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Schuldenkrise

Es wird eng für Argentiniens Cristina Fernandez de Kirchner: Dem Land geht buchstäblich das Geld aus. (Foto: dpa)

Argentinien ist pleite: Nun droht Liquiditäts-Engpass

Argentinien ist am Freitag erstmals mit einer Zinszahlung auf Staatsanleihen in Verzug geraten. Nun versuchen die Gläubiger, eine Allianz zu formen, mit der die sofortige Rückzahlung aller Schulden gefordert wird. Die Ratingagentur Fitch hat bereits die ersten Papiere mit der Note "D" (Default) - also Zahlungsausfall klassifiziert.

An der Börse stürzen Monte-Paschi-Aktien seit Bekanntgabe des Stresstests immer weiter ab, allein am Freitag um weitere sieben Prozent. (Grafik: ariva.de)

Monte Paschi: Ehemalige Manager wegen Obstruktion verurteilt

Drei ehemalige Top-Manager der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi wurden am Freitag wegen Behinderung der Banken-Aufsicht und Irreführung der Behörden verurteilt. Zudem muss wohl erneut der Steuerzahler einspringen, um die Kapitallücke der Bank in Höhe von 2,1 Milliarden Euro zu schließen.

Portugals Präsident Anibal Cavaco Silva kann sich bei Chinas Präsident Xi Jinping bedanken. Denn bei den Privatisierungen in Portugal in den letzten drei Jahren übernahmen chinesische Investoren 45 Prozent der veräußerten staatlichen Vermögen. (Foto: dpa)

Schulden-Krise: China nutzt die Schwäche Europas und kauft Unternehmen

Seit Ausbruch der Staatsschuldenkrise in Europa haben Chinas Investitionen in europäische Unternehmen erheblich zugenommen. Nachdem China sich zuvor den Zugang zu den Ressourcen der Entwicklungsländer sicherte, nutzt Peking die Krise in Europa und investiert im großen Stil in Fusionen und Übernahmen.

Regieren kann so einfach sein: Steuern rauf, Zinsen runter. Schäuble und Merkel profitieren, die Sparer zahlen die Zeche. (Foto: dpa)

Niedrige Zinsen, hohe Steuern: Schäuble kassiert doppelt auf Kosten der Bürger

Die höheren Steuern und die härtere Gangart bei der Steuereintreibung helfen Bundesfinanzminister Schäuble mit seinem Haushalt. Durch die niedrigen Zinsen kann der Staat seinen Schuldendienst weiter finanzieren. Die Rechnung zahlen die einfachen Sparer, die für ihre Ersparnisse mit realen Verlusten bestraft werden.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann in der Zentrale der Bundesbank. Die Goldbarren im Hintergrund sind allerdings nicht echt, sondern nur ein Vorhang. (Foto: dpa)

Weidmann gibt Diplomatie auf und attackiert den IWF direkt

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann legt die Glacé-Handschuhe ab und attackiert den IWF frontal: Die Forderung, Deutschland solle mehr Schulden machen, bringe den Südeuropäern nichts und schade dem von Überalterung geplagten Deutschland massiv. Schade, dass Weidmann seine Positionen in der EZB nicht durchsetzen kann: Die Bundesbank ist in den vergangenen Jahren bei zentralen Fragen oft überstimmt worden.

Aufgrund der statistischen Umstellung erhöht sich das deutsche BIP um rund 3 Prozent. (Grafik: Destatis)

Deutsches BIP wächst durch Drogen und Zigaretten-Schmuggel

Aufgrund neuer EU-Regeln erhöht sich das deutsche BIP um rund 3 Prozent. Denn nun fließen auch der illegale Handel mit Drogen und der Zigaretten-Schmuggel in die Statistik ein. Dies führt zumindest optisch zu einer deutlichen Reduzierung der Staatsschuldenquote.

Russlands Präsident Wladimir Putin wird mit Interesse verfolgen, wie die EU für die Schulden und offenen Rechnungen der Ukraine geradestehen wird. Angela Merkel wird dies irgendwann den deutschen Steuerzahlern erklären müssen. (Foto: dpa)

Wladimir Putin bleibt eiskalt: Westen muss für Schulden der Ukraine bürgen

Der EU wird ihr aggressives Engagement für die Ukraine teuer zu stehen kommen. Der Pleite-Staat muss für den Winter von Russland Gas im Wert von etwa drei Milliarden Dollar kaufen. Für eine Staatsanleihe schuldet Kiew Moskau ebenfalls drei Milliarden Dollar. Putin verlangt Haftungen, weil er der Regierung in Kiew nicht mehr über den Weg traut. Das Risiko für die europäischen Steuerzahler liegt somit bei sechs Milliarden Dollar. Angesichts der dilettantischen Interessenpolitik der EU ein durchaus reales Risiko.

Italiens Banken danken Draghi: Intesa Sanpaolo erwartet Bestnoten bei Stress-Test

Der EZB-Stresstest wird in Italien offenbar mit einem überraschenden Gefühl der Vorfreude erwartet: Die zweitgrößte Bank Italiens, die Intesa Sanpaolo, erwartet Bestnoten. Risikoreiche italienische Staatsanleihen, von denen die Bank ausreichend gebunkert haben dürfte, werden in der Überprüfung durch Mario Draghi nicht bewertet.

Für IWF-Chefin Christine Lagarde war der G 20 Gipfel ein großer Erfolg: Privatisierungen im großen Stil sind im Interesse der globalen Konzerne und der Finanzindustrie. (Foto: dpa)

Der große Ausverkauf: G20-Staaten beschließen massive Privatisierung

Der G20-Gipfel förderte eine erstaunliche Tatsache zu Tage: Weil die meisten Staaten gegen die Überschuldung kämpfen, können sie keine Infrastruktur-Projekte mehr finanzieren. Nun wollen sich die Staatschefs an private Investoren wenden. Setzen sich die Staaten, die wie eine unter der Aufsicht des IWF stehende Weltregierung agieren, durch, wird dies zu einer beispiellosen, globalen Privatisierungswelle führen. Über den Umweg von Gebühren wird der Steuerzahler für diese Strategie zu bezahlen haben.

Knut Anton Mork von der norwegischen Handelsbanken hat Zweifel, dass die Euro-Zone Bestand haben wird. (Foto: Economic Forum/Piotr Gajek)

Handelsbanken: In der Euro-Zone sind Staatspleiten ein reales Risiko

Knut Anton Mork, Chefökonom der norwegischen Handelsbanken, glaubt, dass die Euro-Zone falsch konstruiert ist: Weil die Staaten ihre nationalen Währungen nicht mehr kontrollieren und umfassend von der EZB gerettet werden, steigt das Risiko von Staats-Pleiten in Europa.