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Staatsanleihen

Die Spekulation mit Papieren der Hypo Alpe Adria wird nach Auffassung der EZB zu erheblichen Verlusten für etliche Banken in Europa führen. (Foto: dpa)

Österreich: Verfassungsgericht prüft Gläubigerbeteiligung bei Heta-Abbau

Das österreichische Verfassungsgericht will eine mögliche Gläubigerbeteiligung bei der Krisenbank Heta prüfen. So muss noch geklärt werden, ob neben dem Staat auch die Gläubiger für die Abwicklung der Krisenbank bezahlen sollen.

Bundeskanzler Werner Faymann mit seinem griechischen Kollegen Alexis Tsipras: Österreich und Griechenland haben finanzpolitisch eine gewisse Seelenverwandschaft. (Foto: dpa)

Österreich: Verfassungsgericht kippt Heta-Schuldenschnitt

Schwere Niederlage für die österreichische Regierung: Der Verfassungsgerichtshof hat den Heta-Schuldenschnitt als grundrechtswidrige Enteignung klassifiziert und verboten. Damit kommen auf die österreichischen Steuerzahler zunächst 900 Millionen Euro an Mehrkosten zu. Am Ende könnte es aber ein wirtschaftlicher Totalschaden werden.

Immer mit der Ruhe: Draghi will die kritische Staatsanleihen-Situation nur mittelfristig angehen. (Foto: dpa)

EZB muss handeln: Staatsanleihen sind keine risikolosen Papiere

Griechenland hat die Gefahren der Abhängigkeit von Staat und Banken nur zu deutlich gemacht. Die EZB gerät unter Handlungsdruck: Die Erklärung von Staatsanleihen als risikolose Investments ist spätestens seit der Griechenland-Krise nicht mehr tragbar.

Der Dax verzeichnete am Montag nach den Berichten über eine Einigung im Schuldenstreit in Griechenland Zugewinne. (Grafik: ariva.de)

EU-Einigung: Börsen erhalten Auftrieb, Euro wird stärker

Die europäischen und asiatischen Börsen haben am Montag angesichts der Berichte über eine Einigung im griechischen Schuldenstreit zugelegt. Während die Renditen der zehnjährigen Schuldtitel in den nördlichen Euro-Staaten zulegten, gingen diese in den südlichen Euro-Staaten zurück.

„Der Schatten-Staat der Währungsunion wird sich als Papiertiger erweisen“

Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, sieht im Stresstest der EZB ein Kapitel zu einer Vergemeinschaftung der Schulden und Risiken in der Euro-Zone. Ziel sei die Errichtung eines „Schattenstaates aus supra-nationalen Institutionen und zwischenstaatlichen Verträgen“. Er soll in der Euro-Zone die Defizite ausgleichen, die ein nicht zu Ende gedachtes Konstrukt aufweist. Nachhaltig kann eine solche Entwicklung nicht sein.

EZB-Geldschwemme: Experten rechnen nicht mit großem Wachstum

Die Europäische Zentralbank wird bis Ende September 2016 monatlich für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufen. Experten gehen nicht davon aus, dass dieser Schritt das Wachstum ankurbeln wird.

Die EZB führt sei dem 9. März 2015 ein Anleihen-Kaufprogramm durch. (Foto: dpa)

EZB kauft wieder in großem Stil Staatsanleihen

Die EZB hat in der vergangenen Woche ihr Kaufprogramm von Staatsanleihen ausgeweitet. Seit Beginn des OMT-Programms am 9. März wurden Staatsanleihen im Wert von insgesamt fast 200 Milliarden Euro gekauft. Doch intern wächst die Kritik an diesem Vorgehen.

Alternativen: Banken investieren in Peer-to-Peer Banking

Geschäfts- und Investmentbanken positionieren sich umfassend im Peer-to-Peer-Banking. Diese Methode war entstanden, weil die Kunden das Vertrauen in die Banken verloren haben. Nun wenden sich die Banken dem Modell selbst zu, um einem Schicksal wie die Musik-Industrie zu entgehen.

Wenn es zu einem Run auf die Geldmarktfonds kommt, ist das globale Finanzsystem gefährdet. (Foto: dpa)

Trotz neuer Regeln: Das Banken-System in Europa ist nicht sicher

Der kritische Banken-Experte Martin Hellwig geht davon aus, dass große Banken trotz aller neuen Regelungen weiter nur von den Steuerzahlern gerettet werden können. Auch die Einlagensicherung kann nicht ohne weiteres den Banken überlassen werden: Die europarechtlichen Regelungen sehen den Staat in der Pflicht und bieten geschädigten Bank-Kunden vielfältige Klagemöglichkeiten.

Zufall oder nicht? Als erster Regierungschef besuchte nach der OMT-Entscheidung der Franzose Manuel Valls EZB-Chef Mario Draghi im neuen Tower der EZB in Frankfurt/Main. (Foto: dpa)

Weik & Friedrich: Die EZB hält uns alle zum Narren

Während momentan alle Welt auf Griechenland blickt hat die EZB aus Luxemburg die Bestätigung ihrer irrsinnigen Politik bekommen. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, das undurchsichtige Treiben genauer unter die Lupe zu nehmen und zu betrachten, wie uns die EZB offensichtlich hinters Licht führt.

