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Schuldenkrise

Angst vor der Ansteckung: Spaniens Premier Mariano Rajoy am Mittwoch im Parlament in Madrid. (Foto: dpa)

Spanien wendet sich von Merkel ab und trägt EU-Deal nicht mehr mit

Der Bruch durch Europa erhält eine neue Facette: Spaniens Premier Rajoy hat völlig überraschend angekündigt, den EU-Deal mit Griechenland im Parlament zur Abstimmung zu bringen. Der Grund: In Spanien ist die Stimmung gekippt, der Deal wird als deutsches Diktat gesehen. Mit Rajoy, der sich in erster Linie auf die anstehenden Wahlen konzentriert, könnte Angela Merkel einen wichtigen Verbündeten verlieren.

Zum neuen Tsipras-Vorschlag hat sich Deutschland noch nicht geäußert. (Foto: dpa)

Griechenland: Deutschland hält sich bedeckt

Die griechische Regierung hat pünktlich vor Ablauf einer Frist den anderen Euro-Staaten ihre Vorschläge unterbreitet. Die Geldgeber beraten über die einzelnen Punkte. Deutschland schweigt zu den Vorgängen. Die wichtigsten Ereignissen am Freitag:

Das griechische Parlament diskutiert am Freitag über die neuen Reform-Vorschläge von Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Tsipras‘ Vorschlag: Kapitulation aus Verzweiflung oder ein politischer Akt?

Der neue Vorschlag für ein Kredit-Programm der Tsipras-Regierung enthält keine fundamental verschiedenen Punkte von dem, was dieselbe Regierung vor zwei Wochen effektvoll abgelehnt hat. Vor allem enthält sie keine Lösung für die Bankenkrise.

Angela Merkels Fiktion, dass die griechischen Schulden auf eine guten Weg seien, fällt in sich zusammen. (Foto: dpa)

Griechenland: USA rufen den Zahltag für Europa aus

Die US-Regierung hat offenbar entschieden, dass in der Schuldenorgie in der Eurozone nun Tabula rasa gemacht werden muss. Der Crash in Griechenland wird zum Zahltag für die europäischen Steuerzahler und Sparer in Griechenland.

Angela Merkel arbeitet hinter den Kulissen an der Euro-Rettung. Sie dürfte für viele schmerzhaft werden. (Foto: dpa)

EU könnte Griechenland mit „Panik-Paragraph“ zu Gehorsam zwingen

Alexis Tsipras hat den letzten Troika-Vorschlag abgelehnt. Die jüngste Wortmeldung von Angela Merkel lässt nichts Gutes erahnen: Die EU könnte nun den sogenannten „Panik-Paragraphen“ aus den EU-Verträgen aktivieren. Dieser erlaubt auch Zwangsmaßnahmen außerhalb der Rechtsordnung der EU.

Angela Merkel beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen der CDU: Es ist Zeit für schlechte Nachrichten. (Foto: dpa)

Stunde der Wahrheit: Große Koalition spricht von Milliarden-Verlusten

Erstmals haben sich führende Koalitions-Politiker aus der Deckung gewagt und den Schaden benannt, der dem deutschen Steuerzahler aus dem Euro-Desaster erwächst. Langsam versteht man, warum Angela Merkel auf Tauchstation gegangen ist.

Der Europäische Kommissar für Wirtschaft und Finanzen, Pierre Moscovici, schüttelt dem griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis die Hand. (Foto: dpa)

Euro-Retter rudern zurück: Tür für Griechenland wieder offen

Die Finanzminister der Eurozone haben offenbar Angst vor der eigenen Courage bekommen. Hatten sie am Nachmittag noch erklärt, dass die Tür für Griechenland geschlossen sei, so erklärten sie am Abend feierlich: Die Tür für Griechenland ist weit offen.

Der griechische Finanzminister Varoufakis sprach von einem "historischen Moment". Das Ansehen der Eurogruppe als demokratische Institution sei dauerhaft beschädigt. (Foto: dpa)

Euro-Gruppe schließt Griechenland von Beratungen aus

Die Finanzminister der Eurogruppe haben Griechenland aus ihrem Kreis ausgeschlossen. Sie berieten ohne den griechischen Finanzminister, wie sie die Eurozone retten können. Das ist ein glatter Rechtsbruch.

Der griechische Premierminister Alexis Tsipras blickt während der Parlamentsdebatte prüfend um sich. (Foto: dpa)

Athen: Oppositions-Parteien wollen Tsipras stürzen

Die von der Syriza besiegten Konservativen und die Pasok wollen das Chaos nützen und Premier Tsipras stürzen. Auf sie setzen auch die Euro-Retter.

IWF-Chefin Christine Lagarde und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis zu Beginn eines speziellen EU-Finanzminister-Treffens am 25. Juni in Brüssel. (Foto: dpa)

Lagarde: IWF will mit Griechenland weiter verhandeln

IWF-Chefin Christine Lagarde will trotz des Referendums mit Griechenland weiter verhandeln. Ihre Position ist wichtig, weil sie den Willen der Amerikaner vertritt. Bundeskanzlerin Merkel verlässt sich ebenfalls voll auf die Expertise des IWFs. Auch die EU-Kommission will weiter eine Einigung. Auch EZB-Chef Draghi versucht zu vermitteln.

