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Schäuble

Die Griechenland-Strategie von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble ist nicht aufgegangen. (Foto: dpa)

Die Stunde der Wahrheit: Euro-Rettungsgeld ist weg

Angela Merkel muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass bei der Euro-Rettung Milliarden an Steuergeldern vernichtet wurden. Der diese Erkenntnisse zu Tage fördernde IWF-Bericht schlug in Berlin wie eine Bombe ein.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble am Mittwoch im Bundestag: Ein Clique will sich Europa krallen. (Foto: dpa)

Alle Macht der Clique: Merkels eiskalte Vision für Europa

Angela Merkel hat eine eiskalte Vision von Europa: Die herrschende Clique muss an der Macht bleiben. Daher will sie die Syriza-Regierung in Griechenland stürzen – koste es, was es wolle. Das Referendum wird zum Fanal für die Griechen: Sie sollen zu ihrer eigenen Knechtschaft „Ja!“ sagen. Solch ein zynisches System ist dem Untergang geweiht.

Alexis Tsipras ist angezählt: Es gibt kaum noch eine List, mit der er sich der finalen Punch der Troika entziehen wird können. (Foto: dpa)

Troika wartet auf den Knock-Out: Tsipras wankt, aber er fällt noch nicht

Die griechische Regierung scheint unter dem Druck der EU einzuknicken: Premier Tsipras hat einen Brief geschrieben, in dem er fast alle Anordnungen der Troika erfüllt. Doch Wolfgang Schäuble reicht das noch nicht. Tsipras wankt. Er ruft das Volk zu Hilfe. Die Troika bereitet ihn auf den finalen Punch vor. Wir erleben das Schauspiel einer politischen Demontage.

Wolfgang Schäuble: Griechenland bleibt im Euro. (Foto: dpa)

Schäuble: Griechenland bleibt in jedem Fall im Euro

Wolfgang Schäuble erklärt, dass Griechenland auch als säumiger Schuldner weiter im Euro plant. Das ist mit Sicherheit zutreffend: Es gibt keine rechtliche Möglichkeit zum Euro-Austritt. Hinter den Kulissen wird offenbar über eine Lösung verhandelt. Sie könnte aus einer Mischung von Schuldenschnitt und weiterer Austerität bestehen.

Angela Merkel beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU: Es ist Zeit für schlechte Nachrichten. (Foto: dpa)

Stunde der Wahrheit: Große Koalition spricht von Milliarden-Verlusten

Erstmals haben sich führende Koalitions-Politiker aus der Deckung gewagt und den Schaden benannt, der dem deutschen Steuerzahler aus dem Euro-Desaster erwächst. Langsam versteht man, warum Angela Merkel auf Tauchstation gegangen ist.

Samstag, 27. Juni 2015, Tag der Wahrheit in Brüssel: Möchte man von diesen Leuten regiert werden? (Foto: dpa)

Historisches Fiasko: Die Euro-Zone zerlegt sich selbst

Nach dem Chaos-Samstag bei den Euro-Finanzministern weiß niemand, wie es weitergeht. Die Euro-Zone präsentiert sich als Truppe von Dilettanten, die die Nerven verlieren und nicht verhandeln können – kleine Diktatoren, die zu zittern beginnen, wenn die Kofferträger den Raum verlassen. Man möchte von diesen Leuten nicht regiert werden.

Der griechische Premier Alexis Tsipras bei der Ankunft zum nächsten Gipfel in Brüssel. (Foto: dpa)

Griechenland lässt Ultimatum der Euro-Zone verstreichen

Im griechischen Schulden-Poker setzten die Griechen auf eine politische Einigung. Ein Ultimatum der Euro-Retter hat Griechenland verstreichen lassen. Mit Spaniens Rajoy scheint ein erster Anti-Tsipras Hardliner einzuknicken. Österreich bietet eine neue Deadline an. Der Troika-Vorschlag nähert sich dem griechischen Plan an. Wolfgang Schäuble ist stinksauer.

