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Schuldenkrise

Alle Sparmaßnahmen kamen zu spät: Die Griechische Regierung hat das Haushaltsdefizit nicht rechtzeitig bekämpft. (Foto: dpa)

Unsinn einer Studie: Das Märchen von Deutschland als Zins-Profiteur

Eine aktuelle Studie will belegen, dass Deutschland aufgrund von Zinseinsparungen auch bei einem kompletten griechischen Zahlungsausfall von der Krise profitieren wird. Auslöser der Zinssenkung für Bundesanleihen war aber die Politik der EZB, die Euro-Wirtschaft mit niedrigen Zinsen anzukurbeln. Griechenland spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Die CDU-Fraktion - hier Angela Merkel und Volker Kauder am Dienstag - zählte vor der Abstimmung die Abweichler - für die Folgen des neuen „Rettungprogramms“ für Griechenland interessiert sich niemand. (Foto: dpa)

Aus der Geschichte nichts gelernt: Der völlig falsche Kurs für Griechenland

Am Mittwoch stimmt der Deutsche Bundestag über das dritte sogenannte „Rettungspaket“ für Griechenland ab. Die im Juli der griechischen Regierung diktierten Sofortmaßnahmen und das vergangene Woche veröffentlichte Memorandum wiederholen die Fehler der früheren Memoranden: Sie treiben Griechenland weiter in die Depression. Die falsche Politik wiederholt die Fehler, die zum bitteren Ende der Regierung von Reichskanzler Brüning in den frühen 1930er Jahren geführt haben.

Es wird kommen, wie es kommen muss: Die europäischen Steuerzahler müssen für die Kredit-Orgie an Griechenland zahlen. (Foto: dpa)

Griechenland: Ein verschuldetes Jahrhundert

Die griechische Verschuldung ist untragbar für das Land geworden. Allein dieses Jahr sind rund 38 Milliarden Euro fällig. Gezahlt werden muss mindestens bis ins Jahr 2057. Bei diesen Berechnungen ist das dritte Kreditpaket noch nicht einmal eingerechnet.

Deutschland wird offenbar einem weiteren Kreditpaket für Griechenland zustimmen. (Foto: dpa)

Der Griechenland-Deal: Kein Grexit, dafür zwei Jahre Rezession

Deutschland signalisiert Zustimmung für ein drittes Kreditpaket für Athen. Doch der Preis für Griechenland ist hoch: Zwei Jahre Rezession werden Arbeitslosigkeit und Armut weiter verschärfen.

Es braucht einen europäischen Marshall-Plan, um den Euro zu retten, so die spanische Partei Podemos. (Foto: dpa)

Protest-Partei Podemos: Der Euro ist gescheitert

Der Podemos-Ökonom Iván Ayala hält den Euro in seiner jetzigen Form für gescheitert. Um die gemeinsame Währung zu erhalten, brauche es einen europäischen Marshall-Plan. Dafür müssten die gesamten Schulden der Euro-Zone restrukturiert werden, sagt Ayala den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Angst vor der Ansteckung: Spaniens Premier Mariano Rajoy am Mittwoch im Parlament in Madrid. (Foto: dpa)

Spanien wendet sich von Merkel ab und trägt EU-Deal nicht mehr mit

Der Bruch durch Europa erhält eine neue Facette: Spaniens Premier Rajoy hat völlig überraschend angekündigt, den EU-Deal mit Griechenland im Parlament zur Abstimmung zu bringen. Der Grund: In Spanien ist die Stimmung gekippt, der Deal wird als deutsches Diktat gesehen. Mit Rajoy, der sich in erster Linie auf die anstehenden Wahlen konzentriert, könnte Angela Merkel einen wichtigen Verbündeten verlieren.

Zum neuen Tsipras-Vorschlag hat sich Deutschland noch nicht geäußert. (Foto: dpa)

Griechenland: Deutschland hält sich bedeckt

Die griechische Regierung hat pünktlich vor Ablauf einer Frist den anderen Euro-Staaten ihre Vorschläge unterbreitet. Die Geldgeber beraten über die einzelnen Punkte. Deutschland schweigt zu den Vorgängen. Die wichtigsten Ereignissen am Freitag:

Das griechische Parlament diskutiert am Freitag über die neuen Reform-Vorschläge von Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Tsipras‘ Vorschlag: Kapitulation aus Verzweiflung oder ein politischer Akt?

