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Wolfgang Schäuble und sein österreichischer Amtskollege Hans Jörg Schelling sind bei der Hypo geteilter Meinung. Jetzt soll die EU-Kommission einbezogen werden. (Foto: dpa)

Schäuble kämpft für deutsche Banken gegen Österreich

Die Bundesregierung will Österreich am Bail-in der Hypo hindern und hat daher die EU eingeschaltet. Sie unterstützt damit die Forderungen deutscher Banken, die auf rund 40 Prozent der Hypo-Papiere sitzen. Zahlreiche öffentliche Banken sind mit hohen Investments im Risiko.

Der Römerberg in Frankfurt. Blockupy-Anhänger protestieren gegen die Geldpolitik der EZB. (Screenshot via Twitter)

Frankfurt: Blockupy-Kundgebung verläuft friedlich

Die offizielle Blockupy-Kundgebung in Frankfurt hat begonnen. Im Vorfeld der Veranstaltung ist es zu massiven Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten gekommen.

Die Geldpolitik im Hochsicherheitstrakt: Mario Draghi auf dem Weg zur Eröffnung der neuen EZB-Zentrale. (Foto: dpa)

Draghi zeigt Verständnis für Blockupy, Linke sieht den Maidan in Frankfurt

EZB-Chef Mario Draghi hat die Blockupy-Proteste geschickt genutzt, um zwischen den Zeilen die weitere Integration der Euro-Zone voranzutreiben: „Noch“ sei die Euro-Zone allerdings keine „politische Union“, in der es dauerhafte Transferzahlungen zwischen den Staaten gäbe. Eine Rückkehr von geldpolitischen Kompetenzen in die Nationalstaaten schloss Draghi kategorisch aus. Die Linken sprachen, etwas hilflos, vom Maidan in Frankfurt.

Österreich, hier Finanzminister Hans Jörg Schelling, will die Gläubiger für das Hypo-Desaster zahlen lassen. Das würde für die deutschen Banken Milliarden-Verluste bedeuten. (Foto: dpa)

Österreich will Staats-Garantien für Hypo-Gläubiger aushebeln

Um die Landesgarantien Kärntens für die Hypo-Papiere zu umgehen, sollen diese für erloschen erklärt werden. Denn wenn es keine Hypo-Anleihen mehr gebe, könne Kärnten auch nicht mehr dafür haften. Österreich folgt damit dem Beispiel von Victor Orban in Ungarn, der die Banken ebenfalls durch neue Gesetze rasiert hatte. Die EZB schlägt sich auf die Seite Österreichs und erklärt, dass auch Geschäfte mit Staaten eben nicht risikofrei seien.

Schon beim letzten Treffen der EU-Finanzminister warb Michael Noonan dafür, Irland höhere Ausgaben zu erlauben. (Foto: dpa)

Frankreich als Vorbild: Irland will aus EU-Sparkurs aussteigen

Irlands Regierung will beim kommenden Haushalt weniger sparen und stattdessen mehr ausgeben. Schließlich sei das Wachstum stabil und Frankreich habe auch von der EU mehr Zeit zum Defizitabbau erhalten. Mit mehr Ausgaben soll anlässlich anstehender Wahlen die Gunst der Wähler erlangt werden.

Euro-Land wird zum Albtraum für seine politischen Verteidiger. (Foto: dpa)

Euro-Streit: Belgier attackieren Frankreich, Schäuble frontal gegen Griechenland

In der Euro-Zone werden immer neue Gräben sichtbar - und die bekannten werden immer tiefer: Der belgische Finanzminister kritisiert die Bevorzugung Frankreichs beim Defizit. Wolfgang Schäuble rechnet mit der griechischen Regierung ab. Alexis Tsipras garantiert den Griechen, dass die Sparguthaben sicher sind.

