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Schäuble

Zuversichtliche Stimmung im frühlingshaften Dresden: IWF-Chefin Christine Lagarde und Bundesbank-Chef Jens Weidmann beim G7 im Residenzschloss. (Foto: dpa)

Griechenland: EU wird „Geldtöpfe finden“, um den IWF zu bezahlen

Die Verhandlungen um Griechenland sind auf einem guten Weg: Der Ökonom Nouriel Roubini erwartet, dass demnächst „Geldtöpfe gefunden werden“, mit denen der IWF-Kredit bezahlt werden kann. Der IWF plaudert zur Illustration noch ein wenig von der Staatspleite und dem Ende des Euro – woraus man schließen kann, dass die Einigung unmittelbar bevorsteht.

In Dresden treffen sich ab heute die G7-Finanzminister. Es geht um die Konturen einer neuen EU. (Foto: dpa)

Flucht nach vorne: EU-Staaten wollen Steuergelder in Europa umverteilen

Die EU-Staaten planen den nächsten Anlauf zur gemeinsamen Haftung für Staatsschulden: Ein erster Schritt könnte die Rettung Griechenlands sein, auf die die USA beim aktuellen G7-Gipfel dringen. Das langfristige Kalkül: Wenn sich die europäischen Steuerzahler einmal an den Gedanken gewöhnt haben, dass ihre Kredite auch abgeschrieben werden können, wird die Euro-Zone an Stabilität gewinnen.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble am Donnerstag im Bundestag: Der Druck auf Griechenland wird erhöht, um am Ende den Steuerzahlern einen Erfolg verkaufen zu können. (Foto: dpa)

Poker: Schäuble denkt laut über neue Währung für Griechenland nach

Wolfgang Schäuble kann sich die Einführung einer Parallel-Währung in Griechenland vorstellen. Diese Drohung soll vermutlich den Druck auf die Regierung in Athen erhöhen. Sie könnte auch einen Bank-Run auslösen, wodurch eine Einigung vermutlich sehr beschleunigt wurde.

Applaus von der EU für Ukraines Präsident Poroschenko: Zu diesem Zeitpunkt wussten die Präsidenten Martin Schulz und Joachim Gauck allerdings noch nicht, dass die Ukraine ein akutes Schulden-Problem hat. (Foto: dpa)

Ukraine beschließt: Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger werden nicht mehr bedient

Die Ukraine hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger nicht mehr bezahlt werden. Russland, das damit gemeint ist, spricht vom ersten Schritt in die Staatspleite. Die Milliarden der deutschen Steuerzahler, die in die Ukraine geflossen sind, sind akut gefährdet.

Die Risiken steigen, dennoch geht die Geldschwemme der EZB weiter. (Foto: dpa)

Nervöse Märkte: Zinssätze für Staatsanleihen steigen

Die Zinssätze für die Euro-Staatsanleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Die starken Kursausschläge sorgen für Unruhe. Der Ausverkauf auf dem Anleihen-Markt setzt sich offenbar fort.

Griechenland und die Euro-Zone - im Bild Yanis Varoufakis und Jeroen Dijsselbloem - dürften sich schon bald auf die Grundsätze für das weitere Vorgehen einigen. (Foto: dpa)

Euro-Gruppe meldet „schnelleren Fortschritt“ in Griechenland-Krise

Griechenland und die Euro-Finanzminister nähern sich weiter an. Es wird erwartet, dass es vor dem Sommer eine Einigung geben könnte. Nachdem aktuell alle Meinungsumfragen zeigen, dass die Mehrheit der Griechen für einen Verbleib im Euro sind, könnte ein neues Mandat der Troika mit einem Referendum legitimiert werden.

