug von den Grabenkämpfen mit der Bundesbank haben. Die Position als Staatspräsident könnte ihm den Weg in die Politik ebnen.

Der Turmbau von Babel - hier als Gemälde von Luca van Valckenborch d. Ä. (vermutlich 1596) - steht symbolisch für die Grenzen der Machbarkeit. Aus dem Turm zu Basel, wo mit der BIZ die mächtigste Bank der Welt regiert, kommt eine neue Crash-Warnung. (Foto: dpa)

Dollar zu stark: Mächtigste Bank sieht Welt-Wirtschaft in Gefahr

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat erneut vor einem Crash gewarnt: Die Stärke des Dollar, die hohe Verschuldung von Unternehmen und ein viel zu hoher Bestand an giftigen Papieren könnten äußerst negative Folgen für die Weltwirtschaft haben.

Die soziale Lage in Italien ist angespannt: Vergangene Woche kam es zu Zusammenstößen in Rom - und das, obwohl die Regierung Renzi bisher weitgehend auf Reformen verzichtet hat. (Foto: dpa)

Regierung in Rom untätig: Draghi muss Italien auf Kosten Nord-Europas retten

Italien befindet sich in einem kritischen Zustand. Die Regierung von Matteo Renzi hat bisher - ähnlich wie jene von Francois Hollande - keinerlei Reform-Absichten erkennen lassen. Eine Diskussion in der EZB zeigt: Die Italiener verlassen sich auf den einsamen Retter Mario Draghi. Die Banken Italiens werden die Haupt-Begünstigten der nächsten Geldschwemme. Das Risiko wandert in Richtung Norden.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und Finanzminister Wolfgang Schäuble wollen nicht, dass die EZB die US-Geldpolitik kopiert. (Foto: dpa)

Weidmann und Schäuble mit symbolischem Protest gegen Draghi

Wolfgang Schäuble und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnen die EZB vor einer Kopie der ultralockeren Geldpolitik der USA. Das Prinzip sei nicht die Lösung des Problems, sondern dessen Ursache, so der Finanzminister. Draghi hat deutlich gemacht, dass er notfalls ohne Zustimmung der Deutschen neue Schritte gehen will.

Was will Mario Draghi? Journalisten bei der Weihnachts-PK der EZB in Frankfurt. (Screenshot: EZB)

Geldschwemme: Draghi zeigt Deutschland die kalte Schulter

Mario Draghi will bei der Entscheidung über den umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen keine Rücksicht auf deutsche Bedenken nehmen. Auch eine Ablehnung durch die Bundesbank kann die neue Geldschwemme nicht verhindern. Draghi will alle Asstets kaufen, die verfügbar sind - außer Gold.

Die geplanten Staatsanleihen-Käufe der EZB werden in Deutschland kritisiert. Sie stießen „an die rechtlichen Grenzen dessen, was man tun kann“, so Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. (Foto: dpa)

Auf verlorenem Posten: Weidmann mit Protest-Note gegen Draghi

Der EZB-Rat entscheidet am 4. Dezember, wann er mit dem umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen beginnen wird. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann liefert dazu eine Protest-Note ab. Verhindern kann er die Aktion nicht. Die Bundesbank wird immer wieder in der EZB überstimmt.

Commerzbank-Vorstand Martin Blessing (li.) führt die Erhebung von Strafzinsen in seinem Institut auf die Zins-Politik der EZB zurück. Jürgen Fitschen (Mi.), Co-Vorstand der Deutschen Bank, meint, jedes Geldhaus müsse selbst entscheiden, ob es die negativen Einlagezinsen an seine Kunden weiterreiche oder nicht. (Foto: dpa)

Commerzbank führt Straf-Zinsen auf Guthaben ein

Die Commerzbank will künftig von Kunden eine Gebühr für hohe Einlagen verlangen. Zunächst gelte diese Regelung für Großkonzerne und Profi-Anleger, so die zweitgrößte deutsche Bank. Als Begründung werden die negativen Einlagezinsen der EZB genannt.