Die Heta-Anleihe sank in den vergangenen Monaten bereits um mehr als 50 Prozent. Mit der Ankündigung des Schuldenmoratoriums Anfang März kam es noch einmal zu einem signifikanten Einbruch. (Grafik: ariva.de)

Banken-Krach in Österreich: Weitere Landesbanken vor Millionen-Verlusten

Die deutschen Banken besitzen rund 40 Prozent jener Hypo-Papiere, deren Rückzahlung Anfang des Monats durch Österreich gestoppt wurde. Das bedeutet für die Banken Milliarden-Verluste. Die neuesten Fälle sind die HSH Nordbank und die Frankfurter Helaba.

Mit der Hypo-Affäre beschäftigt sich mittlerweile ein Untersuchungsausschuss im österreichischen Parlament. (Foto: dpa)

Hypo-Desaster: FMS Wertmanagement verklagt Österreich

Die Bad Bank der Hypo Real Estate, die FMS Wertmanagement, besitzt Hypo-Papiere im Umfang von 295 Millionen Euro - darunter eine Anleihe, deren Rückzahlung am 6. März fällig gewesen wäre. Das Institut hat Klage vor dem Landgericht Frankfurt eingereicht und fordert 200 Millionen Euro plus Zinsen.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Weidmann überweist etwa drei Milliarden Euro an das Bundesfinanzministerium. (Foto: dpa)

Bundesbank: Überschuss sinkt, Risiken steigen

Die Bundesbank überweist für das Jahr 2014 deutlich weniger Geld an den Bundeshaushalt. Für 2015 wird der Überschuss wegen der EZB-Politik weiter sinken, die Risiken jedoch steigen. In der EZB ist die Bundesbank gezwungen, Entscheidungen, die dem deutschen Steuerzahler schaden, mitzutragen.

Banken-Krach in Österreich: Kärnten ist am Rande der Pleite

Das Hypo-Desaster und die damit verbundene Abstufung der Bonität bringen Kärnten in ernste Finanzierungschwierigkeiten. Die österreichische Bundes-Schuldenagentur soll dem Land einen Kredit gewähren, um die Liquidität zu sichern. Kärnten garantiert noch für Hypo-Papiere mit einem Volumen von gut elf Milliarden Euro.

Griechenlands Varoufakis will die Schulden bei der EZB nicht bedienen, Wolfgang Schäuble droht in diesem Fall mit der Staatspleite. Die Milliarden-Kredite aus europäischen Steuergeldern wären dann verloren. (Foto: dpa)

Schäuble droht Griechenland mit der Staats-Pleite

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Griechenland mit der Staats-Pleite gedroht, wenn Athen seine Schulden bei der EZB und dem IWF nicht bedient. Der griechische Finanzminister Varoufakis sagte, man würde gerne zahlen, hätte aber das Geld nicht. Er will daher mit der EZB über einen Schuldenschnitt verhandeln. In diesem Fall wären Milliarden an europäischen Steuergeldern verloren.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte am Freitag, er habe sich auf eine „bewusst unscharfe Formulierung“ der Reformzusagen geeinigt. (Foto: dpa)

Varoufakis: Deal mit EU ist nur ein „Feigenblatt“, die „Kassen sind leer“

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat den Kompromiss mit der EU als ein „Feigenblatt“ bezeichnet, damit Parlamente wie der Deutsche Bundestag der Kredit-Verlängerung zustimmen. Die „Kassen sind leer“, Athen könne den IWF-Kredit nicht bedienen. Allerdings hat die Syriza-Regierung beschlossen, das staatliche Fernsehen wieder zu eröffnen.

Bundestag stimmt für Verlängerung der Griechenland-Kredite

Der Bundestag hat am Freitag mit großer Mehrheit der Verlängerung des Kreditprogramms für Griechenland zugestimmt. 32 Parlamentarier lehnten den Antrag ab. Davon kamen 29 Nein-Stimmen aus der Union.

Finanzminister Wolfgang Schäuble und Fraktionsvorsitzende Volker Kauder äußerten in ihrer Fraktion scharfe Kritik am griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis. Bei einer Probeabstimmung votierten am Donnerstag 22 Abgeordnete mit Nein, 5 enthielten sich. (Foto: dpa)

Folgen Merkel nicht: 22 Abweichler gegen Griechenland

Bei der Abstimmung im Bundestag werden vermutlich 22 Abgeordnete aus der Union gegen Angela Merkel stimmen. Das sind doppelt so viele als bei der vorigen Griechen-„Rettung“. Trotzdem hat der Widerstand eher symbolischen Wert.

