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Eurobonds

Merkel knickt ein: Defizit-Grenzen werden „flexibel“

CDU-Chefin Angela Merkel gibt dem Drängen der südlichen Euro-Staaten nach. Die Kanzlerin hält nicht mehr an der strengen Auslegung des Stabilitätspaktes fest. Künftig wird das Schuldenmachen in der Eurozone leichter.

Die Reichen werden reicher: Agenda 2010 ist keine Lösung für Europa

Die Euro-Zone steuert auf eine neue Schulden-Lawine zu. Die Sozialdemokraten behaupten, nur so könne der Wohlstand gerechter verteilt werden. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Agenda 2010 nutzte den Reichen und ging auf Kosten der Arbeiter. Für Europa ist diese Art der „Reform-Politik“ keine Lösung.

Schäuble will EU in Vereinigte Euro-Staaten umwandeln

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will nach der EU-Wahl die Integration in der Euro-Zone vorantreiben: Europa brauche eine gemeinsame Finanzpolitik, dann könne es auch eine gemeinsame Schulden-Haftung gebe. Damit lässt Schäuble erstmals durchklingen, dass sich Deutschland nicht mehr gegen Eurobonds sperren könnte.

Otmar Issing: Erpresser sollen Euro-Zone verlassen

Der ehemalige Chefvolkswirt der EZB, Ottmar Issing, fordert die Rückkehr zu Recht und Gesetz in der Eurozone. Die Deutschen sollten in der Euro-Krise nicht als Sündenböcke abgestempelt werden, nur weil sie die Banken der Südländer nicht retten wollen.

Große Koalition tritt erstmals geschlossen für Euro-Bonds ein

Die Große Koalition lässt einen bemerkenswerten Testballon steigen: Auf EU-Ebene haben sich die Kandidaten Martin Schulz von den Sozialdemokraten und jean-Claude Juncker von den Konservativen gemeinsam für die Einführung der Gemeinschafts-Schulden in Form von Euro-Bonds plädiert.

Europa-Wahlkampf: CSU will weniger Kommissare

Die CSU will die Zahl der EU-Kommissare deutlich reduzieren. Parteichef Seehofer kritisiert die „überbordende Bürokratie“ in Brüssel und das massive Einmischen in den Alltag der Leute. Auch Euro-Bonds lehnt die CSU ab. „Wir sind glühende Verfechter der europäischen Idee“, so Seehofer.

Widerstand in Brüssel gegen Merkels Zentralisierungspläne

Bundeskanzlerin Merkel will mehr Kompetenzen bei der Wirtschafts- und Sozialpolitik nach Brüssel übertragen. Mit diesem Wunsch ist sie bei den Regierungschefs der anderen EU-Mitgliedsländer auf massiven Widerstand gestoßen. Merkels Pläne seien nicht solidarisch genug.

ESM wird eine Bank: Finanz-Eliten übernehmen Kontrolle in Europa

Still und leise haben die Finanz-Eliten die Euro-Politiker dazu gebracht, im Rahmen der Schuldenkrise auf weite Teile der nationalen Souveränität zu verzichten. Nun soll der ESM zu einer Bank mit zahlreichen Sonderrechten entwickelt werden. Er wird das Geld der europäischen Steuerzahler verteilen - damit die Banken einen Teil der Schulden eintreiben können.

Beppe Grillo will für die Mittelmeerstaaten einen zweiten Euro einführen. (Foto: dpa)

Beppe Grillo fordert Aufspaltung der Euro-Zone

Der Chef des Movimento 5 Stelle hat sein Programm für Europawahl dargelegt. Auf einer Massenkundgebung forderte er ein Referendum über den Euro, Eurobonds und das Ende der Haushaltsdisziplin. Zudem sollten die Mittelmeerstaaten eine Allianz mit einer eigenen Währung bilden.

Im Gleichschritt nach vorne: Europas Staats-Schulden wachsen immer schneller. Angela Merkel und Kollegen auf dem gefährlichen Weg nach unten. (Foto: consilium)

Die große Schulden-Lüge: Europa mit voller Kraft auf Pleite-Kurs

Trotz Milliarden-Rettungen wächst der Schulden-Berg in Europa. Bei den Koalitions-Verhandlungen in Berlin spricht niemand von der größten Gefahr, der Deutschland ausgesetzt ist: Staats-Pleiten sind unausweichlich. Der Bond-Markt sendet erste negative Signale. Wenn die Kredit-Blase platzt, wird es für die deutschen Sparer ein böses Erwachen geben.

Deutsche sollen zahlen: IWF fordert gemeinsame Schulden in Europa

Der IWF will die Vereinigten Staaten von Europa sehen und fordert für eine Fiskal-Union, für eine Schuldenhaftung mit Eurobonds, eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und eine Budget-Union. Unter der Führung der EU-Kommission müssen die Pläne mit „starker Durchsetzungskraft“ umgesetzt werden.