Sie sprechen wieder miteinander: Griechenlands Yanis Varoufakis und der Belgier Johan Van Overtveldt beim Treffen der Eurogruppe am Montag. (Foto: dpa)

Griechenland: Neue Milliarden-Kredite aus Steuergeldern geplant

Die europäischen Steuerzahler müssen sich auf 30 Milliarden Euro an neuen Krediten für Griechenland einstellen. Die lange Dauer der Verhandlungen dient offenbar dazu, die griechische Regierung zu zwingen, die letzte Kredit-Tranche für die Rückzahlung der im Juni fälligen EZB-Kredite zu verwenden. Dann wäre der Weg frei, um das Schulden-Karussell weiter am Laufen zu halten.

Das Schuldenmachen wird für die Eurozone immer teurer. (Foto: dpa)

Bonds-Crash: Die Zeiten des leichten Schulden-Machens in Europa sind vorbei

Die Crash-Gefahr am Anleihen-Markt hat Polen dazu bewogen, einen geplanten Bond-Verkauf kurzfristig abzusagen. Die Zeiten, in denen die Staaten fürs Schuldenmachen bezahlt wurden, sind vorerst vorbei. Die Renditen steigen in dem sonst so stabilen Markt überdurchschnittlich stark.

Der Dax verlor in den vergangenen Tagen wegen den Unruhen auf dem Anleihen-Markt. (Grafik: ariva.de) (Grafik: ariva.de)

Absturz bei Staatsanleihen zieht auch Börsen nach unten

Der Dax verlor am Donnerstag deutlich. Ein Grund dafür ist der Kurzsturz auf dem Bonds-Markt. Zudem sind Firmenbilanzen von Dax-Unternehmen weit unter den Erwartungen geblieben.

Das von der EZB betriebene Anleihen-Aufkaufprogramm sorgt für kein großes Interesse bei den Anlegern. Diese stoßen seit Tagen massiv Anleihen von Zentralbanken ab, die QE betreiben. (Foto: dpa)

Nervosität steigt: Anleger fliehen aus europäischen Staatsanleihen

Die Märkte verlieren das Vertrauen in Mario Draghis Künste und flüchten aus dem Bond-Markt. Die zehnjährigen Bunds steigen den achten Tag in Folge. Polen sagt wegen der allgemeinen Nervosität einen für heute angekündigten Anleihe-Verkauf ab.

Wolfgang Schäuble und Pierre Moscovici und die Sache mit dem Schuldenschnitt: Wie sagen wir es unseren Wählern? (Foto: dpa)

Schäuble beruhigt: Die deutschen Steuergelder sind vorerst sicher

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble beruhigt die deutscher Steuerzahler: Niemand habe über einen Schuldenschnitt - also Verlusten für die Steuerzahler - gesprochen. Die Troika prüfe lediglich alle Optionen, die sich aus der sich verschlechternden Lage in Griechenland ergeben könnten.

Schlechte Nachrichten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: IWF-Chefin Christine Lagarde fordert, dass die europäische Steuerzahler Verluste realisieren, um Griechenland im Euro zu halten. (Foto: dpa)

Schulden-Krise eskaliert: IWF fordert Verluste von Euro-Steuerzahlern

In der Troika ist ein offener Streit ausgebrochen. Der Internationale Währungsfonds fordert, dass die europäischen Steuerzahler nun Verluste realisieren müssten, um Griechenland zu retten. Alternativ wären noch radikalere soziale Einschnitte in Griechenland denkbar. Die Zeichen stehen auf Sturm.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, während seiner Rede auf der Hauptversammlung der Bank in Frankfurt am Main. Höhere Boni, fehlende Dividende und eine erneute Verwässerung der Anteile der Altaktionäre sorgten für Unmut auf der Aktionärsversammlung. (Foto: dpa)

Höhere Boni für Commerzbanker scheitern an Staats-Veto

Die Bundesregierung hat die Pläne der Commerzbank-Manager unterbunden, sich höhere Boni zu genehmigen. Commerzbank-Chef Blessing nahm es gelassen und sagte, dann werden eben die Grundgehälter erhöht. Die Commerzbank musste in der Finanzkrise vom Steuerzahler gerettet werden.