Der ehemalige Lehman-Banker und jetzige Wirtschaftsminister Spaniens, Luis de Guindos, entpuppte sich als der schärfste Widersacher von Yanis Varoufakis. Die spanischen Konservativen fürchten einen Erfolg der linken Podemos, wenn die Euro-Zone Griechenland Zugeständnisse macht. (Foto: dpa)

Austerität: Etablierte Parteien und USA fürchten Vormarsch der Euro-Skeptiker

Die spanische Regierung hat bei den Euro-Verhandlungen mit Griechenland offenbar den stärksten Druck auf Athen ausgeübt: Die Regierung fürchtet, dass ein Nachgeben gegenüber Griechenland die Protest-Partei Podemos im eigenen Land stärken würde. Auch in den anderen Euro-Staaten legen die Euro-Skeptiker zu - sehr zum Verdruss der USA, die Europa als geschlossenen Nato-Partner in ihrer geopolitischen Strategie sehen wollen. Die Einigung ist daher Pflicht.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe. (Foto: dpa)

Einigung mit Griechenland: Alte Kredite werden verlängert, bis es neue gibt

Griechenland und die Euro-Staaten haben sich erwartungsgemäß auf eine Verlängerung des EFSF-Kredits geeinigt. Die Griechen können damit die Zinsen für die laufenden Kredite beim IWF bedienen. In vier Monaten wird darüber befunden, wie die nächsten Kredit-Programme aussehen könnten. Die Finanzminister reisten ohne Verzögerung zu ihren Familien ins Wochenende.

Bundesbank spricht über Erleichterungen für griechische Banken

Im Schuldenstreit mit Griechenland signalisiert die Bundesbank ein Entgegenkommen für die griechischen Banken. Es könne wieder Sonderreglungen geben, sobald ein Deal unter Dach und Fach ist. Die Euro-Finanzminister unternehmen am Freitag den nächsten Anlauf zu einer Einigung.

Euro-Rettung: Deutschland bezeichnet Brief aus Griechenland als unzureichend

Das Bundesfinanzministerium lehnt angeblich den griechischen Kreditantrag bei der Euro-Zone ab. Der Brief sei noch kein substantieller Lösungsvorschlag. Die Reaktion aus Berlin könnte es der Syriza-Regierung erleichtern, die Fortsetzung des Troika-Programms als Erfolg zu verkaufen. Die EU-Kommission hält den Brief für ausreichend.

Passend zum Tag des nächsten Euro-Deals: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble überreicht in Berlin Wohlfahrtsbriefmarken und eine Gedenkmünze zum Thema «Grimms Märchen» an Bundespräsidenten Joachim Gauck. (Foto: dpa)

Euro: Mit Krediten und Pathos auf dem Weg zu Kompromiss mit Griechenland

Die nächste Kredit-Welle für Griechenland ist auf einem guten Weg: Die EZB hat angeblich 68,3 Milliraden Euro an Not-Krediten für die griechischen Banken genehmigt, Die Griechen erwarten nun einen Einigung mit der EU. Sogar Wolfgang Schäuble spricht nicht mehr von „Vereinbarungen“, sondern von „Vertrauen“.

Über die Schulden Griechenlands bestimmt der IWF maßgeblich mit der EZB. Die Euro-Politiker wie Jeroen Dijsselbloem spielen ein tragende Nebenrolle. (Foto: dpa)

Griechenland will Kredit-Antrag stellen, EZB prüft Not-Kredite

Nach dem Theaterdonner in den ersten Verhandlungsrunden zeichnet sich eine Annäherung zwischen Griechenland und den Euro-Staaten ab. Athen will offenbar einen Kredit-Antrag stellen. Die Formulierung der Bedingungen wird noch verhandelt, sie dürfte vor allem dazu dienen, dass beide Seiten einen Deal als Erfolg verkaufen können. Bis zur Einigung könnte die EZB das Banken-System weiterhin mit Not-Krediten stützen.