Die Euro-Retter - im Bild Finanzkommissar Pierre Moscovici und IWF-Chefin Christine Lagarde - diskutieren mit Sicherheit auch die Themen Umschuldung und Schuldenschnitt. (Foto: dpa)

Griechenland: Neue Verhandlungen über Schulden-Krise

Seit 9 Uhr verhandelt die Troika in Brüssel mit Griechenland über das Ende der Schulden-Krise. Die Materie ist komplex. Die Tatsache, dass auch der ESM-Chef in alle Verhandlungen eingebunden ist, zeigt, dass es auch um die Themen Schuldenschnitt und Umschuldung geht.

ESM-Chef Klaus Regling ist der derzeit vielleicht wichtigste Gesprächspartner für Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis. Hier die beiden beim Krisen-Gipfel am Mittwoch in Brüssel. (Foto: dpa)

Nacht ohne Ergebnis: Tsipras und die Troika verhandeln weiter

Der griechische Premier Tsipras und die Vertreter der Troika haben ihre Verhandlungen in Brüssel beendet, Ein Ergebnis ist noch nicht bekannt. Eine Einigung soll nicht erzielt worden sein. Die Finanzminister werden am Donnerstag weiter beraten.

Die Gegenspielerin: IWF-Chefin Christine Lagarde stellt das Maßnahmenpaket von Alexis Tsipras in Frage. (Foto: dpa)

Griechenland: Tsipras attackiert die Troika

Der griechische Premier Alexis Tsipras hat scharfe Kritik an Teilen der Troika geäußert. Er scheint den IWF zu meinen, der eine zu einseitige Erhöhung der Steuern in Griechenland als keine Lösung der Krise ansieht.

Sie müssen umsetzen, was Washington erwartet: Angela Merkel und Francois Hollande beim Beratungsgipfel am Montag in Brüssel. (Foto: dpa)

USA gönnen Putin keinen Triumph: Griechenland muss im Euro bleiben

Die US-Regierung besteht auf dem Verbleib Griechenlands im Euro - aus militärischen Gründen, aber vor allem, um gegen Russland aus einer Position der Stärke agieren zu können. Daher muss die EU zusammenbleiben. Die USA sehen ganz genau, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro das Ende der EU bedeuten würde.

Gut gelaunt beim Krisengipfel: Griechenlands Alexis Tsipras und EU-Präsident Jean-Claude Juncker am Montag in Brüssel. (Foto: dpa)

Euro-Retter erwarten Einigung mit Griechenland noch in dieser Woche

Die EU erwartet eine Einigung mit Griechenland noch im Verlauf dieser Woche. Nachdem die USA eine Einigung gefordert hatten, lobt der notorisch sehr US-orientierte EU-Präsident Tusk die Griechen für ihre substanziellen Vorschläge. Wie Tusk das beurteilen will, bliebt sein Geheimnis: Die Vorschläge trafen angeblich erst im Lauf des Montags ein und müssen nun vor der Troika durchgerechnet und anerkannt werden.

Aller Augen auf Angela Merkel hier bei einer Pressekonferenz in Magdeburg am Montag. (Foto: dpa)

Euro-Retter geben sich mehr Zeit für Deal mit Griechenland

Die Euro-Retter wollen mit Griechenland auch nach dem für heute eilig einberufenen Krisen-Gipfel weiter verhandeln. Wozu dann alle Staatschefs auf Steuerzahler-Kosten durch Europa tingeln müssen, erschließt sich dem Beobachter nicht. Auffallend: Bundesfinanzminister strahlt eine geradezu demonstrative Lustlosigkeit aus.

Wolfgang Schäuble und Angela Merkel: Auf der Suche nach dem Sündenbock für ein Desaster von historischem Ausmass. (Foto: dpa)

Grexit: Die Euro-Retter zittern vor der Stunde der Wahrheit

Die Euro-Retter sind in der Falle: Wenn Griechenland pleitegeht, verlieren die europäischen Steuerzahler etwa 340 Milliarden Euro. Die EZB verliert ihre Autorität. Und Griechenland stürzt ins Chaos. Nur Schlafwandler können bei einer solchen Ausgangslage bis zum Äußersten gehen. Die Euro-Retter zittern vor der Stunde der Wahrheit.

