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Rettungspaket

Dunkle Wolken über Athen: Der IWF sieht das Euro-System in der Pflicht, weitere Milliarden für die Aufrechterhaltung des griechischen Schuldendienstes bereitzustellen. (Foto: dpa)

IWF: Steuerzahler muss erneut Milliarden für „Griechenland“ aufbringen

Wenige Tage nach der EU-Wahl lässt der IWF die Katze aus dem Sack: „Griechenland“ braucht erneut Milliarden. „Griechenland“ - das ist nicht das griechische Volk, sondern die von Schuldenpolitikern als politisches Projekt geführte Euro-Zone. Die unvermeidlichen Verluste für die Steuerzahler werden so lange versteckt, bis sich der Schuldenschnitt nicht mehr verhindern lässt. Das Ganze basiert auf den Berechnungen des IWF, die sich erst in dieser Woche wieder als falsch erwiesen haben.

Während KfW-Chef Ulrich Schröder in Athen vorschlägt, was man mit den deutschen Krediten machen könnte, sucht Finanzminister Yannis Stournaras (ganz rechts) diskret einen Nachfolger. (Foto: dpa)

Angst vor den Leichen im Keller: Griechenland findet keinen Finanzminister

In Griechenland wechselt der Finanzminister auf den Posten des Zentralbankchefs - wohl, um die Unabhängigkeit der Notenbanken von der Politik zu dokumentieren. Den Job als Finanzminister will allerdings keiner haben - alle fürchten, dass im Sommer etlichen Leichen im Keller gefunden werden. Daher haben die Griechen nun die Sommerpause vorgezogen.

Nach dem Verbot einiger Sparmaßnahmen der portugiesischen Regierung, hier Premier Pedro Passos Coelho, durch das Oberste Gericht geraten die Staatsanleihen unter Verkaufsdruck. (Foto: dpa)

Euro-Krise kehrt zurück: Portugal muss mehr für Schulden zahlen

Die portugiesischen Zinsen auf Staatsanleihen steigen nach dem Verbot einiger Sparmaßnahmen durch das Oberste Gericht. Die vom Gericht gekippten Reformen waren Teil des Sparprogramms, das Portugal als Gegenleistung für Finanzhilfen der Troika auflegen musste.

Die Sparmaßnahmen von Premier Pedro Passos Coelho wurden vom Obersten Gericht Portugals gekippt. (Foto: dpa)

Portugal: Gericht verbietet Sparmaßnahmen der Regierung

Das Oberste Gericht in Portugal hat einige Sparmaßnahmen der Regierung als verfassungswidrig verworfen. Dadurch entsteht dem Land eine Finanzierungslücke von 700 Millionen Euro. Das Sparprogramm wurde verabschiedet, weil es Bedingung für das Rettungspaket von EU und IWF war.

Manuel Barroso und Arseni Jazenjuk arbeitet am Freihandelsabkommen zwischen EU und der Ukraine. (Foto: dpa)

Ukraine will mit IWF-Krediten offene Rechnungen bei Gazprom zahlen

Die Ukraine will die Hilfsgelder von EU und IWF dazu verwenden, um die russischen Gasrechnungen zu zahlen. Doch zuerst müsse Moskau den Preis für das Erdgas senken. Zudem wird weiter an der Unterzeichnung des Freihandelsabkommen zwischen EU und Ukraine gearbeitet.

Griechenland plant Rückkehr an Kapitalmärkte

Griechenland will 5-jährige Anleihen für insgesamt zwei Milliarden Euro ausgeben. Um Hedgefonds aus den USA anzulocken, ist sogar eine Dollar-Anleihe denkbar. Das Land nutzt die Spekulationen um Anleihekäufe der EZB, um günstig an neues Kapital zu kommen.

Für Finanzminister Schäuble ist der Euro eine der stabilsten Währungen, daran kann auch die Krise in Griechenland nichts ändern. (Foto: Laurence Chaperon)

Schäuble verspricht Griechenland neue Hilfsgelder

Ein Schuldenschnitt für Griechenland kommt für den deutschen Finanzminister nicht infrage. Sollte die Griechen aber gegen Ende des Jahres neue Milliarden benötigen, werden sie diese auch kriegen. Schließlich sei das Land genauso wie der Rest der Eurozone auf einem guten Weg.

Zypern warnt Europa: Zwangsabgabe für Sparer kommt überall

Der Botschafter Zyperns in Berlin, Minas A. Hadjimichael, ist überzeugt, dass die Zwangsabgabe bei Banken-Pleiten in Zypern ein Probelauf für ganz Europa war. EU und IWF hätten Zypern zum Schuldenschnitt gedrängt. Gebessert habe sich seither nichts: Zyperns Jugendarbeitslosigkeit liegt nach der „Rettung“ bei 40 Prozent - ein trauriger Allzeit-Rekord.

Troika in Griechenland: Neue Kredite für neue Schulden

Nach der Bundestags-Wahl laufen in Griechenland die Verhandlungen über das nächste Hilfs-Programm. Athen braucht das Geld, um seinem Schuldendienst bei der EZB und den Banken nachkommen zu können. Die Troika stellt den Griechen in Aussicht, dass die Bedingungen für frisches Geld gelockert werden könnten.

ESM-Chef Klaus Regling und Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem: Den Rettungsschirm heimlich zur Bad Bank umfunktioniert. (Foto: consilium)

Deutsche Steuerzahler sollen Altlasten der europäischen Pleite-Banken schlucken

Griechenland und Irland wollen die Milliarden-Schulden für die geretteten Banken heimlich in den ESM verschieben. Das könnte auch Spanien und Zypern gefallen. Damit würden den europäischen Steuerzahlern die Altlasten der Pleite-Banken untergejubelt. Finanzminister Schäuble sieht diese Möglichkeit „eigentlich“ nicht. „Eigentlich“ ist ein sehr gefährliches Wort in der Euro-Krise.