Alle Artikel zu:

Hans-Werner Sinn

Hans-Werner Sinn, hier mit ESM-Chef Klaus Regling, hält eine neue Rezession in Deutschland für denkbar. (Foto: dpa)

Hans-Werner Sinn und EZB sehen Rezessions-Gefahr in Deutschland

Der von der Politik vielfach beschworene Aufschwung in Deutschland scheint nicht zu kommen: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn und EZB-Direktor Yves Mersch sehen Deutschland am Rande einer Rezession. Eine nicht unwesentliche Rolle scheinen die Sanktionen gegen Russland zu spielen.

In vielen Staaten gibt es bereits eine Deflation, in vielen anderen liegt die Inflation bereits 2014 deutlich unter den EZB-Annahmen. (Grafik: zerohedge)

EZB-Stresstest: Falsche Annahmen bringen das gewünschte Ergebnis

Der EZB-Stresstest wird in einem wesentlichen Punkt von der Realität widerlegt: Die EZB hat die Deflation, die es in weiten Teilen Europa bereits gibt, schlicht ignoriert. Das Ergebnis wird den Bank-Aktien kurzfristig helfen. Doch das böse Erwachen ist unvermeidlich.

Matteo Renzi hat erkannt, wie man die nächste Banken-Rettung unauffällig über die Bühne bringen kann. Die Risiken werden über die EZB an die europäischen Steuerzahler verschoben. (Foto: dpa)

Draghis historische Mission: Europäische Steuerzahler sollen Italien retten

Mario Draghis Masterplan ist die Rettung Italiens auf Kosten der europäischen Steuerzahler. Der bisher fast apathische Premier Renzi wittert die große Chance, seine Probleme auf elegante Weise zu lösen. Im Verein mit der italienischen Zentralbank will er mit Staatsgarantien für Schrottpapiere sicherstellen, dass die EZB den italienischen Banken ihre faule Kredite abnimmt. Hans-Werner Sinn hat das schon frühzeitig erkannt und fordert die Bundesregierung auf, gegen die EZB vorzugehen.

EZB-Geldschwemme: Nur die Banken in Südeuropa holen sich Liquidität

Die EZB hat erstaunlich wenig billiges Geld unter die Banken gebracht: Der jüngste Tender wurde vor allem von den Banken in Südeuropa genutzt - allen voran Mario Draghis Heimatland Italien. Der Grund: Die Banken warten darauf, dass ihnen die EZB - und damit der europäische Steuerzahler - die faulen Kredite in Form von ABS abnimmt. Das ist wesentlich billiger für die Banken und sie sind unangenehme Risiken mit einem Schlag los.

Sparkassen: „Das ist ein schlechter Tag für die deutschen Sparer“

Der Deutsche Sparkassen und Giroverband kritisiert die erneute Zinssenkung durch die EZB scharf. Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon warnt, dass es nun zum Einstieg in das QE kommen kann. Dies würde die deutschen Sparer massiv treffen.

Reaktionen auf EZB-Zinssenkung: „Das letzte Aufbäumen hat begonnen“

Die Entscheidung der EZB, den Leitzins noch weiter abzusenken, trifft in Finanzkreisen auf wenig Verständnis. Ifo-Chef Sinn kritisiert, die EZB habe ihr Pulver bereits verschossen, die jetzige Politik gehe nur einmal mehr zulasten der Steuerzahler. Ein Banker der ING fragt sich gar, ob Draghi jetzt beginnt, das Geld per Hubschrauber abzuwerfen.

Kein Wachstum mehr: Russland-Sanktionen treffen Deutschland hart

Die Sanktionen gegen Russland werden das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf null drücken, so ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die Ukraine-Krise soll sich bereits im ersten Quartal bemerkbar gemacht haben. In den kommenden Jahren könnte Deutschland noch größere Probleme bekommen. Bundeswirtschaftsminister Gabriel hat offenbar eine Geschäft der Rheinmetall mit Russland gestoppt. Das Unternehmen verliert damit 100 Millionen Euro.

Mario Draghi: „Sind wir fertig? Nein, wir sind hier noch nicht fertig“

Mario Draghi flutet die Märkte mit Geld: Hans-Werner Sinn spricht von einem verzweifelten Versuch, Kapital in den Süden umzuleiten. Die Grünen unterstützen Draghi.

Max Planck-Ökonom: „Energiewende grenzt an Selbstmord“

Führende Wirtschaftsexperten üben harsche Kritik an der Energiepolitik von Bundessuperminister Sigmar Gabriel. Der Wirtschafts-Standort Deutschland werde nicht nur geschwächt, die Energiewende grenze sogar an „Selbstmord“ und sei ein „unfassbar teurer Irrweg“.

Europas nächster Patient: Frankreich vor wirtschaftlichem Abgrund

Frankreich steht vor schwerwiegenden Problemen: geringes Wachstum, steigendes Haushalts-Defizit, Rekord-Arbeitslosigkeit. Der französische Industrie-Minister hat nun als Ausweg eine Abwertung des Euro vorgeschlagen. Dies zahlen die Bürger mit Einschnitten bei Löhnen und Ersparnissen.

Billiges Geld: EZB könnte Leitzins auf Null senken

Die Notenbank hatte den Leitzins diese Woche bereits von 0,5 auf 0,25 gesenkt. Nun sagt EZB-Direktor Coeure, man könnte die Zinsen noch weiter senken. Kritiker warnen vor Blasenbildungen und dem Ausbau der Staatsverschuldung.