Sigmar Gabriel, hier vor dem Edathy-Untersuchungsausschuss, hat lange zu Griechenland geschwiegen. Er hätte es dabei belassen sollen. (Foto: dpa)

Die Stunde der Opportunisten: Macht die Griechen fertig!

Man könnte den Glauben an die Demokratie verlieren: Die Sprüche, mit denen europäische Politiker die Griechen diffamieren, entlarven die Volksvertreter als blanke Opportunisten. Die Schamlosigkeit kennt keine Grenzen. Das Ressentiment dominiert das Denken. Zynismus pur ist der neue Geist der politischen Eliten. Erst kommt das Fressen. Dann das Rülpsen. Und dann lange nichts mehr.

Griechenland hat mit der Handelsflotte und dem Tourismus echte Assets. (Foto: dpa)

Grexit: Nicht schon wieder Entscheidungen ohne taugliche Grundlagen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland aufgrund völlig falscher Daten beurteilt. Deshalb hat die Therapie nicht angeschlagen. Jetzt werden dem Land wieder Alternativen aufgezwungen, die beide untauglich sind: Die Fortsetzung der internen Abwertung oder Grexit. Beides ist fatal. Solange keine realistische Datengrundlage besteht, und das Bankensystem nicht fixiert wird, wird sich die Schuldendeflation fortsetzen.

Applaus von der EU für Ukraines Präsident Poroschenko: Zu diesem Zeitpunkt wussten die Präsidenten Martin Schulz und Joachim Gauck allerdings noch nicht, dass die Ukraine ein akutes Schulden-Problem hat. (Foto: dpa)

Ukraine beschließt: Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger werden nicht mehr bedient

Die Ukraine hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger nicht mehr bezahlt werden. Russland, das damit gemeint ist, spricht vom ersten Schritt in die Staatspleite. Die Milliarden der deutschen Steuerzahler, die in die Ukraine geflossen sind, sind akut gefährdet.

Die Euro-Retter pokern mit hohem Einsatz: Es scheint ihnen nicht bewusst zu sein, dass es keinen Grexit ohne dramatische Folgen für die EU gibt. (Foto: dpa)

Falsche Zahlen: Wirtschaftslage in Europa viel schlechter als angenommen

Die Euro-Retter haben die Lage in Griechenland nach Ansicht des Schweizer Finanzexperten Michael Bernegger völlig falsch beurteilt. Daher sind die dem Land aufgezwungenen Alternativen – Grexit oder interne Abwertung - völlig untauglich. Bedenklich: Auch in den anderen Euro-Krisenstaaten ist die tatsächliche Lage viel schlechter als die offiziellen Zahlen. Die EU befindet sich auf keinem guten Weg.

Protest-Aktion der kommunistischen Gewerkschaft PAME am Donnerstag in Athen. (Foto: dpa)

Bank-Run in Griechenland wird teuer für Deutschland

Die Bundesregierung hat sich bei den Verhandlungen mit Griechenland äußerst ungeschickt angestellt. Die zögerliche Haltung hat die Kleinanleger in einen Bankrun getrieben, der am Ende die deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommen wird. Der Bankrun ist unnötig, weil die griechischen Banken rekapitalisiert wurden und die Einlagen über die europäische Einlagensicherung gesichert sind.

Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (li.) verlässt die Bundesregierung mitten in der Krise. (Foto: dpa)

Mitten in der Krise: Erster Schäuble-Mann setzt sich ab

Die Bundesregierung zeigt Auflösungserscheinungen: Steffen Kampeter, enger Vertrauter von Wolfgang Schäuble scheidet aus dem Kabinett aus und wechselt in den krisensicheren Lobbyismus.