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Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte am Freitag, er habe sich auf eine „bewusst unscharfe Formulierung“ der Reformzusagen geeinigt. (Foto: dpa)

Varoufakis: Deal mit EU ist nur ein „Feigenblatt“, die „Kassen sind leer“

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat den Kompromiss mit der EU als ein „Feigenblatt“ bezeichnet, damit Parlamente wie der Deutsche Bundestag der Kredit-Verlängerung zustimmen. Die „Kassen sind leer“, Athen könne den IWF-Kredit nicht bedienen. Allerdings hat die Syriza-Regierung beschlossen, das staatliche Fernsehen wieder zu eröffnen.

Bundestag stimmt für Verlängerung der Griechenland-Kredite

Der Bundestag hat am Freitag mit großer Mehrheit der Verlängerung des Kreditprogramms für Griechenland zugestimmt. 32 Parlamentarier lehnten den Antrag ab. Davon kamen 29 Nein-Stimmen aus der Union.

Finanzminister Wolfgang Schäuble und Fraktionsvorsitzende Volker Kauder äußerten in ihrer Fraktion scharfe Kritik am griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis. Bei einer Probeabstimmung votierten am Donnerstag 22 Abgeordnete mit Nein, 5 enthielten sich. (Foto: dpa)

Folgen Merkel nicht: 22 Abweichler gegen Griechenland

Bei der Abstimmung im Bundestag werden vermutlich 22 Abgeordnete aus der Union gegen Angela Merkel stimmen. Das sind doppelt so viele als bei der vorigen Griechen-„Rettung“. Trotzdem hat der Widerstand eher symbolischen Wert.

Der ehemalige Lehman-Banker und jetzige Wirtschaftsminister Spaniens, Luis de Guindos, entpuppte sich als der schärfste Widersacher von Yanis Varoufakis. Die spanischen Konservativen fürchten einen Erfolg der linken Podemos, wenn die Euro-Zone Griechenland Zugeständnisse macht. (Foto: dpa)

Austerität: Etablierte Parteien und USA fürchten Vormarsch der Euro-Skeptiker

Die spanische Regierung hat bei den Euro-Verhandlungen mit Griechenland offenbar den stärksten Druck auf Athen ausgeübt: Die Regierung fürchtet, dass ein Nachgeben gegenüber Griechenland die Protest-Partei Podemos im eigenen Land stärken würde. Auch in den anderen Euro-Staaten legen die Euro-Skeptiker zu - sehr zum Verdruss der USA, die Europa als geschlossenen Nato-Partner in ihrer geopolitischen Strategie sehen wollen. Die Einigung ist daher Pflicht.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble und IWF-Chefin Christine Lagarde beim Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe. (Foto: dpa)

Einigung mit Griechenland: Alte Kredite werden verlängert, bis es neue gibt

Griechenland und die Euro-Staaten haben sich erwartungsgemäß auf eine Verlängerung des EFSF-Kredits geeinigt. Die Griechen können damit die Zinsen für die laufenden Kredite beim IWF bedienen. In vier Monaten wird darüber befunden, wie die nächsten Kredit-Programme aussehen könnten. Die Finanzminister reisten ohne Verzögerung zu ihren Familien ins Wochenende.

Bundesbank spricht über Erleichterungen für griechische Banken

Im Schuldenstreit mit Griechenland signalisiert die Bundesbank ein Entgegenkommen für die griechischen Banken. Es könne wieder Sonderreglungen geben, sobald ein Deal unter Dach und Fach ist. Die Euro-Finanzminister unternehmen am Freitag den nächsten Anlauf zu einer Einigung.

Euro-Rettung: Deutschland bezeichnet Brief aus Griechenland als unzureichend

Das Bundesfinanzministerium lehnt angeblich den griechischen Kreditantrag bei der Euro-Zone ab. Der Brief sei noch kein substantieller Lösungsvorschlag. Die Reaktion aus Berlin könnte es der Syriza-Regierung erleichtern, die Fortsetzung des Troika-Programms als Erfolg zu verkaufen. Die EU-Kommission hält den Brief für ausreichend.