Der prozentuale Anstieg der Renditen für Staatsanleihen der Eurozone. (Grafik: DWN)

Euro-Krise: Rätselhafter Anstieg der Zinsen bei Staatsanleihen

Die Zinssätze für die Euro-Staatsanleihen sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Niemand kann wirklich sagen, was dahintersteckt, weil die EZB durch ihr Ankauf-Programm die Märkte manipuliert.

Die Interpretation des österreichischen Finanzministers Hans Jörg Schelling (li.), wonach auch die Hypo-Gläubiger das Debakel verursacht haben, wird bei seinen europäischen Kollegen für Verwunderung sorgen. (Foto: dpa)

Österreichs Finanzminister: Wer einer Staatsbank Geld leiht, ist selber schuld

Österreich fühlt sich nicht für die Hypo-Gläubiger zuständig und verweist sie an das Bundesland Kärnten, welches die Milliarden-Garantien ausgestellt hat. Zudem seien sie selbst schuld an der Misere, denn sie seien zu unvorsichtig gewesen, so der österreichische Finanzminister Schelling.

Wolfgang Schäuble macht gerne Witze auf Kosten anderer. Im Bild: Der Bundesfinanzminister am Freitag beim Familien-Foto der Weltbank mit Janet Yellen in Washington. (Foto: dpa)

Atlantische Gemeinschaft: Schäuble verspottet Putin in den USA

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich bei einer transatlantischen Veranstaltung über Russlands Präsident Wladimir Putin lustig gemacht. In der Sache klang Schäubles Spott eher wie das Pfeifen im Walde: Deutschland will den Konflikt mit Russland beenden. Doch zu einer eigenständigen Haltung fehlte Schäuble in den USA eindeutig der Mut.

Gruß von der Titanic: Die Teilnehmer des G7-Außenministertreffens in Lübeck (von links): Italiens Außenminister Paolo Gentiloni, EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Großbritanniens Außenminister Philip Hammond, Japans Außenminister Fumio Kishida, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius und US-Außenminister John Kerry. (Foto: dpa)

EU bekommt kalte Füße: „Fällt Griechenland, drohen wir alle zu fallen“

Die Versuche der Euro-Retter, die Folgen einer Griechenland-Pleite kleinzureden, verfangen nicht mehr: Erstmals seit Monaten entwickeln sich die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Süd- und Nordeuropa wieder auseinander. Das bedeutet: Ein Crash in Griechenland hätte Folgen in ganz Europa. Bei den Euro-Rettern macht sich ein mulmiges Gefühl breit.

NRW attackiert Österreich wegen drohenden Verlusten für deutsche Banken

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans bezeichnet das Vorgehen Österreichs bei der Skandal-Bank Hypo Alpe Adria als inakzeptabel. Österreich müsse die europarechtlichen Verträge einhalten. Vor allem den öffentlichen Banken Deutschlands stehen wegen des geplanten verordneten Schuldenschnitts herbe Verluste bevor.

Nächste Woche trifft Yanis Varoufakis seine Amtskollegen aus der Eurozone. Diese Woche steht ein Treffen mit einem der bekanntesten Insolvenz-Spezialisten für Staatsschulden an. (Foto: dpa)

Griechischer Finanzminister konsultiert amerikanische Insolvenz-Anwälte

Griechenland konsultiert eine auf Staatspleiten spezialisierte US-Anwaltskanzlei. Vor seinen Beratungen mit einem Partner von Cleary Gottlieb trifft der griechische Finanzminister Varoufakis US-Präsident Obama. Die Amerikaner bestehen wegen der Nato auf einem Verbleib Griechenlands im Euro.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble arbeitet an einem Plan, wie Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro bleiben kann. (Foto: dpa)

Schäuble-Plan: Griechenland soll auch nach Staats-Bankrott im Euro bleiben

Die Regierung arbeitet offenbar an einem Plan, Griechenland auch nach einer Staatspleite im Euro zu halten. Demnach soll die EZB nach dem Bankrott weiterhin die griechischen Banken finanzieren. Tatsächlich gibt es keinerlei Regeln, wie ein Euro-Austritt vonstatten gehen kann, ohne die Währungsunion ins Chaos zu stürzen.