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Staatsanleihen

Mario Draghi hat der südeuropäischen Politik Zeit gekauft. Die Zeit verstrich ungenutzt. Nun ist Deutschland gefangen im Schuldenturm einer Währungsunion, die nicht funktionieren kann. Bezahlen werden Sparer und Steuerzahler. (Foto: dpa)

Die heimliche Enteignung: Wie schützen wir unser Geld vor Banken und Politikern?

Die Sparer bekommen keine Rendite mehr. Die Zentralbanken strafen die Sparer und subventionieren die Schuldner. In der Euro-Zone ist kein Problem gelöst: Die Krise kann jederzeit wieder losbrechen. Der renommierte Finanzjournalist Michael Rasch von der Neuen Zürcher Zeitung rät den Sparern zu einem sehr realistischen Blick, um ihre Ersparnisse zu schützen.

Bankkredite sind für spanische und italienische Unternehmen heute genauso teuer wie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. (Grafik: IWF)

Trotz Draghis Geldschwemme: Unternehmen in Süd-Europa zahlen Rekord-Zinsen

Die Zinssätze für kleine und mittlere Unternehmen in Südeuropa sind massiv angestiegen. Ihre Kredite sind heute teilweise teurer als vor der Einführung des Euro. Von der Niedrigzins-Politik der EZB profitieren in den Krisenländern nur noch die Banken und Regierungen, die sich so billig verschulden können wie niemals zuvor.

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ist auf dem besten Weg, ihr Land endgültig von den internationalen Kapitalmärkten abzuschneiden. (Foto: dpa)

Argentinien: Kirchner will Gläubiger mit juristischem Trick überlisten

Die Pleite-Regierung von Argentinien will die Gläubiger des Landes mit einem juristischen Trick zur Aufgabe ihrer Forderungen zwingen. Die Banken sollen sich argentinischem Recht unterwerfen und dafür wenigstens den Funken einer Chance erhalten, an ihr Geld zu kommen. Die Finte dürfte dazu führen, dass das Misstrauen von Kapitalgebern gegenüber Staatsanleihen deutlich steigt.

Aller Kritik zum Trotz: EZB-Chef Draghi will noch mehr Geld an die Banken verteilen. (Foto: dpa)

Aufseher als Gläubiger: Banken in Südeuropa bekommen eine Billion Euro von der EZB

Die EZB wird den Banken in den kommenden zwei Jahren bis zu einer Billion Euro leihen, um die Realwirtschaft in der Peripherie der Eurozone zu beleben. Damit ist das Volumen der Langfristkredite noch größer als bisher bekannt. Die EZB macht sich somit in großem Umfang zur Gläubigerin von Banken, die sie beim Stresstest auf ihre Solidität hin überprüfen soll.

Präsident Xi Jinping hat Chinas Finanzmacht massiv ausgebaut und fordert nun sogar die USA heraus. Allerdings hat China selbst eine riesige Schuldenblase. (Foto: dpa)

Chinas heimliche Strategie zur Ablösung des Dollar als Welt-Währung

Schritt für Schritt wird der Yuan zur Leitwährung und bringt China auf den Weg zur Weltmacht. Das Land kann sogar die USA in Schach halten, weil es enorme Mengen an Dollar-Reserven und US-Staatsanleihen hält.

Die aktuelle Krise in Italien erinnert viele an die gute alte Zeit der Lira. Doch Premier Matteo Renzi muss die Probleme in Euro lösen. (Foto: dpa)

Italien am Scheideweg: Diktat der Troika, Schuldenschnitt oder Rückkehr zur Lira

Die wirtschaftlichen Zahlen in Italien sind ein Desaster. Das Land wird um massive Veränderungen nicht herumkommen. Ein bekannter Publizist ruft bereits nach der Troika. Der IWF fordert eine Umschuldung. Und die Briten empfehlen den Italienern die Rückkehr zur Lira, um endlich abwerten zu können.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso beim Staatsbesuch in Albanien: Von niemandem gewählt, und keinem verantwortlich - und alle nur erdenklichen Privilegien. Die EU muss zu einem Europa der Bürger werden, in dem die Politiker rechenschaftspflichtig sind. (Foto: dpa)

Ökonom Crusius: Europa gehört den Bürgern, nicht den Eliten

Der Ökonom Reinhard Crusius glaubt, dass Europa nur vor einer Katastrophe bewahrt werden kann, wenn die Bürger selbst das Heft in die Hand nehmen. Er plädiert dafür, das bequeme Wegducken und Lamentieren zu beenden und die Politiker zu zwingen, transparent und verantwortlich zu handeln. Europa sei, so Crusius, ein großartiger Kontinent - zu wertvoll, um ihn den Finanz-Eliten zu überlassen, die die Menschen auf "Lohnstückkosten" reduzieren.

Putins Macht gründet sich nicht nur auf dem Militär. Mit der Abkehr vom Dollar könnte er die Amerikaner an ihrer empfindlichsten Stelle treffen. Ein amerikanisches War-Game hatte genau diese Entwicklung bereits vor einigen Jahren durchgespielt. (Foto: dpa)

Angriff auf den Dollar: Russland trifft die Achilles-Ferse der Amerikaner

Im globalen Währungskrieg hat Russland einige Vorteile auf seiner Seite. Das Land verfügt über enorme Goldreserven. Zudem hat es kaum Schulden und kann seine Ausgaben vollständig aus seinen Einnahmen finanzieren. Russlands Schwachstellen sind die militärische Macht der USA und ihre Kontrolle über die globale Finanzindustrie. Die offenkundige Abkehr Russlands vom Dollar macht den Kurs Putins für Obama jedoch brandgefährlich.

Investoren fürchten um ihr Vermögen und ziehen ihre Gelder aus den Schwellenländern ab. (Foto: dpa)

Währungskrieg: Indische Unternehmen stoßen Dollar ab

Indische Unternehmen verkaufen US-Dollars, um die Rupie zu stützen. Die Schwellenländer werden zunehmend in einen globalen Währungskrieg verwickelt. Sie reagieren, indem sie sich gegen den Dollar wenden, um ihre eigenen Währungen zu retten.

EZB sieht erhöhte geopolitische Risiken

Die EZB sieht durch die verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen erhöhte Risiken für die Konjunktur in Europa. Sie nimmt keine Veränderungen bei den Zinsen vor. Der Ankauf von Staatsanleihen und die Einführung von Kredit-Verbriefungen sind dagegen in Vorbereitung.