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Schäuble

Während der Fussball-WM wurde die Bankenunion auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung will Aktienhalter und Sparer im Falle einer Bankpleite zur Kasse bitten. (Foto: dpa)

Zum WM-Finale: Sparer und Steuerzahler haften offiziell für Pleite-Banken

Die Bundesregierung hat ein Gesetzespaket zur Bankenunion beschlossen. Im Fall einer Bankpleite werden Aktienhalter und Sparer zur Kasse gebeten. Danach werden die Steuergelder aus dem Rettungsschirm ESM für die Bankenrettung eingesetzt. Die Einlagensicherungen sind völlig unzureichend. Die Sparer müssen sich ihr Geld bei einer GmbH der Banken-Lobby holen. Deutschland bleibt Zahlmeister und hofft nun darauf, dass es wenigstens Weltmeister wird.

Die Pläne des französischen Finanzministers Michel Sapin, den Euro im Kampf gegen den Dollar weichzuspülen, dürften bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einige Besorgnis auslösen. (Foto: dpa)

Franzosen wollen weichen Euro: Total-Chef fordert Ende des Petro-Dollars

Die Franzosen machen gegen den Dollar mobil: Sie fordern einen stärkeren globalen Einsatz des Euro. Was auf den ersten Blick als eine Revanche gegen die Amerikaner wegen der Milliarden-Strafe gegen die BNP Paribas erscheint, ist in Wahrheit ein weiterer Versuch, den Euro abzuwerten. Damit hofft Paris, die marode Wirtschaft im eigenen Land in Schwung zu bringen. Finanzminister Sapin will die neue Strategie auf die Tagesordnung der Euro-Finanzminister setzen.

Schäuble: Enteignung durch kalte Progression bleibt

Bundesfinanzminister Schäuble will nicht gegen die kalten Progression vorgehen. Grund sei die fehlende Bereitschaft der Bundesländern, die Steuergesetze zu ändern. Durch die kalte Steuerprogression wird ein wachsender Teil von Lohnerhöhungen vom Staat vereinnahmt.

Die Bundesregierung bekommt auch 2015 den Schuldenberg nicht unter Kontrolle. (Foto: dpa)

Schäuble-Haushalt verletzt Schulden-Regeln der EU

Der deutsche Schuldenberg wird mit dem Haushalt 2015 den EU-Stabilitätspakt weiter brechen. Demnach ist nur eine Verschuldung von 60 Prozent der Wirtschaftskraft erlaubt, Deutschland liegt über 70 Prozent. Finanzminister Schäuble plant erst in zehn Jahren unter die Schuldenobergrenze zu kommen.

Wenn die EZB gezwungen ist, die Leitzinsen wieder anzuheben, wird Schäuble erheblich mehr für den Schuldendienst aufbringen müssen. (Foto: dpa)

Schäubles Poker: Haushalt funktioniert nur, wenn die Zinsen niedrig bleiben

Beim Bundeshaushalt ist Bundesfinanzminister Schäuble vollständig auf die Gunst von Mario Draghis niedrigen Zinsen angewiesen. Sollten die Zinsen steigen, sind alle Pläne ab 2015 wegen der nötigen Umschuldungen Makulatur. So zeigt sich: Der Schuldenberg kann nur auf Kosten der deutschen Sparer abgebaut werden.

Die EZB ist offenbar entschlossen, die Euro-Schuldenstaaten zu stützen. Wenn das kunstvolle Gebäude jedoch einstürzt, fällt es den europäischen Sparern und Steuerzahlern auf den Kopf. (Foto: dpa)

Draghi greift nach den Staatsanleihen: „Innerhalb unseres Mandats möglich“

Der Ankauf von Staatsanleihen ist nach Mario Draghis Worten innerhalb des gesetzlichen Mandats der Europäischen Zentralbank. Sollte es eine Deflation geben, werde gekauft. In den vergangenen Wochen hatte die EZB zunehmend vor einer Deflation gewarnt. Wann eine Deflation stattfindet, bestimmt die EZB.

Die neue Wirtschaftsweise Isabel Schnabel aus Mainz liefert eine originelle Perspektive für die Enteignung der deutschen Sparer: Die Sparer sollten froh sein, dass die EZB Geld druckt, denn sonst würde die Rettung noch schmerzhafter. (Foto: dpa)

Merkel-Beraterin: Ohne Geld-Drucken der EZB käme alles noch schlimmer

Die künftige Wirtschaftsweise Isabel Schnabel hat den deutschen Sparern geraten, ihre Verluste durch die niedrigen Zinsen positiv zu sehen: Ohne das Geld-Drucken der EZB wäre alles "noch viel schmerzhafter und teurer". So kann man die Opfer der Schulden-Krise natürlich auch zu weiterem Leiden motivieren.

Die bulgarische Zentralbank hat der Corpbank die Banklizenz entzogen. (Foto: National Bank of Bulgaria)

„Wir erleben die massive finanzielle Repression“

Im Interview mit dem Ludwig-Mises-Institut kritisiert DWN-Herausgeber Michael Maier eine „Internationalisierung des staatlichen Gewalt-Systems“, das auf eine massive finanzielle Repression hinausläuft. Das System hofft, sich bei den Sparern zu holen, was durch Schuld-Politik und Manipulationen verspielt wurde.

IWF-Chefin Christine Lagarde zweifelte beim Treffen der Euro-Finanzminister, hier mit Blick auf Jeroen Dijsselbloem, an den hehren Plänen der Regierungen: Sie schlägt ein Überdenken der Defizit-Kriterien vor. (Foto: consilium)

IWF schlägt neue Regeln zur Defizit-Berechnung vor

Die Euro-Finanzminister haben bei ihrem Treffen intensiv über die Beibehaltung der Defizit-Regeln diskutiert. Formal bekannte sich die Gruppe zu den Regeln. IWF-Chefin Christine Lagarde hält die Regeln nicht mehr für zeitgemäß: Man könne heute nicht mehr von einem signifikanten Wirtschaftswachstum ausgehen. Frankreich fand die schöne Formulierung, dass es nicht um die Regeln als solche, sondern um den Rhythmus der Anwendung gehe.

Jens Weidmann bei der Übernahme des Posten des Bundesbank-Präsidenten mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Weidmanns Vorgänger Axel Weber. (Foto: dpa)

Sphinx Weidmann: Warum kämpft Bundesbank-Chef nicht für die deutschen Sparer?

Noch vor zwei Wochen stimmte Jens Weidmann für die Geldschwemme der EZB. Nun erklärt der Bundesbank-Präsident, dass der Negativ-Zins nichts bringen werde. Warum aber hat er dann dafür gestimmt - und nicht entschlossen die Interessen der deutschen Sparer verteidigt?