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Schuldenkrise

Trotz neuer Kredite aus China: Argentiniens Präsidentin de Kirchner will im Schuldenstreit mit den US-„Geierfonds“ nicht nachgeben. (Foto: dpa)

Argentinien steuert zielsicher Richtung Staats-Bankrott

Im Schulden-Streit zwischen Argentinien und US-Hedgefonds ist zu einem gerichtlich angeordneten Vermittlungs-Termin niemand erschienen. Beide Parteien beharren auf ihrer Position. Je mehr Zeit verstreicht, desto wahrscheinlicher wird ein argentinischer Zahlungsausfall. Die argentinische Währung verliert bereits deutlich an Wert.

Griechenlands Premier Antonis Samaras hat wiederholt gesagt, sein Land brauche keinen weiteren Bailout. (Foto: dpa)

Griechenland ist immer noch pleite und braucht neue Kredite

Der IWF erwartet im griechischen Haushalt für 2015 ein Loch von 12,6 Milliarden Euro. Das Land ist voraussichtlich nicht in der Lage, auf den Finanzmärkten ausreichend Kredite zu erhalten. Daher seidie Troika gefordert, Griechenland mit einem dritten Bailout zu Hilfe zu kommen. Im Hilfsfonds für die Banken des Landes ist noch Geld übrig.

Der spanische Finanzminister Luis de Guindos (rechts) blickt mit Interesse auf ESM-Chef Klaus Regling. Der Spanier möchte künftig die Euro-Gruppe leiten. (Foto: dpa)

Mehr Macht für Spanien: Ex-Lehman-Banker soll Chef der Euro-Gruppe werden

Der spanische Wirtschaftsminister de Guindos soll neuer Euro-Gruppen-Chef werden. Damit bekäme neben EZB-Chef Draghi ein weiterer ehemaliger Investment-Banker eine zentrale Position in der Euro-Zone. Der Wechsel wäre auch ein Signal in Richtung Schulden-Union in Europa.

Vor allem die verarbeitende Industrie muss in Griechenland Umsatz-Einbrüche verkraften. (Foto: dpa)

Milliarden kommen nicht an: Griechenlands Industrie bricht ein

Die Umsätze der griechischen Industrie brechen ein. Der Rückgang der Produktion und die daraus folgenden sinkenden Exporte belasten das BIP. Die Milliarden zur Griechenland-Rettung haben dem Land offenkundig mehr geschadet als genützt.

Geld investieren und Schulden abbauen: Ein Dilemma mit Konfliktpotenzial, warnt die Ratingagentur Standard & Poors. (Foto: dpa)

Standard & Poor’s erwartet soziale Konflikte in Europa

Nach Analysen von Standard&Poor's werden die hohen Schulden die Euro-Krisenländer noch sehr lange belasten. Der Schuldenabbau stehe der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Weg. Ein Dilemma, das zu politischen Spaltungen führen könnte, warnt die Rating-Agentur.

IWF-Chefin Christine Lagarde und EZB-Chef Mario Draghi: Die Lösung der Euro-Krise ist nur mir dem Biss in die verbotene Frucht möglich. (Foto: dpa)

Verbotene Frucht: IWF fordert von der EZB Ankauf von Staatsanleihen

Der IWF sorgt sich um die Stabilität der Euro-Zone und fordert von der EZB den verbotenen Ankauf von Staatsanleihen der Euro-Staaten. Die europäischen Sozialdemokraten arbeiten zugleich an einer Aufweichung der Defizit-Regeln. Die Krise ist zurück - die Lösungen werden erneut im Rechtsbruch und im Schulden-Machen gesucht.

László Andor, hier in Duisburg: Der EU-Sozialkommissar malt das Bild des Zusammenbruchs der EU. (Foto: dpa)

Andor: Erstmals spricht ein EU-Kommissar offen vom Zusammenbruch

Mit dem für Sozialfragen zuständigen EU-Kommissar László Andor hat erstmals ein Mitglied der EU-Kommission offen von der Möglichkeit des Zusammenbruchs der Euro-Zone gesprochen. Andor glaubt, dass die EU in ihrer derzeitigen Struktur an den sozialen Spannungen scheitern könnte. Der Zerfall könne nur mit einer massiven Integration verhindert werden.

Dunkle Wolken über Athen: Der IWF sieht das Euro-System in der Pflicht, weitere Milliarden für die Aufrechterhaltung des griechischen Schuldendienstes bereitzustellen. (Foto: dpa)

IWF: Steuerzahler muss erneut Milliarden für „Griechenland“ aufbringen

Wenige Tage nach der EU-Wahl lässt der IWF die Katze aus dem Sack: „Griechenland“ braucht erneut Milliarden. „Griechenland“ - das ist nicht das griechische Volk, sondern die von Schuldenpolitikern als politisches Projekt geführte Euro-Zone. Die unvermeidlichen Verluste für die Steuerzahler werden so lange versteckt, bis sich der Schuldenschnitt nicht mehr verhindern lässt. Das Ganze basiert auf den Berechnungen des IWF, die sich erst in dieser Woche wieder als falsch erwiesen haben.

Mario Monti und Mario Draghi: Die beiden Ex-Goldman-Banker spielten tragende Rollen im Krimi um die italienischen Bank Monte Dei Paschi. Heute hofft die Bank wieder auf den Draghi-Effekt: Wegen der niedrigen Zinsen sollen Investoren die Bank stützen. Die wahren Retter wären die europäischen Steuerzahler. (Foto: dpa)

Der Fall Monte dei Paschi: Die Sparer Europas müssen Italiens Banken retten

Der Niedergang der ältesten Bank der Welt ist ein Lehrbeispiel für die gefährliche Symbiose von Politik und Finanz-Industrie. Einer der wichtigsten Akteure in dem Krimi um die Monte dei Paschi di Siena war Mario Draghi. Als Chef der EZB wacht Draghi mittlerweile über alle Banken Europas. Über die niedrigen Zinsen müssen die Sparer auch die italienischen Banken retten. Doch die Zeit wird knapp.

Wollte gegen die Oligarchen vorgehen und verlor prompt den Job: Haris Theoharis, oberster Steuereintreiber in Griechenland. ( Foto: To Vima)

Griechische Regierung feuert obersten Steuer-Eintreiber, weil er die Oligarchen ins Visier nahm

Die Griechen haben den von der Troika eingesetzten obersten Steuereintreiber zum Teufel gejagt. Sein Fehler; Nachdem bei den kleinen Leuten nicht mehr genug zu holen war, wollte Haris Theoharis den Oligarchen zu Leibe rücken. Doch die alarmierten die Regierung - und sorgte für den Rausschmiss des verhassten Beamten.