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Rettungspaket

Nach Angaben des Vorsitzenden der spanischen Notenbank, Miguel Angel Fernandez, beträgt das Volumen der faulen Kredite inzwischen 184,3 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Marode spanische Banken hoffen auf Schonung durch die EZB

Beim Stresstest der EZB dürfte vor allem Banken kleinere Länder durchfallen. Für größere Staaten gilt: Die Banken müssen überleben, um das Finanzsystem nicht zu gefährden. Darauf hoffen vor allem die spanischen Banken, die ja erst vor zwei Jahren aus dem ESM gerettet wurden.

IWF: Steuerzahler muss erneut Milliarden für „Griechenland“ aufbringen

Wenige Tage nach der EU-Wahl lässt der IWF die Katze aus dem Sack: „Griechenland“ braucht erneut Milliarden. „Griechenland“ - das ist nicht das griechische Volk, sondern die von Schuldenpolitikern als politisches Projekt geführte Euro-Zone. Die unvermeidlichen Verluste für die Steuerzahler werden so lange versteckt, bis sich der Schuldenschnitt nicht mehr verhindern lässt. Das Ganze basiert auf den Berechnungen des IWF, die sich erst in dieser Woche wieder als falsch erwiesen haben.

Griechenland findet keinen Finanzminister

In Griechenland wechselt der Finanzminister auf den Posten des Zentralbankchefs - wohl, um die Unabhängigkeit der Notenbanken von der Politik zu dokumentieren. Den Job als Finanzminister will allerdings keiner haben - alle fürchten, dass im Sommer etlichen Leichen im Keller gefunden werden. Daher haben die Griechen nun die Sommerpause vorgezogen.

Euro-Krise kehrt zurück: Portugal muss mehr für Schulden zahlen

Die portugiesischen Zinsen auf Staatsanleihen steigen nach dem Verbot einiger Sparmaßnahmen durch das Oberste Gericht. Die vom Gericht gekippten Reformen waren Teil des Sparprogramms, das Portugal als Gegenleistung für Finanzhilfen der Troika auflegen musste.

Portugal: Gericht verbietet Sparmaßnahmen der Regierung

Das Oberste Gericht in Portugal hat einige Sparmaßnahmen der Regierung als verfassungswidrig verworfen. Dadurch entsteht dem Land eine Finanzierungslücke von 700 Millionen Euro. Das Sparprogramm wurde verabschiedet, weil es Bedingung für das Rettungspaket von EU und IWF war.

Ukraine will mit IWF-Krediten offene Rechnungen bei Gazprom zahlen

Die Ukraine will die Hilfsgelder von EU und IWF dazu verwenden, um die russischen Gasrechnungen zu zahlen. Doch zuerst müsse Moskau den Preis für das Erdgas senken. Zudem wird weiter an der Unterzeichnung des Freihandelsabkommen zwischen EU und Ukraine gearbeitet.

Griechenland plant Rückkehr an Kapitalmärkte

Griechenland will 5-jährige Anleihen für insgesamt zwei Milliarden Euro ausgeben. Um Hedgefonds aus den USA anzulocken, ist sogar eine Dollar-Anleihe denkbar. Das Land nutzt die Spekulationen um Anleihekäufe der EZB, um günstig an neues Kapital zu kommen.

Für Finanzminister Schäuble ist der Euro eine der stabilsten Währungen, daran kann auch die Krise in Griechenland nichts ändern. (Foto: Laurence Chaperon)

Schäuble verspricht Griechenland neue Hilfsgelder

Ein Schuldenschnitt für Griechenland kommt für den deutschen Finanzminister nicht infrage. Sollte die Griechen aber gegen Ende des Jahres neue Milliarden benötigen, werden sie diese auch kriegen. Schließlich sei das Land genauso wie der Rest der Eurozone auf einem guten Weg.

Zypern warnt Europa: Zwangsabgabe für Sparer kommt überall

Der Botschafter Zyperns in Berlin, Minas A. Hadjimichael, ist überzeugt, dass die Zwangsabgabe bei Banken-Pleiten in Zypern ein Probelauf für ganz Europa war. EU und IWF hätten Zypern zum Schuldenschnitt gedrängt. Gebessert habe sich seither nichts: Zyperns Jugendarbeitslosigkeit liegt nach der „Rettung“ bei 40 Prozent - ein trauriger Allzeit-Rekord.

Troika in Griechenland: Neue Kredite für neue Schulden

Nach der Bundestags-Wahl laufen in Griechenland die Verhandlungen über das nächste Hilfs-Programm. Athen braucht das Geld, um seinem Schuldendienst bei der EZB und den Banken nachkommen zu können. Die Troika stellt den Griechen in Aussicht, dass die Bedingungen für frisches Geld gelockert werden könnten.

