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Staatsanleihen

Bevor der IWF 17 Milliarden Dollar an die Ukraine zahlt, braucht das Land zusätzliche 15 Milliarden Dollar. Denn für die IWF-Überweisung braucht das Land einen Finanzierungsplan über zwölf Monate. Das ist in der jetzigen Situation unmöglich. Daher solle die EU die Finanzierungslücke stopfen, so die Bitte aus Kiew. (Foto: dpa)

EU: Widerstand gegen weitere Kredite an die Ukraine wächst

In den EU-Mitgliedsstaaten regt sich Widerstand gegen neue Kredite an die Ukraine. Die Ukraine ist faktisch pleite, und die EU-Regierungen wissen nicht, woher sie die neuen Kredite nehmen sollen. Das Problem: Ohne Finanzierungsplan für die nächsten zwölf Monate dürfte der 17-Milliarden-Dollar-Kredit des IWF platzen.

Die fallenden Ölpreise und die zunehmenden Auswirkungen der Sanktionen schaden der russischen Wirtschaft massiv. (Foto: dpa)

Sorge für Allianz: Pimco von Rubel-Absturz schwer getroffen

Der Pimco-Fonds für Schwellenländer hält russische Staats- und Unternehmensanleihen in Höhe von 800 Millionen US-Dollar. Der Fonds hat im vergangenen Montag neun Prozent an Wert verloren.

Börse: Dax schließt 0,6 Prozent im Plus

Die Nachfrage der Banken nach Liquidität von der EZB schwächelt: Die Märkte spekulieren, dass die Notenbank Staatsanleihen kaufen wird. Der Dax steigt daher, nachdem auch US-Konjunkturdaten stark ausfallen.

Griechenlands Premier beschwor am Donnerstag das griechische Parlament, einen ehemaligen EU-Kommissar zum Präsidenten zu wählen, um einen Machtwechsel zugunsten der Links-Partei Syriza zu verhindern. (Foto: dpa)

Griechenlands Premier Samaras: „Das Volk will keine Wahlen“

Der griechische Premier Antonis Samaras will um jeden Preis Neuwahlen verhindern. Sein Gegenspieler, der Links-Politiker Alexis Tsipras, werde einen Euro-Austritt des Landes vorantreiben, wodurch Chaos und Pleitegefahr drohen. Doch tatsächlich hat Tsipras seine Positionen gegenüber den internationalen Geldgebern in den vergangenen Wochen deutlich abgemildert.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat andere Sorgen als Angela Merkel beim Parteitag zuzujubeln: Er muss als Bittsteller nach Moskau pilgern, um die Russen von der Fälligstellung eines 3-Milliarden-Dollar-Kredits an die Ukraine abzubringen. (Foto: dpa)

Ukraine geht das Geld aus: Schäuble muss Russland um Milde bitten

Der IWF hat in der Ukraine ein neues 15 Milliarden Dollar-Loch entdeckt. Premier Jazenjuk räumt ein, dass Kiew seine Armee nicht mehr bezahlen kann. Bundesfinanzminister Schäuble soll Russland gebeten haben, einen 3-Milliarden-Dollar-Kredit nicht fällig zu stellen. Die EU will mit neuen Krediten „helfen“. Doch stellt man in Brüssel nun fest, dass man gar nicht soviel Geld auftreiben kann.

Wladimir Putin hat den Westen auf den Finanzmärkten ausmanövriert. Dies gelang ihn mit ukrainischen Staatsanleihen, die nach internationalem Recht ausgegeben wurden. (Foto: dpa)

Das Pentagon staunt: Amerikaner wollen Putins Ukraine-Taktik kopieren

Mit einem komplexen juristischen System hat Russland so viele Fallstricke bei ukrainischen Staatsanleihen eingebaut, dass Moskau mehrfach Insolvenzen in der Ukraine auslösen kann. Diese Taktik ist so effektiv, dass sogar die FT anerkennend über Putins Völkerrechts-Juristen urteilt. Das Pentagon ist beeindruckt und will die russische Taktik künftig selbst im geopolitischen Wettstreit einsetzen, um Staaten unter Druck zu setzen.