Passend zum Tag des nächsten Euro-Deals: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble überreicht in Berlin Wohlfahrtsbriefmarken und eine Gedenkmünze zum Thema «Grimms Märchen» an Bundespräsidenten Joachim Gauck. (Foto: dpa)

Euro: Mit Krediten und Pathos auf dem Weg zu Kompromiss mit Griechenland

Die nächste Kredit-Welle für Griechenland ist auf einem guten Weg: Die EZB hat angeblich 68,3 Milliraden Euro an Not-Krediten für die griechischen Banken genehmigt, Die Griechen erwarten nun einen Einigung mit der EU. Sogar Wolfgang Schäuble spricht nicht mehr von „Vereinbarungen“, sondern von „Vertrauen“.

Über die Schulden Griechenlands bestimmt der IWF maßgeblich mit der EZB. Die Euro-Politiker wie Jeroen Dijsselbloem spielen ein tragende Nebenrolle. (Foto: dpa)

Griechenland will Kredit-Antrag stellen, EZB prüft Not-Kredite

Nach dem Theaterdonner in den ersten Verhandlungsrunden zeichnet sich eine Annäherung zwischen Griechenland und den Euro-Staaten ab. Athen will offenbar einen Kredit-Antrag stellen. Die Formulierung der Bedingungen wird noch verhandelt, sie dürfte vor allem dazu dienen, dass beide Seiten einen Deal als Erfolg verkaufen können. Bis zur Einigung könnte die EZB das Banken-System weiterhin mit Not-Krediten stützen.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und Wolfgang Schäuble nach dem Treffen mit Griechenland in Brüssel: Die Griechen wollen die laufenden Kredite nicht verlängern, können sie aber auch nicht zurückzahlen. (Foto: dpa)

Euro-Zone stellt Griechenland Ultimatum: Kredite mit Troika oder „das war’s dann“

Das Treffen der Euro-Finanzminister mit Griechenland ist am Montag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Griechen weigern sich, das bestehende Kredit-Programm zu verlängern. Die Euro-Staaten haben wenig Druckmittel: Als Gläubiger müssten die europäischen Steuerzahler knapp 200 Milliarden Euro abschreiben. Die Griechen pokern hoch und setzen darauf, dass am Ende niemand in der EU ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone will.

Griechenland und die Euro-Zone: Pokern um einen Deal

Griechenland und die Euro-Staaten pokern um einen Deal. Die Euro-Zone will eine Verlängerung des Kredit-Programms. Athen will keine neuen Kredite von der EU und dem IWF - weil die Griechen das Geld dazu verwenden müssten, um die alten Kredite an die EU und den IWF zurückzuzahlen.

Keine schnelle Lösung in Sicht: Wolfgang Schäuble und Yanis Varoufakis in Brüssel. (Foto: dpa)

Griechenland und Euro-Staaten: Theater-Donner im Schulden-Streit

Die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe sind am Mittwoch ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Trotz der theatralischen Töne dürfte nun hinter den Kulissen weiter verhandelt werden. Die Regierungschefs sind wegen der Ukraine verunsichert und wollen vermeiden, dass eine Eskalation in Griechenland zu erheblichen neuen Problemen in Europa führt.

Man sei sich einig, dass man sich nicht einig sei, so Wolfgang Schäuble über sein Treffen mit Yanis Varoufakis. (Foto: dpa)

Schäuble und Varoufakis: Keine Einigung bei Streitpunkten

Das Treffen zwischen den Finanzministern Schäuble und Varoufakis ist offenbar völlig im Sand verlaufen. Zwischen den beiden Ministern gab es nicht einen Hauch des Verständnisses für die Position des anderen.

Nach der Stellungnahme des EuGH sank die RWE-Aktie. (Grafik: ariva.de)

Atomsteuer vor EuGH: AKW-Betreibern droht Niederlage

Die deutschen AKW-Betreiber sind gemeinsam vor den EuGH gezogen, um die Atomsteuer zu kippen. Der Generalbundesanwalt hält die Steuer in Deutschland allerdings für rechtmäßig. Der Streit gehört zu einer Reihe von Klagen, die die Energieriesen gegen die Bundesregierung führen.

Angela Merkel, Martin Schulz und Francois Hollande: Wer übernimmt die Rechnung für die Banken-Rettung in Europa? (Foto: dpa)

Der große Knall: Tsipras präsentiert Merkel die Rechnung für die Banken-Rettung

Griechenland könne die EU nicht mehr erpressen, behauptet Wolfgang Schäuble. Doch er weiß, dass das nicht stimmt: Alexis Tsipras hat der EU die Rechnung für die Banken-Rettung auf den Tisch geknallt. Er geht dabei überlegt vor und hat längst eine Allianz mit mächtigen Verbündeten geschmiedet. Alle Blicke richten sich nun auf die europäischen Steuerzahler. Die trunkene Runde in Berlin hört den Kellner rufen: „Sperrstunde!“ Angela Merkel blickt mürrisch zur Seite und hofft, dass das alles nur ein böser Traum ist.