Finanzminister Wolfgang Schäuble und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis zu Beginn des EU-Finanzminister-Treffens in Brüssel. (Foto: dpa)

Euro-Retter geben auf: Keine weiteren Kredite für Griechenland

Die Euro-Gruppe erklärt die Verhandlungen mit Griechenland für gescheitert. Nun werde über Plan B verhandelt. Damit ist der Rauswurf Griechenlands aus dem Euro gemeint. Wie das rechtlich funktioniert ist völlig unklar.

Der Präsident der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem und der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis schütteln sich die Hände zu Beginn des EU-Finanzminister-Treffens. (Foto: dpa)

Euro-Retter ratlos: Türe für Griechenland ist zu

Der Chef der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, hat keine Antwort auf das Referendum in Griechenland. Die Euro-Finanzminister beraten über eine Antwort auf den überraschenden Schachzug von Griechenlands Premier Tsipras.

Historischer Moment: Alexis Tsipras verkündet das Referendum für Griechenland. (Foto: dpa)

Euro-Retter fassungslos: Tsipras hat sie auf dem falschen Fuß erwischt

In Brüssel herrscht nach der Ankündigung eines Referendums in Griechenland ohnmächtige Wut: Die Euro-Retter drohen unverhohlen mit dem Rauswurf Griechenlands aus dem Euro. Das ist allerdings rechtlich nicht möglich: Wegen des Einstimmigkeitsprinzips könnte Griechenland gegen seinen Rauswurf ein Veto einlegen. Ein Desaster von historischem Ausmaß kündigt sich an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Francois Hollande und der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras haben auch am Freitag in der Schuldenkrise verhandelt. (Foto: dpa)

Troika lockt Griechenland mit neuer Kreditlinie

Die Gläubiger stellen Griechenland rund 15,3 Milliarden Euro bis Ende November in Aussicht. Zudem stützt die EZB die griechischen Banken weiterhin mit Notkrediten.

Die deutsche Wirtschaft wächst laut dem DIW-Institut schwächer als gedacht. (Foto: dpa)

Wachstumsprognose für Deutschland sinkt deutlich

Das Berliner DIW-Institut hat die Wachstumsprognose für das aktuelle Jahr von 2,2 auf 1,8 Prozent gesenkt. Wegen der Griechenland-Krise investieren die Unternehmen viel zu wenig. Zudem belasten die Russland-Sanktionen die europäische Wirtschaft.

Aussicht auf Lösung in Griechenland-Krise beflügelt Dax

Am Mittwoch dürfte der Dax angesichts der Aussicht auf eine Lösung der griechischen Schuldenkrise weiter steigen. Am Dienstag hatte der Dax 0,7 Prozent fester bei 11.542 Zählern geschlossen. Seit Montag kommt er bereits auf ein Plus von 4,5 Prozent.

Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling (links) schlägt gern auf die Griechen ein: Nun hat er in seinem eigenen Land ein neues Milliarden-Loch zu stopfen. (Foto: dpa)

Neuer Schock: Österreichs Bad Bank Heta fehlen sieben Milliarden Euro

Die österreichische Bad Bank Heta meldet ein neues Milliarden-Loch und reißt Österreich damit noch tiefer in die Krise. Auch für die deutschen Landesbanken sind das schlechte Nachrichten: Es wird immer ungewisser, was aus den Milliarden-Forderungen gegen die Heta wird. Schuldige für das Desaster sind in Österreich nicht bekannt.

Protest-Aktion der kommunistischen Gewerkschaft PAME am Donnerstag in Athen. (Foto: dpa)

Bank-Run in Griechenland wird teuer für Deutschland

Die Bundesregierung hat sich bei den Verhandlungen mit Griechenland äußerst ungeschickt angestellt. Die zögerliche Haltung hat die Kleinanleger in einen Bankrun getrieben, der am Ende die deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kommen wird. Der Bankrun ist unnötig, weil die griechischen Banken rekapitalisiert wurden und die Einlagen über die europäische Einlagensicherung gesichert sind.

Angela Merkel will den Schulden-Poker auf Druck von den USA schnell hinter sich bringen, wie hier bei ihrem Treffen mit Tsipras am Mittwoch. (Foto: dpa)

Bank-Run: EZB pumpt höhere Not-Kredite in griechische Banken

Mario Draghi erhöht die Not-Kredite für griechische Banken um mehr als zwei Milliarden Euro. Die EZB ermöglicht so den Bank-Run, den die Griechen ohnehin seit Monaten veranstalten. Bezahlt wird dies von den Euro-Steuerzahlern.

Angela Merkel und der Francois Hollande sollen in Brüssel offenbar Alexis Tsipras zum Krisengespräch treffen. Barack Obama fordert den Verbleib Griechenlands im Euro. (Foto: dpa)

Merkel will Griechenland-Rettung unter Dach und Fach bringen

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach dem G7-Gipfel die Griechenland-Rettung endgültig unter Dach und Fach bringen. Die Amerikaner fordern den Verbleib Griechenlands im Euro. Obama erwartet eine klare Führungsrolle Merkels in dieser Frage.