Die EZB bleibt von den Unruhen auf dem Bondmarkt weitgehend verschont. Ein möglicher Crash wäre für die südlichen Eurostaaten besonders gefährlich. (Foto: dpa)

Manipulierte Märkte: Höhere Zinsen für Staatsanleihen sind überfällig

Im Gegensatz zu den Spekulanten sind die Turbulenzen auf dem Bondmarkt ist für die Banken eine positive Entwicklung. Steigende Zinsen würden für Normalität auf dem Markt sorgen, so die Consorsbank. Anleger haben hingegen allein seit April 640 Milliarden Dollar verbrannt.

Staatsanleihen in Südeuropa ziehen nur leicht an

Die Kurse der Staatsanleihen in den südeuropäischen Ländern sind gefallen, während die Renditen der Anleihen etwas zulegten. Zehnjährige italienische, spanische und portugiesische Papiere warfen zwischen 2,35 und 3,16 Prozent ab und damit fünf bis sieben Basispunkte mehr als im Schlussgeschäft vom Vortag.

Applaus von der EU für Ukraines Präsident Poroschenko: Zu diesem Zeitpunkt wussten die Präsidenten Martin Schulz und Joachim Gauck allerdings noch nicht, dass die Ukraine ein akutes Schulden-Problem hat. (Foto: dpa)

Ukraine beschließt: Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger werden nicht mehr bedient

Die Ukraine hat ein Gesetz verabschiedet, wonach Schulden an „gewissenlose“ Gläubiger nicht mehr bezahlt werden. Russland, das damit gemeint ist, spricht vom ersten Schritt in die Staatspleite. Die Milliarden der deutschen Steuerzahler, die in die Ukraine geflossen sind, sind akut gefährdet.

Mario Draghis Geldpolitik sorgt für Turbulenzen auf dem Bondsmarkt. Sogar die als sichere Anlage geltenden deutschen Bunds sind unkalkulierbar geworden. (Foto: dpa)

Crash bei Staatsanleihen: Anleger haben bereits 640 Milliarden Dollar verloren

Seit April haben die Unruhen auf dem Bond-Markt mehr als 640 Milliarden Dollar vernichtet. Die bislang gängigen Analyse-Modelle funktionieren nicht mehr. Das gelte besonders für deutsche Bunds, so der Vermögensverwalter BlackRock.

Die Europäische Gerichtshof (links) stärkt die EZB (rechts): Die Institutionen arbeiten immer Hand in Hand, weil sie dieselben politischen Aufgaben haben. (Foto: dpa)

Gauweiler: EuGH-Urteil ist Kriegs-Erklärung an Bundesverfassungs-Gericht

Der Europäische Gerichtshof hat erwartungsgemäß der EZB grünes Licht zum Gelddrucken gegeben. Damit hat Karlsruhe nun ein Problem: Das deutsche Höchstgericht hält das OMT-Programm nämlich für eine Gefährdung der nationalen Budgethoheit. Kläger Peter Gauweiler spricht von einer Kriegserklärung des EuGH an Karlsruhe.

Die Schuldenkrise führt zu einer originellen Allianz: USA und Syriza gegen die Euro-Retter. (Foto: dpa)

US-Regierung und Syriza spielen Euro-Retter an die Wand

Im Schulden-Poker hat die Syriza-Regierung einen mächtigen Verbündeten: Die USA verlangen, dass die EU neue Kredite an Griechenland vergibt. Angela Merkel ist offenbar zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Die Euro-Retter rechnen mit einer Einigung in den kommenden Tagen.

Die Renditen der europäischen zehnjährigen Anleihen stiegen am Mittwoch deutlich. (Grafik: DWN)

Spekulanten nervös: Rendite für Bunds auf Rekordhoch

Die Anleger stießen am Mittwoch ihre europäischen Staatsanleihen ab. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen stieg erstmals seit vergangenen September wieder über die Marke von 1,0 Prozent. Die Kurse der Anleihen fielen im Gegenzug.

Pimco flüchtet aus den Treasuries, weil der Fondsriese offenbar eine baldige Zinserhöhung der Fed erwartet. (Foto: dpa)

Pimco-Fonds stößt US-Staatsanleihen ab

Pimco Total Return rechnet offenbar mit einer baldigen Zins-Erhöhung in den USA. Der Fonds hält nur noch 8 Prozent in US-Papieren. Zuvor hatte sich bereits Bill Gross bei Pimco mit US-Staatsanleihen verspekuliert.

Anstieg der Renditen für Staatsanleihen in den EU-Staaten. (Grafik: DWN)

Crash bei Staatsanleihen: Südeuropa stürzt ab

Die Turbulenzen auf dem europäischen Anleihen-Markt hören aufgrund der EZB-Geldschwemme nicht auf. Vor allem in den Südländern stürzten die Kurse ab, die Rendite stiegen im Gegenzug um zweistellige Prozentzahlen. Auch deutsche Anleihen sind von den enormen Schwankungen betroffen.

Während die ukrainische Notenbank-Chefin Valeria Gontarewa (li.) gegen den Verfall der heimischen Währung kämpft, erwartet Finanzministerin Natalia Jaresko von den privaten Gläubigern der Ukraine einen Schuldenschnitt von 15,3 Milliarden Dollar. (Foto: dpa)

JPMorgan: Ukraine ist nicht pleite und soll seine Schulden bezahlen

Die Ukraine habe die finanziellen Mittel, um ihre Gläubiger zu bedienen, so die US-Bank JPMorgan. Zum Monatsbeginn meldete das Finanzministerium einen Milliarden-Überschuss. Zahlreiche US-Investoren wie George Soros investierten Millionen Dollar in die Ukraine im Vertrauen darauf, dass es zu einem Bail-out kommt.