Nach der Wahl: Merkel denkt über Steuererhöhungen nach

Angela Merkel denkt über höhere Steuern nach. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet sagte, man müsse sich gegenüber den Steuererhöhungs-Wünschen der SPD oder der Grünen offen zeigen. Merkel braucht das Geld offenbar für weitere Euro-Rettungs-Milliarden.

Spanien gratuliert Merkel: Euro-Bonds müssen kommen

Spaniens Außenminister freut sich über die Wiederwahl Angela Merkels. Nun werden die Euro-Bonds kommen, sagte er. In einer großen Koalition werde sich Merkels pro-europäische Politik noch besser verwirklichen lassen.

Auf dem Reichstag in Berlin steht, dass die Abgeordneten zum Deutschen Bundestag niemandem verpflichtet sind als dem deutschen Volk. Bei den EU-Themen scheint es jedoch, dass die Politik zu einer Art Selbstgespräch geworden ist. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Bundestag: Abgeordnete wollen mehr Brüssel und weniger Deutschland

Eine Umfrage der Deutschen Wirtschafts Nachrichten unter den Bundestags-Abgeordneten hat ergeben: Die Politiker wollen in der Europa-Politik etwas ganz anderes als die Wähler. Quer durch die Parteien sind es gerade noch 9 (!) Prozent, die ausdrücklich mehr Souveränität für Deutschland fordern. Der Großteil will in einer Mischform die Integration vorantreiben oder ausdrücklich mehr Macht an Brüssel abgeben. Bericht von der Selbstaufgabe eines Parlaments.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn ist für eine geordnete Austrittsoption für die Krisenländer. (Screenshot: DWN)

Hans-Werner Sinn: Deutschland ist kein Euro-Gewinner

Deutschland hat nicht von der Eurokrise profitiert. Nach der Einführung des Euros hatte Deutschland die niedrigsten Wachstumsraten in ganz Europa. Erst das Platzen der Kreditblase habe die Wirtschaft Europas aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Krisenländer sollten kontrolliert aus dem Euro aus- und wieder eintreten dürfen.

EU-Kommissions-Präsident José Manuel Barroso setzt auf die neue Schuldenunion. (Foto: Consilium)

EU macht ernst: Kommission zur Einführung der Schulden-Union gebildet

Die EU stellt die Weichen zur Einführung der europäischen Schulden-Union: Eine Experten-Kommission soll über die Einführung von „Euro-Bills“ und einen gemeinsamen Schuldentilgungsfonds beraten. Die Zeit drängt, weshalb die EU mit den Maßnahmen nicht mehr bis nach der Bundestags-Wahl in Deutschland warten will.

Angela Merkel und die Fata Morgana der blühenden Landschaften in Europa. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Angela Merkel verspricht blühende Landschaften in Europa

Angela Merkel kündigt die Rettung Europas nach dem Muster der deutschen Wiedervereinigung an. Im Süden sollen blühende Landschaften entstehen. Nach der Bundestags-Wahl hofft Merkel auf Besserung durch mehr Wettbewerb und grenzenlose Solidarität. Wir werden Zeugen einer Fata Morgana in der Trostlosigkeit der europäischen Schulden-Wüste.

FDP-Chef Rösler: Rot-Grün würde dafür sorgen, dass die Deutschen über Inflation und Steuern die Schulden für ganz Europa bezahlen müssen.

FDP-Rösler: EU ist eine einzigartige Zone der Freiheit

Die FDP präsentiert sich als Hüterin der Stabilität in Europa. Die kritischen Worte beim Parteitag gegen die EZB-Politik sind als müde Reaktion auf die euro-kritische AfD zu sehen. Die FDP muss damit rechnen, von mehreren Seiten in die Zange genommen zu werden. Keine gute Ausgangsposition für die Bundestags-Wahl.

Sparkurs: Frankreich und Italien schmieden Allianz gegen Deutschland

In Europa schließt sich die Anti-Spar-Front: Brüssel, Paris und Rom wollen einen neuen Weg aus der Schuldenfalle. Zu diesem Zweck sollen neue Schulden gemacht werden. Von Deutschland erwarten die Südstaaten Solidarität.

Italien: Neue Regierung wird Euro-Krise verschärfen

Die neue italienische Regierung wird in Brüssel auf weiteres Schulden-Machen dringen. Der neue Premier Enrico Letta hat bereits angekündigt, bei der EU auf ein Ende des Sparkurses zu dringen. Die neue Außenministerin Emma Bonino kennt die EU bestens: Sie war Mitglied in der EU-Kommission Jacques Santer, die wegen eines Korruptionsskandals geschlossen zurücktreten musste.