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Christopher Samsinger: „Eine Marke kann vom Dialog mit den Nutzern enorm profitieren." (Foto: Carat)

Medien-Revolution: „Die Konsumenten haben heute eine enorme Macht“

Die Revolution im Internet hat vor allem die Macht der Konsumenten gestärkt: Der Media-Manager Christopher Samsinger hat beobachtet, dass es keineswegs nur die Querulanten sind, die sich zu Wort melden. Große Unternehmen haben die Chance erkannt, mit ihren Kunden in einen kritischen Dialog einzutreten. Die Medien müssen in diesem Prozess nachziehen - was manch einem schwerfällt.

Megatrend: Medien müssen belegen, dass sie ihre Leser wirklich erreichen

Google schickt sich an, in der Medienwelt eine führende Rolle zu übernehmen. Die Media-Agenturen halten dagegen und sagen: Vielfalt ist die Bedingung für den Erfolg. Doch die Medien müssen belegen, dass sie ihr Publikum wirklich erreichen. Die Leser sind mündig geworden - und das ist ein Vorteil für eine Branche, die sich selbst mitunter zu wenig zutraut.

Fußball-WM: Commerzbank, ARD und ZDF sorgen für teure Unterhaltung

Die staatliche Commerzbank zahlt 20 Millionen Euro für Werbung für die Fußball-Nationalmannschaft. ARD und ZDF zahlen für die Übertragungsrechte streng geheime Summen. Die Deutschen müssen somit doppelt für das höchst umstrittene Spektakel zahlen. Es gäbe wichtigere Dinge, die mit öffentlichen Geldern zu finanzieren wären.

Zu viel Eitelkeit: Fusion von Werbe-Konzernen geplatzt

Die Mega-Fusion zwischen den Werbfirmen Omnicom und Publicis ist geplatzt. Der Grund: Die Manager zerstritten sich über die begehrten Führungspositionen. Auch stellte sich heraus, dass die Fusion zu kompliziert gewesen wäre. So haben sich die Rivalen zumindest in die Bücher geschaut und ein paar Berater haben ein gutes Geschäft gemacht.

Server-Panne legt Facebook-Zukauf WhatsApp lahm

Ein Server-Problem beim Messenger-Dienst WhatsApp am Samstagabend führte dazu, dass keine Nachrichten mehr verschickt werden konnten. Der neue Eigentümer Facebook zeigt mit dem Finger auf WhatsApp. Viele frustrierte Nutzer wenden sich derzeit von WhatsApp ab, weil sie der Daten-Krake Facebook misstrauen.

Falsche Profile schaden ehrlichen Facebook-Nutzern

Falsche Facebook-Profile erschweren es ehrlichen Nutzern, neue Fans zu gewinnen. Denn um ihre Spuren zu verwischen, liken die Fake-Profile auch Nutzer, die sie nicht dafür bezahlt haben. Für Besucher der ehrlichen Seite sieht es dann so aus, als wären die Fake-Likes gekauft.

Google umgeht heimlich den Werbe-Filter

Der Werbefilter Adblock Plus soll 25 Millionen Dollar von Google erhalten haben. Im Gegenzug werde „unaufdringliche“ Google-Werbung nicht mehr blockiert, sagt ein deutscher Blogger. Auch Ebay, Amazon und Yahoo sollen viel Geld gezahlt haben, damit ihre Anzeigen erscheinen.

Die Illusion der Privatsphäre: Auch wenn die Smart Ad-Funktion ausgeschaltet ist, kann das TV-Gerät private Daten senden: (Screenshot: Doctor Beet)

LG: Fernseher spioniert die Kunden aus

Ein LG-Smart TV überträgt private Datei-Namen aus einer externen Festplatte auf firmeneigene Server. Die Option zum Abschalten der personalisierten Werbung ist nutzlos. Der Käufer eines solchen Geräts hat keine Chance, sich vor den Späh-Attacken von LG zu wehren.

Stalking: EU will Kritiker im Internet gezielt überwachen

Vor der EU-Wahl 2014 gibt die EU 2,5 Millionen Euro aus, um politische Diskussionen im Internet zu überwachen. Im Fokus stehen Länder, die sich Euro-skeptisch geben. Kritiker sprechen von Stalking durch die EU. Um auch positiv gegen die Euro-Skeptiker vorzugehen, plant die EU umfassenden Werbe-Kampagnen in eigener Sache.

Facebook will mit Daten von Kindern Geschäfte machen

Facebook hat seine Möglichkeiten für Kinder erweitert. Das Unternehmen begründet den Schritt, dass die Kinder so kreativ und daher die Zukunft der Gesellschaft seien. Tatsächlich will Facebook die Daten der Kinder an die Werbe-Industrie verkaufen. Datenschutz sieht anders aus, ein zivilisierter Einsatz einer neuen Technologie erst recht.

