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Hans-Werner Sinn

Die Schuldenknechtschaft für Generationen; Hier nach: Simson und Delila (Giovanni Guercino; 1577-1640) (Foto: bibelwissenschaft.de)

Der Weg zur Knechtschaft: 9.300 Milliarden Euro Banken-Schulden

Die Banken in Südeuropa haben mit Hilfe des billigen EZB-Geldes die Staaten gerettet. Nun geht allen die Puste aus und er zeigt sich: Die Rettungsschirme sind viel zu klein. Daher müssen die Sparer und Steuerzahler ran. Mit einer Banken-Union wollen die Südstaaten ihre Spielschulden internationalisieren. Höre, Deutschland, die Signale!

EZB-Chef Mario Draghi greift in die Politik der nationalen Regierungen ein.

EZB-Schieflage: Draghi braucht das Geld der Bank-Kunden in Zypern

Für die Europäische Zentralbank geht es in der Zypern-Krise auch um das eigene Überleben: Der Großteil der Staatsanleihen von Zypern sind bei der EZB als Sicherheiten hinterlegt. Sie machen ein Drittel des Eigenkapitals der EZB aus. Geht Zypern pleite, wankt die EZB.

Was dem Belsazar die Schrift an der Wand, ist für Europa die Zypern-Krise. Es gibt keine Hinweise, dass die Euro-Retter die Botschaft verstehen. Das 1635 von Rembrandt gemalte Bild hängt in der National Gallery in London.

Zypern: An der Staatspleite führt kein Weg vorbei

Auch wenn die Euro-Retter über das Wochenende noch eine hastige Lösung für Zypern zimmern. Sie wird nicht länger als ein paar Tage halten. Nichts ist durchdacht, jeder Ansatz muss scheitern. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Angela Merkel ist mit ihrer Alles-oder-Nichts-Politik gescheitert.

Angela Merkel, hier in Begleitung von Frank-Walter Steinmeier, weiß genau, woher die Milliarden kommen werden. Der deutsche Steuerzahler muss noch bis nach der Bundestagswahl warten, bis er's erfährt. (Foto: consilium)

Griechen-Chaos kostet Deutschland früher oder später 93 Milliarden Euro

Das griechische Desaster wird Deutschland teuer zu stehen kommen. 93 Milliarden Euro stehen auf dem Spiel. Aktuell versuchen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, das wahre Ausmaß der Verluste bis nach der Bundestagswahl zu verschleiern.

Man behandelt derzeit die falsche Krankheit, kritisiert Hans-Werner Sinn in Karlsruhe

Hans-Werner Sinn: EU ist ein Fass ohne Boden

In der Verhandlung beim Bundesverfassungsgericht wurden nun die Sachverständigen bezüglich des ESM angehört. Bundesbankpräsident Weidmann sieht dem Spielraum des Verfassungsgerichts Grenzen gesetzt. Hans-Werner Sinn kritisiert, dass bisher die falsche Krankheit behandelt wurde.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn: Abwerten des Euros könnte die Lösung sein (Screenshot DWN).

Ifo-Präsident zur Haftungsunion: „Der Untergang Europas ist dann ziemlich sicher“

Eine Vergemeinschaftung der Schulden hätte für Europa katastrophale Folgen, warnt der Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Aber auch eine Bankenunion sieht er skeptisch, die Lasten dürften nicht sozialisiert werden – der Steuerzahler hätte das Nachsehen.