Desillusioniert: Der Niederländer Frits Bolkestein, einer der Architekten der gemeinsamen Währung in Europa, hält das Projekt für gescheitert. (Foto: consilium)

Früherer EU Kommissar Bolkestein fordert Währungsreform in Europa

Der ehemaliger EU-Kommissar Frits Bolkestein hält die Währungsunion für „gescheitert“. Die wirtschaftliche Schere in Europa ist zu weit geöffnet. Die Staaten der Euro-Zone sollten eine zweite Währung einführen. Nur so kann der vollständige Zerfall der gemeinsamen Währung verhindert werden.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn ist für eine geordnete Austrittsoption für die Krisenländer. (Screenshot: DWN)

Hans-Werner Sinn: Deutschland ist kein Euro-Gewinner

Deutschland hat nicht von der Eurokrise profitiert. Nach der Einführung des Euros hatte Deutschland die niedrigsten Wachstumsraten in ganz Europa. Erst das Platzen der Kreditblase habe die Wirtschaft Europas aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Krisenländer sollten kontrolliert aus dem Euro aus- und wieder eintreten dürfen.

Vor der Eröffnungszeremonie der litauischen EU-Ratspräsidentschaft mit Präsidentin Dalia Grybauskaite sagte Barroso, die Rechtsvorschriften zur Bankenunion würden am Mittwoch vorgestellt. (Foto: Consilium)

Bankenkrise: EU plant Vorstoß gegen deutsche Interessen

Die EU-Kommission will einen Vorschlag zur Banken-Rettung vorlegen, in dem die von Deutschland bisher strikt abgelehnte, gemeinsame Einlagensicherung überraschender Weise einer der zentralen Bausteine ist. Nun stellt sich die Frage: Versucht Barroso, die Deutschen zu überlisten? Oder aber hat er die stille Zustimmung von Angela Merkel zur Übernahme der Risiken von europäischen Banken durch den deutschen Steuerzahler - nach der Bundestagswahl?

Prof. Sinn in Karlsruhe: EZB-Risiko bis zu drei Billionen Euro

Hans-Werner Sinn vom Münchner ifo-Institut redet vor dem Bundesverfassungsgericht Klartext. Die Ausführungen von EZB-Direktor Asmussen, wonach das Aufkaufprogramm mittels OMT auf ein- bis dreijährige Staatsanleihen beschränkt sei, entlarvte der eurokritische Ökonom als plumpe Propaganda.

Die Schuldenknechtschaft für Generationen; Hier nach: Simson und Delila (Giovanni Guercino; 1577-1640) (Foto: bibelwissenschaft.de)

Der Weg zur Knechtschaft: 9.300 Milliarden Euro Banken-Schulden

Die Banken in Südeuropa haben mit Hilfe des billigen EZB-Geldes die Staaten gerettet. Nun geht allen die Puste aus und er zeigt sich: Die Rettungsschirme sind viel zu klein. Daher müssen die Sparer und Steuerzahler ran. Mit einer Banken-Union wollen die Südstaaten ihre Spielschulden internationalisieren. Höre, Deutschland, die Signale!

Nach wenigen Monaten wird Draghis Idee bereits wieder beerdigt, den Mittelstand direkt mit günstigen Krediten zu versorgen.

EZB-Schieflage: Draghi braucht das Geld der Bank-Kunden in Zypern

Für die Europäische Zentralbank geht es in der Zypern-Krise auch um das eigene Überleben: Der Großteil der Staatsanleihen von Zypern sind bei der EZB als Sicherheiten hinterlegt. Sie machen ein Drittel des Eigenkapitals der EZB aus. Geht Zypern pleite, wankt die EZB.

Was dem Belsazar die Schrift an der Wand, ist für Europa die Zypern-Krise. Es gibt keine Hinweise, dass die Euro-Retter die Botschaft verstehen. Das 1635 von Rembrandt gemalte Bild hängt in der National Gallery in London.

Zypern: An der Staatspleite führt kein Weg vorbei

Auch wenn die Euro-Retter über das Wochenende noch eine hastige Lösung für Zypern zimmern. Sie wird nicht länger als ein paar Tage halten. Nichts ist durchdacht, jeder Ansatz muss scheitern. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Angela Merkel ist mit ihrer Alles-oder-Nichts-Politik gescheitert.

Angela Merkel, hier in Begleitung von Frank-Walter Steinmeier, weiß genau, woher die Milliarden kommen werden. Der deutsche Steuerzahler muss noch bis nach der Bundestagswahl warten, bis er's erfährt. (Foto: consilium)

Griechen-Chaos kostet Deutschland früher oder später 93 Milliarden Euro

Das griechische Desaster wird Deutschland teuer zu stehen kommen. 93 Milliarden Euro stehen auf dem Spiel. Aktuell versuchen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, das wahre Ausmaß der Verluste bis nach der Bundestagswahl zu verschleiern.

Man behandelt derzeit die falsche Krankheit, kritisiert Hans-Werner Sinn in Karlsruhe

Hans-Werner Sinn: EU ist ein Fass ohne Boden

In der Verhandlung beim Bundesverfassungsgericht wurden nun die Sachverständigen bezüglich des ESM angehört. Bundesbankpräsident Weidmann sieht dem Spielraum des Verfassungsgerichts Grenzen gesetzt. Hans-Werner Sinn kritisiert, dass bisher die falsche Krankheit behandelt wurde.