Aktuelle Themen

ESM
EU-Kommissar Barnier: Erst zahlen die Sparer, dann der Staat oder der ESM (Foto: EU-Commission).

EU: Zugriff auf deutsche Sparer ist nach geltendem Recht möglich

EU-Kommissar Barnier will zügig eine erste Bankenunion schaffen. Dann kann schnell auf das Geld der Sparer zurückgegriffen werden, um Banken zu retten. Eine Änderung der EU-Verträge brauche es dazu erst einmal nicht. Über den ESM sollen auch die europäischen Steuerzahler an Banken-Rettungen beteiligt werden.

Die jüngsten, schweren Verstimmungen zwischen Deutschland und der EU zeigen: Es gibt keine Technik, mit der Barroso und Merkel die Schuldenkrise lösen können. Bei nüchterner Betrachtung wäre eine Währungsunion besser für Merkel - weil die Eliten dann an der Macht bleiben könnten. (Foto: consilium)

Ökonom: „Währungsreform ist der einzige Ausweg aus der Schuldenkrise“

Der Ökonom Christoph Braunschweig sieht zur Lösung der Schuldenkrise nur zwei Alternativen: Entweder kommt es zum völligen Chaos oder zu einer Währungsreform. Um einen sozialen Flächenbrand in Europa zu verhindern, dürften sich die Politiker für die Währungsreform vorbereiten. Sie bietet den Eliten den angenehmen Nebeneffekt, dass sie an der Macht bleiben können.

Herman Van Rompuy (hier mit dem irischen Finanzminister Michael Noonan) weiß, wo das Geld für die europäischen Banken-Rettungen ist: in Deutschland. (Foto: consilium)

EU setzt Masterplan um: Enteignung der Sparer kommt

Die EU folgt bei der geplanten Beteiligung der Sparer im Falle von Banken-Pleiten einem Masterplan aus dem Jahr 2012. Die vielgerühmte Bankenaufsicht dient nicht der Kontrolle der Banken. Sie soll den Zugriff auf die Steuergelder im ESM sichern, damit durch die Kosten der Banken-Rettung die Staatsverschuldung nicht weiter steigt.

Österreich: Wirtschaftsminister schafft für seinen Vertrauten neuen Staats-Job

Im Herbst wählt Österreich ein neues Parlament. Der österreichische ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat dennoch kurzfristig seinen langjährigen, treuen Mitarbeiter Harald Kaszanits zum Generalsekretär des Ministeriums berufen. Ein Posten, den es zuletzt 2008 in diesem wichtigen Ministerium gegeben hat.

»Rettungsroutine« zum Wort des Jahres 2012 gewählt

Passend dazu müssten sich die Unwörter des Jahres Rettungsgeld, Bailout oder ESM eigentlich noch dazu gesellen. Platz zwei der Wörter des Jahres belegt die Kanzlerpräsidentin, aber auch die Schlecker-Frauen tauchen in der Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache wieder auf.

Schlecker am Ende: 13.000 Mitarbeiter verlieren Arbeitsplatz

Nun ist es offiziell, der Drogermiemarkt Schlecker wird endgültig abgewickelt. Der Gläubigerausschuss hat das Angebot des amerikanischen Finanzinvestors abgelehnt. Mehr als 13.200 Mitarbeiter werden ihre Kündigung erhalten.

Staatsanwaltschaft: Hundert Razzien wegen falscher Doktor-Titel

Die Durchsuchungen von Wohnung und Redaktionsräumen der Journalistin Eva Ihnenfeldt sind kein Einzelfall. Der Lübecker Staatsanwalt führt wegen der Doktortitel circa hundert Verfahren durch, bei denen er regelmäßig auch die Beschlagnahmung von Computern beantragt.

Unternehmerin Eva Ihnenfeldt: Hausdurchsuchung nach einem Scherz auf ihrem Blog. (Foto: privat)

Bloggerin macht einen Scherz: Hausdurchsuchung mit acht Mann!

In Dortmund wurde eine Unternehmerin in aller Früh von vier (!) Polizeibeamten aus dem Bett geholt, weil sie auf ihrem Blog satirisch darüber berichtet hatte, einen Doktor-Titel (h.c.) geschenkt bekommen zu haben. Zeitgleich wurde ihr Büro von weiteren vier (!) Beamten durchsucht. Ein Lehrstück, wie der Staat außer Kontrolle gerät. Hoffentlich steckt hinter der Aktion außer Dummheit keine Methode.

