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Kredit

Ziemlich fiese Tricks: Die EU - hier José Manuel Barroso mit Wladimir Putin - zweigt russisches Erdgas für die Ukraine ab. Es ist wenig verwunderlich, dass die Russen das als Geschäftsstörung betrachten, weil die Ukraine ihre Rechnungen an Gazprom seit geraumer Zeit nicht mehr bezahlen kann. (Foto: dpa)

Mit Steuergeldern: EU leitet heimlich russisches Erdgas in die Ukraine

Moskau will verhindern, dass EU-Staaten russisches Gas in die Ukraine umleiten. Gazprom-Chef Miller nennt dies einen „halb-betrügerischern Mechanismus“. Daher droht Russland mit einer Reduzierung der Lieferungen. Für die europäischen Steuerzahler stellen die Machenschaften ein neues Milliarden-Risiko dar.

"Jaz" Jazeniuk will, dass die Ukraine Nato-Mitglied wird. Nato-Generalsekretär Rasmussen hört den Wunsch gerne. (Foto: dpa)

Ukraine: Jazenjuk kündigt Antrag Kiews auf Nato-Mitgliedschaft an

Der ukrainische Übergangspremier Arseni "Jaz" Jazenjuk will einen formalen Beitritts-Antrag der Ukraine zur Nato vorlegen. Kiew fordert Waffen aus dem Westen für den Kampf gegen Russland. US-Präsident Obama will schärfere Sanktionen der EU gegen Russland. Der IWF rettet die Ukraine mit einem Milliarden-Kredit vor dem Staatsbankrott.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sucht nach Auswegen aus der wirtschaftlichen und politischen Misere seiner Heimat. (Foto: dpa)

Russland erwägt Blockade des IWF-Kredits für die Ukraine

Russland will offenbar den in Kiew dringend benötigen Kredit blockieren: Premier "Jaz" Jazenjuk hatte angekündigt, mit dem Geld die Schulden bei den Banken bezahlen zu wollen. Doch Russland wartet seit Monaten auf die Bezahlung von offenen Gasrechnungen. Russland will dem US-dominierten IWF nicht den Vortritt lassen und hofft außerdem, damit das ukrainische Bankensystem weiter zu destabilisieren.

IWF-Chefin Christine Lagarde, hier mit ihrem Mitarbeiter Gerry Rice, hat der Ukraine Milliarden versprochen. Davon werden zunächst die Banken profitieren. (Foto: dpa)

Zahlungsunfähig: Ukraine verwendet EU-Steuergelder für den Schuldendienst

Die Ukraine will die ersten Milliarden an internationalen Steuergeldern, die das Land vom IWF erhält, nicht für die Linderung der Not der Zivilbevölkerung verwenden. Die Regierung in Kiew hat angekündigt, dem Schuldendienst Vorrang geben zu wollen. Die Banken sollen ruhig gestellt werden. Denn eigentlich ist das Land längst ruiniert und zahlungsunfähig. Doch davon unbeeindruckt, werden auch Steuergelder aus der EU in die Ukraine gepumpt - ohne jegliche Transparenz oder Kontrolle.

Die Steuerzahler müssen die Rettung der Depfa stemmen. (Bild: Timo Würz)

Weiter wie bisher: Der Steuerzahler bleibt der unaufgeklärte Banken-Retter

Der hohe Schaden für den Steuerzahler aus der indirekten Verstaatlichung der irischen Depfa entstand vor allem durch den politischen Widerstand gegen Abwicklung und Gläubigerbeteiligung in Deutschland. Durch das starre Festhalten an der einmal beschlossenen Bankenrettungsstrategie wurden bei einer Privatbank die Rettungskosten für den Steuerzahler maximiert.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger verhandelt seit Beginn des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine – allerdings mit mäßigem Erfolg, hier bei einem Kiew-Besuch im Juni. (Foto: dpa)

Oettinger bietet Ukraine EU-Steuergelder für Gazprom-Rechnungen an

EU-Energiekommissar Günther Oettinger will die Ukraine mit Gas aus dem Westen beliefern. Zudem soll Gazprom weiter Erdgas liefern, deren Preise erst später durch ein Schiedsgericht bestimmt werden. Die EU stehe in Kontakt mit Kiew, Weltbank und IWF und prüfe weitere Hilfen an die Ukraine.

EZB: Banken lockern Regeln zur Kreditvergabe

Die Banken der Eurozone haben ihre Bedingungen zur Kreditvergabe gelockert. Besonders private Haushalte nehmen dadurch mehr Hypotheken- und Konsumkredite auf. Aber auch Unternehmen finanzieren ihre Investitionen wieder verstärkt auf Pump.

Währungskrieg: Russland-Sanktionen sollen den Dollar retten

Als „neues Instrument der US-Außenpolitik“ bezeichnet Victoria Nuland den Finanzkrieg gegen Russland. Zudem nennt sie die Verunsicherung der Märkte als „ein Skalpell ... der europäischen und der US-Außenpolitik“. Die Amerikaner kämpfen vor allem um die Vorherrschaft des Dollar. Dafür ist ihnen jede Manipulation recht - offenbar auch ein offener Wirtschaftskrieg gegen Russland.

Daumenschraube: USA planen Stopp der Weltbank-Kredite für Russland

Die USA und Kanada wollen Kredite der Weltbank, die für Russland bestimmt sind, blockieren. Die Weltbank ist eine durchwegs US-amerikanisch dominierte Einrichtung. Daher wird es für die Amerikaner kein Problem sein, die Politik der Weltbank zu bestimmen. Auch in der Vergangenheit hat die Weltbank stets loyal zu einem ihrer größten Geldgeber gestanden.

Bank of England eröffnet Kampf gegen Immo-Blase

Die britische Notenbank verschärft die Regeln für die Kreditvergabe. Bei Hypotheken werden künftig Obergrenzen gezogen. Der Kredit darf das 4,5-Fache des Einkommens der Hausbauer nicht mehr übersteigen.