Der neue Vorschlag für ein Kredit-Programm der Tsipras-Regierung enthält keine fundamental verschiedenen Punkte von dem, was dieselbe Regierung vor zwei Wochen effektvoll abgelehnt hat. Vor allem enthält sie keine Lösung für die Bankenkrise.

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Griechenland: USA rufen den Zahltag für Europa aus

Die US-Regierung hat offenbar entschieden, dass in der Schuldenorgie in der Eurozone nun Tabula rasa gemacht werden muss. Der Crash in Griechenland wird zum Zahltag für die europäischen Steuerzahler und Sparer in Griechenland.

EU könnte Griechenland mit „Panik-Paragraph“ zu Gehorsam zwingen

Alexis Tsipras hat den letzten Troika-Vorschlag abgelehnt. Die jüngste Wortmeldung von Angela Merkel lässt nichts Gutes erahnen: Die EU könnte nun den sogenannten „Panik-Paragraphen“ aus den EU-Verträgen aktivieren. Dieser erlaubt auch Zwangsmaßnahmen außerhalb der Rechtsordnung der EU.

Stunde der Wahrheit: Große Koalition spricht von Milliarden-Verlusten

Erstmals haben sich führende Koalitions-Politiker aus der Deckung gewagt und den Schaden benannt, der dem deutschen Steuerzahler aus dem Euro-Desaster erwächst. Langsam versteht man, warum Angela Merkel auf Tauchstation gegangen ist.

Euro-Retter rudern zurück: Tür für Griechenland wieder offen

Die Finanzminister der Eurozone haben offenbar Angst vor der eigenen Courage bekommen. Hatten sie am Nachmittag noch erklärt, dass die Tür für Griechenland geschlossen sei, so erklärten sie am Abend feierlich: Die Tür für Griechenland ist weit offen.

Euro-Gruppe schließt Griechenland von Beratungen aus

Die Finanzminister der Eurogruppe haben Griechenland aus ihrem Kreis ausgeschlossen. Sie berieten ohne den griechischen Finanzminister, wie sie die Eurozone retten können. Das ist ein glatter Rechtsbruch.

Athen: Oppositions-Parteien wollen Tsipras stürzen

Die von der Syriza besiegten Konservativen und die Pasok wollen das Chaos nützen und Premier Tsipras stürzen. Auf sie setzen auch die Euro-Retter.

Lagarde: IWF will mit Griechenland weiter verhandeln

IWF-Chefin Christine Lagarde will trotz des Referendums mit Griechenland weiter verhandeln. Ihre Position ist wichtig, weil sie den Willen der Amerikaner vertritt. Bundeskanzlerin Merkel verlässt sich ebenfalls voll auf die Expertise des IWFs. Auch die EU-Kommission will weiter eine Einigung. Auch EZB-Chef Draghi versucht zu vermitteln.

Euro-Retter geben auf: Keine weiteren Kredite für Griechenland

Die Euro-Gruppe erklärt die Verhandlungen mit Griechenland für gescheitert. Nun werde über Plan B verhandelt. Damit ist der Rauswurf Griechenlands aus dem Euro gemeint. Wie das rechtlich funktioniert ist völlig unklar.

Euro-Retter ratlos: Türe für Griechenland ist zu

Der Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, hat keine Antwort auf das Referendum in Griechenland. Die Euro-Finanzminister beraten über eine Antwort auf den überraschenden Schachzug von Griechenlands Premier Tsipras.

Euro-Retter fassungslos: Tsipras hat sie auf dem falschen Fuß erwischt

In Brüssel herrscht nach der Ankündigung eines Referendums in Griechenland ohnmächtige Wut: Die Euro-Retter drohen unverhohlen mit dem Rauswurf Griechenlands aus dem Euro. Das ist allerdings rechtlich nicht möglich: Wegen des Einstimmigkeitsprinzips könnte Griechenland gegen seinen Rauswurf ein Veto einlegen. Ein Desaster von historischem Ausmaß kündigt sich an.

Troika lockt Griechenland mit neuer Kreditlinie

Die Gläubiger stellen Griechenland rund 15,3 Milliarden Euro bis Ende November in Aussicht. Zudem stützt die EZB die griechischen Banken weiterhin mit Notkrediten.

Wachstumsprognose für Deutschland sinkt deutlich

Das Berliner DIW-Institut hat die Wachstumsprognose für das aktuelle Jahr von 2,2 auf 1,8 Prozent gesenkt. Wegen der Griechenland-Krise investieren die Unternehmen viel zu wenig. Zudem belasten die Russland-Sanktionen die europäische Wirtschaft.