Über Frankfurt können bereits Transaktionen in der chinesischen Währung getätigt werden. (Foto: dpa)

Gegen den Dollar: Bundesbank will Renminbi als Reserve-Währung

Die Deutsche Bundesbank überlegt, sich künftig Devisenreserven in Renminbi zuzulegen. Dieser ist bisher nicht frei handelbar. Über Frankfurt können allerdings seit kurzem Geschäfte in der chinesischen Währung abwickelt werden. Die ersten deutschen Banken haben bereits Transaktionen über diese Drehscheibe getätigt.

Mario Draghi, hier auf dem Weg zur EZB-Pressekonferenz am Donnerstag, führt die Euro-Zone in eine völlig unbekannte Zukunft: Eine Billion Euro (1.000 Milliarden) sollen aus dem Nichts geschaffen werden. (Foto: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann stimmt zu: EZB will 1.000 Milliarden Euro drucken

Die Bundesbank hat ihren Widerstand gegen die neue EZB-Geldschwemme aufgeben: Der EZB-Rat hat am Donnerstag eine Formel beschlossen, nach der 1.000 Milliarden Euro neues Geld gedruckt werden können. Auch der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB scheint im Jahr 2015 auf dem Plan zu stehen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker besuchte kurz vor seiner Bestellung Helmut Kohl in Oggersheim. (Foto: dpa)

Erfindung des Euro: Kohl ignorierte die deutlichen Warnungen der Bundesbank

Helmut Kohl beschreibt sich in seinem neuen Buch als weiser Staatsmann, dessen unfähige Erben Fehler in der Euro-Politik gemacht hätten. Doch die Fakten zeigen: Kohl ignorierte fahrlässig die unmissverständlichen Warnungen der Bundesbank. Bis zum heutigen Tag haben CDU und SPD die fatalen Fehler nicht korrigiert. So wird die Geschichtsklitterung zur Grundlage für eine Politik, die auf die Analyse verzichtet und auf den blanken Machterhalt setzt.

Die EZB beginnt mit ihren Wertpapierkäufen, die die Bilanzen der Banken entlasten sollen. Mario Draghi hatte zuvor erklärt, die Zentralbank könne theoretisch für bis zu eine Billion Euro Verbriefungen und Pfandbriefe kaufen. (Foto: dpa)

Risiko geht an die Steuerzahler: EZB startet Ankauf von Wertpapieren

Die EZB hat am Montag mit dem umstrittenen Ankauf von Wertpapieren begonnen. Offenbar standen französische Pfandbriefe ganz oben auf der Einkaufsliste. Interessant: Die EZB entlastet die Banken damit bereits vor dem Ende des Stresstests. Das deutet darauf hin, dass einige Institute die Hilfe dringend nötig haben.

Die Architekten der Währungsreform namens Euro, Angela Merkel und Helmut Kohl: Durch das politische Projekt werden die deutschen Sparer um Milliarden geprellt. (Foto: dpa)

Enteignung der Sparer: Der Euro ist längst eine heimliche Währungsreform

Mit der Einführung des Euro sind die Deutschen hinters Licht geführt worden: Sie mussten auf eine Steigerung ihrer Ersparnisse von 36 Prozent verzichten. Nun müssen sie die fortgesetzten Staatsschulden im Euro-Raum aus ihren Ersparnissen und eisernen Reserven finanzieren, ohne sich wehren zu können. Das ist nichts anderes als eine heimliche Währungsreform, deren verheerende Auswirkungen niemand so gut kennt wie die Deutschen.

Deutschland hat im EZB-Rat trotz einem Kapitalanteil von 27 Prozent dasselbe Stimmgewicht wie kleine Mitgliedsländer. Jens Weidmann (re.) wurde daher bei bedeutenden Themen schon häufig überstimmt, hier mit seinem slowenischen Kollegen Bostjan Jazbec. (Foto: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann kündigt Widerstand gegen EZB-Maßnahmen an

Die von der EZB angekündigten Wertpapier-Ankäufe würden zu teuer bezahlt werden, warnt Bundesbank-Chef Weidmann. Er fordert daher die strikte Trennung der Geldpolitik vom Finanzbedarf der Regierungen. Jedoch dürften seine Interventionen kein Gehör finden. Bei bedeutenden Entscheidungen der EZB wird Weidmann regelmäßig überstimmt.

