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General Martin Dempsey (links) ist der Auffassung, dass russische Aggression gegen die Ukraine der Auslöser eines neuen Nationalismus in Europa gewesen ist. (Foto: dpa)

US-Generalsstabschef Dempsey vergleicht Putin mit Stalin

Die Amerikaner haben neue Satellitenfotos vorgelegt, die belegen sollen, dass die russische Artillerie die Ukraine von Russland aus unter Beschuss genommen hat. General Martin Dempsey sagte, es sei das erste Mal seit 1939, dass Russland seine politischen Ziele in einem souveränen Staat mit militärischen Mitteln durchzusetzen versucht. Das Verteidigungsministerium präzisiert den Vergleich und nennt Stalin ausdrücklich beim Namen. Dempsey ist der Auffassung, dass die russische Aggression gegen die Ukraine der Auslöser für eine Welle des Nationalismus in ganz Europa gewesen sei.

Norwegen, hier Premier Erna Solberg, treffen die Wirtschaftssanktionen gegen Russland besonders, obwohl das Land kein EU-Mitglied ist. (Foto: dpa)

Schwere Verluste: Norwegischer Pensionsfonds muss russische Investments neu bewerten

Norwegens Pensionsfonds muss seine russischen Assets in Höhe von acht Milliarden Dollar neu bewerten. Die angekündigten Sanktionen lassen Russland zur Gefahr für ausländische Investments werden, so der norwegische Finanzausschuss.

Der niederländische Premier Mark Rutte berät mit einem australischen Vertreter die Lage nach dem Absturz von MH17. Sie wollen keinen militärischen Einsatz im Absturzgebiet. (Foto: dpa)

Niederlande wollen keinen Militär-Einsatz in der Ost-Ukraine

Der niederländische Premier Rutte schließt einen Militäreinsatz zur Sicherung der Absturzstelle von Flug MH17 aus. In den Konflikt soll keine internationale Truppe hineingezogen werden. Die Separatisten seien „militärisch überlegen“.

Putin will nicht mehr mit der EU in Fragen von Terrorismus und Organisierter Kriminalität zusammenarbeiten. Auslöser sind für Dienstag geplanten Sanktionen, die ganze Wirtschafszweige Russlands treffen sollen. (Foto: dpa)

Anti-Terror-Kooperation: Russland kündigt Brüssel die Zusammenarbeit

Moskau kündigt ein Ende der europäischen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Terrorismus und Organisierter Kriminalität an. Auslöser dafür sind die neuen Sanktionen gegenüber Russland. Am Dienstag will Brüssel erstmals ganze russische Wirtschaftszweige in die Strafmaßnahmen einbeziehen.

Politik als Kumpanei: Warum wiederholt Frank-Walter Steinmeier eine haltlose Behauptung seines US-Kollegen Kerry, ohne sie wenigstens einmal zu checken? Mit der MH17-Aufarbeitung verspielt die westliche Politik viel von ihrer Seriosität und Glaubwürdigkeit. (Foto: dpa)

Reporter widerlegt US-Aussage: Keine Leichen-Schändung durch Rebellen

Eines der neuen Argumente zur Begründung von Sanktionen gegen Russland lautet: Die Rebellen haben die Leichen der Opfer des abgeschossenen Flugzeugs würdelos behandelt. Bundesaußenminister Steinmeier hat sich diese US-Version zu eigen gemacht. Doch der Augenzeugenbericht eines ORF-Reporters zeigt: Die Rebellen haben im Umgang mit den Leichen völlig korrekt gehandelt.

Victoria Nuland wurde berühmt, als sei in einem abgehörten Telefonat sagte, „Fuck the EU“. Nun erklärt die Sonderbeauftragte für Osteuropa ganz unverhohlen, dass es den Amerikanern im Kampf gegen Russland vor allem um einen Währungskrieg geht. (Foto: dpa)

Währungskrieg: Russland-Sanktionen sollen den Dollar retten

Als „neues Instrument der US-Außenpolitik“ bezeichnet Victoria Nuland den Finanzkrieg gegen Russland. Zudem nennt sie die Verunsicherung der Märkte als „ein Skalpell ... der europäischen und der US-Außenpolitik“. Die Amerikaner kämpfen vor allem um die Vorherrschaft des Dollar. Dafür ist ihnen jede Manipulation recht - offenbar auch ein offener Wirtschaftskrieg gegen Russland.

Am Gängelband der USA: Barroso und Van Rompuy, hier mit Petro Petroschschenko, müssen ihren Kopf für die Sanktionen gegen Russland hinhalten. Die Regierungschefs wollen es sich mit Putin nicht verscherzen. (Foto: dpa)

Angst vor Putin: Staatschefs schicken EU-Technokraten vor

Die EU-Präsidenten Van Rompuy und Barroso haben feierlich angekündigt, dass es gegen Russland Sanktionen geben werde. Die Regierungschefs haben die beiden Bürokraten vorgeschickt. Sie wissen, dass die Sanktionen für ihre eigenen Bürger teuer werden. Und kein Land will es sich wirklich mit Putin verscherzen.

Jean-Claude Juncker soll die EU weiter in Richtung Super-Staat entwickeln. Ein erster Schritt könnte ein eigener EU-Finanzminister sein, der die EZB unter die Kuratel der Kommission stellt und den Euro-Kurs politisch festlegt. Die Franzosen fordern dies seit langem. Im Bild Juncker beim Empfang des Bundesverdienstkreuzes durch Angela Merkel und Wolfgang Schäuble auf Schloss Meseburg bei Berlin. (Foto: dpa)

Mehr Macht für Brüssel: Juncker soll zentralen EU-Finanzminister installieren

Der neue EU-Kommissar Jean-Claude Juncker will die Umformung der EU zu einem Super-Staat vorantreiben. Er plant die Einrichtung eines eigenen Finanzministers. Dieser heißt zwar formal noch "Kommissar für Finanzmärkte", soll aber langfristig Aufgaben übernehmen, die früher Finanzminister in den Nationalstaaten zustanden. Vor allem soll dieser politische Kommissar die EZB kontrollieren.

Der Preis der Abhängigkeit: EU nimmt Gas-Geschäfte von Sanktionen aus

Die EU will mit aller Härte gegen Russland vorgehen, schreckt jedoch vor einem Gas-Streit zurück. Wegen der großen Abhängigkeit der EU-Staaten vom russischen Gas sollen Geschäfte in diesem Bereich von den Sanktionen ausgenommen werden.

Mitten in der Ukraine-Krise fährt Herman Van Rompuy auf Steuerkosten in die Dominikanische Republik, um "die bilateralen Beziehungen" zwischen den Hausherren und Haiti "zu stärken". Zahlen die Europäer dafür ihre Steuern? (Foto: dpa)

Finanz-Krieg: EU vor Sanktionen gegen russische Banken

Die Amerikaner haben die EU weichgekocht: Mit der Begründung, dass Moskau bei der Aufklärung des Abschusses von MH17 nicht kooperiere, sollen kommende Woche die russischen Staatsbanken von den internationalen Kapitalströmen abgeschnitten. Danach sollen die nächsten Branchen mit Import- und Export-Verboten belegt werden.