Aktuelle Themen

ESM
Kleine im Nachteil: Georg Fahrenschon (li.) kritisiert die EU für ihren Vorschlag zur Bankenabgabe und sieht kleine Institute benachteiligt, hier mit Jürgen Fitschen, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken und Co-Chef der Deutschen Bank, Bundespräsident Joachim Gauck und Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes deutscher Banken (v. li. n. re.). (Foto: dpa)

Banken-Abgabe: Sparkassen wollen nicht für Großbanken haften

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband will nicht den Ausputzer für die Großbanken spielen. Die europäische Bankenabgabe begünstige große Institute, klagt der Präsident des Verbandes, Georg Fahrenschon. Die kleinen und risikoarmen Institute müssten für die „Gefahrguttransporter unter den Banken“ zahlen.

Bulgarien, hier Präsident Rossen Plewneliew mit Manuel Barroso, will als Mitglied der Europäischen Bankenunion durch diese gerettet werden. (Foto: dpa)

Banken-Krise: Bulgarien will Zugriff auf EU-Steuergelder

Bulgarien will als erstes Nicht-Euro-Land der Bankenunion beitreten. Die Ankündigung erfolgt wenige Tage nach dem Bank-Run auf das viertgrößte Geldhaus des Landes. Mit dem Zugriff auf die europäischen Sicherungssysteme soll die heimische Banken-Krise entspannt werden.

Der spanische Finanzminister Luis de Guindos (rechts) blickt mit Interesse auf ESM-Chef Klaus Regling. Der Spanier möchte künftig die Euro-Gruppe leiten. (Foto: dpa)

Mehr Macht für Spanien: Ex-Lehman-Banker soll Chef der Euro-Gruppe werden

Der spanische Wirtschaftsminister de Guindos soll neuer Euro-Gruppen-Chef werden. Damit bekäme neben EZB-Chef Draghi ein weiterer ehemaliger Investment-Banker eine zentrale Position in der Euro-Zone. Der Wechsel wäre auch ein Signal in Richtung Schulden-Union in Europa.

Handelskette Strauss: Drohende Insolvenz gefährdet 1.400 Mitarbeiter

Der Einzelhandelskette Strauss Innovation droht die Insolvenz. 1.400 Arbeitsplätze sind von der Pleite bedroht. Das Unternehmen versucht sich dem Zugriff der Gläubiger zu entziehen und hat nun drei Monate Zeit für eine Sanierung.

Österreich: Wirtschaftsminister schafft für seinen Vertrauten neuen Staats-Job

Im Herbst wählt Österreich ein neues Parlament. Der österreichische ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat dennoch kurzfristig seinen langjährigen, treuen Mitarbeiter Harald Kaszanits zum Generalsekretär des Ministeriums berufen. Ein Posten, den es zuletzt 2008 in diesem wichtigen Ministerium gegeben hat.

»Rettungsroutine« zum Wort des Jahres 2012 gewählt

Passend dazu müssten sich die Unwörter des Jahres Rettungsgeld, Bailout oder ESM eigentlich noch dazu gesellen. Platz zwei der Wörter des Jahres belegt die Kanzlerpräsidentin, aber auch die Schlecker-Frauen tauchen in der Liste der Gesellschaft für deutsche Sprache wieder auf.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: Er droht, von den Zentrifugal-Kräften der Euro-Zone zerrissen zu werden. Doch steht es nicht in seinem Ermessen, den Kopf hängen zu lassen. Das Grundgesetz verpflichtet ihm zum Widerstand, wenn die Interessen Deutschlands gefährdet sind. (Foto: dpa)

Weidmann muss kämpfen: Scheitert die Bundesbank, scheitert Deutschland

Jens Weidmann sagt viele kluge Dinge. Sie bedeuten meist das Gegenteil dessen, was die EZB zuvor beschlossen hat. Der Bundesbank-Präsident gerät immer stärker zwischen die Fronten. Er muss sich entschieden, ob er ein Märchen-Onkel sein will oder ein selbstloser Kämpfer, der in der Tradition der Bundesbank-Präsidenten mit Rückgrat steht. Er vertritt nämlich wie kein anderer Repräsentant, direkt das Deutsche Volk. Scheitert die Unabhängigkeit der Bundesbank, ist die Souveränität Deutschlands Geschichte.

László Andor, hier in Duisburg: Der EU-Sozialkommissar malt das Bild des Zusammenbruchs der EU. (Foto: dpa)

Andor: Erstmals spricht ein EU-Kommissar offen vom Zusammenbruch

Mit dem für Sozialfragen zuständigen EU-Kommissar László Andor hat erstmals ein Mitglied der EU-Kommission offen von der Möglichkeit des Zusammenbruchs der Euro-Zone gesprochen. Andor glaubt, dass die EU in ihrer derzeitigen Struktur an den sozialen Spannungen scheitern könnte. Der Zerfall könne nur mit einer massiven Integration verhindert werden.