Die soziale Lage in Italien ist angespannt: Vergangene Woche kam es zu Zusammenstößen in Rom - und das, obwohl die Regierung Renzi bisher weitgehend auf Reformen verzichtet hat. (Foto: dpa)

Regierung in Rom untätig: Draghi muss Italien auf Kosten Nord-Europas retten

Italien befindet sich in einem kritischen Zustand. Die Regierung von Matteo Renzi hat bisher - ähnlich wie jene von Francois Hollande - keinerlei Reform-Absichten erkennen lassen. Eine Diskussion in der EZB zeigt: Die Italiener verlassen sich auf den einsamen Retter Mario Draghi. Die Banken Italiens werden die Haupt-Begünstigten der nächsten Geldschwemme. Das Risiko wandert in Richtung Norden.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann und Finanzminister Wolfgang Schäuble wollen nicht, dass die EZB die US-Geldpolitik kopiert. (Foto: dpa)

Weidmann und Schäuble mit symbolischem Protest gegen Draghi

Wolfgang Schäuble und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnen die EZB vor einer Kopie der ultralockeren Geldpolitik der USA. Das Prinzip sei nicht die Lösung des Problems, sondern dessen Ursache, so der Finanzminister. Draghi hat deutlich gemacht, dass er notfalls ohne Zustimmung der Deutschen neue Schritte gehen will.

Börse: Dax schließt auf Allzeit-Hoch

Neue Hoffnungen auf Anleihekäufe durch die EZB und starke US-Arbeitsmarktdaten lassen den Dax nach oben springen. Sehr viel Optimismus derzeit - ist das begründet?

Die geplanten Staatsanleihen-Käufe der EZB werden in Deutschland kritisiert. Sie stießen „an die rechtlichen Grenzen dessen, was man tun kann“, so Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. (Foto: dpa)

Auf verlorenem Posten: Weidmann mit Protest-Note gegen Draghi

Der EZB-Rat entscheidet am 4. Dezember, wann er mit dem umstrittenen Ankauf von Staatsanleihen beginnen wird. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann liefert dazu eine Protest-Note ab. Verhindern kann er die Aktion nicht. Die Bundesbank wird immer wieder in der EZB überstimmt.

Nach Mario Draghis Worten stürzte der Euro innerhalb von Minuten ab. (Grafik: ariva.de)

Draghi: Geldschwemme angekündigt, Euro stürzt ab

Die EZB will ihre Bilanz um rund eine Billion aufblähen. Um dies zu erreichen, könnten die Notenbanker demnächst Unternehmensanleihen und Staatsanleihen aufkaufen. Letzteres ist in Deutschland heftig umstritten, ebenso im EZB-Rat. Mit seiner Ankündigung schickte Draghi den Euro auf Talfahrt.

Börse: Dax schließt im Plus

Der Dax startet die überfällige Rally - trotz Sorgen über Japan. Dessen BIP enttäuscht mit minus 1,6 Prozent. In Japan dürften schon im Dezember Neuwahlen anstehen.

Mario Draghi, hier auf dem Weg zur EZB-Pressekonferenz am Donnerstag, führt die Euro-Zone in eine völlig unbekannte Zukunft: Eine Billion Euro (1.000 Milliarden) sollen aus dem Nichts geschaffen werden. (Foto: dpa)

Bundesbank-Chef Weidmann stimmt zu: EZB will 1.000 Milliarden Euro drucken

Die Bundesbank hat ihren Widerstand gegen die neue EZB-Geldschwemme aufgeben: Der EZB-Rat hat am Donnerstag eine Formel beschlossen, nach der 1.000 Milliarden Euro neues Geld gedruckt werden können. Auch der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB scheint im Jahr 2015 auf dem Plan zu stehen.

Midterm Elections: Den Demokraten werden laut Prognosen bei den Wahlen schlecht abschneiden. (Foto: dpa)

Wahlen in den USA: Obama auf dem Weg zur „lame duck“

Die Zentralbanken in aller Welt liefern sich einen Währungskrieg, in dem die USA nicht mehr lange mithalten können. Wie sich die Fed verhalten wird, hängt von den Dienstag stattfindenden Midterm-Elections ab. Die Prognosen sagen einen Sieg der Republikaner voraus. Die Folge dürfte sein, dass das wirtschaftlich geschwächte Land sein Heil in einer aggressiveren Außenpolitik suchen dürfte.

