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Merkel

Die jüngsten, schweren Verstimmungen zwischen Deutschland und der EU zeigen: Es gibt keine Technik, mit der Barroso und Merkel die Schuldenkrise lösen können. Bei nüchterner Betrachtung wäre eine Währungsunion besser für Merkel - weil die Eliten dann an der Macht bleiben könnten. (Foto: consilium)

Ökonom: „Währungsreform ist der einzige Ausweg aus der Schuldenkrise“

Der Ökonom Christoph Braunschweig sieht zur Lösung der Schuldenkrise nur zwei Alternativen: Entweder kommt es zum völligen Chaos oder zu einer Währungsreform. Um einen sozialen Flächenbrand in Europa zu verhindern, dürften sich die Politiker für die Währungsreform vorbereiten. Sie bietet den Eliten den angenehmen Nebeneffekt, dass sie an der Macht bleiben können.

Merkel und Barroso: Die Deutschen sind genervt, weil sich die EU-Kommission in Macht-Spielchen verzetteln und die Euro-Rettung dadurch behindert. (Foto: consilium)

Schäuble verliert die Nerven: EU ist zu langsam bei der Rettung!

Wolfgang Schäuble wird nervös: Die Euro-Rettung gehe nicht schnell genug. Alle Bemühungen, den Süden Europas zu retten, würden von der EU-Kommission mit endlosen Kompetenz-Streitigkeiten verschleppt. Die Attacke Schäubles trägt panikhafte Züge. Offenbar ist die Lage der Euro-Zone weitaus schlimmer als von der Politik eingeräumt.

Die zypriotische Regierung hat nichts gegen die Geldwäsche unternommen. Für die EU ist das kein Problem: Sie unterstützt das Land mit zwei MIliarden Euro. (Foto: Flickr/photos by blperk)

EU wäscht Schwarzgelder in Zypern weiß

Zypern erhält Hilfskredite im Umfang von zwei Milliarden Euro. Voraussetzung war eine Bekämpfung der ausufernden Geldwäsche in dem Land. Ein Bericht einer entsprechenden Untersuchungskommission zeigt zwar, dass bis dato nichts geschehen ist. Die erste Tranche erhält Zypern dennoch.

Zusammengefasste Geburtenziffer bis 2009. (Grafik: HWWI)

Zu teuer: Deutsche wollen keine Kinder mehr

Im europäischen Vergleich ist die Zahl der Kinderwünsche in Deutschland mit am niedrigsten. Es mangelt an sinnvollen politischen Maßnahmen, um den potentiellen Eltern die Entscheidung für Kinder zu erleichtern. Der Rückgang der Geburten ist alarmierend. Er gefährde das soziale Sicherheitsnetz und das Wirtschafts-Wachstum.

Hegel, Schopenhauer und Nietzsche sind out. Die Zukunft gehört den fröhlichen Deutschen, wenn es nach Angela Merkel geht. (Fotos: Gemälde von Schlesinger, Crivelli, PixtalRF - oberer Reihe; consilium/Oettinger, Ramsauer, Merkel)

Zuwanderung erleichtern: Merkel will Hegel und Nietzsche verbieten

Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt: Zuwanderer aus anderen Ländern kommen nicht nach Deutschland, weil sie die Deutschen als zu verschlossen und trübsinnig erleben. Das Verbot der deutschen, pessimistischen Philosophen könnte die Attraktivität Deutschlands nachhaltig erhöhen.

Merkel zum alten Deutschland: „Das Ganze nicht mit Trübsinn begleiten“

Da es in Deutschland immer weniger Arbeitskräfte gebe, sei mehr Zuwanderung nötig, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dazu müsse Deutschland aber seinen schlechten Ruf überwinden (Rede im Wortlaut laut Manuskript).

AfD-Parteichef Lucke spricht sich für eine Spaltung des Euroraums aus und will Parallelwährungen. (Foto: DWN)

AfD rückt von Kernforderung ab: Keine Rückkehr zur D-Mark

Der Parteichef der Alternative für Deutschland favorisiert den Verbleib Deutschlands im Euroraum. Die Euro-Zone sollte umgeformt werden. Es solle einen Kern-Euro geben. Eine rasche Rückkehr zur D-Mark lehnt der Parteichef Bernd Lucke ab. Das Problem der AfD mit dem Thema zeigt: Eine politische Utopie kann auch durch technokratische Kunstgriffe gerettet werden.

Zusammen arbeiten Rehn (EU) und Asmussen (EZB) an Plänen zur Beteiligung der Sparer an der Rettung der Banken (Foto: Consilium).

Asmussen klärt EU-Parlament auf: Sparer müssen bei Bankenrettung bluten

Die EU wird die Sparer zur Rettung der Banken heranziehen - und zwar europaweit. Von den weit gediehenen Plänen der Troika unterrichtete EZB-Mitglied Jörg Asmussen am Mittwoch das staunende Europäische Parlament.

Schäuble und die deutsche Souveränität: Eine durchaus spannungsreiche Beziehung (Foto: consilium)

Schäuble: Deutschland fällt die Abgabe von Souveränität nicht schwer

Wolfgang Schäuble ist der Meinung, dass es Deutschland nicht sonderlich schwerfallen sollte, weitere Teile seiner Souveränität aufzugeben. Das seien die Deutschen nach der Besatzungszeit gewöhnt. Diese Aussage könnte man als freiwillige Selbstaufgabe interpretieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Berlin und erläuterte den Schülern ihre Vision der EU. (Foto: Bundesregierung/Denzel)

Merkel erwartet jahrelange hohe Arbeitslosigkeit

Angela Merkel äußerte sich vor Berliner Schülern pessimistisch über die wirtschaftliche Zukunft in der EU. Die Arbeitslosigkeit werde noch jahrelang hoch sein. Europa müsse sich dem Wettbewerb mit China und Indien stellen.