Terror: Minister soll Befehl zum Abschuss von Flugzeugen geben dürfen

Die Regierung will den Abschuss von entführten Passagier-Flugzeugen im Grundgesetz verankern. Der Verteidigungsminister soll der Bundeswehr im Notfall den Schieß-Befehl erteilen. Die Linkspartei warnt vor einer Militarisierung der inneren Sicherheit.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt derzeit bei 55 Prozent. (Foto: dpa)

IWF: Spanier werden mit Arbeitslosigkeit leben müssen

Der IWF kann den Spaniern keine Hoffnungen auf Besserung machen: Die Arbeitslosigkeit werde weiter hoch bleiben, für junge Spanier sind die Aussichten besonders schlecht. Darüber hinaus wurde nun bekannt, dass in Spanien offenbar massive Manipulationen bei den Statistiken vorgenommen wurden. Das bedeutet: Die Realität ist noch deutlich schlechter als die Befürchtungen des IWF.

Das amerikanische BIP verzeichnete im ersten Quartal 2014 den stärksten Einbruch seit fünf Jahren. (Quelle: Zero Hedge)

Fünf-Jahres-Tief: US-Wirtschaft bricht ein

Die US-Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal mit 2,9 Prozent so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die US-Behörden machen vor allem das schlechte Wetter für den Rückgang verantwortlich. Tatsächlich brachten der schwache US-Konsum und die verringerten Anleihekäufe der Fed die Wirtschaft unter Druck.

Die EU stützt die rezessive Wirtschaft der Ukraine mit der ersten Hilfstranche des 1,6-milliardenschweren Hilfsprogramms. (Foto: dpa)

100 Millionen Euro: EU überweist ersten Kredit an die Ukraine

Die Europäische Union überweist die erste Hilfstranche in Höhe von 100 Millionen Euro an die Ukraine. Als nächstes sollen weitere 500 Millionen Euro folgen. Diese Zahlung ist jedoch an Bedingungen des IWF gebunden.

LOHN IV

Deutschland: Die Gewerkschaften spielen bei den Löhnen keine Rolle mehr

Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer beziehen Löhne, die nicht mehr von den Gewerkschaften mitverhandelt wurden. Das Ergebnis: Die deutsche Löhne liegen weit unter dem internationalen Durchschnitt. Die Produktivität ist dagegen dramatisch gestiegen. Nun fordert sogar die Bundesbank Lohnerhöhungen.

China kurbelt die Wirtschaft seines Landes mit staatlichen Finanzhilfen an. (Foto: dpa)

China muss Wirtschaft mit Milliarden stützen

Staatliche Geldspritzen haben den Abwärtstrend der chinesischen Wirtschaft vorerst gebremst. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt um 7,5 Prozent zu. Die Regierung musste dafür die Ausgaben für Investitionen ins Schienennetz und den Wohnungsbau um ein Viertel erhöhen.

Francois Hollande und Sigmar Gabriel bejubeln sich gegenseitig. Sie wiegen sich in der Illusion, dass nun die Zeit der neuen Schulden gekommen sein könnte. Das ist ein fataler Irrtum, wie die Zahlen der Euro-Staaten zeigen. (Foto: dpa)

Alle Probleme gelöst: Europas Politiker auf dem Morphium-Trip

Die Euro-Staaten haben die Zeit nicht genutzt, die ihnen die EZB gekauft hat. Im Gegenteil: Die meisten Regierungen befinden sich in einer Art Morphium-Rausch und glauben, dass die Probleme auf wundersame Weise verschwunden seien. Den Preis für den Trip der Illusionisten haben die Sparer in Europa gezahlt. Sie werden weiter zahlen müssen.

EU
US-Präsident Barack Obama kondoliert dem stellvertretenden niederländischen Botschafter in der Botschaft in Washington. Der Präsident wirkte ungewöhnlich bleich und verstört. (Foto: dpa)

Soldateska-Führer: Ukraine hat Abschuss von MH17 durch Rebellen provoziert

Ein Rebellenführer aus der Ost-Ukraine behauptet, eine Rebellen-Gruppe sei im Besitz eines Buk-Raketensystems gewesen. Die Regierung in Kiew habe dies gewusst und gezielt einen Luftangriff gestartet, um den Abschuss einer Zivilmaschine zu provozieren. Die Darstellung könnte für die Regierung in Kiew und für die Amerikaner äußerst gefährlich werden.

US-Außenminister John Kerry zeigt der EU-Außenbeauftragten, wo es lang geht: Die Amerikaner werden die Sanktionen gegen Russland verschärfen. Die EU wird folgen. (Foto: dpa)

EU will neue Sanktionen gegen Russland verhängen

Obwohl die Amerikaner festgestellt haben, dass Russland nicht die Verantwortung für den Abschuss für die zivile Maschine der Malaysia Airlines trägt, wollen die EU-Botschafter am Donnerstag weitere Sanktionen beschließen. Der Grund: Russland unternehme zu wenig, um die Lage in der Ost-Ukraine zu beruhigen.