Richtungswechsel: Nach der Bundestagswahl wird der Rückwärtsgang eingelegt. (Foto: Consilium)

Analyst: Merkel wird Eurobonds nach der Wahl zustimmen

Nach dem Vorschlag von George Soros, Eurobonds auch ohne Deutschland einzuführen, erwarten Beobachter, dass Angela Merkel nur auf Zeit spielt: Die Kanzlerin fürchtet einen Euro-Austritt und könnte nach der Wahl zähneknirschend der Vergemeinschaftung der Schulden in Europa zustimmen.

Die Südeuropäer erwarten für die Zukunft mehr Arbeit in schlechter bezahlten, unsicheren Jobs. Sie rechnen damit, weniger Zeit mit ihren Familien verbringen zu können. (Foto: Flickr/Red Rose Exile)

Südeuropäer: Die nächste Generation wird ein viel schlechteres Leben haben

Für Südeuropa war der Euro kein nachhaltiges Projekt: Sie erwarten für die Zukunft unsichere, schlecht bezahlte Jobs mit langen Arbeitszeiten. Sie rechnen damit, ein schlechteres und ärmeres Leben zu führen als ihre Eltern. Auch der Rest Europas ist nicht viel optimistischer.

Die spanischen Banken bewerten das Risiko vieler Kredite zu gering. Die Zentralbank verlangt nun eine Neubewertung. (Foto: Flickr/Daquella manera)

Crash-Gefahr: Spaniens Banken mit 200 Milliarden an faulen Krediten

Spaniens Kreditinstitute müssen umstrukturierte Kredite an klamme Unternehmen neu bewerten, fordert die Zentralbank des Landes. Denn bisher werde das volle Ausmaß der faulen Kredite in den Bilanzen verschleiert. Erstmals geraten nun auch die Großbanken wie Santander und BBVA unter Druck. Sie wurden bisher als stabil dargestellt.

Die Euphorie vieler junger Franzosen über den Wahlsieg Hollandes ist längst von der Wirklichkeit eingeholt worden (Foto: Flickr/Emi Noyon).

Jeder zweite junge Franzose würde am liebsten auswandern

Die französische Bevölkerung verliert den Glauben an ihr Land und ihre Regierung. Zwei Drittel der Franzosen denken, ihr Land befindet sich im Niedergang. Besonders die jungen Franzosen sind desillusioniert: 50 Prozent von Ihnen würden ihr Land verlassen, wenn sie könnten.

Die Konkurrenz auf dem Tablet-Markt wird für Apple immer größer (Foto: Flickr/kodomut).

Tablets zu teuer: Apples Marktanteil schrumpft massiv

Die harte Konkurrenz Android macht Apple das Leben schwer. Im ersten Quartal sank der Anteil von Apple-Tablets am Markt um fast 20 Prozent. Ein herber Verlust in einem extrem schnell wachsenden Segment.

Auch für den Rest des Jahres sieht BMW große Schwierigkeiten angesichts der Wirtschaftskrise (Foto: DWN).

Krise beschert BMW Gewinn-Einbruch

Trotz gestiegener Verkäufe gingen Umsatz und Gewinn in den ersten drei Monaten deutlich zurück. Besonders im Kernsegment Automobile verzeichnete BMW massive Rückgänge.

Der Konsumklima-Index steigt im April leicht auf 6,0 Punkte. Denn die Deutschen konsumieren und sparen kaum noch aus Sorge um ihr Geld. (Grafik: GfK)

Angst vor Enteignung: Die Deutschen fliehen ins Bargeld

In der EU ist deutlich mehr Bargeld im Umlauf als noch vor einem Jahr. Dennoch bezahlen die Bürger nicht mehr Produkte mit Bargeld. Vielmehr holen sie das Bargeld von den Banken und horten es unter der Matratze. Die Angst vor einer drohenden Enteignung geht um.

EU
Die deutschen Auto-Hersteller fürchten um ihr Premiumsegment und bitten die Bundesregierung um Hilfe. (Foto: Flickr/jDevaun)

Deutsche Autobauer wollen Staatshilfe für Öko-Auto

Die heimischen Autokonzerne fürchten die in der EU geplanten strengeren Auflagen für den CO2-Ausstoß. In einem Brief an die Bundeskanzlerin betteln sie nun um politische Schutzmaßnahmen. Nur so lässt sich ihr Geschäftsmodell auf Dauer halten.