Die EZB hat einen neuen „Instrumentenkoffer“ angekündigt. Dazu gehören Aufkäufe von Pfandbriefen und gebündelten Kreditverbriefungen. (Foto: dpa)

EZB will Schrottpapiere aus Griechenland und Zypern kaufen

Im Kampf gegen die Kreditklemme will Mario Draghi auch Ramschpapiere aus Griechenland und Zypern aufkaufen lassen. Betroffen sind demnach gebündelte Kredite, deren Gläubiger bei Kreditausfall als letzte haften. De facto werden mit dem Kauf die Bilanzen der Banken gerettet. Das Risiko wird auf die europäischen Steuerzahler verlagert.

EZB-Geldschwemme: Nur die Banken in Südeuropa holen sich Liquidität

Die EZB hat erstaunlich wenig billiges Geld unter die Banken gebracht: Der jüngste Tender wurde vor allem von den Banken in Südeuropa genutzt - allen voran Mario Draghis Heimatland Italien. Der Grund: Die Banken warten darauf, dass ihnen die EZB - und damit der europäische Steuerzahler - die faulen Kredite in Form von ABS abnimmt. Das ist wesentlich billiger für die Banken und sie sind unangenehme Risiken mit einem Schlag los.

EZB schließt Bundesbank für zwei Abstimmungen über Währungspolitik aus

Die Bundesbank darf im kommenden Jahr an zwei Abstimmungen des EZB-Rats nicht teilnehmen. Es handelt sich dabei nicht um ein Sperre wegen eines Vergehens wie im Fußball, sondern um die Umsetzung eines höchst fragwürdigen Rotations-Prinzips bei der EZB. Ein schwacher Trost: Bei der vergangenen Sitzung der EZB war die Bundesbank bei der Entscheidung über den Ankauf von Schrottpapieren zwar anwesend, wurde aber überstimmt und kann die Übertragung von neuen Risiken auf die deutschen Steuerzahler nicht mehr verhindern.

Steuerzahler im Risiko: EZB will minderwertige Wertpapiere kaufen

Entgegen den ursprünglichen Ankündigungen will die EZB nun auch minderwertige Papiere kaufen, um die Banken zu entlasten. Die Bundesbank sieht die Pläne kritisch und fürchtet, dass die Euro-Notenbank zu einer Art „Bad Bank“ verkommt. Die Maßnahme führt dazu, dass das Risiko aus den Bank-Bilanzen auf die Steuerzahler verlagert wird.

EZB-Plan: Steuerzahler müssen neues Risiko von 500 Milliarden Euro schultern

EZB-Chef Mario Draghi will das geplante ABS-Programm im großen Stil durchziehen - gegen den Willen der Deutschen Bundesbank. Die europäischen Steuerzahler müssen das Risiko von 500 Milliarden Euro von den Banken übernehmen. Möglicherweise spielt der ESM eine Schlüsselrolle, um das Risiko der EZB zu begrenzen. Draghi will auf diese Weise den großen Knall in der Euro-Zone verhindern.

Bargeld gefragt: Bundesbank leiht Litauen 114 Tonnen Euroscheine

Litauen tritt am 1. Januar 2015 der Eurozone bei und gibt damit seine eigene Währung, den Litas, auf. Damit das kleine Baltenland zum Stichtag 01.01.2015 genügend Euro-Scheine für die Bürger bereithalten kann verleiht die Bundesbank Litauen 132 Millionen Euro-Geldscheine. Die Bundesbank schickt Litauen das Bargeld im Umfang von 114 Tonnen.

Das Tagesgeld hat ausgedient: Draghi schneidet deutschen Sparern Fluchtweg ab

Die finanzielle Repression führt zu einer weiteren Enteignung der deutschen Sparer: Das Tagesgeld wird so unattraktiv, dass den Sparer auch dieser Fluchtweg abgeschnitten ist. Mario Draghi plant, auch über 2016 EZB-Chef zu bleiben: Er will einen Crash in Italien verhindern und lässt die deutschen Sparer dafür zahlen.