Gute Nachrichten für Online-Gamer: Internet-Anbieter müssen in Zukunft realistische Datenraten möglichst adressgenau angeben. (Screenshot: Youtube/DWN)

Vodafone gesteht: Telekoms lügen über Schnelligkeit des Internets

Die von Internet-Anbietern beworbenen Datengeschwindigkeiten werden von Nutzern nie erreicht. Vodafone bricht das Schweigen zuerst: Die Versprechen in der Werbung klingen zwar gut, das reale Surfergebnis sei aber ein anderes. Der Anbieter will nun die tatsächlichen Surf-Geschwindigkeiten offenlegen.

Daten fressende Mülleimer: Die City of London hat den Scan vorbeikommender Passanten-Smartphones vorerst untersagt. (Foto: Renew)

London: Mülleimer ermitteln Daten von vorübergehenden Passanten

In London hat eine Firma Mülleimer so aufgerüstet, dass über ein Signal die Smart-Phones der Passanten gescannt werden. Die als Werbung getarnte Ausforschung wurde nun aus Datenschutz-Erwägungen gestoppt.

Eine Werbeagentur aus Deutschland stößt mit einer neuen Technologie auf Befremden bei Bahnfahrern. (Screenshot)

Agentur will Werbung direkt in die Köpfe der Bürger senden

Beim Anlehnen des Kopfes ans Zugfenster sollen Werbebotschaften in die Köpfe der Passagiere gesendet werden. Dabei werden Schwingungen über die Schädelknochen zum Gehörgang geleitet – unter Umgehung des Mittelohrs.

Schweizer Sozialisten wollen staatlichen Zugriff auf Zeitungen

Die Schweizer Sozialisten wollen zusätzliche Gebühren erheben und die Zeitungen des Landes mit dem eingenommenen Geld fördern. Doch die Schweizer Verleger fürchten die Vorschriften, die mit der staatlichen Förderung verbunden wären.

„Keine Projekte“: Sponsoren gehen auf Distanz zu Uli Hoeneß

Unternehmen, die bisher auf Uli Hoeneß gesetzt haben, um ihre Werbebotschaften mit seiner Glaubwürdigkeit zu schmücken, sind vorsichtig geworden: Unisono heißt es, es gäbe keine Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des FC Bayern München.

Stiftung Warentest will „kritisches Konsumverhalten“ fördern

Die Stiftung Warentest bezieht zu ihren Aktivitäten an deutschen Schulen Stellung. Man verfolge damit keine finanziellen Ziele.

Wenn man seinen Arbeitsplatz verlässt, dann haben Schnüffler Zugriff auf alle Suchanfragen, die man je bei Facebook eingegeben hat. (Foto: Flickr/See-ming Lee 李思明 SML)

Warnung an Facebook-User: Löschen Sie Ihre Suche!

Facebook speichert chronologisch alle Suchanfragen, die man dort je eingegeben hat: Schulkameraden, Kollegen, Ex-Liebhaber, Konsumgelüste. Eine gefährliche Falle, über die kaum ein User Bescheid weiß. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten zeigen, wie man die eigene Chronik auf Facebook löschen kann.

Die US-Investorin Janet Tavakoli glaubt, dass Facebook zu wenig gegen gefälschte Profile unternimmt und dadurch Anleger und die Werbewirtschaft getäuscht werden.

US-Investorin: „Mehr als die Hälfte der Facebook-Profile könnten gefälscht sein“

Die US-Investorin Janet Tavakoli glaubt, dass ein signifikanter Anteil der Facebook-Profile gefälscht sein könnten. Als sie selbst eine solche Fälschung ihre eigenen Profils entdeckte, forderte Facebook von ihr noch mehr Daten - während der Fälscher unbehelligt blieb.

Transparenz war noch nie die Stärke von Facebook. Anleger stellen die Frage, ob hinter dem Unwissen über gefälschte Profile eine Strategie stehen könnte.

Das Rätsel der Fake-Profile: Wie groß ist Facebook wirklich?

Millionen gefälschter Facebook-Profile verzerren die wahre Größe des sozialen Netzwerks. Anleger fragen sich: Warum unternimmt Facebook nichts, um hier Klarheit zu schaffen?

Scheinbar harmlose Spiele-Websites: Firmen spionieren Kinder aus

Jede zweite Kinderseite im Internet nutzt offenbar die Unerfahrenheit der Kinder für den eigenen Profit. So wird Werbung gemacht, die Kinder häufig nicht als solche erkennen können oder es werden ohne Einwilligung der Eltern persönliche Daten erhoben. Verbraucherschützer fordern eine EU-Datenschutzverordnung.