Bei der Espirito Santo besteht akute Ansteckungsgefahr. Die Schweiz hat es bereits getroffen. Die EU sieht dennoch keine Gefahr und beruhigt. Europas Banken sind hingegen nervös. (Foto: dpa)

Portugal-Schock erreicht die Schweiz: Notverkauf der Espírito Santo

Die Banken-Krise in Portugal erreicht nun auch die Schweiz. Die Finanzmarktaufsicht leitete den Notverkauf der Schweizer Tochter der Espirito Santo ein. Die Folgen eines möglichen Konkurses der Espirito-Mutter seien nicht absehbar. Kunden, Vermögen und Berater gehen an ein anderes Geldhaus, die Bank selber bleibt bei den Portugiesen.

Der Nato-Oberbefehlshaber, General Breedlove, fürchtet einen russischen Angriff auf die Ukraine und will so schnell als möglich ein zusätzliches Nato-Hauptquartier an die deutsch-polnische Grenze nach Stettin verlegen. (Foto: dpa)

Nato fürchtet russischen Überfall auf die Ukraine

Nach dem Abschuss von MH17 steigt die Nervosität zwischen Russen und Amerikanern. Die Nato will ein Hauptquartier in Polen aufbauen, um möglichst rasch auf einen russischen Überfall auf die Ukraine reagieren zu können. Auch die Waffen- und Versorgungslager sollen schnellstens ausgebaut werden, um kurzfristig gegen die Russen eingreifen zu können. Der Kollaps der Regierung in Kiew verschärft die Lage in Kiew.

Ein Roboterarm auf der Automatica-Messe in München: Mit einer hochpräzisen Knochensäge macht er menschlichen Chirurgen Konkurrenz. (Foto: dpa)

Industrie setzt massiv auf Roboter: Was wird aus den Arbeitern in Europa?

Das Rezept für höhere Produktivität in Südeuropa liegt im massiven Einsatz von Robotern für die Industrie-Produktion. Das Problem: Die ungelernten Arbeiter verlieren ihren Job. Für die Bedienung der Roboter fehlen dagegen die IT-Experten. Das Umsteuern auf dem Arbeitsmarkt erweist sich als höchst komplex.

In Berlin gab es seit Beginn der Angriffe auf den Gaza-Streifen zahlreiche Solidaritäts-Demonstrationen, wie hier am 12. Juli. Bei den Protesten sollen auch offen antisemitische Sprüche skandiert worden sein. (Foto: dpa)

Berlin: Jüdisches Ehepaar bei Anti-Israel-Demonstration attackiert

Ein Ehepaar aus Israel ist bei einer Anti-Israel-Demo in Berlin attackiert wurden, weil der Mann eine Kippa trug. In Paris musste die Polizei trotz massiver antisemitsicher Ausschreitungen dem Druck der Öffentlichkeit weichen und erneut eine Demo genehmigen. Der Nahost-Konflikt wird zum Problem für die Juden in Europa.

US-Präsident Barack Obama kondoliert dem stellvertretenden niederländischen Botschafter in der Botschaft in Washington. Der Präsident wirkte ungewöhnlich bleich und verstört. (Foto: dpa)

Soldateska-Führer: Ukraine hat Abschuss von MH17 durch Rebellen provoziert

Ein Rebellenführer aus der Ost-Ukraine behauptet, eine Rebellen-Gruppe sei im Besitz eines Buk-Raketensystems gewesen. Die Regierung in Kiew habe dies gewusst und gezielt einen Luftangriff gestartet, um den Abschuss einer Zivilmaschine zu provozieren. Die Darstellung könnte für die Regierung in Kiew und für die Amerikaner äußerst gefährlich werden.

Die Börsen haben bereits am Dienstag ihren Vortagesverlust wettgemacht. (Grafik: ariva.de)

Börsen in Europa legen zu

Die wichtigsten Börsen Europas haben die Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Der Dax legte bis zum frühen Nachmittag ein Prozent auf 9705 Punkte zu. Die Gewinnerliste führten Siemens, Continental und BMW mit einem Plus von je zwei Prozent an.

US-Präsident Barack Obama will den Abschuss der Malaysian Airlines nutzen, um Russland weiter in die Defensive zu drängen. Wenn die US-Satelliten jedoch so lückenlos sind, wie die Amerikaner reklamieren, stellt sich die Frage: Warum durften zivile Flugzeuge so lange über das Kriegsgebiet fliegen? (Foto; dpa)

Eskalation: Amerikaner wollen Putin international isolieren

Mit dem Ultimatum vom Sonntag wollen die Amerikaner den Druck auf Wladimir Putin drastisch erhöhen: Die Russen seien nicht nur verantwortlich für den Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine. Sie behindern auch die Aufklärung des Unglücks. Damit kommen die Amerikaner ihrem vorrangigen geopolitischen Ziel einen großen Schritt näher: Sie wollen Putin in der internationalen Staatengemeinschaft isolieren.

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