Die demokratische Wahl von Alexis Tsipras zum Premier Griechenlands sieht der Ökonom Reinhard Crusius als Chance, dass die Euro-Zone zu einer sozialen Wirtschaftspolitik gezwungen wird. Sonst hat sie keine Zukunft mehr. (Foto: dpa)

„Wenn die EU Tsipras dämonisiert, fliegt uns der Euro um die Ohren“

Der Hamburger Ökonom Reinhard Crusius findet für die aktuelle Debatte um Griechenland und die neue Regierung drastische Worte: Selten habe er „einen politischen Prozess von solcher Tragweite mit einem solchen Ausmaß an Unwissenheit, Dummheit, ideologischer Verblendung, Zynismus, ja Lügenhaftigkeit kommentiert erlebt“ wie die Diskussion um die Lage in Griechenland. Doch Crusius sieht in der Entwicklung eine letzte Chance für Europa: Dass nämlich eine soziale Wirtschaftspolitik in der Euro-Zone erzwungen wird durch das demokratische Votum eines einzelnen, kleinen Volkes.

Viel hatten die Euro-Finanzminister und die EU-Kommissare den Griechen am Montag noch nicht anzubieten. Im Bild Jeroen Dijsselbloem und Pierre Moscovici. (Foto: dpa)

Gläubiger-Kommentare zu Syriza: 10 Köpfe – eine Standard-Meinung

Die internationalen Reaktionen auf den Syriza-Sieg in Griechenland ähneln sich sehr. Brüssel und Berlin erinnern Griechenland daran, seine Verpflichtungen einzuhalten.

Jens Weidmann muss die Werte der Bundesbank verteidigen. Sein Vorteil: Es ist seine einzige Chance. (Foto: dpa)

Bundesbank: Eine deutsche Ikone kämpft ums Überleben

Die Entscheidung der EZB über den Ankauf von Staatsanleihen ist für die Bundesbank ein Frage des Überlebens: Schon heute ist ihr Gründungs-Ideal – eine von der Politik und den Banken unabhängige Geldpolitik – zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Jens Weidmann kann zum Helden oder zur tragischen Figur werden. Aktuell sieht es danach aus, dass er den Kampf verliert. Doch vielleicht gibt es doch noch eine Überraschung. Denn der Ruf der Zentralbanken ist ramponiert – und darin könnte Weidmanns letzter Trumpf liegen. Wenn er clever taktiert, kann er zum Robin Hood der deutschen Sparer werden.

Antonis Samaras und Alexis Tsipras bei den Gesprächen zur Regierungsbildung nach der vergangenen Wahl: Auch diesmal könnten die beiden miteinander ins Gespräch kommen, wenngleich vermutlich mit umgekehrten Vorzeichen. (Foto: dpa)

Neue Kredite für Athen: EU bereitet drittes Bailout-Programm vor

Die EU plant ein neues Kredit-Programm für Griechenland. In Brüssel wird offenbar ein dritter Bailout vorbereitet. Die EU wird Griechenland nicht aus dem Euro entlassen. Auch im Fall eines Syriza-Wahlsieges wird Griechenland im Euro bleiben.

Italiens Zentralbank-Chef Ignazio Visco (rechts) hat eine einfache Lösung für das Problem der italienischen Banken: Die Euro-Zone soll die Risiken übernehmen. (Foto: dpa)

Nach Kredit-Orgie: Italien erwartet Banken-Rettung durch die EZB

Italien hat ein Problem mit seinen Banken: Deshalb baut Italiens Notenbank-Chef Ignazio Visco Druck auf die EZB auf: Sie soll Staatsanleihen und faule Kredite kaufen, damit die italienischen Banken gerettet werden. Die Haftung geht in diesem Fall auf die europäischen Steuerzahler über. Weil die Bundesregierung nicht willens oder in der Lage ist, dieses Ansinnen zu stoppen, stehen Italiens Chancen gut, mit der Umverteilung durchzukommen.