David Cameron will nicht in EU bleiben, José Manuel Barroso will sich nicht ändern. Goldman Sachs hat die Lösung. (Foto: consilium)

Goldman Sachs: Großbritannien muss in der EU bleiben

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU würde für das Land einen erheblichen, wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen, warnt Goldman Sachs. Großbritannien sei schon zu stark in die EU integriert. Es gibt kein Zurück mehr, findet die Investment-Bank.

EU-Gelder in Höhe von 37 Millionen Euro wandern nach Afrika. Aber nicht zur Bewachung der Seeräume sondern in die Verwaltungen (Foto: Flickr/Naval Surface Warriors).

EU kämpft im Indischen Ozean gegen Piraten

37 Millionen Euro lässt sich die EU den Kampf gegen Piraten im Indischen Ozean kosten. Was damit bezweckt wird ist unklar. Auch über den genauen Verbleib der Geld herrscht vollständige Intransparenz.

David Cameron will nicht in EU bleiben, José Manuel Barroso will sich nicht ändern. Goldman Sachs hat die Lösung. (Foto: consilium)

Goldman Sachs: Großbritannien muss in der EU bleiben

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU würde für das Land einen erheblichen, wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen, warnt Goldman Sachs. Großbritannien sei schon zu stark in die EU integriert. Es gibt kein Zurück mehr, findet die Investment-Bank.

Seit Merkels Kanzlerschaft ist die Staatsverschuldung um fast 600 Milliarden Euro angestiegen (Grafik: Statista).

Deutsche Schulden können nicht mehr durch Wachstum abgebaut werden

Deutschland wird die aufgelaufenen Staatsschulden nie wieder abtragen können, wie eine aktuelle Studie zeigt. Selbst großes Wirtschafts-Wachstum kann hierbei nicht helfen. Die verlorene Unabhängigkeit der Zentralbank trägt ebenfalls dazu bei.

Angela Merkel hatte dem Bundestag vor der Zustimmung zur Zypern-Rettung versprochen, für eine ordnungsgemäße Verwendung des Geldes zu sorgen. Nun enthüllt ein Geheimbericht: Die Zustände bei den Banken in Zypern sind eine einzige Katastrophe. (Foto: consilium)

Zypern: Deutsche Steuer-Milliarden versickern im Geldwäsche-Sumpf

Angela Merkel hat den Deutschen versprochen, sie werde in Zypern aufräumen, wenn deutsche Steuergelder dorthin fließen. Nun belegt ein Geheimbericht: Bei den zypriotischen Banken herrscht das pure Chaos, fast 60 Prozent aller Konten haben mit Schwarzgeld zu tun. Beobachter sagen: Solch einem Land würde ich privat niemals Geld geben. Und Merkel?

David Cameron will nicht in EU bleiben, José Manuel Barroso will sich nicht ändern. Goldman Sachs hat die Lösung. (Foto: consilium)

Goldman Sachs: Großbritannien muss in der EU bleiben

Ein Austritt Großbritanniens aus der EU würde für das Land einen erheblichen, wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen, warnt Goldman Sachs. Großbritannien sei schon zu stark in die EU integriert. Es gibt kein Zurück mehr, findet die Investment-Bank.

Emma Bonino war einst selbst Teil der Brüsseler Strukturen. Als italienische Außenministerin will sie nun noch mehr EU für alle. (Foto: EU Commission).

Italien will Vereinigte Staaten von Europa: „Jetzt oder nie!“

In der Krise werden die Rufe nach den Vereinigten Staaten von Europa immer lauter. Die italienische Außenministerin Emma Bonino hält den Zeitpunkt für günstig, jetzt möglichst viele Kompetenzen in Brüssel zu zentralisieren. Unter anderem die Einwanderungspolitik - weil Europa in den kommenden Jahren 50 Millionen neue Einwanderer brauche.

Die jüngsten, schweren Verstimmungen zwischen Deutschland und der EU zeigen: Es gibt keine Technik, mit der Barroso und Merkel die Schuldenkrise lösen können. Bei nüchterner Betrachtung wäre eine Währungsunion besser für Merkel - weil die Eliten dann an der Macht bleiben könnten. (Foto: consilium)

Ökonom: „Währungsreform ist der einzige Ausweg aus der Schuldenkrise“

Der Ökonom Christoph Braunschweig sieht zur Lösung der Schuldenkrise nur zwei Alternativen: Entweder kommt es zum völligen Chaos oder zu einer Währungsreform. Um einen sozialen Flächenbrand in Europa zu verhindern, dürften sich die Politiker für die Währungsreform vorbereiten. Sie bietet den Eliten den angenehmen Nebeneffekt, dass sie an der Macht bleiben können.

Mehr Populären Themen
Alle Themen Index