Für die Investoren und Spekulanten ist das Gelddrucken der Notenbanken, wie von EZB oder der Bank of England praktiziert, „funny money“. (Foto: dpa)

Geldschwemme der Zentralbanken hält das Börsen-Kasino am Laufen

Die Zentralbanken müssen nach Citi-Berechnungen pro Quartal 200 Milliarden US-Dollar frisches Geld in den Markt pumpen, um einen Ausverkauf an den Aktienmärkten zu verhindern. Die Anleger spekulieren wegen der niedrigen Zinsen mit kurzfristigen hohen Renditen, obwohl sie wegen der teils schwachen Fundamentaldaten bei vielen Unternehmen eigentlich aussteigen müssten.

Citi-Ökonom Matt King beobachtet, dass die Märkte von der Geldschwemme der Zentralbanken abhängig geworden sind. (Foto: dpa)

Citi-Ökonom Matt King: Geringes Wachstum ist besser als neue Blasen

Es war vor allem das billige Geld der Zentralbanken, das die globalen Märkte auf Allzeithochs getrieben hat, sagt der Ökonom Matt King. Sollten die Zentralbanken Liquidität zurückziehen, würden die Märkte abstürzen. Daher erwartet King, dass die Zentralbanken das massive Gelddrucken fortsetzen. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass sich neue Blasen bilden und dass der nötige Schuldenabbau weiter aufgeschoben wird.

EZB-Chef Mario Draghi und Kanzlerin Angela Merkel auf einem Graffiti vor der EZB in Frankfurt. Supranationale Institutionen wie die EZB bilden einen Schattenstaat in Europa, so Autor Thomas Mayer. (Foto: Boris Roessler/dpa)

„Der Schatten-Staat der Währungsunion wird sich als Papiertiger erweisen“

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sieht im Stresstest der EZB ein Kapitel zu einer Vergemeinschaftung der Schulden und Risiken in der Euro-Zone. Ziel sei die Errichtung eines „Schattenstaates aus supra-nationalen Institutionen und zwischenstaatlichen Verträgen“. Er soll in der Euro-Zone die Defizite ausgleichen, die ein nicht zu Ende gedachtes Konstrukt aufweist. Nachhaltig kann eine solche Entwicklung nicht sein.

Die italienische Bank Monte dei Pasci benötigt eine Kapitalstärkung in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

EZB-Stresstest: Die Illusion von der Sicherheit der Banken

Der EZB-Stresstest hat wesentliche Risiken bei den Banken ausgeklammert: Staatsanleihen wurde ausgenommen, weil die EZB die Papiere für grundsätzlich risikofrei erklärt haben. Der gefährliche Derivate-Handel wurde vollständig ausgeblendet. Die EZB versucht, eine Illusion von der Sicherheit der europäischen Banken zu erzeugen. Es ist eine falsche Sicherheit.

EZB-Stresstest: Angeblich 25 von 130 Banken durchgefallen

Beim Stresstest der EZB sollen angeblich 25 Banken nicht in der Lage gewesen sein, die Eigenkapitalanforderungen der EZB zu erfüllen. Das ist erstaunlich: Denn der Stresstest ist eher harmlos angelegt gewesen und hat bestimmte Risiken nicht in Betracht gezogen.

Nach Angaben des Vorsitzenden der spanischen Notenbank, Miguel Angel Fernandez, beträgt das Volumen der faulen Kredite inzwischen 184,3 Milliarden Euro. (Foto: dpa)

Marode spanische Banken hoffen auf Schonung durch die EZB

Beim Stresstest der EZB dürfte vor allem Banken kleinere Länder durchfallen. Für größere Staaten gilt: Die Banken müssen überleben, um das Finanzsystem nicht zu gefährden. Darauf hoffen vor allem die spanischen Banken, die ja erst vor zwei Jahren aus dem ESM gerettet wurden.