ESM-Chef Klaus Regling und Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem: Den Rettungsschirm heimlich zur Bad Bank umfunktioniert. (Foto: consilium)

Deutsche Steuerzahler sollen Altlasten der europäischen Pleite-Banken schlucken

Griechenland und Irland wollen die Milliarden-Schulden für die geretteten Banken heimlich in den ESM verschieben. Das könnte auch Spanien und Zypern gefallen. Damit würden den europäischen Steuerzahlern die Altlasten der Pleite-Banken untergejubelt. Finanzminister Schäuble sieht diese Möglichkeit „eigentlich“ nicht. „Eigentlich“ ist ein sehr gefährliches Wort in der Euro-Krise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kreis der Euro-Retter: Unkontrollierte Milliarden-Transfers aus den Strukturfonds führen die Euro-Zone weiter ins Schulnde-Debakel. (Foto: consilium)

Ohne jede Kontrolle: EU überweist zusätzliche Milliarden an Pleite-Staaten

Seit Jahrzehnten erhalten Länder wie Griechenland, Portugal und Irland, die sich unter dem „Rettungsschirm“ befinden, milliardenschwere Hilfen aus den Infrastruktur- und Kohäsionsfonds der EU. Diese Strukturfonds unterliegen keiner wirksamen, demokratischen Kontrolle. Viele Gelder werden offenbar fehlgeleitet und begünstigen eine Misswirtschaft ohnegleichen.

Die nächsten Hilfskredite will der griechische Finanzminister Stournaras ganz ohne Bedingungen von der Troika bekommen. Schäuble ist froh, dass Stournaras den deutschen Wahlkampf nicht belastet und einen Schuldenschnitt bisher ausschließt. (Foto: Consilium)

Griechenland will neue Kredite ohne Bedingungen

Der griechische Finanzminister schätzt den zusätzlichen Finanzbedarf seines Landes auf 10 Milliarden Euro. Diese Hilfen dürften allerdings nicht mit neuen Auflagen verbunden werden, denn die Pflichten seines Landes seien ja bereits bis Ende 2016 festgelegt.

Mit dem Umweg über den EU-Haushalt will Schäuble erst gar nicht den Deutschen Bundestag über neue Griechenland-Hilfen entscheiden lassen (Foto: Consilium).

Neue Milliarden für Euro-Rettung: Schäuble will Bundestag umgehen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will die nächsten Milliarden für die Euro-Rettung direkt aus dem EU-Budget nehmen. Dies erspart ihm den Umweg über den Deutschen Bundestag. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich auch bei diesen Geldern um deutsche und europäische Steuergelder handelt.

Eigentlich will Angela Merkel vor der Wahl nicht mehr über Griechenland sprechen. Samaras muss wie die Deutschen warten, wenn er Details erfahren will. (Foto: Consilium)

Merkel erwartet Rettungspaket für Griechenland nächstes Jahr

Angela Merkel bereitet die Deutschen langsam auf die nächste Griechenland-Aktion vor. Statt eines Schuldenschnitts steht offenbar der nächste Kredit an. Die Euro-Rettung gerät außer Kontrolle.

Trittin verlangt Abgabe von Souveränität an Brüssel

Jürgen Trittin traut den Nationalstaaten nicht und will daher mehr Souveränität an die EU-Kommission und das EU-Parlament abgeben. Im Grunde ist das jedoch eine nationalistische Position.

Bundesfinanzminister Schäuble wird die nächste Auszahlung für Griechenland wohl nicht blockieren. (Foto: EU-Consilium)

Schäuble kündigt weiteres Rettungspaket für Griechenland an

Etwa einen Monat vor der Bundestagswahl macht Finanzminister Schäuble nun die Büchse der Pandorra auf. Während einer Wahlveranstaltung sprach Schäuble zum Ärger Merkels von einem weiteren „Programm“ für Griechenland.

Wolfgang Schäuble hat den deutschen Steuerzahlern noch nicht erklärt, dass Deutschland bei der Zypern-Rettung auf Milliarden-Beträge verzichtet. (Foto: consilium)

Deutschland verliert bei Zypern-Rettung 1,4 Milliarden Euro

Das am Sonntag in Brüssel beschlossene EU-Hilfspaket kostet Deutschland mindestes 1,4 Milliarden Euro. Das ist der Zins-Verlust, den die Deutschen hinnehmen müssen, wiel Zypern über den ESM versorgt wird. Es ist denkbar, dass die Summe am Ende trotz Rettung noch bedeutend höher ausfallen wird.

Analysten: „Europa ist ein völliges Desaster“

Die Krise in Zypern ist nur ein Indikator dafür, dass Europa in einem Zustand des Chaos versinkt, meint der US-Analyst Joe Weisenthal. Dem System drohe der Zusammenbruch. Eine Rettung sei unmöglich, weil die Interessen der Nord- und der Südstaaten einander diametral entgegenlaufen.

Malta: EU setzte Zypern Pistole an den Kopf

Zypern sei ein warnendes Beispiel dafür, wie es einem kleinen Land der Eurozone ergehen kann, wenn es in Finanznot gerät. Schäuble sei es gewesen, der danach sofort alle Überweisungen von und zu den zypriotischen Banken einstellen wollte.